Spektakulaere Befreiungsaktionen
Trip Start
Jun 18, 2006
1
27
34
Trip End
Oct 29, 2006
Ab Dienstag hatten wir unsere Ruhe wieder, aber auch leider gleichzeitig mein letzter Tag. Ich hatte geplant am naechsten Tag um 5 Uhr morgens den Bus nach Guayaquil zu nehmen, um dann von dort in eine kleine Stadt im Dschungel zu fahren. Den letzten Abend habe ich, wo auch sonst, in der Bar meines Hostals verbracht und er begann damit, dass Francisco, der Besitzer des Hostals, mir unbedingt eine gigantische Spinne zeigen musste, die neben dem Billardtisch an der Wand sass. So ein Mordsvieh hab ich selten in der Zivilisation gesehen. Wir haben sie dann ein wenig begleitet, bis sie sich in eine Ecke des Raumes verzogen hatte.
Fuenf Minuten spaeter entdeckte Francisco die Tuete mit den Krebsen, die er mir auch unbedingt zeigen wollte. Er war am Nachmittag mit seinem Bruder in der naechsten groesseren Stadt auf dem Markt gewesen und die beiden sind mit einer Wagenladung voller Essen zurueckgekommen. Der Bruder hatte unter anderem eine Plastiktuete voller Krebse gekauft und die ganzen Angestellten freuten sich nun seit Stunden auf die Krebse zum Abendessen. Das Dilemma: Diese armen Viecher werden an eine Schnur zusammengebunden und dann lebend verkauft.
Mir taten sie irgendwie leid, als sie so mit ihren Augen durch die Gegend glucksten, zusammengebunden und darauf wartend, dass sie auf den Teller kommen. Francisco, der Vegetarier aus Ueberzeugung ist, hat dieser Anblick auch nicht gerade gluecklich gemacht und so kam die Idee: Wir befreien die Krebse.
Die Koechin wollte schon protestieren, aber wir haben die Tuete geschnappt und ein Messer dazu und haben uns aus dem Staub gemacht, wobei wir darauf achten mussten, nicht dem Bruder vom Francisco ueber den Weg zu laufen. Der haette uns wahrscheinlich zu Brei verarbeitet. Wir sind dann zum naechsten Fluss gelaufen und haben dort die spektakulaere Befreiungsaktion in die Tag umgesetzt und das Abendessen der Leute des Hostals Fluss ausgesetzt. Als wir zurueckkamen wurden wir direkt vom Bruder empfangen, der uns am liebsten, statt den Krebsen, in den Kochtopf gesteckt haette. Den ganzen Abend hatte ich Angst ihm in einer dunklen Ecke allein zu begegnen. Nach und nach bekamen dann alle mit, dass die Krebse nicht mehr da waren und alle haben ungefaehr gleich reagiert. Christian, der eigentlich gerade die Sosse vorbereiten wollte, konnte es kaum glauben.
Irgendwo in der Kueche haben sie noch ein Bein (oder wie nennt man das bei Krabben?) gefunden, was sie gekocht und feierlich zu dritt verspeist haben. Die armen waren wirklich geschockt, aber bei dem Chef auch schon an einiges gewoehnt. Schliesslich ist sein Vorsatz, dass kein Essen in die Kueche kommt, das noch lebendig ist!
So verlief der ganze Abend zwischen ausgedehnten Lachanfaellen und boesen Attacken von hungrigen Menschen.
Fuenf Minuten spaeter entdeckte Francisco die Tuete mit den Krebsen, die er mir auch unbedingt zeigen wollte. Er war am Nachmittag mit seinem Bruder in der naechsten groesseren Stadt auf dem Markt gewesen und die beiden sind mit einer Wagenladung voller Essen zurueckgekommen. Der Bruder hatte unter anderem eine Plastiktuete voller Krebse gekauft und die ganzen Angestellten freuten sich nun seit Stunden auf die Krebse zum Abendessen. Das Dilemma: Diese armen Viecher werden an eine Schnur zusammengebunden und dann lebend verkauft.
Mir taten sie irgendwie leid, als sie so mit ihren Augen durch die Gegend glucksten, zusammengebunden und darauf wartend, dass sie auf den Teller kommen. Francisco, der Vegetarier aus Ueberzeugung ist, hat dieser Anblick auch nicht gerade gluecklich gemacht und so kam die Idee: Wir befreien die Krebse.
Die Koechin wollte schon protestieren, aber wir haben die Tuete geschnappt und ein Messer dazu und haben uns aus dem Staub gemacht, wobei wir darauf achten mussten, nicht dem Bruder vom Francisco ueber den Weg zu laufen. Der haette uns wahrscheinlich zu Brei verarbeitet. Wir sind dann zum naechsten Fluss gelaufen und haben dort die spektakulaere Befreiungsaktion in die Tag umgesetzt und das Abendessen der Leute des Hostals Fluss ausgesetzt. Als wir zurueckkamen wurden wir direkt vom Bruder empfangen, der uns am liebsten, statt den Krebsen, in den Kochtopf gesteckt haette. Den ganzen Abend hatte ich Angst ihm in einer dunklen Ecke allein zu begegnen. Nach und nach bekamen dann alle mit, dass die Krebse nicht mehr da waren und alle haben ungefaehr gleich reagiert. Christian, der eigentlich gerade die Sosse vorbereiten wollte, konnte es kaum glauben.
Irgendwo in der Kueche haben sie noch ein Bein (oder wie nennt man das bei Krabben?) gefunden, was sie gekocht und feierlich zu dritt verspeist haben. Die armen waren wirklich geschockt, aber bei dem Chef auch schon an einiges gewoehnt. Schliesslich ist sein Vorsatz, dass kein Essen in die Kueche kommt, das noch lebendig ist!
So verlief der ganze Abend zwischen ausgedehnten Lachanfaellen und boesen Attacken von hungrigen Menschen.



