Adios Tierra del Fuego

Trip Start Dec 05, 2011
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Trip End Oct 17, 2012


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Flag of Chile  , Patagonia,
Monday, December 26, 2011

Hallo zaeme

Nach sieben anstrengenden Radlertagen liegt Tierra del Fuego bereits hinter mir. Mein Verhaeltniss zu dieser rauen aber faszinierenden Gegend ist etwas gespalten: Einerseits hatte ich wunderbare Erlebnisse und Begegnungen, andererseits machte mir der teilweise sehr starke Gegenwind mir Gratis Peeling das Geniessen nicht immer ganz einfach...

Mein erster Tag fuehrte mich von Ushuaia ueber den Garibaldi-Pass bis ins 108km entfernte Oertchen Tolhuin. Dabei hatte ich insgesamt 1100 Hoehenmeter zu ueberwinden.
Von Evelyne und Martin (http://velotempo.blogspot.com/) hatte ich erfahren, dass Fahrradfahrer in der Panaderia (Tea-Room) kostenlos in einem Zimmer uebernachten koennen und sogar kostenlos mit Empanadas und anderen Leckerein verkoestigt werden.
So betrat ich die gut frequentierte Panaderia noch etwas schuechtern, bestellte mir einen Kaffe und ein "Stueckli" und fragte nach dem besagten Uebernachtungsplatz. Ich wurde freundlich empfangen und genoss das warme Zimmer, dass sich in einem Nebengebaude mit Backstube und Zucker- und Mehllager befindet.

Am naechsten Tag aenderte sich allmählich die Landschaft. Die Berge und die Waelder mit ihren Biberdaemmen und Suempfen wichen der Pampa - einer weiten Landschaft mit niedrigen Bueschen und Weideland. Von nun an begann der Wind...
Auf der Estancia Viamonte durfte ich windgeschuetzt in einer verlassen Arbeiterbaracke uebernachten und mein Wasservorraete auffrischen, ehe ich am dritte Tag die naechste groessere Ortschaft Rio Grande erreichte und wieder einmal eine warme Dusche genoss.

Am kommenden Tag erreichte ich das Ende der Asphaltstrasse und somit die Grenze zu Chile. Es ist schon seltsam: Die Grenze zwischen Argentinien und Chile verlauft schnurgerade mitten durch Feuerland, wobei die Argentinier, die nach Buenos Aires reisen ein Stueck durch Chile fahren muessen, ehe sie wieder argentinischen Boden betreten.
Es scheint, als ob die Chilenen den Nachbarn die Durchreise so unangenehm wie moeglich machen moechten: Auf der chilenischen Seite von Feuerland herrschen Schotterstrassen, Schlagloecher und Wellblechpisten...

Von nun an kaempfte ich mich nun auf Schotterpisten gegen den Gegenwind an, wobei ich selten schneller als 10km/h fahren konnte und mühe hatte, nicht im Strassengraben zu landen.
Unterwegs besuchte ich eine Koenigspinguinkolonie, die an der Bahia Inutil am Brueten ist. Schon wunderbare Tiere und sehr zutraulich :-)

Um am naechsten Tag wieder auf die Hauptpiste zu gelangen konnte ich fuer 10km mit dem Wind im Ruecken fahren: Ein super Feeling!!! Leider wusste ich dank meiner Karte, dass ich nach 10km wieder abbiegen muss und mir der Wind wieder Staub ins Gesicht blasen wuerde...
So war es auch - mehr als 8km/h waren da nicht drin. Als ich am Abend voellig ausgepumpt auf der Estancia Concordia eintraf, waren die Gauchos gerade dabei die Schafe zusammenzutreiben und zu scheren. Ich wurde freundlich zu einer Tasse Kaffee und warmen Broetchen eingeladen und durfte windgeschuetzt hinter dem Scheiterhaufen uebernachten.
Es ist schon wunderschoen, wie man als verschwitzter Fahrradfahrer aufgenommen wird und auch etwas hinter die Kulissen dieser riesigen Estancias schauen zu koennen.

Am kommenden Tag erreichte ich Porvenir - die groesste Ortschaft auf der chilenischen Seite von Feuerland, wo ich mit der Faehre ueber die Magellanstrasse nach Punta Arenas schipperte und Tierra del Fuego hinter mir liess...

Am Mittwoch werde ich dann Richtung Puerto Natales radeln, wo ich je nach Wind in ca. 3-4 Tagen eintreffen werde.

ADIOS TIERRA DEL FUEGO - HOLA PATAGONIA!
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Comments

Stefan on

Interessanter Bericht und sehr schöne Bilder! Wünsche eine gute Fahrt!

Chrige on

Hallo Michi!
Super Biuder, fröie mi uf meh! Das isch so richtig Fuetter für mi Reisechäfer ;-))

May the road rise to meet you,
May the wind be always at your back.
May the sun shine warm upon your face,
The rains fall soft upon your fields.
And until we meet again,
May God hold you in the palm of his hand.

I däm Sinn: witerhin gueti Fahrt!

Thomas Wattinger on

He Michi, i lis öppä dini Gschichtli us Südamerika. Super Bilder, wie usem Katalog. Nur das mit em Gegewind und em Baum nimm i der nöd ganz ab :)
Mach doch emol e Bild vo ere Sanitärinstallation für mi!!!
Grüess
Thomas

Andrea Probst on

Hut ab ! Grosse Leistung und grosse Erlebnisse. Michi nach diesen Strapazen kann dir nichts mehr passieren. Wir freuen uns auf unser Treffen.
Bis bald !
Res + Monica Probst

Götti Bänu on

Hallo Mich
Tolle Bilder und eine anstrengende Leistung so gegen den Wind - und wenn man bedenkt, dass du zu allem Unglück ja auch noch die Erdkugel "hochfahren" musst! ;-)

Besonders die Bilder mit dem Gewitter und die Wasserfälle gefallen mir.

Alles Gute,
wenig Gegenwind,
schönes Wetter,
interessante Begegnungen...

Gruss

Bänu, Karin, Steffi und Laura

Louise on

Hallo Michi, tolle Bilder und eine ganz tolle Leistung! Hoffen es geht dir gut und wünschen dir viel Rückenwind. Herzliche Grüsse von deiner buckligen Verwandtschaft aus Deutschland

Moni und Res on

Wir wünschen dir auch viel Rückenwind und auch viele tolle Begegnungen mit lieben Menschen. Wir denken viel an dich.Wir freuen uns natürlich sehr, dich im Frühjahr zu sehen. Gruss Moni und Res, auch aus dem Büro viele liebe Grüsse

michu_on_bici
michu_on_bici on

ciao thomas. sanitaertechnisch git's viel interessante ausfuehrige :-) wirde de mal e bilderserie "best of sanitaertechnik" ufelade.

gruess, michu

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