Die gute und die schlechte Seite von Halong Bay

Trip Start Jan 10, 2011
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Trip End Ongoing


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Where I stayed
Canh Buom 8

Flag of Vietnam  ,
Tuesday, May 17, 2011

Wir hatten fuer 50 Dollar p.P. einen Bootstrip fuer 2 Tage und 1 Nacht in der Halong Bay gebucht. Diese Tour sollte den Transport, das Essen fuer 2 Tage (Seafood-Dinner), einen Besuch einer Hoehle und eines Fischerdorfes, Schwimmen, Kayakfahren, alle Eintritte sowie eine Uebernachtung im Doppelzimmer auf dem Boot beinhalten. Am Montagmorgen (16.05.) ging es in einem vollgestopften Bus in 3h zum Hafen von Halong City. Mit 16 Leuten bestiegen wir unser Boot. Gefuehlte 10000 davon waren bereits auf dem Wasser unterwegs. Und der Hafen wimmelte nur so von Touristen.
Auf dem Boot gab es erstmal Mittag und wir wurden ueber den Ablauf aufgeklaert. Der Guide sprach so schlechtes Englisch, dass die ersten Gaeste schon genervt waren. Ausserdem hiess es, wir koennten keine grosse Tour durch Halong Bay machen, da Regen und Sturm vorausgesagt waren.
Wir fuhren also los. Die vielen Boote um uns rum wurden irgendwann Nebensache, denn je weiter wir aufs Meer rausfuhren und von den wie Zaehnen aus dem Wasser ragenden Inseln umgeben waren, desto faszinierter waren wir. Wenn man die Fjorde in Norwegen, Schweden oder Neuseeland nicht kennt, dann fuehlt man sich hier wie in einer fremden Welt. Wir machten es uns auf dem Deck gemuetlich und hielten den Fotoapparat auf Anschlag.
Unser erster Stopp galt dem Hoehlenbesuch. Mit hunderten Touris wurden wir auf der Insel ausgekippt und durchgeschleust. Die Hoehle war allerdings beeindruckend. Zurueck auf dem Boot gab es die Mahnung, dass wir bitteschoen jegliche Getraenke auf dem Boot zu kaufen haben (die natuerlich doppelt so teuer wie an Land waren), sonst wird eine Servicegebuehr von ein paar Dollar pro Getraenk erhoben. Er faselte noch irgendwas und die naechsten Gaeste schalteten genervt auf Durchzug.
In einer Bucht machten wir unseren naechsten Halt und durften nur gegen eine ordentliche Gebuehr eines der Boote in die Bucht und zum Fischerdorf besteigen. Die ersten Stimmen auf dem Boot wurden laut, dass das nicht das sei, was wir gebucht haetten. Wir entspannten auf dem Deck.
Die Kroenung kam vor dem Abendessen. Unser Guide sei etwas verwirrt, denn es gaebe ein Problem mit den Zimmern. 2 Zimmer seien mit 3 Betten und wer denn gern mit einer fremden Person ins Zimmer moechte. Das brachte das Fass zum Ueberlaufen. Die Beschwerden gingen los. Je eindringlicher wir wurden, desto patziger wurde der Guide. Natuerlich wollte keiner ein Zimmer mit einem Fremden teilen, denn das war nicht das, was wir gebucht hatten. Krissi und ich waren natuerlich davon betroffen. Wir sind ja kein Paar.
Ich liess meinem Frust freien Lauf und hielt unseren Guide auf Trapp. So einfach lass ich mich nicht abwimmeln. Immerhin haben wir 50 Dollar p.P. bezahlt und wurden bisher nicht nur einmal enttaeuscht. Ich liess unseren Guide mit seinem Chef telefonieren. Natuerlich ergebnislos. Nach 2 min intensivster Bearbeitung haendigte er mir sein Telefon aus und ich hatte ein lautes Wort mit seinem Chef. Voellig unprofessionell legte er am Ende einfach auf. Der Kunde ist Koenig ! ;o)
Ich liess mir Adresse und Namen der Firma und des Chefs aushaendigen. Ein englisches Paerchen, welches sich ebenfalls beschwerte, wurde sogar beleidigt und stehengelassen - mit den Worten: more money, more fun. Das nenn ich Service.
Wenigstens konnte ich fuer ein franzoesischen Paerchen ein Doppelzimmer rausschlagen und Krissi und ich teilten uns mit einem Polen die Kajuete. Der Komfort war prima. Wir hatten ein eigenes Bad und saubere bequeme Betten. Der Blick aus dem Fenster entschaedigte ein bisschen.
Sturm und Regen blieben (natuerlich) aus und wir genossen den kuehlen Abend mit Bier und Blick auf die Inseln. Einige der Gaeste nutzen die Ruhe zum Baden.
Am naechsten Morgen mussten wir auch wieder 3x nachfragen, ob unser Tisch nicht noch ein bisschen Butter haben koennte, weil 2 Stueck fuer 6 Leute einfach nicht ausreichen. Nachdem uns mitgeteilte wurde, die Butter sei alle, bekamen wir ploetzlich welche serviert. Herzlichsten Dank !
Fuer den nervigen Start in den Tag wurden wir beim Paddeln entschaedigt. Das war gottseidank kostenlos und wir nutzten die 30 min, um Hoehlen und Buchten um unsere Anlegestelle zu erkunden. Ein traumhafter Anblick. Und im Gegensatz zum relativ diesigen Vortag hatten wir mit dem Wetter am 2. Tag richtig Glueck. Auf dem Rueckweg zum Hafen ging es wieder durch die unzaehligen kleinen und grossen Inseln. Wir sassen am Bug und genossen den Ausblick.
Im Hafen angekommen durften wir 45 min auf unseren Bus warten. Die Stimmung unter den Gaesten war wiedermal nicht die Beste und wir hoerten auch aus anderen Gruppen Beschwerden.
Die Halong Bay ist wirklich wunderschoen und eine Tour ueber mindestens 2 Tage ist nur zu empfehlen, um auch den Sonnenuntergang und ~aufgang zwischen den Inseln erleben zu koennen. Allerdings scheint es hier wirklich nur um Massenabfertigung und Geldmacherei zu gehen. Wir sind ziemlich enttaeuscht vom Service und vorallem vom Umgang der Guides mit unseren Problemen. Die Vietnamesen haben die wunderbare Gelassenheit, einfach wortlos das Schlachtfeld zu verlassen, wenn es ihnen zu bunt wird. Vielleicht gibt es auch zu wenige Touristen, die bis zum Touranbieter gehen und sich beschweren.
Wir verlassen mit gemischten Gefuehlen die wundervolle Landschaft um Halong Bay und machen uns heut noch mit dem Nachtzug auf nach Sapa in die Berge.

Von da melden wir uns wieder.
Salzige Gruesse vom Meer,
Krissi und Kiki

PS: Wir haben uns tatsaechlich nocheinmal in der Agentur beschwert, wo wir die Tickets gekauft haben. 15 Dollar konnten wir rausschlagen. Immerhin.
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Comments

anitsche
anitsche on

hallo ihr service fanatiker,

ich hoffe für das rückgeld habt ihr in einen schönen fruchtshake oder andere leckerein investiert.
krissi hat ihre haare geschnitten, ich hoffe alle ohren und nasen sind unverletzt geblieben- habt zumindest kein pflaster gesehen...

bis bald, eine gute und erholsame nacht im zug.

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