Der Fall, der (fast) ein Reinfall wurde

Trip Start Jan 15, 2012
1
7
92
Trip End Apr 15, 2012


Loading Map
Map your own trip!
Map Options
Show trip route
Hide lines
shadow

Flag of Canada  , Ontario,
Thursday, January 19, 2012

Auch wenn wir uns gestern nicht näher zu unserem Motelzimmer äußern wollten, so erfordern die aktuellen Umstände einen kurzen Lagebericht.
Mal davon abgesehen, dass das Zimmer vermutlich seit mehreren Wochen nicht mehr gründlich gereinigt wurde, brachte die letzte Nacht einen weiteren Tiefpunkt. Und das ist durchaus wörtlich zu verstehen. Wir mussten bei einer Außentemperatur von -8 °C, ohne funktionierende Heizung und unter sehr dünnen Decken nächtigen. Von Isolierung der Wände selbstverständlich auch keine Spur.
Für den heutigen Abend ließen wir uns Decken und einen Heizlüfter auf unser Zimmer liefern.

Doch nun zum Ereignis des Tages:
Der Weg zu den weltberühmten Niagarafällen stand auf dem Tagesprogramm.

Dort angekommen, sahen wir zunächst die weniger spektakulären amerikanischen Niagarafälle, die "lediglich" 21 Meter in die Tiefe stürzen.
Weiter ging es nun zu den kanadischen Horseshoe-Wasserfällen, denen wir uns trotz eisigen Windes und vereister Wege mühevoll bis auf zwei Meter nähern konnten.
Leider war auch dieses Naturschauspiel nicht ganz so außergewöhnlich spektakulär wie erwartet, da sich die Niagarafälle derzeit zu 90 % im Winterschlaf befinden. In den Wintermonaten, wenn nur wenige Touristen diese Region besuchen, nutzt man die Wassermassen zur Energiegewinnung.
Somit vermissten wir die Geräuschkulisse, die man bei der Übersetzung von "Niagara" hätte erwarten können: nämlich "donnerndes Wasser".

Kaum zwei Stunden nachdem wir die Wasserfälle zu Gesicht bekamen, setzte starker Schneefall ein. Und die riesigen Wasserfälle (Kantenlänge 792 m, Fallhöhe 52 m) verschwanden hinter einer Schnee- und Nebelwand. Da hatten wir wohl gerade noch Glück gehabt!
Auf dem Rückweg bescherten die 10 cm Neuschnee allen Verkehrsteilnehmern, insbesondere denen mit Sommerreifen (davon gibt es hier reichlich) eine Schlitterpartie. Gut, dass wir einen wintererfahrenen Busfahrer erwischt hatten.

Morgen berichten wir live aus Buffalo, vorausgesetzt, die Grenzbeamten lassen uns in die USA einreisen.
Beste Grüße, Larry & Larry
Slideshow Report as Spam

Comments

Steffi on

Ach ihr Armen,
nachts frieren ist echt mies....
Aber ihr seid ja harte Jungs und so habt ihr die Nacht ja wirklich gut überstanden ;-)
Ich hatte mir schon gedacht, dass ihr nicht total begeistert seid, mein Pa war auch sehr enttäuscht. Das passt mit dem überein, was ihr nun berichtet habt.
Na euer nächstes Zeil errinnert mich zwar eher an Klamotten und Schuhe, aber es soll ja doch das ein oder andere zum anschauen geben...
Bilder sehen zumindest interessant aus und wenn ihr Glück habt, wird es ein wenig wärmer!!!!
Gute Reise und rasiert euch, damit ihr auch ohne Probleme über die Grenze reisen könnt und immer dran denken, ihr macht Urlaub und wollt keinen Terrorangriff starten....;-)

Heiner on

Hallo Guido, hallo Christoph,
es ist in der "neuen Welt" nicht automatisch alles besser. Kalte Hotelzimmer müssen aber wirklich nicht sein, das habt ihr "at home" auch nicht. 21m Fallhöhe find ich dann doch auch nicht so gewaltig, das kann der Rheinfall auch. Aber seht euch alles an, nur die eigene Meinung ist die richtige Meinung. Erkältet euch nicht, die Einreise in die USA wird schon klappen. Ich habe damals auch nur läppische 4 Stunden gebraucht.
Bis demnächst Heiner

Add Comment

Use this image in your site

Copy and paste this html: