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Trip Start Oct 09, 2011
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Trip End Oct 03, 2012


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Flag of Australia  , Queensland,
Monday, April 16, 2012

Jawohl, ich lebe noch.

Is ziemlich ruhig um mich geworden, hat auch seine Gründe. Die Jobsuche ist von erfolgt gekrönt, zumindest teilweise und temporär. Bin jetzt Landschaftsgärtner und pflanze Bäume und Sträucher. Nichts Spektakuläres und aufregendes, aber es ist ein Baustellenjob, somit hat sich also die Investition in die White Card gelohnt. Allerdings geht der Job nur von Montag – Freitag, ich brauch also noch was für die Wochenenden. Zudem gab es die letzten 4 Tage nichts zu tun, ab Morgen geht es dann aber endlich weiter. Wird auch Zeit, mir läuft selbige langsam davon. Will ich all das machen, was ich mir vorgenommen habe brauche ich a) Geld und b) vor allem Zeit und je länger ich arbeiten muss um so weniger hab ich selbige zum rumreisen. Australien ist nach wie vor ein verdammt großes Land und für die Entfernungsbewälitigung braucht es nun mal eine Weile.

Was hab ich mit der freien Zeit so gemacht. Nichts Weltbewegendes. Jobsuche, das war's. Dutzende Lebensläufe ausgedruckt und die in allem verteilt, was auch nur annähernd nach Café, Bar oder Restaurant aussieht. In der Bibo ein paar weitere Bewerbungen für Wochenendjobs rausgeschickt und mich heimlich schon wieder nach Farmarbeit umgeschaut. Aber: Jobtechnisch sieht's in Down Under nicht gerade rosig aus, zumindest für Backpacker. Bleibt man für eine längere Zeit, also mindestens 6 Monate, und hat man Erfahrung in bestimmten Gebieten, dann ist es überhaupt kein Problem. Wäre ich Minenarbeiter oder Krankenschwester, ich würde mich hier unten dumm- und dämlich verdienen. Ansonsten werden Nanny’s, Au-Pairs, Models oder Baristas gesucht, also alles nichts für mich, es sei denn ich mach ne Geschlechtsumwandlung.

Selbst Farmjobs sind wenige vorhanden. Ich habe mit einigen Leuten gesprochen, nicht mal als halbwegs erfahrener Picker gib es hier im Moment was zu holen. Aber Farmarbeit wär eh nur der absolute Notnagel gewesen, nochmal zwei, drei Monate in einem somewhat isolierten Provinzstädtchen mit nichts zu tun hätt ich nicht überlebt.

So hoff ich jetzt, dass ich wenigstens in meinem aktuellen Job regelmäßig unter der Woche arbeiten kann und dass irgendwann sich wenigstens eine von den vermutlich 40 Bewerbungen rentiert.

Hang on a minute, eine Sache gab’s dann doch noch. Die Schmach vom Pizzaessen wollt ich nicht so ganz auf mir sitzen lassen und so beschlossen wir Beide zumindest der Volcano Pizza Challange mal eine Chance zu geben. Dem Team beigetreten sind noch David aus Finnland und ein irischer Kumpel von Chris. Die Challange war wie folgt: is einfach eine kleine Pizza, allerdings nur ein Stück alle zwei Minuten. Klingt harmloser als es ist, die Pizza war das mit Abstand schärfste was ich jemals gegessen habe und essen werde. Hier mal die Beschreibung aus dem Menü: spicy meatballs, red hot hot hot chilli salsa, onions, red capsicum, jalapenos & habenaro peppers

Chris gab nach einem Stück auf und rannte in den nächsten Laden um sich Milch zu kaufen. Bis Stück 2 von 8 war bei mir auch alles in Ordnung, ab dann gings aber los. Die Augen tränten, die Nase lief, der gesamte Mund und Rachen brannte lichterloh. Jedes Stück wurde dann wortwörtlich zur Hölle, aber ich hielt durch. Sowie ich fertig war rannte ich dann zum Milchholen und killte den Liter Milch in wenigen Sekunden. Eine knappe Stunde später lies dann endlich das brennen nach. Eigentlich bescheuert, aber immerhin ist mein Name jetzt im West End in Brisbane für immer verewigt.
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