Freunde, die helfen

Trip Start Nov 01, 2004
1
21
39
Trip End Sep 01, 2005


Loading Map
Map your own trip!
Map Options
Show trip route
Hide lines
shadow

Flag of Moldova  ,
Thursday, March 17, 2005

Ja, liebes Tagebuch, was fuer eine Woche!
Die Sonne scheint, die Alten sitzen draussen und spielen Karten.
Nur ich habe die Woche drinnen verbracht - aber es hat sich gelohnt.
Nach stundenlangen Sitzereien im Polizeirevier haben die moldawischen Polizisten tatsaechlich alles wieder ran gebracht, was mir gefehlt hatte.
Okay, bis auf einige Sachen, aber dennoch.
Hier kommt aber nochmal die ganze Geschichte: Ich war also per Trampen bis Cluj gekommen, von dort per Zug bis Iasi, und von dort "privat" bis Balti.
Von Balti ging's per Minibus, der aus der Ukraine kam, weiter.
Und als ich das naechste Mal, aus nem unguten Gefuehl heraus, mein Gepaeck kontrollierte, fehlte etwas Signifikantes - meine Kamera.
Ich bin also berserk gegangen, aber ein guter Freund zeigte sich - er habe gesehen, wie mir die Sachen gestohlen wurden, und sein Bruder kenne hier alle, im Viertel - den Arsch kriegen wir.
Per Taxi sind wir dann zu seinem Bruder gefahren, Konstantin hat nochmal angerufen, der Bruder kommt gleich...
Nebenbei, es ist drei Uhr nachts, sagen wir halb vier.
Konstantin war 1,5 Jahre in der Schweiz, wir reden also deutsch - wenn auch gebrochen.
Auf dem Weg sass er neben mir, hat mir 2000 Euro fuer ein deutsches Maedchen geboten, und betont wie Scheisse alles in Moldawien sei.
Aber jetzt hilft er mir aus einer tiefen Pfuetze - zumal ich selbst mir wie im Traum vorkomme, nach der langen Reise, ohne Schlaf, aus Angst um mein Gepaeck.
Ob ich mal 20 Lei fuer das naechste Taxi habe, fragt er mich - ja klar, ich hole mein Portemonnaie raus, Kostya, mein Handy noch in der Hand, schaut zu - und im naechsten Moment sehe ich mich hinter ihm herrennen, den Rucksack auf dem Ruecken, zu langsam - aber ich kann ihn doch noch kriegen - als ich auf ner vereisten Pfuetze ausrutsche und voll hinknalle...
Soviel dazu, die deutsche Botschaft, von der ich sowieso nicht weiss was sie ueberhaupt macht, jetzt wo sie nicht mal mehr Visa ausstellt, ist natuerlich geschlossen - gehe zur Deutschen Botschaft, wenn du im Ausland Probleme hast, hatte ich im Ohr.
Nach Haus per Taxi - und dann habe ich meine Geschichte 100 Polizisten erzaehlt.
Irgendwie haben Tanea, meine Chefin, die auch Uebersetzerin gespielt hat, und ich, die Spur aufgenommen - der Bus kam doch aus der Ukraine, die Passdaten sind doch dort, und so weiter - und am Ende hat es geklappt.
Ich denke mein 200 Euro-Finderlohn war ganz gute Unterstuetzung dabei.
Nur ein Problem bleibt - die Raeuber wissen wo ich arbeite.
Aber jetzt geh ich ja erstmal auf Reisen - lasst euch ueberraschen ;)
Report as Spam

Use this image in your site

Copy and paste this html: