Mandalay

Trip Start Jan 10, 2011
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Trip End Ongoing


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Where I stayed
ET Hotel

Flag of Myanmar  ,
Sunday, June 5, 2011

Wir dachten, unsere erste Nachtbusfahrt ist nicht zu toppen. Hatten wir uns getaeuscht.
Entspannt sind wir mit dem Pickup fuer 1000 Kyat am Donnerstagnachmittag (02.06.) von Nyaung Shwe nach Shwenyaung gekommen. 17 Uhr sollte unser Bus laut Ticket abfahren. 18:30 Uhr war er endlich da. Anscheinend galt die Zeit fuer den Abfahrtsort.
Unser "Reisebus" hatte bestimmt 30 Jahre auf dem Buckel. Es gab freilich KEINE Klimaanlage und auch KEINE Beinfreiheit. Wenigstens konnte man die Sitze nach hinten stellen. Der Bus war ausgebucht und nicht nur alle Doppelsitze sondern auch die Ausklappbaren in der Mitte waren besetzt. Ich hatte das grosse Glueck, neben einer Frau mit kleinem Kind zu sitzen.
Fuer die Strassen findet man wirklich keine passende Beschreibung. Dass da keiner umkippt oder Achsenbruch und Platten erleidet, ist uns ein Raetsel. Gottseidank war es dunkel und uns blieb der Ausblick erspart. An diesem Abend schien ganz Myanmar unterwegs zu sein. So flogen wir nicht nur rauf und runter sondern schlenkerten auch munter hin und her, um nicht den Gegenverkehr zu knutschen. Hinter uns im Sitz hatte ein Alter maechtig Speichelfluss und holte mit viel Geraeusch die Sosse von ganz unten hoch. Einmal schien er die Tuete nicht getroffen zu haben und verteilte seinen Mundinhalt ueber meinem Kopf. Hoffen wir, er hatte nur getrunken. Neben mir strampelte und kratzte sich das Kind (irgendwie hatte es seltsame rote Pickel am Kopf), die Frau lehnte sich entspannt an mich und der Kotzebeutel vom Kleinen schlenkerte an meinem Bein hin und her. Nicht nur einmal hab ich sie kraeftig beiseite geschoben. Im Bus roch es nach Essen, Tabak, Kotze, Kacke, Schweiss und Abgasen. Ihr koennt euch vorstellen, dass wir nicht eine Minute geschlafen haben ? Gottseidank waren es diesmal nur 9h Fahrt. Das ist Abenteuer fuer stolze 10500 Kyat (ca. 13 Dollar), auf das wir GERNE verzichten koennen. ;o)
4:00 Uhr in Mandalay angekommen, teilten wir uns mit einem franzoesisch-russischen Paerchen ein "blue Taxi" fuer insgesamt 5000 Kyat in die Innenstadt. Das Angebot, uns zum Hotel unserer Wahl zu bringen, nutzen wir ordentlich aus. Nach 1h und mindestens 6 Hotels gaben wir auch hier die Hoffnung auf eine preiswerte Unterkunft auf. Wir bekamen ein schimmeliges Zimmer mit Bad und Fan fuer wiedermal unverschaemte 12 Dollar. Was wir uns vorher allerdings angeschaut hatten, war noch schlimmer. Dreckloecher ohne Fenster zum gleichen Preis. An deren Vernunft und Verstand zu appelieren ist da vergebene Liebesmueh. Lieber lassen sie ihr Zimmer leer, als weniger Geld zu verlangen. *kopfschuettel*
Wir waren so fertig, dass wir uns bis 12 Uhr nochmal ne Runde Schlaf goennten - leider bei einer gefuehlten Luftfeuchtigkeit von 99,99%. ;o)
Den Rest des Tages nutzten wir, um das gute burmesische Essen zu testen und die Strassen der Stadt zu erkunden. Wir fanden ein Internetcafé, in dem wir auf googlemail und auch travelpod Zugriff hatten. Unsere Freude war gross. ;o)
Leider muss man in und um Mandalay fuer die meisten Sehenswuerdigkeiten 10 Dollar an die Regierung abtreten. Mit den lokalen Taxifahrern kann man die umgehen. Uns blieb an dem Tag aber zu wenig Zeit, so bestaunten wir die Mauern des Palastes im Zentrum von aussen und liessen die Stadt auf uns wirken. Die Strassen sind hier wesentlich breiter als in Yangon, die Schachbrettmusteranordnung findet man auch hier. Die Stadt ist wuselig, laut und voll mit Abgasen. Es sind wesentlich mehr Mopedfahrer unterwegs als in Yangon. Nach Sonnenuntergang sieht man nur Maenner in den Garkuechen, Restaurants und Cafés ihr Bier trinken. Frauen verkaufen hoechstens ihre Waren. Kinderarbeit ist hier an der Tagesordnung, egal wo und wie schwer. Unseren geliebten frischen Kaffee koennen wir uns hier auch abschminken. Es gibt nur den guten Instantcoffeemix aus der Tuete. *mmhhhh* Wenigstens den Tee mit Milch bekommen sie hin. Und das Bier schmeckt uns als Nicht-Biertrinker tatsaechlich richtig gut. Auch in Mandalay rattern die Generatoren und die Strassen sind nach Sonnenuntergang stockduster. Stromausfall scheint hier haeufiger an der Tagesordnung. Das Geschaeft geht allerdings weiter als waer nix gewesen. Faszinierend.
Am 2. Tag buchten wir ein Komplettpaket mit einem "blue Taxi", welches uns ueber den Tag verteilt zum Mandalay Hill, nach Inwa, Sagain und Amarapura brachte - immer ohne Gebuehr an die Regierung, versteht sich. ;o)
Nach endlosem Treppensteigen und 230m ueber der Stadt hatten wir vom Mandalay Hill einen traumhaften Blick ueber die Stadt. Der Palast - um dessen Gebuehr man leider nicht rundrum kommt - bildet die gruene Lunge der Stadt und nimmt eine enorme Flaeche ein. In Inwa, die ueber 4 Jahrzehnte als burmesische Hauptstadt galt, kommt man leider nur mit einem Pferdegespann zu den weitverteilten Tempeln und Stupas. Wir waren zu geizig und schauten uns wenigstens eine der Tempelanlagen zu Fuss an. Ein klappriger Local half uns, den unbewachten Hintereingang zu finden. Sagain fanden wir besonders beeindruckend. Ueber Berge und das weite Tal verteilen sich 500 Stupas und Monasteries. Wir besuchten nach erneutem schweisstreibenden Treppensteigen den Sagain Hill und seine glitzernde Stupa. Dort durften wir wieder fuer Fotos mit den Locals herhalten und unterhielten uns mit Moenchen. Von denen gibt es hier Hunderte. Die Meisten schlafen sich durch den Tag. Die kleinen Moenche haben allerdings nur Dummheiten im Kopf. Kinder eben. Der Blick von oben war fantastisch. Das weite Gruen zwischen den Fluessen war gespickt mit goldenen und weissen Stupas. Ein wunderschoener Anblick. Amarapura - unser letzter Stopp - ist beruehmt fuer seine 200 Jahre alte Teak-Bruecke, die sich ueber Wasser und Felder erstreckt. Wir liessen uns viel Zeit und flanierten einmal bis ans andere Ende und zurueck. Leider war der Sonnenuntergang nicht besonders "sonnenreich", sodass wir uns eine Bootstour sparten. Durchgeschwitzt und knuelle suchten wir uns ein schnelles Essen in der Stadt und verkrochen uns ins Hotel.

Heute geht es mit dem Bus - gottseidank tagsueber - nach Hsipaw, was wir am spaeten Abend erreichen sollen. Wir melden uns aus den Bergen,
Krissi und Kiki

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Comments

Dave&Geli on

Haltet durch Maedels:-) Myanmar is hard work...Wir erinnern uns noch gut an Super Coffee Mix und Star Cola:-) An Bier koennen wir uns ueberhaupt nicht erinnern..es schien unmoeglich Haende an Alcohol zu bekommen. Macht ihr noch den Kalow to Inle Lake walk?

Viel Spass und bis ganz bald. xx

anitsche
anitsche on

hallo ihr beiden,
ich hoffe ihr habt die busfahrt gut überstanden ohne lestige, kotzende begleitung.
ich freu mich schon auf eure neuen bilder aus den bergen. grüßt das bier von mir -drück euch.
ach und danke für eure karte aus vietnam, sie ist am 6.6 angekommen. vielen dank dafür.
noch viel spaß

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