10. Tag - Tagesausflug nach Jerash

Trip Start Oct 02, 2009
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Trip End Oct 16, 2009


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Flag of Jordan  ,
Monday, October 12, 2009

Am vorletzten habe ich mich zu einem Tagesausflug nach Jerash entschlossen. Jerash liegt im Norden von Jordanien und hat eine lange Geschichte und ene wunderbare römische Ausgrabungsstätte, die teilweise an Pompeij erinnert.

Da ich nun schon "erfahren" im Strassenverkehr war und auch zumindest den Weg Richtung Süden kannte, wusste ich, in welche Richtung ich in etwa musste. Von Amman aus führen 2 große Hauptstrassen Richtung Norden. Ich musste nur sicher gehen, dass ich den Schildern nach Irbid folge - dann müsste ich eigentlich auch an Jerash vorbeikommen. Nach einiger Zeit und vergeblichen Versuchen Strassenschilder zu entziffern, habe ich an einer Tankstelle gehalten. Tanken ging gut, nach dem Weg fragen nicht, da keiner mich und ich die Angestellten nicht verstand. Also fuhr ich weiter nach gefühl und tatsächlich erreichte ich kurze Zeit später eine Verbindungsstrasse, die nach Jerash ausgeschildert war. Und gleichzeitig wusste ich auf welcher Strasse ich bis dahin unterwegs war.

Als ich in das nächste Dorf einfuhr hörte ich ein komisches schleifendes Geräusch. UNd als ich bemerkte, dass die Leute nach meinem Auto schauten, habe ich doch mal angehalten und unter das Auto geschaut. Und da hing doch wirklich ein relativ großes Teil, eine Art flache Box, in die Kabel hinein und heraus führten, auf der Fahrerseite aus dem Motorraum. Was für ein Teil das war, habe ich bis heute nicht herausgefunden, aber einfach abmachen wollte ich es auch nicht. Möglich wäre es durchaus gewesen, da es nur noch von den Kabeln gehalten wurde. Zum Glück hatte ich für meine Sehnenverletzung am Fuß Athletic-Tape dabei, das ich kurzerhand zweckentfremdet habe. Damit konnte ich die Box wieder unter den Motorraum kleben.

Nach dieser kurzen Reperatur fuhr ich weiter, hatte jedoch bei jeder Bodenwelle das Gefühl, dass dieses Teil immer noch schleift. Kurz vor Jerash nehme ich noch einmal einen Anhalter mit. Ein junger Mann, der in Jerash studiert und mich direkt zur Ausgrabungsstelle führt. Dort angekommen krieche ich als erstes wieder unter das Auto und muss leider feststellen, dass mein Improvisationstallent nicht ganz ausgereicht hat. Ich muss mir etwas anderes einfallen lassen! Nun kommt es doch zu Gute, dass in Jordanien doch relativ viel Müll überall rumliegt. Ich geh also gleich neben der Touristenstätte in den Strassengraben und fange an nach etwas brauchbaren zu suchen. Ein Mann hatte mich bereits beobachtet, als ich unter das Auto gekrochen bin und als mich dann auch noch im Müll suchen sah, bot er mir seine Hilfe an. Mittlerweile hatte ich eine Art alte Wäscheleine gefunden. Damit in der Hand gings zurück zum Auto, wo der hilfsbereite Jordanier auch mal gucken wollte, dann ging er fort und brachte mich etwas flexiblere Plastikschnur. Damit konnte ich dann die Box an ihren Bohrlöchern an die Schläuche im Motorraum anbinden. Das sollte dann bis zum nächsten Tag, an dem ich das Auto wieder abgeben musste, halten. Natürlich habe ich bei jeder Gelegenheit danach geschaut.

Nach der zweiten Improvisation konnte ich endlich in die Ausgrabungsstätte. Zuerst kommt man durch Hadrians Gate. Danach ist linker Hand das Hippodrom - eine römische Wettkampfstätte, wo Pferde- und Wagenrennen abgehalten wurden. Das Hippodrom wurde irgenwann zwischen dem 1. und 3. Jahrhundert (n.Chr.) gebaut und konnte bis zu 15.000 Personen aufnehmen - in den Jahren als Jerash am meisten bewohnt war gab es etwa 15.000 bis 20.000 Einwohner. Folgt man allen anderen Touristen kommt man weiter zum Haupteingang, an dem erst die Eintrittskarten (8 JD = 8 Euro) gecheckt werden. Auch gibt es dort saubere Toiletten (falls das jemanden interessiert). Als nächstes kommt der "Oval Plaza" ein ovaler von Säulen eingerahmter Platz. Geht man weiter gerade aus  läuft amn über eine alte Steinstrasse, vorbei an alten Häusern (ähnlich wie Pompeij). Links erhabt sich eine große Treppe. 7 Absätze mit jeweils 7 Stufen (7x7) führen hinauf zum Tempel von Artemis. 7 war/ist eine heilige Zahl.

Der Tempel von Artemis ist die bekannteste Stätte in Jerash. Die riesigen Säulen sind von einigen Erdbeben verschont geblieben. Darunter verkaufen junge Männer/Jungs Tee und kalte Getränke. Nachdem ich ihnen ein Tee abgekauft habe, lassen sie sich auch von mir Fotografieren.

Vom Tempel kommt man schnell zum Amphitheater, wo ständig Dudelsackmusiker ihr Bestes geben - ja auch Jordanien war mal britisch geprägt - daher auch die in Jordanien sehr beliebten Dudelsäcke. Unterhalb des Theaters findet man ein kleines Museum.
Nach meinem Besuch des Museums ging ich zurück zum Auto. Das Restaurant direkt am Parkplatz ist eine Touristenabzocke. Die Preise sind lachhaft hoch. Deshalb fahre ich weiter und suche in der Stadt nach Essen - was sich etwas schwierig gestaltet. Letztendlich finde ich doch eine Strasse mit einigen Geschäften. In einem bekomme ich Hummus und Falaffel, in einem anderen Getränke und in einem dritten Geschäft noch ein bisschen Brot. Ich nehme alles mit und fahre wieder Richtung Amman. An einem schönen Aussichtspunkt halte ich an und geniesse die Aussicht und das Essen.

Danach gings zurück nach Amman zu meinem Gastgeber. Abends sind wir noch zusammen ins Kino gegangen. Interessante Erfahrung am Rande: bevor man in das Parkhaus der Shopping Mall fahren darf muss man einen Sicherheitsbeamten in den Kofferraum schauen lassen - und alles was er sehen will ist wirklich nur der Kofferraum. Wenn man dann die Mall an irgendeinem Eingang betritt gibt es wie am Flughafen Metalldetectoren und Sicherheitsbeamte, die daneben sitzen. Auch wenn es piept, oder man sogar daran vorbei läuft interessiert es keinen...

Der letzte Tag folgt auch noch bald. Der Eintrag wird dann wohl etwas kürzer, soviel hab ich ja nicht mehr gemacht...Aber meine Istanbulreise kann dann bald eingestellt werden...

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