Bulawayo

Trip Start Jun 06, 2010
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27
Trip End Jul 29, 2010


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Flag of Zimbabwe  ,
Monday, July 5, 2010

5 Juli:
Nach vier Wochen Südafrika war heut der Tag Richtung Simbabwe aufzubrechen. Damit bin ich zwar nicht mehr im Land wenn Deutschland spielt, aber da in Pretoria und Johannesburg sowieso feiermäßig recht wenig geht, Ghana auch draußen ist und ich auch mal wärmere Temperaturen gebrauchen kann, mach ich mich heut auf den Weg Richtung meinem Ziel: Tansania.
Mein Bus nach Bulawayo(Simbabwe) kam wider meinen Erwartungen halbwegs pünktlich, und auch das "Einchecken" des Gepäcks ging erstaunlich schnell. Genauso schnell war die Busreise aber auch erst mal beendet. Mein Pech mit Bussen sollte mir erhalten bleiben.
Kurz hinter Pretoria wurde uns erklärt, dass irgendwas mit der Kupplung kaputt ist und das jemand kommt um es zu reparieren, was aber 'bißchen dauern könnte'. Ich hatte mich schon auf das schlimmste eingestellt, aber nach "kurzer" Reperatur, konnten wir dann nach vier Stunden weiterfahren.  Bemerkenswert war übrigens die Reaktion der Afrikaner im Bus: Während in Deutschland nach einer halben Stunde Verspätung die ersten Schadensersatzklagen die Runde gemacht hätten, und jeder Passagier allen Kontakten im Handy lautstark 'diese Schweinerei' geschildert hätte, blieb hier alles wunderbar entspannt und angenehm.
Für die Verspätung gabs dann vom Busunternehmen Gratis-Burger mit Pommes, was mir entgegenkam weil ich weder Rand(südafrikanische Wahrung) noch Essen hatte. Irgendwann stand dann auch mal der Grenzübergang nach Simbabwe auf dem Programm. Da dies der einzige Grenzübergang zwischen den beiden Ländern ist, herrscht hier absolutes Chaos: Busse müssen teilweise das komplette Gepäck abladen damit es auf Schmuggelware kontrolliert werden kann.
In meinem Bus hat ein älterer Passagier 'Überzeugungsgeld' für die Grenzbeamten eingesammelt, damit sie auch sicher sein koennen dass eine Kontrolle unseres Busses nicht nötig ist:-). Kann ja dann doch, trotz gleichem Bürokratiewahnsinn, nicht alles so korrekt ablaufen wie in Europa:-).

6 Juli:
Als Zwischenstop zu den Victoria Fällen hab ich mir heut Bulawayo mit Stewart angeschaut. Er ist Australier und war ebenfalls im Bus nach Bulawayo. Schon in Südafrika wurde mir oft erzählt dass Bulawayo sehr schön sein soll, und meine letzten Zweifel waren dann auch schnell ausgeräumt.
In der Stadt sind überall Grünflächen und die Leute sind unglaublich freundlich und hilfsbereit. Anders als bei den meisten Menschen in Südafrika herrscht hier auch nicht diese 'Ich-helf-dir-zwar-gerne-aber danach-will-ich-Geld-dafür'-Mentalität. Trotzdem ist die schwere Zeit der 90er Jahre und der Jahrtausendwende nicht spurlos an der Stadt vorbeigezogen: Touristen sind hier kaum anzutreffen, Hostels wurden alle geschlossen, Lebensmittel sind fast komplett importiert und unbezahlbar, und in Buchläden findet man die Bücher die dort wohl schon vor zwanzig Jahren standen. Viele Leute meinten allerdings auch dass es langsam wieder aufwärts geht mit dem Land. Es hätte auf jeden Fall mehr verdient als negative Medienberichte über einen Machthaber den hier sowieso kaum jemand mag:-).
Am Abend ging es dann mit Stewart nach langem Tag in Bulawayo mit dem Zug zu den Victoria Fällen. Laut Fahrplan wären wir morgens um sieben angekommen. Letztendlich wurde es dann ein Uhr nachmittags. Das haben wir aber gerne in Kauf genommen, weil man für ein Bett in der zweiten Klasse sieben Dollar bezahlt hat, und die Verspätung super Landschaftsaufnahmen bei Tag beinhaltet hat:-). Ein weiterer Grund für die Verspätung war wohl, dass die Woche zuvor der Zug eine Elefantenherde tötete, weshalb der Zug deshalb wohl langsamer fuhr...
Diese Zugreise war aber auf jeden Fall ein Erlebnis. Zum Glück ist es ja nicht meine letzte Zugtour auf der Reise.


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