Falun und Stora Kopparberget

Trip Start Jun 30, 2012
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Trip End Aug 25, 2012


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Flag of Sweden  , Swedish Lakeland,
Friday, August 17, 2012

Im Südosten ca. 1 Autostunde von Mora liegt Falun. Uns ist es vor allem durch die nordischen Wettkämpfe die regelmässig dort stattfinden bekannt. Seit diesem Jahr ist es auch in bester Erinnerung zusammen mit dem OL-Sport. Hier fanden dieses Jahr die Europameisterschaften statt, die für die Schweiz sehr erfolgreich verliefen. Leider gab es aber auch ein negatives Erlebnis. Der mehrfache Weltmeister Daniel Hubmann verletzte sich so stark (Achillessehnenriss) dass er für den Rest der Saison ausfiel und somit auch für die in diesem Jahr in Lausanne stattfindenden OL Weltmeisterschaften. Wie wir in der Zwischenzeit wissen, konnte dieser Ausfall gut kompensiert werden. Die Schweiz errang 8 Medallien davon 4 Goldene, etwas von was die Olympiateilnehmer nur träumen können.
So besuchten wir also zuerst das Skistadium von Falun. Dort war alles abgesperrt wegen eines Rock Konzerts. So blieb uns nur der Blick auf die beiden Sprungtürme der Skispringer.
Der eigentliche Grund für die Entstehung von Falun war wie ihr ja sicher auch vermutet nicht der nordische Skisport auch wenn der hier in Schweden einen sehr hohen Stellenwert hat, sondern Erz. Im 15. Jahrhundert entstand die erste dauerhaft bewohnte Siedlung rund um den Kopparberget oder Kupferberg. Die Stadt Falun wuchs schnell und war im 17. Jahrhundert die zweitgrösste Stadt Schwedens. Das schwedische Kupfer hatte eine völlig dominierende Rolle in Schweden und im übrigen Europa in dieser Zeit. Viele Schlossdächer und Dächer von Rittergütern sind mit Kupfer aus Falun gedeckt. Darunter ist auch das Schloss von Versailles bei Paris.
Zuerst wurde das Erz im Tagebau abgebaut. Mit der Zeit ging die Arbeit unter Tage weiter bis am 25. Juni 1687. Um 4 Uhr nachmittags ereignete sich eine grosse Katastrophe. Mit einem Getöse stürzte die Decke ein und aus zwei kleineren Gruben wurde eine Stora Stöten genannte Grosse Grube. Wie durch ein Wunder passierte alles als die Grubenarbeiter zur Feier des Mittsommertagfestes frei hatten und niemand ums Leben kam. Obwohl die Blütezeit der Grube von Falun sich dem Ende näherte, gab es auch dank modernerer Technik noch viel herauszuholen und bis im Dezember 1992 wurde noch Erz abgebaut. Wie bereits einmal in meinem Blog erwähnt hat Falun im ganzen Land Spuren hinterlassen. Es ist die rote Farbe mit der die Mehrzahl der Häuser bemalt sind. Die Farbe wird seit dem 17. Jahrhundert aus pulverisiertem Erz gewonnen, das Ferrosulfat enthält und aus der Falu-Mine bei Falun stammt.
So das wärs zu Falun. Wer mehr wissen will sollte am besten mal Ferien in der Region planen :-)
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