Hanoi wie es leibt und lebt

Trip Start Feb 27, 2011
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Trip End Mar 16, 2011


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Where I stayed

Flag of Vietnam  , Ha Ná»™i,
Wednesday, March 2, 2011

Ich habe das Gefuehl, dass jedes mal, wenn man ueber einige Zeitzonen nach Osten reist, dieser so genannte Jetlag ganz schoen hart ist im Vergleich zur anderen Richtung. Am ersten Tag sind wir, nachdem wir am fruehen Nachmittag ins Bett sind, erst wieder abends aufgewacht. Mit grosser Erwartung auf das Hanoische Nachtleben starten wir in den noch recht junge Abend. Der Verkehr war maessig und im Vergleich zum Vormittag recht ueberschaubar. Mit dem Nachtleben war allerdings nicht viel anzufangen. Anscheinend wird auch in einer tagsueber so geschaeftigen Stadt nachts geschlafen. So entschieden wir uns bloss noch schnell was zu essen und wieder ins Hotel zu gehen. Allerdings gestaltete sich beides doch schwieriger als gedacht. Als wir endlich einen kleines Restaurant fanden, mussten wir uns doch irgendwie verstaendlich machen. Keiner von uns spricht vitnamesisch auch nur ansatzweise. Das gebrochene Englisch der Leute hier ist auch nicht wirklich verstaendlich. Doch mit Haenden und Fuessen haben wir unseren ersten Deal im Land klar gemacht, wenn auch wahrscheinlich zum Touristenpreis. Doch wir waren zu erschoepft zum Handeln. :D Allerdings konnte wir auch nicht schlafen. Der beruehmt beruechtigte Jetlag war zu Gast.


Am zweiten Tag standen wir erst gegen 9 auf, nach einer kurzen Nacht. Es sollte nun so richtig auf Erkundungtour zu gehen. Wir hatten einige Ziele im nordwesten der Stadt, wo uns viele Sightseeingattraktionen erwarteten. Auf dem Weg dahin gab es viel zu sehen. Ueberall Staende, Buden, fliegende Haendler usw. Jeder bietet einem seine Dienste, Waren oder sonstige Leistungen an. Ganz besonders und hier erwaehnenswerte finde ich die Tatsache, dass wir eine Hundessergasse gefunden haben. Dort gab es auf einem 'Block' nur Hundfleisch. Fertig gebratene Hunde im Ganzen! Wie im Bild... Die lebenden Vierbeiner waren aber nicht fuer das frische Schlachten vor Ort. Ungefaehr 90 Prozent aller maennlichen Hanoianer sind wohl im Transportgewerbe taetig. "Motobike? You want a motobike?", "Taxi! Cheap price!", "Banana, you want sie Banana? or Pineapple? I make good price". Man muss das wirklich selbst erlebt haben. Am Anfang ist es ja noch ganz nett, doch schon nach wenigen Stunden beginnt es dann zu nerven. Das ist aber wohl in allen asiatischen Laendern so. Zumindest in denen, die ich bisher bereist habe.

Als groesste Attraktion stand das Ho Chi Minh Mausoleum auf dem Plan. Der Park, die Bauten, alles sehr prunkvoll. Dieser Ho Chi Minh hat es den Jungs hier echt angetan. Ueberall ist er zu sehen: auf den Geldscheinen, auf Bildern, die hier alle paar Meter zu sehen sind und sogar Saigon ist umbenannt worden und traegt seinen Namen. Er wird hier wirklich wie ein Gott gefeiert und geliebt. Eigentlich wollte er ja verbrannt werden und in Vietnam verteilt werden zu drei gleichen Teilen. Im Norden, im Sueden und irgendwo in der Mitte. Dass er jetzt in seinem Mausoleum ausgestellt wird, war wohl nicht ganz in seinem Sinne. Kameras sind hier verboten, also leider keine Fotos.

Nahebei gab es inmitten der Citadelle einen Garten, der recht gross ist und wirklich eine Insel der Ruhe darstellt. Wir genossen, den Abgasen der Mopeds zumindest etwas zu entgehen und verbrachten einige Zeit in diesem Gruen. Es ist erstaunlich das inmitten der geschaeftigsten Strassen doch immer wieder hier und da Oasen der Ruhe zu finden sind, die allerdings nicht immer gut genutzt werden. Waehrend zum Beispiel dieser Garten absolut leer war werden andere Parks jedoch, die wahrscheinlich weniger touristisch sind, von der Bevoelkerung gut angenommen und fuer Freizeit, Sport und Spiel genutzt.

Wir hingegen entschieden uns fuer das nahegelegene Military Museum of Vietnam, welches sehr viel und ausfuerhlich ueber die Geschichte dieses Landes berichtet und mit Relikten aus frueheren Jahren alles lebendig scheinen laesst. Ganz besonders ist hier die Samlung an Fahrzeugen zu Land und Luft zu erwaehnen. Das nur angucken, nicht anfassen Gebot wird hier nicht so wirklcih gelebt wie in Deutschland. Ab und zu erntet man zwar einen verwundertetn Blick von dem ein oder anderen Angestellen oder Soldaten, aber es wird nichts gesagt. Es war sehr faszinierend in einigen Gefaehrten Platz zu nehmen. Im Anschluss bestiegen wir noch den Aussichtsturm auf dem Gelaende und hatten eine schoenen Ueberblick ueber die Parks und den Strassenverkehr, den man wirklich nicht entgehen kann.

Mehr aus Bequemlichkeit entschieden wir uns fuer den Bus auf dem Heimweg, denn schliesslich wissen wir ja jetzt einigermassen, wie es funktioniert. Und bis jetzt sind wir schliesslich dort angeokmmen wo wir wollten. Das sollte fuer sich sprechen. Das Video dazu ist zwar nur kurz und von geringer Qualitaet, doch sollte man dadurch zumindest einen Eindruck von dem Irrsinn hier vermitteln.
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