All around the Bay

Trip Start Apr 12, 2010
1
13
35
Trip End Aug 31, 2010


Loading Map
Map your own trip!
Map Options
Show trip route
Hide lines
shadow

Flag of United States  , California
Saturday, May 1, 2010

San Fransisco, here I am. Am 30. Mai bin ich, wie ich es inzwischen gewohnt bin, bei strahlend blauem Himmel über San Fransisco geflogen, um eine Stunde früher als geplant zu landen. Nach 10 Tagen war bereits die Luft am Flughafen angenehm erfrischend. Mit dementsprechend guter Laune machte ich mich also mit der BART (als New Yorker würde ich Subway sagen) auf Richtung Downtown, wo meine Unterkunft für die nächsten drei Tage sein sollte. Das erste was meine Augen erblickten, als ich die Treppe aus der BART Station nach oben stieg war, wie könnte es anders sein, eine Abercrombie&Fitch Store. Meine Befürchtung sollte sich also bewahrheiten: eine Reise zwischen Kulturschätzen und A&F Stores. Nach einigem Umherirren fand ich auch das Hostel International San Fransisco Downtown, wo ich problemlos einchecken konnte. Auf meiner Stube (den BW Slang wird man so schnell nicht los) war nur einer von vier Mitbewohnern anwesend, ein Israelie namens Yuri, Alter unbekannt aber gefühlt 35. Da es noch früh am Abend war, machte ich mich auf einen kleine Erkundungstour durch SF Downtown. Da wir ja vor gerade einmal 4 Jahren zuletzt hier waren, konnte ich mich sogar an das ein oder andere Detail erinnern, sodass mir mein Spaziergang durch das abendliche San Fransisco nicht schwer viel. Irgendwann merkte mein Magen, dass ich abgesehen von dem Bagel bei Starbuck's in New York noch nichts gegessen hatten, weshalb ich mich gegen 22 Uhr in einen kleinen Diner setzte und eine große Portion Chicken mit Nudeln aß. Lecker. Inzwischen war es auch ziemlich spät geworden und ich hatte ja noch 3 Stunden Jetlag in den Beinen, sodass ich mich langsam gen Bett aufmachte. In meinem Zimmer musste ich feststellen, dass bereits alle schliefen (zum Glück hatte ich mein Bett schon bezogen), sodass auch ich mich nach oben in mein "Bunk" begab. Leider passte der Ausdruck "Schlafen" nicht auf alle meine Mitbewohner zu, denn ein Unbekannter Jemand gab höchst merkwürdige Wimmergeräusche von sich, was das Einschlafen etwas erschwerte. Doch damit nicht genug! Am nächsten Morgen war dieser Jemand (Alter über 40, mehr nicht bekannt) auch der erste auf den Beinen und gab noch viel merkwürdigere Hundegeräusche von sich. Für alle die einen Hund haben: Vergleichbar mit den Geräuschen die ein Hund macht, wenn er sehr aufgeregt träumt, also eine Mischung aus Bellen, Jaulen und Wimmern. Aus merkwürdig wurde an dieser Stelle übrigens beängstigend. Glücklicherweise war das die letzte Nacht dieses hundigen Bewohners und er ward nie mehr gesehen. Der Morgen konnte also beginnen. Nach einem schnellen und spärlichen (im Preis mit inbegriffen) Frühstück marschierte ich schnurstracks auf die gegenüberliegende Straßenseite um mir ein Fahrrad zu besorgen, denn das Wetter war bekannter Maßen hervorragend und mir war nach einer kleinen Fahrradtour. Nach kurzer Routenplanung mit den Einheimischen machte ich mich auf den Weg: zunächst durch die Stadt zum Hafen, dann die Küste und den Strand entlang bis zur Golden Gate Bridge, über die Golden Gate Bridge, von dort nach Sausalito und da ich als erfahrener und wohl konditionierter Tourenfahrer gelte, von Sausalito weiter bis nach Tiburon über den Paradise Drive (Wohnsitz von George Lucas und anderen Hollywoodlern), welche im Übrigen als eine der schönsten Straßen Amerikas gilt. Von Tiburon ging es dann mit der Fähre zurück nach San Fransisco Aufwand der ganzen Geschichte waren ungefähr 36 km. Leider habe ich das erst gesehen, als 35 km geschafft waren. Fest steht jedoch, dass sich jeder einzelne Kilometer gelohnt hat, ob an der Küste von San Fransisco, auf der Golden Gate Bridge mit wahnsinns Ausblick, ob durch das wunderschöne Sausalito, welches ungemein an Blankenese erinnert, oder auf der Strecke von Sausalito nach Tiburon, entlang der San Fransisco Bay, mit atemberaubenden Blick auf die Skyline von San Fransisco, entlang der Villen und Yachten von Californias High Society. Die Tour war der Hammer und ist für alle SF Reisenden ein absolutes Muss (für alle weniger durchtrainierten Menschen: man kann auch schon von Sausalito mit der Fähre zurück). In Tiburon konnte ich noch ein wenig auf alten Spuren wandeln, denn hier hatten wir vor 4 Jahren gewohnt, sodass ich an unserem Stammitaliener ein leckers Mittagessen einnehmen konnte, bevor ich mich schließlich auf den Heimweg machte.
Leider war ich auf der Fähre nicht der einzige mit einem Fahrrad und leider war ich auch nicht der einzige, der sein Rad bei Blazing Saddles geliehen hatte. Kurz: Mein Fahrad war irgendwo zwischen 200 anderen, exakt gleichaussehenden Rädern. Viel Spaß beim Finden. Somit dauerte es ein wenig, bis ich runter von der Fähre und zurück in Down Town war. Nachdem ich mein Bike abgegeben habe, machte ich mich noch einmal auf in die Stadt um diverse Läden zu besuchen, etwas Wasser zu besorgen und um einfach nur nichts zu machen. Nachdem ich gegen 20 Uhr im Hostel geduscht hatte, musste ich leider feststellen, dass ich mir auf meiner kleinen Tour meine Arme und meinen Nacken so sehr verbrannt habe, dass sie die Farbe von gekochten Krebsen angenommen haben. Knallrot. Abends war ich noch in einer kleinen Sportsbar und habe Boxen geguckt, da ich aber relativ kaputt war, machte ich mich irgendwann wieder auf um ins Bett zu gehen.

Alles in allem also ein mehr als gelungener erster Tag in San Fransisco und bis auf meine Arme hat sich der Rest auf den nächsten Morgen gefreut.


Alles Liebe in die Perle,


Euer Lorenz
Slideshow Report as Spam

Post your own travel photos for friends and family More Pictures & Videos

Use this image in your site

Copy and paste this html: