Stadt der Bombe 2

Trip Start May 30, 2010
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88
Trip End May 30, 2011


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Flag of Japan  , Chugoku,
Saturday, July 31, 2010

Nagasakis traurige Vergangenheit mag nicht jedem bewusst gewesen sein. Beim Lesen des Namens Hiroshima hingegen, hat wohl jeder einen Atompilz vor seinem geistigen Auge. Da ist es nur logisch, dass die Hauptsehenswürdigkeiten dieser Stadt mit der Atombombe in Verbindung stehen.

Den 1. Tag widmen wir allerdings nicht der Stadt selbst, sondern der Insel Miyajima, die etwa 25 Bahnminuten Südwestlich des Zentrums liegt. Auf diesem Eiland befindet sich eine der berühmtesten Sehenswürdigkeiten Japans, das „Floating Torri", sowie etliche Tempel und Schreine und viele Touristen. Durch die Strassen streifen ausserdem etliche „wilde“ Rehe. Diese haben sich derart an die Menschen gewohnt, dass sie sich ohne geringste Regung streicheln lassen. Allerdings sind die Tiere extrem penetrant auf Futtersuche und fressen alles, was man nicht schnell genug in Sicherheit bringen kann. So war das gebrauchte Papiertaschentuch, das kurz unbeaufsichtigt neben uns auf der Bank lag, halt plötzlich weg. Was am Anfang noch ganz unterhaltsam ist, wird mit der Zeit jedoch sehr mühsam. Besonders, wenn man in Ruhe etwas essen möchte.

Auf Miyajima sowie in Hiroshima ist es zum 1. Mal seit Osaka wieder so richtig heiss. Dies zwingt uns abermals, unsere Aktivitäten aufs nötigste zu reduzieren. Wir Besuchen einige Stätten, die im Zusammenhang mit der Atombombe stehen, etwa das Peace Memorial Museum oder das A-Bomb Dome. Letzteres ist eine Ruine, oder besser gesagt Monument, welches ziemlich genau an dem Ort stand, wo die Atombombe, in 600 m Höhe, explodierte. Dieser eindrucksvolle Zeitzeuge war eines der wenigen Gebäude, das im näheren Umkreis der Explosion stand und nicht vollkommen pulverisiert wurde.

Während wir die 1. zwei Nächte in einem Hostel verbrachten, wechseln wir für die 3. Nacht unsere Unterkunft. Die letzte Nacht in Hiroshima wollen wir nämlich in einem Ryokan, einem traditionellen Japanischen Hotel, verbringen. Wir nächtigen auf Futons und das Zimmer ist mit Tatami-Matten ausgelegt. Eine sehr interessante Erfahrung.

Unser Plan wäre es eigentlich gewesen, Hiroshima am nächsten Morgen zu verlassen. Wir disponieren allerdings kurzfristig um und besuchen die lokale Mazda Fabrik. Der beeindruckendste Teil der Führung ist zweifellos die Besichtigung der Montagehalle, wo im Akkord verschiedene Teile in das auf einem Montageband langsam vorbeirollende Auto eingebaut werden.
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