Von Gauchos umzingelt :)

Trip Start Dec 26, 2011
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Trip End Jul 21, 2012


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Where I stayed
Hospedaje Manu

Flag of Uruguay  , Tacuarembó,
Friday, March 2, 2012

02.03.
Ja, Tacuerembó scheint das Mekka der Gauchos zu sein! Die sieht man hier ueberall herumspazieren, irgendwie scheinen ihnen aber die Pferde abhanden gekommen zu sein - oder Auto und Motorrad sind in der Stadt doch einfach praktischer ... Das grosse Gaucho-Festival fand dann aber doch leider erst rund eine Woche nach meiner Ankunft statt, und so lange wollte ich auch wieder nicht in der urugayanischen Pampa hocken.
Aber gemass Aussagen der Touristeninformation waren die Hotels / Hospedajes schon gut belegt und der nette Herr hat mir dann freundlicherweise gleich ein Zimmer in der Hospedaje "Manu" besorgt - wahrscheinlich ein Freund von ihm ... Naja, das es in Tacuerembo sowieso keine Hostels zu geben scheint, dachte ich, kann ich ja auch in diese Hospedaje. Das Zimmer war dann auch okay - mit Fenster (ein grosser Fortschritt im Vergleich zu Melo) und wie mir Manu (der Inhaber) versichert hat, mit 24 h warm Wasser. Als ich dann Duschen wollte, war ich doch etwas erstaunt, dass es nur einen Wasserhahn gibt ... Ich habe mir dann die Konstruktion etwas genauer angesehen und festgestellt, dass wohl das Wasser direkt im Duschkopf aufgewarmt wird - wofuer netterweise ein paar nicht so vertrauenserweckende Kabel in der Dusche rumhingen. Aber es hat alles funktioniert und das Wasser war tatsachlich schoen warm (wenn man den Hahn nicht zu fest aufdrehte).
 
Sonst gab es an dem Abend dann nicht mehr viel zu sehen, und so habe ich mal vorbildlich meine Weiterreise organisiert. Am Busbahnhof habe ich fleissig alle Leute, die mehr oder weniger beschaeftigt herumhockten, nach den besten Verbindungen fuer einen kleinen Ausflug ins "Valle Eden" und dann weiter nach Paysandu ausgefragt. Nachdem mir dann auch die fuenfte Person versichert hatte, dass ich den Bus nach Paysandu direkt an der Strasse beim "Valle Eden" anhalten kann, hoffte ich mal, dass sie sich nicht irren und habe meine Tickets gekauft.
Die Suche nach Postkarten war hier mal wieder ergebnislos, aber dafuer war das Internetkafi mega billig, womit der Abend dann auch ausgefuellt war.

03.03.
Nach der tollen Vorarbeit am Tag zuvor konnte ich an diesem Morgen gemuetlich die Museen der Stadt besichtigen. Zuerst ging's ins Museum "del Indio y del Gaucho" - ja, da gabs dann ca. 500 Exemplare verschiedenen Jagdgegenstaende der Indios, ebensoviele Steigbuegel der Gauchos und sonst noch ein paar Sachen zu bestaunen :) Weil mir nach diesem Museum noch Zeit blieb, habe ich gleich noch das "Sport"-Museum angehangt, das mir am Abend zuvor aufgefallen war, weil ueber der Eingangstuer die riesengross die olympischen Ringe hingen. Ob jemals irgendwer aus Tacuerembo tatsachlich an olympischen Spielen teilgenommen hat, habe ich leider nicht herausgefunden, aber auf jeden Fall war der ortliche Fussballclub ca. jedes zweite Jahr uruguayanischer Meister!

Danach bin ich schon mal zum Busterminal und habe mich dort noch ins Kaffee gesetzt um die Wartezeit zu ueberbrucken. Netterweise wollte mich dann eine Familie mitnehmen auf ihre Estancia, weil sie irgendwie nicht begreifen wollten, dass ich also wirklich nicht "Monica" heisse und daher auch nicht ihr Gast war! Schliesslich war`s dann doch Zeit fuer den Bus und ich bin zum `Valle Eden` gefahren. An der Bushaltestelle habe ich dann auch schon das Highlight des Tages erlebt: Eine riesen Kuhherde, die von vielen Gauchos durchs Tal getrieben wurde!
Ich bin gemuetlich hinterhergewandert (mit genugend Abstand versteht sich) bis zum Museum "Carlos Gardel`. Carlos Gardel war DER Tango-Superstar seiner Zeit (ich hatte mich schon in Buenos Aires gewundert, wer das auf den Postkarten eigentlich sein soll - jetzt wusste ich es). Im Museum ging's vor allem darum, dass Carlos Gardel in Tacuerembó geborden wurde und also nicht Argentinier war! Ich hatte etwas Muehe herauszufinden, fuer was genau er eigentlich dann bekannt war, aber er hat also gesungen (nicht getanzt, glaube ich). Leider habe ich diesen Abschnitt im Film etwas verpasst, weil dort gerade Zeit fuer meine Siesta war :)

Anschliessend bin ich noch etwas durchs huebsche Tal gewandert, aber weil ein einigermassen tiefer Fluss ueber die Strasse floss und ich nicht noch ein zweites paar nasse Schuhe haben wollte, war der Spaziergang doch eher kurz. So habe ich mir dann im Restaurant noch ein Dessert geleistet und habe dann auf dem nahen Campingplatz meine Spanischkenntnisse wiedermal etwas verbessert. Frueh genug machte ich mich dann wieder auf zuruck zur Strasse, um dort meinen Bus nach Paysandu zu erwischen und - man glaubt es kaum - es hat sogar geklappt! 
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