Die 2 Gesichter von Phnom Penh

Trip Start Jan 10, 2011
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Trip End Ongoing


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Flag of Cambodia  ,
Monday, April 18, 2011

Am Freitag (15.04.) sind wir ja nach dem Monsterritt durch die Pampa wieder heil in Pursat angekommen. Von da aus ging es fuer 7,50 Dollar mit dem Bus in 3h in die Hauptstadt. Das Schwitzen ging weiter, denn wir sassen ganz hinten direkt ueber dem Motor. Da half keine Lueftung mehr. Aber egal, wir waren ja eh schon nass.
Im Bus wurde mal wieder grosszuegig das Essen mit uns geteilt. Und das nur, weil wir wie immer neugierig schauten. Bei uns daheim wuerde das doch keiner machen, oder ?
3 ganze Tage verbrachten wir in Phnom Penh und lernten die 1,5 Millionen-Stadt von 2 Seiten kennen. Fast 2 Tage lang war die Stadt wie leergefegt. Die Kambodschaner feierten ihr Khmer New Year und waren alle aufs Land zu ihren Verwandten verschwunden. Keine Autos auf den Strassen, fast alle Laeden geschlossen, eine Hand voll entspannter Einwohner, die bei Schach und Essen vor der Haustuer entspannten, nur der Muell lag einsam in den Strassen. So konnten wir ohne Laerm und Abgase alles in Ruhe erkunden ohne gleich ins naechste Kaffee fliehen zu muessen. Montag waren die Ferien dann vorbei, alle Welt musste wieder zur Arbeit und die Kinder in die Schule. Schon zeigte sich die Stadt von einer anderen Seite. Chaotisch, laut, bunt und einfach nur spannend.
Man muss auch bemerken, dass wir die Leute hier als wesentlich angenehmer und entspannter empfinden als in Siem Reap. Die TukTuk-Fahrer belagern einen nicht, auf den Maerkten hoerten wir kein einziges Mal unser geliebtes „Buy something, Ladyyyyyyyyy“ und die Leute auf den Strassen laechelten uns an, fotografierten sich mit uns oder wollten einfach nur schwatzen. Wirklich positiv.
Neben 2 Tagen Fussmarsch durch die Strassen liessen wir uns einen Tag mit 2 weiteren Touris im TukTuk durch die Gegend fahren. Wir besuchten die wichtigsten Sehenswuerdigkeiten, wie den Royal Palace mit seiner beruehmten Silver Pagoda, den Wat Phnom, das National Museum, den Russian Market, den Zentralmarkt, die Riverside entlang des Flusses Tonlé Sap und nicht zu vergessen die Killing Fields und S-21 (Tuol Sleng Genocide Museum), wobei Letztere uns einen maechtigen Schauer ueber den Ruecken jagten. Im S-21 wurden waehrend der Khmer-Rouge-Zeit in den Jahren 1976-1979 hunderttausende Gefangene unter widerlichen Bedingungen eingebuchtet und gefoltert, um dann zu den Killing Fields gebracht und einfach abgeschlachtet zu werden. Eine grausame Zeit, in der wegen ein paar kranker Hirne insgesamt etwa 1,7 Millionen Menschen sterben mussten. Unglaublich. Und das alles liegt gerade 30 Jahre zurueck.
Nichtsdestotrotz haben wir ein sehr positives Gefuehl von Land und Leuten, auch wenn wir uns oft ueber deren Bescheissertum und Aufdringlichkeit aergern. Hier in Phnom Penh sind es leider die vielen Kinder, die dir Armbaender und Buecher verkaufen wollen.
In Sachen Hitze haben wir diesen Monat wohl den Hauptgewinn gezogen. Laut Klimatabelle haben wir den heissesten aller Monate in Kambodscha erwischt. Es gab bisher keinen Tag unter 35°C. Phnom Penh war unheimlich feucht-heiss und erschoepfend. Wir sind in der Nacht sogar wegen nasser Haare und durchgeschwitztem T-Shirt munter geworden. Da half auch kein Zimmerwechsel. Erholsam ist das nicht, aber selbst schuld - Klimaanlage wollen wir uns ja auch nicht leisten. ;o)
Zum kroenenden Abschluss unseres Hauptstadtbesuches gab es den beruehmten Clay-Pot – ein Lehmtopf ueber nem Gaskocher mit einer kraeftigen Fleischbruehe, in die man nach Belieben allerlei Fleisch/Fisch, Gemuese, Nudeln und Kraeuter tun kann. Ein Festmahl und ne schoene Panscherei – natuerlich mit Staebchen !
Morgen geht es endlich mal wieder ans Meer. Vielleicht ist da die Brise etwas konstanter und wir stehen nicht im eigenen Saft. Wir melden uns aus Sihanoukville.

Sterbensheisse und verschwitze Gruesse,
Krissi und Kiki



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Comments

anitsche
anitsche on

hallo ihr lieben,
wir haben jetzt auch ein paar tage frei. es ist ostern und die freien tage plus gutes bis sau geiles wetter warten. ich werd eine radtour an der mosel entlang machen. die weinberge und die spargelzeit genißen. und das beste- die schoki hasen werden nicht gleich (wie bei euch ) von der sonne aus ihrer form gebracht.
also bis denne.

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