Golden Circle!

Trip Start Apr 12, 2010
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Trip End Aug 31, 2010


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Where I stayed
Hotel Odinsve, im Auto

Flag of Iceland  , South,
Wednesday, April 14, 2010

Heute war unser dritter Tag in Island. Nachdem wir am ersten Tag die Hauptstadt Reykjavik erkundet haben und gestern mit dem Fahrrad die Umgebung unsicher gemacht haben, zog es uns heute in die Natur. Zwar ist Reykjavik durchaus eine nette Stadt, allerdings hat man nach einem Tag aber auch alles gesehen - es ist eben doch Island.

Aus diesem Grund sind wir heute morgen zur Touristenzentrale marschiert und haben uns kurzerhand einen kleinen Opel Corsa geliehen. Zwar werden hier auch viele Touren per Bus angeboten, allerdings sind diese nicht unbedingt günstig und da wir zu zweit sind und wenig Lust auf das städige Touristengebrabbel haben, waren wir uns sicher, dass das Auto die perfekte Lösung sein würde. Als Route haben wir uns für heute den sogenannten "Golden Circle" vorgenommen. Diese Tour geht von Reykjavik über einen tollen See namen Pingvallavatn, den größten Binnensee Islands übrigens, über die Geysirfelder, bis zu dem imposanten Wasserfall Gulfoss, dem goldenen Wasserfall. Nach anfänglichen Navigationsschwierigkeiten waren wir schnell auf dem richtigen Pfad und wir merkten schnell, dass sich unser Auto voll und ganz gelohnt hat. Während wir von der Landschaft in und um Reykjavik noch relativ wenig beeindruckt waren, tauchten wir nach wenigen Minuten Autofahrt in das "wahre" Island ein: schier unendliche Weiten, mit Vulkanbergen, Seen, Moos und einfach einer unbeschreiblichen Weite. Wir sind stundenlang auf einer schmalen Landstraße gefahren, ohne auch nur ein einziges Auto zu sehen. Ein weiterer Vorteil an unserem Wagen war, dass wir nach Lust und Laune anhalten konnten um Fotos zu schießen oder spontan unsere Route ändern konnten, wenn wir irgendwo etwas interessantes gesehen haben. Leider war das Wetter so wechselhaft wie es nur sein kann - von starken Regen bis hin zu Sonnenschein, sodass die Bilder teilweise etwas dunkel und farblos wirken wobei wir schnell gemerkt haben, dass keine Kamera der Welt diese Landschaft wahrheitsgetreu festhalten kann und nach tausenden Versuchen haben wir das dann auch akzeptiert.



Nach einiger Zeit (ca 3 Stunden) erreichten wir schließlich die Geysire, wobei die Zeit in keinster
Weise verschwendete Zeit war, denn der Weg hin zu den Geysirfeldern war letztlich viel schöner und spannender als die Geysire selber, denn hier hat man praktischer Weise die ganzen Busse hinkutschiert und ein recht hässliches Touristencenter mitten in die Natur geklatscht, sodass nicht nur blöde Gebäude und Zäune, sodern auch nervige Bustouristen die Landschaft zerstört haben. Trotzdem waren die Geysire natürlich unglaublich eindrucksvoll - ich konnte der Versuchung natürlich nicht widerstehen und musste über die Absperrung und die Warnhinweise hinwegsehen um einmal in eine dieser heißen Quellen zu fassen und habe mich, wie zu
erwarten, etwas verbrannt. Aber das war es mit Sicherheit wert, denn wer kann schon behaupten, in einer Geysirquelle rumgeplanscht zu haben? Nach einem kurzen und weniger appetitlichen Touristenkantinenschmaus ging es dann die letzten Kilometer weiter zum Goldenen Wasserfall. Dort angekommen haben wir allerdings erstmal im Auto ein kleines Nickerchen gehalten, da uns der Wind und das Wetter etwas ermüdet hatten. Aber schließlich ging es hinab zum Wasserfall. Am besten ihr guckt Euch einfach die Bilder an, denn es ist schwierig zu beschreiben wie atemberaubend der Anblick des Wasserfalls war, vor allem da man bis auf wenige Zentimeter an den Abgrund herantreten konnte. Hier haben wir auch 80% der Fotos gemacht, weil wir einfach nicht genug bekommen konnten und wir uns beide einig waren, dass wir soetwas länger nicht mehr sehen werden. Wie immer war nur die Erkenntnis schmerzhaft, dass auch bei 1000 Fotos keines so echt sein kann wie der tatsächliche Wasserfall. Der Rückweg nach Reykjavik verlief dann eigentlich relativ harmlos. Ich habe noch viele Roadfotos gemacht (zur Info: die einsame, sich dahinschlängelnde Straße in der Abendsonne), Sonia fand die alle ziemlich langweilig und Kitschig...Abendessen gab es dann bei einem sehr leckeren Inder zurück in Reykjavik.

Leider waren bis bis jetzt immer zu müde, nehmen uns aber für morgen fest vor, das Reykjaviksche Nightlife zu erkunden, welches sehr vielfältig sein soll. Außerdem stehen noch Nationalpark, die Blaue Lagune und vor allem "Tauchen zwischen den Kontienten" an. Dazu dann bald mehr.

Das wars soweit erstmal aus Reykjavik. Neuigkeiten folgen soweit es welche gibt! 

Grüße um die Welt!


Lorenz und Sonia






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