Hauptstadt des Tangos (und von Argentinien)

Trip Start Dec 26, 2011
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Trip End Jul 21, 2012


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Flag of Argentina  , Capital Federal District,
Sunday, February 12, 2012

Ankunft in Buenos Aires
Nachdem ich ja jetzt schon langer mit minimalen Spanischkenntnissen in Argentinien herumgereist war, ging es jetzt endlich in die Hauptstadt in eine Sprachschule. Die Busfahrt war relativ kurz (nur 4 Stunden) und ereignislos, dafuer war dann um so mehr Action, als ich in Buenos Aires ankam. Naturlich war die Touristeninformation am Busbahnhof geschlossen (wie koennte es auch anders sein), aber ich habe die U-Bahn-Station glucklicherweise auch so gefunden. Dort studierte ich gerade sorgfaltig den Streckenplan, um dann auch sicher ans Ziel zu kommen, als mich irgendwas (oder irgendwer?) angetropft hat und meinen Rucksack (zum Gluck mit Regenschutz), meine Hose (neu und ohne Regenschutz!) und mein Bein hasslich schwarz gefarbt hat. Also erst mal alle Hilfe rund um mich herum abgelehnt und ein Baņo gesucht um mich wieder einigermassen zu waschen. Beim zweiten Versuch habe ich es dann tatsachlich bis in die "Subte" und an die richtige Haltestelle geschafft!
Guten Mutes machte ich mich auf den Weg zu meiner Gastfamilie - die leider grade nicht zu Hause war. Nach einem Kaffee und der vergeblichen Suche nach einem Internetcafe wurde mir dann doch noch die Tuer geoffnet. Irgendwie war aber mein vermeintliches Gastmami etwas verwirrt, dass ich da war und als ich nachfragte, meinte sie, dass es da ein kleines Problem gibt: Sie haette gar keinen Platz! Ich habe mich schon drauf vorbereitet, mir dann doch noch ein Hostel zu suchen, aber sie hat das netterweise dann mit der Schule geklart und eine neue Gastfamilie fur mich aufgetrieben. Weil dort aber grade auch noch niemand zu Hause war, durfte ich bei meinem provisorischen Gastmami noch mit Znacht essen.Anschliessend hat mich dann netterweise Martin, ein anderer Gast aus der Schweiz, noch bis zu meinem neuen zu Hause begleitet.
Das neue Gastmami, Silvia, war zum Gluck auch sehr nett und ich war dann nachts um halb 12 auch froh, endlich angekommen zu sein. In der Wohnung hat sich aber noch ein neues Problem gezeigt: Zu meiner Gastfamilie gehorten auch 3 Katzen - nur gut, dass ich auf alle moglichen Haustiere allergisch bin! Naja, wegen der spaten Stunde hatte ich dann keine Lust mehr, mir nochmal eine neue Gastfamilie suchen zu lassen. Glucklicherweise durften die Buesis nicht in mein Zimmer und so hatte ich dann doch keine Probleme, ausser dass meine dunklen Kleider nicht unbedingt dafur gemacht sind, mit Katzen im gleichen Haus zu wohnen. Zur Abhilfe kaufte ich mir am nachsten Tag einen Entfusel-Roller und konnte dann unbeschwert meinen Aufenthalt geniessen.

Espaņol
Nach dem Durcheinander mit der Gastfamilie hatte ich schon die schlimmsten Befurchtungen, wie die Sprachschule dann wohl werden wurde. Zum Gluck war der Unterricht aber wirklich gut und ich habe viel gelernt (und wahrscheinlich schon wieder vergessen). Jeden Morgen gab's Gruppenunterricht (1 Franzoesin, 1 Oesterricher, 3 Deutsche und ich) und drei Mal hatte ich nachmittags noch zwei Einzellektionen. Das war dann doch anstrengender als gedacht, und ich habe die Lehrerinnen dann manchmal etwas uber die Gewohnheiten und Kultur von Argentinien ausgefragt, um zwischendurch mal wieder etwas entspannen zu koennen :) Am Schluss habe ich mir sogar noch ein Buch empfehlen lassen (und es auch gekauft), um in den nachsten Wochen selbststandig weiter zu lernen - die guten Vorsatze sind da, ich hoffe ich habe auch Zeit, sie einzuhalten ;)

Sight seeing
Nebst der Schule (und Blog updaten - inklusive allen Fotos!) bliebt kaum Zeit noch etwas von der Stadt zu sehen, weshalb ich am Schluss auch noch ein paar freie Tage angehangt habe. Ich konnte zum Gluck bei meinem Gastmami und den Katzchen wohnen bleiben.
Die Stadt ist ganz schoen gross und ich habe mir dann noch die Fusse plattgelaufen, aber es gab auch viel zu sehen! Kreuz und quer gings durch die verschiedenen Quartiere (Barrios): Am besten gefallen haben mir das Stadtzentrum mit den imposanten Gebauden, das relativ moderne Puerto Madero mit einer schonen Fussgangerpromenande an der Grenze zum Naturschutzgebiet und im Barrio "La Boca" die 3 Strassen mit den farbigen Hausern.Ausserdem habe folgende Sehenswurdigkeiten abgehakt:

 - Teatro Colon (Oper): Das hat mir gut gefallen und die Fuhrung war auch super (v.a. weil sie auf Englisch war ;)). Leider fangt die Saison erst im Marz wieder an, aber immerhin musste ich mir so nicht uberlegen, ob ich viel Geld fur eine Auffuhrung ausgeben mochte oder nicht ...

 - Museo Evita Peron: Hier gab's die Erklarungen ebenfalls auf Englisch, was doch schon ein grosses Plus im Gegensatz zu den bisher besichtigten Museen ist! Das Museum ist auch sehr schon gemacht und hat tolle Ausstellungsstucke (v.a. schone Kleider!).

 - Cementerio de la Recoleta (Friedhof): Ich habe mich mit Charles getroffen, den ich in Cordoba kennengelernt hatte, um diesen Friedhof zu besichtigen - ja auch das ist eine Touristenattraktion! Ich gebe zu, es ist ganz schon eindrucklich, wie riesig die Graber sind! Nachdem wir ein bisschen im Friedhof herumgewandert sind, haben wir schlussendlich auch noch das Grab von Evitas Familie gefunden und selbstverstandlich auch fotografiert! Da es an diesem Tag wirklich unertraglich heiss war, war ich dann aber auch froh, aus dem Friedhof wieder raus zu konnen und mich im nachsten Park auf dem Bankli im Schatten auszuruhen! 

 - Casa rosada (rosa Haus): Eigentlich wollte ich ja ins Geschichts-Museum, das auch irgendwo da sein soll, machte dann aber mehr oder weniger versehentlich eine Fuhrung durch den Palast von Prinzessin Cristina - aeh, Prasidentin sollte das wohl heissen ... Allerdings gibt es vor dem "Pink House" eine Fotoausstellung uber Cristina, die ich doch etwas ubertrieben fand fur eine Politikerin - naja, den Argentiniern scheints zu gefallen, jedenfalls musste ich ganz schon lange warten fur die Tour! Aber nachdem ich das (gratis) Ticket schon hatte, wollte ich das Haus dann doch sehen. Weil mir gesagt wurde, dass meine Fuhrung erst in 40 Minuten losgehen sollte, bin ich dann nochmal raus auf die Suche nach ein paar Postkarten (vergebens, schone Postkarten scheint es in Buenos Aires nicht zu geben). Nachdem ich dann wieder in der Wartehalle war und die Tour immer noch nicht losging, ging ich nochmal kurz aufs Baņo und naturlich haben sie ausgerechnet dann meine Gruppe ausgerufen. Ich habe mich dann durch die ganzen anderen wartenen Leute gedrangelt und meine Gruppe noch erwischt - allerdings war die Tour dann irgendwie nur auf Spanisch statt bilingual ... oeh, nachdem ich schon zu spat war, wollte ich dann doch nicht fragen, ob er auch Englisch kann - ev. haette ich das ja schon sagen sollen, als ich mein Ticket holte? Tja, die Saale habe ich ja auch so gesehen und soweit ich verstanden habe, hat der Guide vor allem erzahlt, wo welche Konferenzen mit und ohne Kameras abgehalten werden - viel verpasst habe ich bei den Erklarungen also glaub nicht :)

 - Tigre: Ein kleines Stadtchen nahe bei Buenos Aires. Fur diesen Ausflug habe ich nochmal Charles getroffen und wir sind mit dem Zug fur rund 50 Rappen 50 Minuten hin (und wieder zuruck) gerattert. In Tigre gibts einen netten Markt mit allerlei Krempel und Charles hat noch fleissig Souvenirs und Mitbringsel eingekauft - mit meiner Hilfe als Ubersetzerin :D Nach einem etwas fragwurdigen Zmittag (Wurst-Sandwich) haben wir uns noch den Fluss angeschaut und eine Glace geholt. Weil die Glace da so billig war und ich mich etwas verrechnet habe (250 g sind tatsachlich 1/4 kg, nicht nur 1/8 kg ...) war mir dann am Abend doch etwas schlecht, aber fein sind die Helados ja schon!

 - Tango-Shows: Uff ja, das hatte ich wahrend der Schule irgendwie ganz vergessen - in der Stadt des Tangos sollte man sich naturlich auch mal so eine Show ansehen! Bloed nur, dass die Lokalitaten, wo solche Shows stattfinden, irgendwie nicht so oft offen sind und noch seltener Shows haben! Als ich am Sonntag mich dann endlich mal drum kummerte, hat sich herausgestellt, dass die meisten Shows zwischen Donnerstag und Samstag stattfinden - ich wollte aber am Mittwoch dann weiterreisen. Schlussendlich habe ich dann erst mal eine riesengrosse "Broadway"-Show besucht, die super war - mit grossem Live-Orchester und vielen Tanzern, die wie wild ihre Beine herumgeschwungen haben. Weil ich mir dann doch nicht sicher war, wie authentisch diese Show war, habe ich mich am Dienstag-Abend dann noch in eine kleine Show gesetzt, mit etwas kleinerem Ensemble, dafur konnte ich auch naher dran sitzen (und Fotos machen). Auch hier wurde wie wild mit den Beinen gezappelt und die Tanzerin hatte mindestens 6 verschiedene Outfits! Obwohl die Vorfuhrungen wirklich toll waren, finde ich Tango allerdings etwas komisch, da wird mir irgendwie zu viel unnotig mit den Beinen gezappelt ...
Weiterreise
Nach eineinhalb Wochen am selben Ort wurde es dann doch langsam Zeit, mich wieder auf die Socken zu machen. Mein nachstes Ziel war Uruguay! Dort kommt man von Buenos Aires gut mit der Faehre hin - nicht ganz billig, wie ich dann festgestellt habe. Nach einigen Recherchen und vielen Kilometern zu Fuss durch die Stadt (auf der Suche nach einem offenen Buro der Fahrgesellschaft mit den gunstigeren Booten) hatte ich zwar immer noch kein Ticket, aber immerhin die Auskunft, dass es kein Problem sein sollte, einen Platz zu bekommen, wenn ich fruh genug am Hafen bin. Um das zu schaffen habe ich mir am Mittwoch Morgen ausnahmsweise mal ein Taxi geleistet und mit dann grade noch knapp ein Ticket ergattert (die Fahre war 3/4 leer ...). So gings gab's dann nach langer Zeit wieder einmal ein paar neue Stempel in den Pass!
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Comments

Philippe on

Ich han nur mol wele dini Blog-Aktivitäte lobe. Super wie usführlich und usduurend du bisch. Ich hoffe letschteres wird denn au bim Wandere de Fall si... :-P

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