Ein gut gepackter Rucksack f. d. König von Spanien

Trip Start Mar 24, 2011
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Trip End Mar 19, 2012


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Where I stayed
Casa de Benedikt

Flag of Spain  , Madrid,
Monday, April 4, 2011

Nach einer äusserst unangenehmen und weng schlafreichen Busfahrt kam ich um sieben in der Früh in Madrid an, wo ich meinen Bruder nur kurz noch sah bevor er sich für eine Vorlesung auf seine Uni begab. Das war mir nur recht, denn so konnte ich den Schlaf nachholen und dann am späten Nachmittag mit ihm gemeinsam einen Stadtrundgang zu machen.

Ich habe Madrid wie schon bei meiner ersten Spanienreise vor 15 Jahren als sehr lebendige und geschäftige Stadt in Erinnerung, die durchaus sehenswert ist - aber für mich in keinster Weise an die Hochglanzstädte wie Granada oder Barcelona herankommt.

Der König von Spanien
Mein Bruder Benedikt erwies sich als kundiger Stadtführer, vor allem was das Aufsuchen von Bars und Fressbuden betrifft. Einmal schleppte er mich abends in einen Salsaclub, wo es um ein paar wenige Euro eine Tanzstunde gab. Er versicherte mir, dass das auch für Anfänger geeignet sei, denn mehr als den Grundschritt (den ich dunkel aus meiner Barcelonazeit noch kannte) war ich nicht in der Lage auszuführen.  Weit gefehlt, es ging dort  gleich richtig zur Sache - mit Links- und Rechtsdrehungen, wobei ich meistens etwas daneben stand. Das Mädel, das mit mir tanzen musste tat mir aufrichtig leid, aber sie nahm es mit Humor und Gelassenheit. Dennoch sollte ich nur ein paar Tage später aber sehr froh um diesen Crashkurs sein - davon aber später. 
In einer anderen (Erasmusstudenten)Bar wurde ich für eine halbe Stunde zur Personifikation vom aktuellen König Juan Carlos I. ausgerufen. Die Einzelheiten erspare ich euch...

Es hat mich sehr gefreut, meinen Bruder nach langer Zeit wieder einmal zu sehen - und für wahrscheinlich noch längere Zeit das letzte Mal. Obwohl er doch fast jeden Tag auf seiner Uni zu tun hatte haben wir in dieser Woche wohl so viel Zeit wie noch nie gemeinsam verbracht...

Informationsbeschaffung
Wenn Benedikt auf der Uni war, nutzte ich die Zeit um selbst ein wenig die Stadt zu erkunden. Vor allem aber verbrachte ich die meiste Zeit dazu, möglichst viel über Atlantiküberquerungen per Segelboot oder Frachtschiff zu recherchieren.
Seit dem Ende meines Dienstverhältnisses an der Boku mit Ende Februar war es eigentlich das erste mal, dass ich wirklich einmal die Zeit dazu hatte. Wirklich neue Infos konnte ich nicht gewinnen, aber es verdichtete sich, dass man von Gran Canaria wohl die tatsächlich besten Chancen für eine Mitsegelgelegenheit hat. Ich beschloss daher, mich nach meinem Madridaufenthalt nach Cádiz in Andalusien zu begeben, um dort eine Fähre auf die Kanaren zu nehmen.

Ein gut gepackter Rucksack
Ebenso viel Zeit aber verbrachte ich damit, meinen Rucksack umzupacken und das Gewicht zu optimieren. Es ist ja eigentlich haarsträubend, aber ich hatte die ganze Zeit in Österreich über fast keine Zeit dazu gehabt mich auf diese Reise vorzubereiten eine ordentliche Packliste zu erstellen - und habe daher ziemlich wahllos alles mögliche in Rucksack gegeben. 
Aber schon bei meinem Kurzbesuch in Barcelona habe ich gemerkt, dass dieser Rucksack viel zu schwer ist, was das Reisen - selbst wenn man viel mit Bussen etc. unterwegs ist - einfach sehr unbequem macht.
Wer von euch schon einmal als Rucksacktourist unterwegs war weiss, wie wichtig ein gut gepackter Rucksack ist. Denn der Rucksack ist dein ständiger Begleiter, er beeinhaltet alles, was du hast und brauchst - du bist angewiesen auf ihn und deshalb muss alles sitzen. Ein gut gepackter Rucksack zeichnet sich dadurch aus, dass die Gepäckstücke drinnen so verstaut sind, dass sie in kürzester Zeit erreichbar sind und vom Gewicht so verteilt sind, dass sie den Schwerpunkt des Rucksackes nicht ungünstig verlagen (er sollte zum beispiel auch von alleine stehen können).

Volle zwei Tage verbrachte ich damit, meinen Cerro Torre (genau wie der Berg in Patagonien!) optimal zu packen - und ich habe dabei viel Gewicht in Mardid gelassen, sicherlich 5 Kilo von Dingen, die ich zwar gern dabei gehabt hätte, auf die ich aber für den höheren Reisekomfort verzichtete. Hauptsächlich Gewand, aber auch anderes Zeugs wie Spielkarten und - ich bereue es heute ein wenig - mein Spanischwörterbuch...

Ich habe keine Waage, aber ich schätze das Gewicht meines Rucksacks nun auf  etwa 15 Kilo - und das ist ein fúr mich sehr bequemes Gewicht! Darin befindet sich von Zelt bis zur Campingküche bis hin zu einer umfangreichen Reiseapotheke alles, was ich hoffe für den Aufenthalt in verschiedensten Klima- und Höhenstufen zu benötigenl

Planänderung
Eigentlich wollte ich als nächstes Ziel ja Cádiz ansteuern um eine Fähre auf die Kanaren zu nehmen. Wie es der Zufall so wollte, hatte mein Bruder aber für das folgende Wochenende eine Einladung von spanischen Bekannten zum Skifahren in der Sierra Nevada. Und zwei von der Gruppe waren in letzter Minute verhindert! Da die Fahrt zurück nach Granada bzw. in die Sierra Nevada nur einen kleinen Umweg für mich bedeutete war es keine schwere Entscheidung nochmal einen Abstecher in die Siera Nevada zu machen und zwei Skitage dort zu verbringen.
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