Shanghai - der etwas holprigere Start ;)

Trip Start Aug 31, 2010
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Trip End Jul 31, 2011


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Where I stayed
Zhangwu Rd.100 Building No.4

Flag of China  , Shanghai,
Wednesday, September 1, 2010

Servus Freunde der Sonne,

endlich ist Internet da und ich kann nun kontinuierlich den Blog aktualisieren !


Die letzte Woche in Deutschland ging wie erwartet schnell herum und ich bedanke mich herzlich nochmal bei allen für das tolle Geschenk und die am Donnerstag bei meiner Abschiedsparty anwesend waren und hoffe doch sehr, dass ihr euern Spaß hattet. Zu mal ich denke, dass die Leute die bis zum Ende durchgehalten haben letz endlich noch in den Genuss unserer  tagelang, bis ins kleinste Detail einstudierten Tanzchoreographie  gekommen sind. Jan und der Ema seien an dieser Stelle nochmals gegrüßt ;). Am Wochenende standen noch die KSV Classics an , die für mich passabel verliefen . 100 kg Kniebeuge , 67,5 kg Bankdrücken L und 175 kg im Kreuzheben standen nach dem "Wettkampf" zu Buche. Montags war nochmal ein Abschiedsessen mit den TUlern In Darmstadt und dienstags ging es dann endlich los.

Nach dem Weltreisemotto „Lieber halb so viel gepackt und dafür doppelt soviel Geld" hielt ich mich leider nicht, was sich bei der späteren Ankunft in Shanghai wohl als ein größerer Fehler erweisen sollte :D . Meine Eltern und mein Bruder fuhren mich am Dienstagmittag zum Flughafen und nach einem doch recht emotionalen Abschied ging ich durchs das Gate und in die Maschine.

Pünktlich um 14:40 hob der Airbus der China Eastern von Frankfurt Richtung Shanghai ab. Der Flug war überraschend sehr angenehm,  so dass ich sogar auf dem 11 Stunden Flug eine Stunde schlafen konnte. Das Essen war in Ordnung und zu den Filmen ist zu sagen, dass sie wie erwartet mäßig waren, so dass ich mich mit Lesen und Musik hören bei Laune hielt. Belustigend war es wieder mal vor der Landung mit anzusehen wie die Stewardessen lächerlich wirkenden Entspannungsübungen vormacht  haben, welche 80 % der chinesischen Fluggäste mitmachten. Mit etwas Verspätung um 7 Uhr morgens bei geschmeidigen 28 Grad und 1650 % Luftfeuchtigkeit stieg ich aus dem Flugzeug aus.

Nachdem ich mein Gepäck hatte und durch den Zoll laufen wollte, durfte ich die erste Konfrontation zwischen der chinesischen und europäischen Mentalität  begutachten.  Während wir Europäer uns in einer Schlange aufstellen würden, drängeln sich die Chinesen gerne zu einer Traube vor und nehmen so gut keine Rücksicht auf die Mitmenschen und schon gar nicht auf ältere Leute.  Dies passte einem gut ernährten Russen ( Kaliber Tobis Vater ) natürlich überhaupt nicht und macht ihn zur Sau. Überragend fand ich dagegen die Reaktion des Chinesen, welcher sich unbeeindruckt zeigte , indem er ihn erst ignorierte , dann schief anguckte und einfach durch den Zoll lief.

Die Odyssee zur Tongji Universität  und zum Wohnheim

Als ich es auch endlich durch den Zoll geschafft hatte, wechselte ich meine Euros in chinesische RMB und stand vor der Entscheidung mit der U-Bahn (ca. 1,5 Euro) oder mit dem Taxi (20-25 Euro) zur Wohnung zu fahren.  Da ich mich blendend  mit dem U-Bahn Netz auskannte entschied ich mich trotz eines 25 kg Rucksacks, einem 10 kg Rucksack in der linken Hand und mit dem Strohhut und einer Geschenktüte für Guanhangs Eltern  in der rechten Hand leider Gottes mit der U-Bahn zu fahren.  Jedes Mal als ich alle Sachen aufhob um die Ubahn zu wechseln fühlte ich mich wie nach einem schweren Satz Kniebeugen. (Die Schweden Wanderer wissen wovon  ich rede vor allem der, der immer das Zelt tragen musste ) . Nach etwa  50 Minuten Fahrt stieg ich laut der Wegbeschreibung von der Uni aus und lief nun bei 35 Grad ca. 1,5 km. Völlig durchnässt erreichte ich das Haupttor der Uni und traute meinen Augen kaum als ich eine Ubahn Station direkt vor dem Tor sah. Owned by the Uni dacht ich mir und ging durchs Tor. Total übermüdet saß ich mich erstmal hin und knipste ein paar Bilder vom Campuseingangsbereich, welcher doch recht gelungen mir erschien. 

Nach der kurzen Rast lief ich einen weiteren halben Kilometer und erreichte das Wohnheim  - selbstverständlich das falsche. Die Leute waren sehr freundlich und sahen, dass ich abgekämpft wie ein Hungriger Hugo da stand und halfen mir meinen Rucksack bzw. die Taschen abzunehmen. Die Dame an der Rezeption zeichnete mir nun den Weg auf einem Lageplan zum Einschreibungsgebäude und dem Wohnheim, welches sich außerhalb des Campus befinden würde.

Ich musste laut lachen, weil dies nochmal 2 weitere Laufkilometer bedeuten würden.  Meinen Galgenhumor verstand das Fräulein jedoch nicht. Kopf hoch, dachte ich mir und zog zum Einschreibungsgebäude wo ich mein Gepäck zwei Empfangsleuten übergab. Das Einschreiben selbst, war recht chaotisch wie ein Zirkeltraining in Stationen aufgebaut,  wo man ab und an in andere Gebäude geschickt wurde, jedoch ich mir am Ende der Prozedur nicht sicher war ob ich nun eingeschrieben war oder nicht.  Des Weiteren kamen meiner Meinung nach unnötige Unkosten wie beispielsweise eine Versicherung von 30 Euro die nix abdeckt hinzu, die aber jeder trotz ausreichendem Privatschutz abschließen musste.  In dem ganzen Chaos  hab ich noch einen deutschen Wirtschaftsstudenten aus Ffm namens Phillip kennen gelernt,  der schon ein Semester in China verbracht hatte und wenigstens ein wenig Chinesisch konnte und sich gut mit Behörden von diesem Kaliber herumschlagen konnte. Zusammen haben wir letztendlich uns eingeschrieben. Anschließend hab ich mein Zeug genommen und bin dann Richtung Wohnheim abgezogen. Am Wohnheim selbst verlief die Registrierung problemlos und ich musste nur die Kaution hinterlegen. Im Zimmer angekommen hab ich erstmal die Sachen in die Ecke geschmissen, geduscht (das Wasser roch sehr streng, aber das scheint hier wohl Gang und Gebe zu sein ^^) und gepennt.

Kurze Zeit später kam dann mein Mitbewohner Martin, ein Maschinenbauer von der TUD , mit seiner chinesischen Freundin herein. Er erklärte mir, dass er mit ihr zusammen wohnen wollte, sodass die Bude die meiste Zeit mir alleine zur Verfügung stehen würde ;) Den restlichen Abend verbrachte ich noch mein eigenes Zeug einzuräumen und einen kurzen Abstecher an einer Imbissbude um die Ecke zu machen und so ging der erste Tag im Land der Mitte vorrüber.

Beim nächsten Eintrag gibts was von den ersten Stadterkundungen und die Überwindung von Sprachbarieren zu berichten ;)
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Comments

marcel on

er hat ja echt den hut auf... ;)

knotch
knotch on

klar :D

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