Auf Stippvisite in der grossen Stadt

Trip Start Jun 18, 2006
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Trip End Oct 29, 2006


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Flag of Ecuador  ,
Wednesday, October 4, 2006

Noch am Sonntag Abend habe ich mich in den Nachtbus nach Guayaquil gesetzt. Eine Nachtfahrt wie jede andere auch, habe relativ viel geschlafen nachdem wir mit zwei unsagbar schlechten Hau-Drauf-Filme gefoltert worden waren.

Am naechsten Morgen, Montag kamen wir gegen halb 7 in Guayaquil an und beim Aussteigen habe ich ein Maedel am Busbahnho, die ein Schild von Viventura an ihrem Rucksack hatte, dem Reisebuero, bei dem Michaela, meine Mitbewohnerin arbeitet. Ich habe sie dann angesprochen, da mir klar war, dass sie aus Deutschland war und sie mit ihren zwei Koffern Gepaeck ein bisschen verloren aussah. Sie hat dann erzaehlt, dass sie in Guayaquil studieren wird und zwar Tourismus an genau der Uni, an der auch ich ein paar Leute kenne, die dort Tourismus studieren. Dieses Land ist einfach voller Zufaelle. Sie wurde dann jedenfalls von einer Studentin abgeholt und ich habe mich auf den Weg ins Stadtzentrum gemacht, um mir ein Hostal zu suchen. In meinem Reisefuehrer (ein Hoch auf den grossartigen Reisefuehrer von Volker Feser, ich kanns nicht oft genug sagen) stand ein Hostal, mit hippigem Ambiente beschrieben, dass vielleicht seinen Namen geaendert hatte. Gut, ich bin zu der Adresse hin, da es direkt im Zentrum hinter der eben genannten Uni lag. Dort angekommen, gab es keinerlei Hinweise auf ein Hostal. Zum Glueck kam jemand gerade aus der Tuer, der mir dann sagen konnte, dass dort tatsaechlich ein Mann Zimmer vermietet. Ok, angeklingelt und auf machte mir ein Mann in den 80ern im Unterhemd, der sich allerdings als sehr nett und redefreudig rausstellte. Er hat mir ein Zimmer gezeigt und waehrend ich darauf gewartet habe, dass die Putzfrau mein Zimmer sauber macht, hat mir der nette Seņor seine Ambitionen zu den Nazis lang und brei dargelegt. Warum Hitler zu Beginn seiner Zeit ein bewundernswerter Mensch war und warum er selbst sich damals ein Hakenkreuz auf die Brust gemalt hat und damit durch Guayaquil gelaufen ist. Was soll ich sagen???...NICHTS Jedem seine Meinung und immerhin hat er dann doch eingewilligt, dass die Sachen im Dritten Reich vielleicht doch nicht so bewunderns- und vor allem nachahmenswert waren.
Ausser mir waren in diesem Hostal (besser gesagt, in diesen zwei Wohnungen des Hauses, in denen Zimmer vermietet werden) noch ein Chilene, den ich aber nicht zu Gesicht bekommen habe. Eine sehr nette Unterkunft, mal was anderes als diese Mainstream-Hostals, vielen Dank Volker :o)
Da ich nach Guayaquil gekommen war um mich mit einigen Freunden zu treffen, rief ich erstmal June an, die ich waehrend meines ersten Aufenthalts kennengelernt hatte, und verabredete mich mit ihr fuer den Mittag. Die anderen Leute waren leider entweder beschaeftigt oder krank oder beides. Wie auch immer.
Als ich durch die Stadt lief, rief auf einmal Christian an, der mit seiner Freundin und seiner Schwester in Ecuador unterwegs war und zufaellig am Vorabend auch in Guayaquil angekommen war. Also traf ich die drei und bin mit ihnen ein bisschen durch die Stadt getingelt bis ich mich dann aufgemacht habe, zu dem Treffen mit June.
Mit ihr bin ich ein bisschen durch die Stadt gelaufen. Sie hat ihre Arbeit blau gemacht und wir sind zu einer neuen Promenade gelaufen, dem Malecon del salado, den ich bisher noch nicht kannte.
So haben wir uns die Zeit vertrieben und am abend haben wir uns mit Christian, Steffi, Daniela und einem Bekannten von Christian mit seinen Freunden auf die Montag-Abend-Party in Guayaquil gemacht. Fazit: Es gibt keine Parties montags abends in dieser Metropole. Da wir aber eine relativ grosse Gruppe waren, hat es uns wenig gestoert, wir sind in eine Bar gefahren und haben dort ein wenig Stimmung gemacht. Ich war dann aber doch relativ frueh k.o., die Nacht zuvor im Bus war halt doch nicht allzu erholend gewesen.

Am Dienstag war der Plan nach Montaņita zu fahren. Christian, Steffi und Daniela hatten sich schon am Morgen auf den Weg ins Kuestendoerfchen gemacht. Ich war morgens mit June in der Uni, habe mir die Galapagosschildkroeten angesehen, die dort durch den Garten schlendern und war mit June bei der Einschreibung fuer die neuen Kurse.
Von einem Freund aus Montaņita wusste ich, dass er auch in Guayaquil war und wollte eigentlich mit ihm zurueck fahren. Allerdings haben seine ganzen urwichtigen Angelegenheiten so lang gedauert, dass ich mich allein gegen 3 Uhr auf den Weg gemacht habe. Auf nach Montaņita...
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