Abschluss auf Sri Lanka

Trip Start Sep 01, 2012
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Trip End Oct 29, 2012


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Flag of Sri Lanka  ,
Friday, September 21, 2012

Colombo war noch ein wuerdiger Abschluss. Ich uebernachtete in einem der aeltesten (1837) und ehrwuerdisten Hotel von Colombo, dem Grand Oriental. Der Ausblick auf den Hafen war einfach atemberaubend.
Den Abend verbrach ich mit Sumeda und seinem Kollegen, einem hohen Navyoffizier, was uns von den Locations und bzgl. Driver Tuer und Tor oeffnete! ;-))

Den Samstag verbrachte ich mit Gamini. Er fuehrte mich in die facettenreichen Vororte von Colombo, wo auf engem Raum Buddhisten, Hindus, Muslim und Christen mit ihren baulichen Symbolen friedlich nebeneinander leben.
Es geht doch, oder!? Die Menschen sind einfach uebergluecklich, dass die Angst und das Leid, das der jahrzehntelange Buergerkrieg gebracht hat, ein Ende gefunden hat. Gleichzeitig sind sie stolz darauf, dass der Frieden nachhaltig ist, weil die neue Regierung es verstand, alle Minderheiten in den Aufbau und die Weiterenntwicklung des Landes einzubinden!

Die inhaltliche, bevoelkerungsmaessige und radikalisierende Entwicklung der Muslim wird aber auch hier mit Besorgnis verfolgt. Sie stellen heute zwar nur rund 10-15% der Bevoelkerung (Buddhisten 70%), aber haben in der Regel 3-4 Kinder! Auf der Reise von Ambolangoda nach Colombo war es mir kurz etwas mulmig: wir kamen mitten in eine Demo von a. 200-300 radikaleren Muslin, die auf der Gegenfahrbahn gegen Obama skandierten. Als dann eine Gruppe von 5-10 mich im Auto erkannt hatten dachte ich, jetzt ist's passiert! Zum Glueck schrien sie nur laut in unsere Richtung mit erhobenen Faeusten und zogen an unserem Auto vorbei! Uff!

Gamini fuehrte mich anschliessend in das Buero der Keller South East Asia in einem Gewerbe- und Einkaufszentrum am Rande der Stadt. Er ist unser Repraesentant und Verkaeufer fuer diese Regionen! Das war schon noch speziell die vertauten Bilder (Moewe), Namen und Farben hier so anzutreffen.

Nach einem ausgiebigen Essen in seinem Haus mit seiner Frau Pramitha und der Tochter Ruschini sind wir zum Abschluss zusammen an einen beliebten Ausflugsort mit kleinem See am Stadrand gefahren. Gamini spielt dort jeden Mittwoch und Samstag mit seiner Band Hits aus den letzten 40 Jahren vor bis zu 150 Leuten! War ein echt wuerdiger und schoener Abschluss dieser 3 Wochen hier in Sri Lanka, der mir echt schwer viel!

Zuletzt noch einige wichtige Tipps und Tricks, um im srilankesischen Alltag "ueberleben" zu koennen:

- ein Laecheln verbunden mit einem: "aubowan" (hallo, ich wuensche ein langes Leben) ist der Tueroeffner fuer fast alles: die Srilankesen erwidern es mit einem Strahlen und einer spuerbaren Herzlichkeit und Offenheit!

- ABER: nicht jeder, der dir zuruft: "Hello, my friend!" Meint es gut mit dir und ist DEIN Freund!

- Und wenn er aufdringlich und hartnaeckig dir an den Fersen klebt, gibt es nur einen Satz, den man kennen muss und er respektiert: "epa, paleyan yanne!" Soviel wie: stop jetzt, hau ab!

- das ganze kann mit bestimmter und ruhiger Stimme gesagt werden, denn wer laut wird, verliert sein Gesicht!

- Zeit ist hier nicht Geld! Wer hierher kommt braucht eine gewisse Gelassenheit, wenn die Dinge nicht so schnell funktionieren wie wir es gewohnt sind. Worklife-Balance ist hier definitiv ein Fremdwort, denn diese bauen sie in ihren entspannten Arbeitsalltag ein und so sind die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit sehr sehr fliessend..;-))

- auf der Strasse gilt das Gesetz des Staerkeren: der Mensch liegt dabei am Schwanz der Hierachie kurz vor den Hunden, aber nach den Kuehen! ;-)

- je lauter und je laenger das Hupen, desto groesser die heranbrausende Gefahr!

- wenn du denkst, dass die Sitzbank im Bus, auf der du sitzt bereits randvoll ist wird sich definitiv noch jemand zwischen dir und deinem Nachbar zwaengen!

- wenn du denkst, dass dein Bus kurz vor dem Ziel ist kannst du dich irren: er muss noch an die Tankstelle um noch voll zu tanken oder muss das Rad wechseln!

- wenn du keine Nerven hast setz dich besser nicht in die ersten Reihen des Busses, weil du wahrscheinlich die meiste Zeit ob der Kamikazefahrweise des Drivers die Augen zuhaeltst!

- wenn der Srilankese ja sagt, aber seinen Kopf seitlich schuettelt (koerpersprachlich fuer uns ein Nein) meint er auch ja!

- Essen: nicht so scharf wie in Indien; Gekochtes kann man fast ueberall essen, ungeschaelte Rohkost und offene Fruechte nur in besseren Restaurants; ich hatte mit diesen Regeln NIE Verdauungsprobleme hier!

- Maenner: wenn ihr am Pissior steht checkt immer vorher ab, ob das Ende des Ablaufrohrs nicht genau ueber euren Fuessen liegt! ;-))

- Frauen: wenn ihr richtig behaarte Hausspinnen in der Groesse von ca. 10cm nicht ertragen koennt, habt ihr keine ruhige Minute (vgl. Foto)

- Hundeliebhaber mit einem zu weichen Herz: bleiben am besten gleich hier unten und eroeffnen eine Auffangstation oder auferlegen sich eine Beschraenkung auf 3 Hunde, die sie mit nach Hause nehmen moechten. Die Hunde
sind sehr zutraulich, anhaenglich und verspielt, sehen zum Teil aber sehr zerzaust aus! Die Srilanker behandeln diese wilden Hunde aber sehr ruecksichtsvoll.

Ich sitze nun in der Abflughalle von Colombo und lasse mir die 3 Wochen Revue passieren und wirken! Ich hatte unbeschreibliche Erlebnisse in diesem Land der Gegensaetze! Vergessen sind die Momente, wo ich in der abgasgeschwaengerten Luft von Kandy im randvollen Stadtbus bei 30 Grad stehe..! Vielmehr trage ich unvergessliche, tiefgehende persoenliche Begegnungen mit Menschen mit und werde die Offenheit, die Gastfreundlichkeit und das Strahlen in den meisten Gesichtern dieser Menschen dieses Volkes in ewiger Erinnerung behalten.

Wer das facettenreiche Land bereisen will muss einfach SEINEN Reisestil kennen und dann steht faszinierenden, unvergesslichen Ferien nichts mehr im Wege!

Bye, bye Sri Lanka und auf Wiedersehen!
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