Reisterrassen in Sapa

Trip Start Jan 10, 2011
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Trip End Ongoing


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Where I stayed

Flag of Vietnam  ,
Friday, May 20, 2011

Mit dem Nachtzug ging es am Dienstagabend (17.05.) fuer 20 Dollar von Hanoi nach Lao Cai. Wir waren diesmal sogar allein im Abteil und hatten eine relativ ruhige Nacht. Allerdings war die Klimaanlage zu kalt eingestellt. :o(
5:30 Uhr erreichten wir Lao Cai und mussten noch etwa 35km mit dem Minibus fuer 40.000 Dong (2 Dollar) nach Sapa fahren. Die Fahrt dahin war wirklich beeindruckend. Wir hatten herrliches Wetter. Die Wolken hingen tief in den Taelern und die Bergkuppen, die aus den Wolken schauten, waren uebersaet mit Reisterrassen. Ein schoener Ausblick, der unsere Vorfreude nur noch groesser machte.
In Sapa angekommen (7 Uhr), schien die ganze Stadt bereits auf den Beinen zu sein. Es wimmelte nur so von Menschen und ganz besonders von Hilltribe-Frauen aus den umliegenden Doerfern, die dich mit dem Betreten der Strasse beschatteten und mit immer den gleichen Fragen nervten.
Im 2. Hotel fanden wir ein gutes Zimmer fuer 6 Dollar die Nacht. Und es gab unser geliebtes Muesli mit Fruechten und Joghurt, welches wir uns bei frischen Temperaturen auf der Hotelterrasse schmecken liessen.
Den ersten Tag nutzen wir als Erkundungstour durch die Stadt. Leider ist Sapa nicht besonders gross, sodass wir bereits nach 3h gemuetlichen Schlenderns alles gesehen hatten. Den Schatten waren wir dann gottseidank auch los. Wir nutzen die Zeit, um ueber den Markt zu schlendern und uns in den unzaehligen Trekkinglaeden mit billigen Northface-Jacken umzuschauen. Wir tranken viel zu teuren Kaffee in den gemuetlichen Cafés, die es hier aller 3m gibt und entspannten bei einem Mittagssnack in einem niedlichen Kaffee (Moon) um die Ecke.
Fuer den zweiten Tag hatten wir eine Trekkingtour durch die Berge mit Stopp in einem typischen Bergdorf gebucht. Fuer 26 Dollar p.P. wahrlich nicht billig, aber wir hatten unseren eigenen persoenlichen Guide. Die Karten fuer die Umgebung sind nicht besonders hilfreich, aber man haette es sicher auch allein geschafft.
3h ging es entlang der Bergkuppen durch die atemberaubende Landschaft. Wir hatten immer Blick in die Taeler und Berge und natuerlich die unzaehligen Reisterassen und Felder. Es ist unvorstellbar, wie schwer hier der Anbau und die Ernte sein muessen. Unser Guide (ein 24 jaehriges Maedchen aus dem Dorf, was wir besichtigen wollten) war leider etwas langsam unterwegs, aber sie beantwortete geduldig unsere Fragen und war sehr interessiert. Ihr English war wirklich super.
Lunch gab es dann in dem besagten Dorf (Taphin) mit Bewohnern des Hilltribes Red Zoa, dem auch unser Guide angehoerte. Die Frauen tragen hier schwarze oder blaue bestickte Kleidung und ein rotes Tuch auf dem Kopf. Die Haare oberhalb der Stirn werden rausgezupft oder abrasiert. Das sieht schon etwas seltsam aus.
Laut Touristeninfo waren uns 6h Trekking versprochen. Wir waren aber gerade 3h unterwegs und sollten schon wieder abgeholt werden. Aber im Meckern sind wir ja geuebt, so konnten wir unseren Guide ueberreden, wenigstens noch 2h anzuhaengen. Wir liefen durchs Dorf (nicht ohne einen Schatten, versteht sich) und erklommen die Berge hinter dem Dorf. Versteckt im Schatten des Waldes lag ihr Elternhaus, welches wir besuchen durften. Da bekamen wir auch die Moeglichkeit, mal die typischen Trachten anzuprobieren und uns in einem authentischen Dorfhaus umzuschauen. Das ist wirklich kein sauberes Wohnen. Im Prinzip ist es nur ein dunkles luftiges Holzhaus mit Dreckboden, wo durch Bretterwaende 2 Raeume abgetrennt waren. Einen Raum zum gemuetlichen Sitzen gibt es im Prinzip nicht. Die einzige Kommode mit Fernseher und Telefon war so stark eingestaubt wie die alten Sachen auf Omas vergessenem Boden. Und die Schlafplaetze wollte man gar nicht im Licht sehen. *brrrrr*
Heute - an unserem dritten Tag - haben wir leider kein Glueck mit dem Wetter - dichter Nebel, Nieselregen und keine Besserung in Sicht. Eigentlich wollten wir mit dem Moped ins andere Tal fahren. So mussten wir uns die Zeit mit Faulenzen, Lesen, Bummeln in Regenkutte und Kaffeetrinken vertreiben.
Sapa ist wirklich sehr touristisch, hat aber ein ganz eigenes angenehmes Flair. Hier ist allerdings alles mindestens doppelt so teuer wie anderswo im Land (ausser die Hotels) und leider fehlten uns auch ein bisschen die abwechslungsreichen Garkuechen. ;o) Die Landschaft um Sapa ist atemberaubend. Wer nicht wandern moechte, kann auch mit dem Mountainbike die Strassen erklimmen oder sich mit dem Moped durch die Gegend fahren lassen. Auf alle Faelle gibt es hier eine Menge zu sehen. Auch wenn die Hilltribe-Frauen aus den Doerfern etwas nervig sind ("buy from meeeeeeee") und natuerlich auf die Touristen eingestellt sind, lohnt sich ein Besuch eines typischen Dorfes auf jeden Fall.

17 Uhr werden wir mit dem Minibus abgeholt und nach Lao Cai gebracht. 20 Uhr geht es dann wieder mit dem Nachtzug zurueck nach Hanoi. Von da gibt es den letzten Vietnambericht.

nebelige Gruesse aus den Bergen,
Krissi und Kiki

PS: Hier haben wir das erste Mal Hundefleisch auf dem Markt entdeckt. Beim zweiten genaueren Hinschauen wurden wir verjagt und das Fleisch wurde abgedeckt. Ich hatte aber schon ein Foto schiessen koennen. *wuerg*
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