Nyaung Shwe und der Inle Lake

Trip Start Jan 10, 2011
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Trip End Ongoing


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Where I stayed
Joy Hotel

Flag of Myanmar  ,
Thursday, June 2, 2011

Am Montagnachmittag (30.05.) machten wir uns mit dem Taxi auf den Weg zur Busstation. Insgesamt 6000 Kyat aermer und eine Std spaeter stiegen wir aus dem Auto. Der Busbahnhof hatte etwas von einer eigenen kleinen Stadt. Hunderte Buden und Haeuser und noch viel mehr Busse standen in Reih und Glied. Unseren Bus haetten wir nie allein gefunden.
Punkt 15 Uhr ging es los. Schon das Ausparken dauerte 10 min. Die ersten 7h Fahrt waren relativ entspannt. Die Strasse war neu, breit und wenig befahren. Puenktlich zur Schlafenszeit bog der Bus allerdings auf einen schmalen Schotterweg ab, der uns bis ans Ziel bringen sollte. Ca. 7h standen uns noch bevor. Fragt nicht, es war die schlimmste Busfahrt, die wir bisher hatten. Durch die Gegend fliegen trifft eher zu als Durchschaukeln. Und es war kein Sleeperbus - also sassen wir die ganze Zeit mehr oder wenig aufrecht. Wir taten kein Auge zu. Nicht, dass nur die Strasse schlecht gewesen waer. Der Verkehr nahm auch noch zu und bei Gegenverkehr musste der Bus jedesmal ausweichen, da die Strasse nur wagenbreit war. *seufz*
Unser Wunschziel war nicht die Endhaltestelle. So stiegen wir voellig geraedert mit 6 weiteren Touris gegen 5 Uhr morgens in Shwenyaung aus. Mit dem Pickup ging es fuer 1000 Kyat p.P. zusammengepfercht nochmal 13 km suedlich nach Nyaung Shwe. 5 Dollar Eintritt - wofuer auch immer. Die Touris haben's ja.
Im 3. Hotel gaben wir die Hoffnung auf niedrige Preise auf und bekamen fuer 12 Dollar ein Zimmer mit Fan, eigenem Bad und Fruehstueck. Das Bad liessen wir allerdings nochmal putzen. ;o)
Nach einem etwas fettigen aber leckeren Fruehstueck in der Stadt, liehen wir uns vorsichtshalber schonmal ein Rad aus. Allerdings fehlte uns der Schlaf, so hauten wir uns nochmal 3h aufs Ohr. Den Rest des Tages radelten wir Richtung westliche Seite des Sees vorbei an endlosen Reisfeldern - die Berge immer im Blick. Der See ist so weit weg, dass 2h Radeln nicht ausreichen. Auf dem Weg lagen allerdings heisse Quellen, die wir besuchen wollten. Hier gab es natuerlich ein Touribecken fuer 5000 Kyat. Wir durften allerdings in das fuer die Locals, dennoch zu einem Preis von 3000 Kyat (normalerweise 500K). So entspannten wir bei ueber 40C und einem herrlichen Blick in die Berge. Nach einem leckeren Essen am Markt ging es wohl so zeitig wie schon lang nicht mehr ins Bett.
Fuer den Mittwoch hatten wir uns einen eigenen Guide besorgt, mit dem wir einen Tag lang die Berge erklimmen wollten. Unser Fruehstueck assen wir entspannt auf dem Balkon und beobachteten nebenbei das Treiben auf dem Kanal direkt vor unserem Hotel. 8 Uhr ging es los. Unser Guide Nyi Nyi war zwar nur Haut und Knochen, legte aber ein Tempo vor, mit dem Keiner von uns gerechnet hatte. Wir duesten also los Richtung oestliche Bergekette. Unseren ersten Stopp machten wir in einem Dorf mit 2 kleinen Hoehlen, bekamen Tee von Moenchen serviert und genossen unsere erste Pause.
4h schleppten wir uns in der prasseligen Sonne bergauf. Nyi Nyi natuerlich immer 10m vor uns. Auf dem Weg machten wir Pause in einem typischen Bergdorf des Hilltribes Poah und bekamen wieder Tee serviert. Der Ausblick auf dem Weg war traumhaft. Das riesige Tal, in dem auch Nyaung Shwe liegt, breitete sich vor uns aus, im Osten und Westen von Bergketten umgeben. Im Sueden grenzt der Inle Lake an. Waere nicht ein kleines Lueftchen gegangen, waeren wir schier im Schweiss erstickt.
Mit letzter Kraft schleppten wir uns den Berg zur Monastry hoch. Wir hatten Glueck, denn das Dorf feierte ein kleines Fest und alle Dorfbewohner waren auf dem Berg versammelt. Fuer uns war es Schaulaufen, aber trotzdem unheimlich spannend, die Locals (auch vom Stamm Poah) bei ihren Feierlichkeiten zu beobachten. Die Frauen trugen die Opfergaben zu den Moenchen, die Maenner tanzten zu selbstgemachter traditioneller Musik ihren eigenen wilden Tanz. Alle schienen high von ihren Betelnuessen und dem Alkohol. Ein herrlich bunter Anblick.
Mit leckerem Tofusalat gestaerkt machten wir uns auf den Rueckweg. Bergab war nicht weniger anstrengend. Die Sonne meinte es nicht gut. Aber der herrliche Ausblick entschaedigte fuer alles. Am Fusse des Berges und noch immer 1h von der Stadt entfernt, nahmen wir ein Pferdegespann zurueck zum Hotel. Fuer 8000 Kyat p. P. (ca. 10 Dollar, inklusive Guide, Mittagessen und Pferdekutsche) war das wirklich eine hervorragende Tour. Natuerlich lagen wir wieder vor 21 Uhr im Bett. ;o)
Fuer den 3. Tag hatten wir uns schon einen Nachtbus nach Mandalay gebucht, der 17 Uhr von der Kreuzung in Shwengyaung losfahren sollte. Wir hatten also noch einen knappen Tag, den wir wieder zusammen mit Nyi Nyi und Bing (einem Ami) im Boot auf dem Inle Lake verbrachten. Auf den endlosen Kanaelen ging es Richtung See, wieder umgeben von den gruenen Bergketten rechts und links. Wir besuchten einen Floating Market, der allerdings wegen des niedrigen Wasserstandes nicht "floating" war, fuhren durch schwimmende Gaerten mit tausenden von Tomatenpflanzen, bestaunten die Longneck-Frauen mit Ringen um ihren Hals, beobachteten die Locals beim Waeschewaschen in ihren kleinen Fischerhaeuschen auf Stelzen, sahen den Maennern beim Silberschmieden zu, den Frauen beim Seide- und Lotusspinnen (sehr beeindruckend), staunten ueber die goldenen Buddhas in einer der groessten Pagoden und schauten den Katzen beim Kunststueckevorfuehren in der Cat Monastery zu. Am beeidruckendsten allerdings fanden wir die Fischer auf ihren schmalen Holzboten, die auf einem Bein balancierend ihr Netz auswurfen und mit dem anderen Bein ihr Paddel bedienten, um das Boot zu navigieren. Es war ein herrlicher Tag mit vielen tollen Eindruecken.
Nyaung Shwe ist unbedingt einen Besuch wert und haetten wir noch mehr Zeit gehabt, haetten wir sie auf alle Faelle hier verbracht. Der kleine Ort macht einen entspannten Eindruck, die Leute sind unheimlich freundlich und interessiert. Die Landschaft ist ein Traum und das Essen hat uns geschmacklich bisher auch ueberrascht. Auch der Erfindungsreichtum und die Genuegsamkeit der Leute ist bewundernswert. Wir haben Autos mit Menschenmassen und Warentuermen beladen gesehen, die man wahrscheinlich eher in Indien erwartet. Ein Traktor mit 3 Reifen und einer angebauten Holzschiene als Radersatz hat allerdings den Vogel abgeschossen.

Wir freuen uns jetzt auf Mandalay und hoffen auf eine halbwegs entspannte Busfahrt.
Bis bald,
Krissi und Kiki

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