Incredible India

Trip Start Feb 01, 2011
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Trip End Apr 30, 2011


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Flag of India  , Maharashtra,
Friday, April 15, 2011

Ankunft: 15.04.2011 09:00 Uhr Mumbai
Abfahrt: 15.04.2011 19:00 Uhr Mumbai

15.04.2011...

In Mumbai angekommen, wo wir in einem der größten natürlichen Häfen der Welt liegen, muss jeder Passagier erst einmal durch den Face Check. Zu diesem Zweck ist eine lange Tafel aufgebaut, an der die indischen Behörden sitzen. Dann muss jeder an Bord, inklusive des Kapitäns, der Besatzung und der Gäste, mit seinem Pass an der Behörde vorbei, damit die kontrollieren können ob Passbild und Realität übereinstimmen. Erst dann wird das Schiff für den Landgang freigegeben. Trotz kritischer Begutachtung unserer nackten Beine, ein seltener Anblick für die Inder, kriegen wir unseren Pass zurück und dürfen sogar in Mumbai an Land. Die Stadt ist direkt an dem Hafen, also ist der Weg zum Sightseeing nicht weit.
Zunächst laufen wir über den belebten Chor Basar, der für seine große Auswahl an Früchten bekannt ist. Während der Geruch auf der Straße, eine Mischung aus Fisch und Abwasser, einen fast umhaut, duftet es hier drin nach frischem Obst. Mango gibt es genug, um eine ganze Armee zu versorgen, wobei die Konsistenz und Farbe ganz anders ist als die Mango, die wir in Deutschland essen. An einem Stand mit Erdbeeren sitzt unten ein halbnackter Inder und legt jede Erdbeere liebevoll ins Körbchen, als würde er ein Bouquet gestalten. Am liebsten würden wir einen Großeinkauf machen damit ihr alle mal die leckeren Sachen probieren könnt, aber leider dürfen wir keine frischen Speisen mit an Bord nehmen.
Die nächste Station ist der Mahatma-Jyotibha Markt, wo es gestohlene Ware zu kaufen gibt. Bei vierzig Grad mit tausenden Indern laufen wir durch die schmalen Straßen, an denen es altes PC Zubehör, Handys und Sonnenbrillen zu kaufen gibt. Hier fällt uns auf wie wunderschön die Stadt mal gewesen sein muss; Häuserwände zeugen von einstiger brillanter Farbe und zum Teil prunkvollen Fassaden, aber mittlerweile ist die Stadt nichts weiter als ein Bild des Verfalls. Kleine Kinder spielen barfuß auf Müllhaufen, und daneben liegt eine Kuh in der Sonne. Trotzdem ist die Armut nicht so erschreckend wie es uns immer erzählt wurde, denn die Inder scheinen glücklich und zufrieden, obwohl sie nicht so viel haben, und es sieht nicht anders aus als in China. Viele die wir treffen sind echt gut drauf und lustig, aber wir merken wieder einmal, dass die Inder einfach nicht cool sind, obwohl sie es versuchen. An dem Markt werden wir auch das erste Mal von der Polizei nach unserem Visum gefragt, und sie verlangen ein bisschen Geld unter der Hand, aber wir bleiben hart, zeigen ihnen einen Vogel, und sie lassen uns weiter laufen. Incredible India.
Als nächstes laufen wir durch die Innenstadt, vorbei an der St. Thomas Kathedrale, ein perfekt restauriertes Überbleibsel aus der Zeit der Engländer inmitten von heruntergekommenen Wohnhäusern. Weiter laufen wir zum Obersten Gerichtshof, wo indische Polizisten mit ihren geladenen Maschinengewehren auf die Straße zeigen, keine dreißig Zentimeter von uns entfernt. Daneben ist das wunderschöne Universitätsgelände, worauf der Rajabai Clock Tower steht, der ein bisschen an Big Ben erinnert. Quer gegenüber ist ein riesiges Cricket Feld, wo gerade ein Turnier veranstaltet wird, und daneben das Watson Hotel, einst das beste am Platz und jetzt eine Bau Ruine, in der ein paar arme Inder ein Zuhause gefunden haben. Früher war es eine Oase für wohlhabende Engländer, und kein Inder durfte das Hotel betreten. Als der TATA Gründer mit seinen europäischen Freunden in dem Hotel essen wollte, wurde ihm als Einziger der Eintritt verwehrt. Das hat ihn so böse gemacht, dass er aus Rache das berühmte Taj Mahal am Gateway of India baute, heute das beste Hotel in Mumbai.
Zum Abschluss schauen wir uns das Gateway of India an, das malerisch direkt am Hafen liegt, mit kleinen Fischerbooten und Yachten im Hintergrund. Wieder einmal müssen wir als Fotomodell hinhalten, weil indische Familien Fotos mit uns machen wollen. Wir fragen uns, was die Chinesen und Inder mit den ganzen Fotos von fremden Europäern machen, und ob sie damit Zuhause ihre Wände schmücken.
Nach dem anstrengenden Spaziergang durch die Innenstadt kommen wir klatschnass geschwitzt und selbst aus den Poren nach Indien riechend am Schiff an, und überwinden uns sogar noch zum Sport. Heute gehen wir auch zum ersten Mal nicht weg, da uns nach sechs Tagen Indien die Kraft fehlt. Jetzt kommen noch zwei Seetage, bevor wir schon im Oman sind. Ab heute Nacht haben wir dann auch Geleitschutz, denn es geht Richtung Somalia, wo die Piraten auf uns warten. Außerdem geht es jetzt auch von der Zeit her immer mehr nach Hause, heute Nacht ist es eine halbe Stunde und vor Salalah noch eine ganze Stunde die die Uhr zurück gestellt wird.

16.04.2011...(Seetag)

Es ist wieder mal ein Seetag, was auch sein Gutes hat, denn wir können ein bisschen länger schlafen, in der Sonne liegen und Sport machen. Genau das tun wir, in derselben Reihenfolge. Nachdem wir aufgestanden sind, legen wir uns oben in den FKK Bereich, zwischen nackte Deutsche, weil da der Wind am besten über einen drüber zieht. Aber nach einer Stunde ist es uns auch zu heiß, und wir gehen zu Ilona um ihr bei der Arbeit im Kids Club Gesellschaft zu leisten. Als angehende Medizin Studentin darf ich dann auch direkt ein Kind mit Nasenbluten verarzten. Nachdem alle weg sind setzen wir uns hinten auf die Terrasse, und keine zwei Minuten später kommt der nervige Staff Kapitän und setzt sich zu uns, nur um uns mit seinen langweiligen Geschichten zu nerven. Wir erzählen ihm, dass wir jetzt zum Sport gehen, und als wir dann auf dem Stepper stehen kommt er wieder an und geht auf den Stepper daneben. Nach dem Sport gehen wir essen, und verquatschen uns so sehr, dass wir als letze das Restaurant verlassen. Morgen wiederholt sich dann das Ganze, und am Tag darauf erreichen wir Salalah.

17.04.2011...(Seetag)

Noch ein Seetag! Das Wetter ist traumhaft schön, zum ersten Mal sind ein paar Wolken am Himmel und es ist erträglich in der Sonne zu liegen. Nachdem wir ein bisschen Vitamin B getankt haben steht noch eine Runde Sport an, aber das machen wir gerne, um unsere Beach Bodys zu stählen. Nachmittags informieren wir uns über Salalah, und verabreden uns mit Ilona für den nächsten Tag. Beim Abendessen treffen wir ein nettes junges Paar aus Ludwigshafen, mit denen wir auch danach noch in die Bar gehen. Mit Markus und Dennis, den Barkeepern, dürfen wir nicht mehr zu viel reden, da sie wegen uns fast vom Schiff geflogen sind weil sie uns immer was ausgeben. Trotzdem ist der Abend nett, aber wir gehen früh schlafen um fit für morgen zu sein.

Eure Backpacker Toni und Mini xxx
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