Goodbye NY!

Trip Start Apr 12, 2010
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Trip End Aug 31, 2010


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Where I stayed

Flag of United States  , New York
Friday, April 23, 2010

Nachdem wir die letzten Tage hauptsächlich im so genannten Uptown unser Unwesen getrieben haben, war heute Ground Zero und Financial District an der Reihe. Nach einem kurzen Frühstück bei Starbuck’s marschierten wir weiter Richtung Downtown Manhattan. Da der Ground Zero inzwischen komplett zur Baustelle geworden ist, gibt es im Moment keinerlei Memorials, jedoch waren wir (eher zufällig) in der St. Pauls Cathedral, welche am 11. September eine zentrale Rolle gespielt hat, denn hier wurden riesige Gebetsstätten für die Trauernden errichtet. Wenn man die Berichte und Bilder, die dort an den Wänden hängen nicht gelesen, bzw. gesehen hat, kann man glaube ich nicht begreifen, wie der damalige Anschlag für die New Yorker gewesen sein muss. Jedenfalls ging es mir das erste Mal so, dass ich begreifen konnte, was der Terroranschlag für ein Ausmaß hatte.

Anschließend ging es weiter Richtung Down Town, durch den Battery Park. Falls ich es noch nicht erwähnt hatte: es waren immer noch 23° und strahlender Sonnenschein. Eigentlich stand eine kleine Fährfahrt zu Ellis Island auf dem Programm, doch wir hatten beide relativ wenig Lust auf weit mehr als zwei Stunden Schlangestehen, sodass wir uns mit dem Blick aus der Ferne begnügten. Auf dem Weg zurück nach Uptown statteten wir der Börse und dem bekannten Börsen-Bullen einen kleinen Besuch ab. Zurück in SoHo stand noch etwas Shopping auf dem Programm, denn gegen 18:00 wollten wir zurück im Hotel sein, um uns für die Oper am Abend vorzubereiten. Dieses geschah dann auch ohne nennenswerte Zwischenfälle. Gegen 19:00 Uhr machten wir uns also mit der Subway auf den Weg zur Metropolitan Opera wo uns der Fliegende Holländer erwartete. Zwar waren wir beide keine routinierten Operngänger, allerdings lohnte schon der Anblick der Oper, sowohl von außen, als auch von innen. Zudem hatten wir Glück, denn wie der Name bereits vermuten lässt, wurde im „Fliegenden Holländer“ auf Deutsch gesungen, sodass wir quasi Heimvorteil genossen. Allerdings wären auch andere Sprachen kein Problem gewesen, denn in der Rückenlehne des Vordermannes befanden sich kleine Bildschirme, auf denen die gesungenen Texte, bzw. die Übersetzungen mitliefen. Da ich nicht viele Opern kenne weiß ich zwar nicht, ob das gewöhnlich ist, cool war es trotzdem. Nach einem wirklich tollen Stück, mir einem unglaublichen Bühnenbild machten wir uns zu Fuß auf zum Times Square um noch ein wenig New Yorker Nachtluft zu schnuppern. Zwar ist New York auch um 12 Uhr nachts nicht wirklich leer, am Times Square ist es jedoch so brechend voll, dass man kaum voran kommt. Dort, in Mitten von tausenden Touristen, Polizisten, Halsabschneidern und New Yorkern (zu denen wir uns längst zählen) machten wir uns auf die Suche nach einem Abendessen und wurden im PLANET HOLLYWOOD fündig. Für jene von Euch, den PLANET HOLLYWOOD kein Begriff ist, hier eine kleine Erklärung: PH ist eine Restaurantkette, die unter anderem Arnold Schwarzenegger gehört und in der unendlich viele Filmreliquien ausgestellt sind, wie zum Beispiel die Waffen aus Star Wars, das Hemd aus Rain Man, oder irgendwelche Fummel aus Twilight. Natürlich darf bei einem solchen Restaurant auf keinen Fall die obligatorische laute Musik fehlen. Trotzdem waren die Burgen sehr lecker und die Stimmung war sehr lustig. Hier passt wohl am Besten der Spruch: New York, die Stadt die niemals schläft, denn obwohl wir erst gegen 0:30 einen Tisch bekommen haben, hat es sich angefühlt wie mitten am Tag. Nachdem wir ausreichend gegessen hatten, sprangen wir wieder in die Subway und fuhren zurück ins gediegenere SoHo um das dortige Nightlife noch ein wenig zu erkunden. Zwar hatten wir wenig Lust auf die diversen Clubs, doch wir fanden eine nette Bar in der wir noch einige Drinks zu uns nehmen konnten (21 hin oder her). Als wir das nächste Mal auf die Uhr geguckt haben, war es schon weit nach drei, sodass wir uns schnell auf den nicht mehr sehr weiten Heimweg machten, denn morgen stand, wie immer, vollstes Programm an.

Das Wochenende stand vor der Tür und wie schon die letzten Tage auch war bestes Wetter, heute sogar weit (!!!) über 20° C. Logischer Weise war ganz New York schon früh morgens auf den Beinen. Für uns ging es an diesem Tag schon morgens um 10:00 Uhr ins Guggenheim Museum. Was von außen schon imposant war, war von innen überwältigend, denn die Ausstellung die wir gesehen haben war schlichtweg das absolute Highlight unserer bisherigen New York Tage. Die Ausstellung hieß Haunted und bestand hauptsächlich aus Photographie und Film. Für jeden, der demnächst in New York weilt ein absolutes Muss. Anschließend gab es ein kleines Frühstück beim Hot Dog Mann und wir machten uns bei strahlendem Sonnenschein durch den mit Joggern überfluteten Central Park auf Richtung Fifth Avenue. Allerdings machten wir auf halben Weg an einem der vielen Seen Halt um noch ein Stündchen oder zwei in der Sonne zu chillen. Hier sahen wir auch eine kleine Kolonne von Limousinen, die höchst wahrscheinlich die New Yorker High Society vom Joggen abholte. Nach unserer verdienten Pause ging es über die 5th Avenue zurück nach Downtown. Sonia schnupperte so ziemlich in jeden Schuhladen der uns über den Weg lief und ich schlug noch zielstrebig bei Macy’s zu. Anschließend ging es mit der Subway nach Westvillage, dem etwas szenigeren Viertel, wo Sonia bereits einige kleine Insiderläden auf der Liste hatte. Während wir so unschuldig durch Greenwich Village schlendern, entdecken wir zufällig einen unbekannten, unbeschrifteten Laden, vor dem sich eine Schlange von aufgeregten Menschen gebildet hat. Wir stellten uns natürlich sofort dazu, ohne wirklich zu wissen, warum wir denn eigentlich anstehen. Klar war aber, dass wir es mit einem unheimlich geheimen, top-secret Outlet zu tun haben mussten – und wir lagen natürlich nicht falsch. Zu Sonias größter Begeisterung handelte es sich nämlich um einen MARC JACOBS Outlet. An alle, die noch nie etwas von Marc Jacobs gehört haben kommt hier der Trost: ich kannte den Typen bis zu dem Zeitpunkt auch nicht und habe auch nicht das Gefühl großartig was verpasst zu haben, aber er ist nun mal super hip und in und stylisch und modisch und cool und New York, sodass unser Fund eine wahre Goldgrube war. Für Herrn Marc Jacobs. Abends haben wir in einem sehr netten Restaurant namens Mercer Kitchen gegessen, einem szenigen Lokal in Greenwich Village, bevor wir ziemlich erschöpft nach Hause ins gute alte Sohotel gegangen sind und direkt ins Bett gefallen sind.

Der New Yorker Sonntag erwartete uns leider mit Dauerregen. Da wir eigentlich davon ausgegangen waren, dass alle Geschäft Sonntags geöffnet haben, wollten wir eigentlich einen gemütlichen Shopping Tag in SoHo einlegen. Leider ging der Plan nicht wirklich auf, denn die kleinen und lohnenswerten Geschäfte waren leider allesamt geschlossen, sodass wir uns wieder Richtung Uptown auf den Weg machten um die großen Einkaufsketten zu beglücken. Erster Stopp war am Union Square, wo laut Google Maps eine Virgin Mega Store sein sollte (der am Times Square ist pleite gegangen). Leider war auch der Union Square Virgin Store weniger erfolgreich, sodass wir lediglich über den New York Green Teen Ökomarkt geschlendert sind, auf dem für ein grünes und sauberes New York geworben wurde. Hierbei wurden wir übrigens vom Wall Street Journal fotografiert – wir sehen eben aus wie echte New Yorker. Wer also in der nächsten Zeit mal wieder durchs Wall Street Journal blättert uns eine Bild von uns entdeckt, der möge doch bitte Bescheid geben. Weiter ging es für uns zur Lexington Avenue (Bloomingdales), sowie zu diversen anderen Läden, alles uptown in der Nähe der 5th Avenue. Aber wie immer, so sollte auch an diesem Sonntag der kulturelle Teil nicht fehlen, sodass wir uns spontan um 5:30 in die Sonntagsmesse in der St. Patrick's Cathedral an der 5th Avenue setzten. Kostet nichts und ist wirklich zu empfehlen, da es sich deutlich von den gewohnten Gottesdiensten unterscheidet und da es interessant ist, wie viele Menschen aus den unterschiedlichsten sozialen Schichten zusammenkommen. Das Abendessen bestand an diesem Sonntag zwar nur aus einer schlichten take-away Pizza von Sal’s, dem Pizzamann an der Ecke bei den schon Johnnie Depp und Al Pacino gegessen haben (in der Nähe wurde Donnie Brasco gedreht), denn wir wollten eigentlich später noch auf die Piste, allerdings haben wir dann letztlich doch nur einen Film geguckt und konnten uns bei dem immer noch herrschenden
Dauerregen nicht wirklich motivieren jetzt noch durch SoHo zu ziehen.

Da uns der Sonntag einen kleinen Strich durch die Shopping Rechnung gemacht hat, musste der Montag nun endgültig als Shoppingtag herhalten. Deshalb wurde auch auf das Frühstück verzichtet und sofort ans Werk gegangen. Heute habe auch ich mir vorgenommen, mir endlich neue Sneaker zu besorgen und ich wusste auch schon genau welche, denn ich hatte mich zwischendurch auch umgesehen. Heute ging es also um letzte Preisverhandlungen und Schnäppchensuche. Leider musste ich feststellen, dass die beiden Läden, die vor zwei Tagen noch meine Schuhe hatten, leider kein Paar mehr in meiner Größe hatten, sodass ich leider nicht in Preisverhandlungen einsteigen konnte, sonder zunächst einen Laden finden musste, der die Schuhe auch hat. Das war also Sonias und meine große Aufgabe und nach einigen Hundert Metern Broadway fanden wir schließlich ein Geschäft. Leider beschloss der Verkäufer, er könne mich verar*!%&§ und legte mal eben so locker flockig 15$ auf den normalen Preis drauf. Ohne mich. Schließlich war ich in New York und es gab diese Schuhe bestimmt unendlich oft. Dieses Denken wurde mir fast zum Verhängnis. Es regnete immer noch in Strömen und ich schickte Sonia schon mal vor ins Hotel, denn ich wollte noch einen Block weiter laufen um noch ein Schuhgeschäft zu finden. Aus diesem einen Block wurde der halbe Broadway bis zum Union Square. Auf meiner Reise war ich in ungefähr 23 Schuhgeschäften, die entweder nicht meine Größe oder nicht den Schuh führten. Frustriert stieg ich am Union Square in die Subway ein – leider in die falsche, sodass ich wieder fast in Chinatown landete und erneut den schon bekannten Weg zum Hotel laufen musste. Allerdings beschloss ich, niedergeschlagen und zur Aufgabe bereit, noch einmal in den Schuhladen mit dem Raffzahnverkäufer zu gehen. Diesmal wendete ich mich allerdings an den Chef und erklärte ihm meine Situation und mein Verhältnis zu seinem Angestellten. Um die Sache abzukürzen: Ich habe neue Schuhe und einen anständigen Preis bezahlt.
Für den Abend war Kino am Times Square angesagt, vorher war allerdings unser New Yorker Abschiedsessen angesagt mit dazugehörigem Cocktail. Sehr lecker. Der Film war dafür nicht umwerfend. Anschließend schlenderten wir noch durch SoHo, leider immer noch mit Regenschirm, sodass wir uns gegen 1 Uhr auf den Rückweg ins Hotel machten.

Nun stand auch schon Sonias letzter Tag in New York an! Das Wetter war inzwischen wieder besser geworden und nun hieß es die letzten Dinge zu besorgen, die mitgebracht werden sollten oder das eigene Herz erfreuten. Leider bedeutete dies, dass unser Weg erneut zum Abercrombie & Fitch Store führe. Und hier bewahrheitete sich der Alptraum aller Alpträume: wir mussten tatsächlich in einer Schlange stehen um überhaupt in den Laden zu dürfen. Ich muss mich also anstellen um Geld ausgeben zu dürfen....Aber auch diese erneute Odyssee durch einen dunklen, sauerstoffarmen Komplex ließ ich im Nachhinein gerne über mich ergehen, denn der absolute Höhepunkt sollte erst noch kommen: Lyon – Bayern in der ESPN Sports Lounge. Man stelle sich also vor: zwei riesige Leidwände mit HD Qualität, unzählige kleine Bildschirme, ein vorzüglicher Burger und jetzt kommt der Highlight: ein lederner Liegesessel mit Fußlehne, Becherhalter und Klapptisch zum Essen. Ich wäre am liebsten eingezogen. Verständlich, dass das Spiel dann auch der Umgebung entsprechend gut war. Aber auch Sonia sollte an diesem Tag nicht zu kurz kommen, denn direkt vor der ESPN Lounge gab es ein kostenloses Hair Umstyling von einem renommierten Friseur, dessen Namen ich leider vergessen habe. Kurzum, ein durchaus gelungener Tag. Nun kam der letzte Abend und wir wollten eigentlich noch mal richtig feiern gehen, allerdings endete der Abend damit, dass wir spät nachts noch einen Delivery Service gerufen haben und uns Essen aufs Zimmer bestellt haben. Um ehrlich zu sein viel besser als am Dienstag groß feiern zu gehen.

Sonias letzter Tag stand also bevor und wir hatten noch einen halben Tag in New York. Nachdem die letzten Sachen gepackt
waren gab es noch ein spätes Mittagessen in unserem inzwischen schon fast Stammdiner Delikatessen. Danach wurden noch letzte kleine Mitbringsel besorgt, wie Sticky Buns bei Dean&Deluca, oder Süßigkeiten bei Duane Read. Gegen 14:00 nahmen wir die Subway nach Brooklyn und Queens und von dort aus die JFK Air Train zum Flughafen. Nachdem wir auch Sonias Platzsituation gelöst hatten (zwar nicht vorne, dafür aber rechts und ohne Sitznachbar) kam der große Abschied und ich machte mich, von nun an alleine, zurück auf den Weg nach Manhattan. Nun ging sie wirklich los, die Reise in die gemeine weite Welt. Da die Fahrt zurück zum Hotel über eine Stunde dauerte, war es inzwischen schon abends und ich machte nur noch letzt Besorgungen, sowie ein schnelles Pizza Take-Away von Sal’s. Der nächste Tag sollte auch mein letzter Tag in New York werden, zumindest der letzte ganze Tag. Deswegen standen heute vor allem organisatorische Dinge an. Da ich ja inzwischen einige Zeit unterwegs war, wurde
es langsam Zeit für eine Wäsche. Unweit von China Town konnte es daher nicht schwierig sein, einen typisch chinesischen Laundry Service zu finden – und tatsächlich, ich wurde fündig. Für 6$ wurden meine Klamotten gewaschen und getrocknet und ich konnte sie abends wieder abholen. Perfekt. Der nächste Programmpunkt war ein Haarschnitt. Zumal ich jetzt langsam in wärmere Regionen vorstieß (in NY waren inzwischen auch deutlich über 20°) mussten die Haare wieder etwas getrimmt werden. Auch hier wurde ich in China Town fündig, sodass ich mich jetzt meinem Haupttagesziel widmen konnte: FC Fluham – HSV in der ESPN Sports Lounge. Da die meisten von Euch den Ausgang des Spiels ebenso schmerzlich aufgenommen haben wie ich, werde ich jetzt ausführliche Details weglassen. Allerdings konnte ich die bequemen Sessel, sowie das einigermaßen schnelle Internet nutzen, um Hostels für San Fransisco, sowie die ersten Tag auf Fiji zu buchen, sodass ich erst gegen 18:30 wieder auf dem Times Square stand. Auch mein letzter Abend verlief eher unspektakulär, denn ich musste noch meine Wäsche abholen, einige Kleinigkeiten besorgen und vor allem meine Sachen packen, da ich am nächsten morgen schon um 10:00 auschecken musste.

Inzwischen sitze ich am Flughafen und blicke auf 10 unglaubliche Tage New York zurück. Ich hätte keine Stunde weniger bleiben wollen, freue mich jetzt aber auch auf San Fransisco. New York ist wirklich eine unglaubliche Stadt, gerade bei dem tollen Wetter und dem Frühling der hier schon voll und ganz da ist. Wir haben unglaublich viel gesehen und erlebt und haben vor allem die Gegend um SoHo und Greenwich Village sehr genossen. Hier kann man viel mehr von New York erleben, als wenn man an der 5th Avenue wohnt und nur das hektische Shopping mitbekommt. In den letzten Tagen unseres Aufenthaltes haben wir uns nicht nur selber wie echte New Yorker gefühlt und den Stadtplan zuhause gelassen, wir wurden auch täglich für welche gehalten und nach dem Weg gefragt. Alles in allem war die Zeit in New York toll, ein krasser aber guter Gegensatz zu Island natürlich und ich blicke jetzt gespannt nach Westen, wo San Fransisco und Fiji auf mich warten.


In diesem Sinne, alles Liebe nach Deutschland


Euer, jetzt allein reisender Lorenz
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