Ko Phi 2./3. Tag

Trip Start Mar 24, 2009
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Trip End Apr 22, 2009


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Flag of Thailand  ,
Saturday, April 4, 2009

4.4.2009
Für heute hatten wir uns nur eines vorgenommen: RELAXEN! Nach einem gemütlichen Frühstück in einer Bambushütte gingen wir bewappnet mit Sonnencreme Schutzfaktor 30 und 2 Litern Wasser zum nächsten Strand. Da wir noch recht früh dran waren, hatten wir das Paradies fast für uns alleine: Hellen Sandstrand, klares, türkises Wasser und eine Aussicht, wie sie von einer Postkarte hätte stammen können..
Wir stürzten uns sofort in die Fluten.. Von wegen Fluten, es war Ebbe, das Wasser ging uns selbst nach 100m Strandentfernung immer noch nur bis zur Hüfte und war außerdem so lauwarm, das man es mit einer Badewanne hätte verwechseln können..
Wir genossen die leichte Abkühlung trotzdem.. Und starteten unsere Fotosession Nr. 2. :-)
Am Strand lernten wir auch Micha kennen, einen Deutschen, der seit dem Winter in Thailand war, um in Bangkok zu arbeiten, und sich jetzt noch drei Wochen auf Ko Phi Phi gönnte, bevor es wieder nach Deutschland geht.
Er gab uns einige sehr gute Tipps: Zum Beispiel dass man gut im "Papaya" essen gehen könne- zu humanen Preisen. Wir wunderten uns nämlich schon seit unserer Ankunft in Thailand darüber, dass das Essen im Vergleich zu Malaysia wirklich teuer war. Mit 3 Euro pro Person für eine Mahlzeit muss man hier auf der Insel schon rechnen- Preise, die wir von Malaysia gar nicht gewöhnt sind!
Abends probierten wir seinen Geheimtipp dann auch direkt mal aus- und waren begeistert. Das Papaya sieht von außen recht herunter gekommen aus, und ohne den Tipp wären wir hier niemals hereingegangen.
Aber das Essen war wirklich ein Genuss: Wir bestellten uns Reis mit Cashew-Nüssen, Zwiebeln und Paprika. Das Ganze war angeblich mit "Chili" gewürzt- naja, wohl nicht Chili in unserem Sinne. Denn es war überhaupt nicht scharf und schmeckte dafür angenehm tomatig-süß-sauer.
Es ist übrigens bemerkenswert, dass einige der Hütten hier- ebenso wie unser Restaurant ziemlich oll aussehen- denn keine Hütte auf dieser Insel ist älter als 5 Jahre. Der Tsunami 2004 hat die ganze Insel überflutet, es gab über 750 Tote und kein Haus ist stehen geblieben. Das ist wirklich erschreckend und traurig. Ko Phi Phi ist leider leichtes Opfer des Tsunamis gewesen, da die Insel aus zwei hohen "Hügeln" mit sehr grüner, regenwaldartiger Vegetation besteht, die über einen schmalen, länglichen Landstrich verbunden sind. Dieser Landstrich hat außen auf beiden Seiten Strand (die zwei Buchten vor unserer Tür :-)) und in der Mitte findet man die kleine Stadt, in der alles zerstört wurde.
Umso erstaunlicher ist es, dass mittlerweile fast alles wieder neu aufgebaut wurde. Laut Reiseführer sehr bedauerlich ist aber, dass man beim Neubau viel mehr Rücksicht auf die Natur hätte nehmen können. Momentan ist die Insel noch auf großen Flächen sehr grün, fraglich ist allerdings, wie es in ein paar Jahren aussehen wird, weil immer mehr Resorts gebaut werden. Der Tourismus hat auf dieser Insel leider einen sehr hohen Stellenwert. Vor allem junge Leute zieht es hier hin, denn es gibt auch viele Diskos und Bars. Alles in allem sieht man hier somit auch noch Bruchbuden, teilweise Schutt, leere Plätze und Baustellen, jedoch überwiegt eindeutig das Schöne!


5.4.
Für heute hatten wir eine Bootsfahrt mit einem sogenannten "Long Tail Boat" gebucht. Die Bötchen verdanken den Namen ihrem Antrieb, der aus einem langen Holzstab besteht, an dessen Ende eine Art Propellor befestigt ist. Für uns sah das anfangs etwas beängstigend aus, da dieser Propellor einfach so, ohne Sicherung drum herum, ins Wasser gehalten wird. Die Boote bestehen komplett aus Holz, ca 20 Leute finden darauf Platz. Wir waren aber morgens um 9h nur mit ca 13 Leuten besetzt.
Zunächst einmal gings zu Ko Phi Phi Leh, der Nachbarinsel von Ko Phi Phi Don, unserer Insel. Ko Phi Phi Leh steht unter Naturschutz, hier gibt es keinerlei Resorts oder andere Unterkünfte. Dafür wimmeln die Ufer der Insel nur so von Yachten, Booten und Riesenschiffen.
Größtenteils findet man allerdings raue, steil abfallende Steilwände, die interessante Formierungen annehmen können: Der Kalkstein ist typisch für die Gegend hier, auch die zwei Hügel von Ko Phi Phi Don werden von Kalkstein gebildet. An einigen Stellen schimmert der Kalkstein wunderschön rötlich, am unteren Ende, welches ins Meer ragt, sieht man, wie das Meer an den Felsen genagt hat.
Atemberaubend war außerdem die Wasserfarbe um die Felsen herum, es war das klarste Türkis, was man sich vorstellen konnte. Eigentlich war es nicht nur Türkis, die Farben gingen von hellgrün, fast gelb bis zu dem Blau, das wir so vom Meer kennen.
Nach einer kleinen Umrundung der Insel kamen wir schließlich zu ihrer berühmtesten Bucht: Der Maya Bay. Sie wurde so bekannt, weil hier der Film "The Beach" mit Leonardo di Caprio gedreht wurde. Laut Manu könnt ihr euch die Bucht wirklich genauso vorstellen, wie sie im Film aussah (ich selbst habe den Film nie gesehen).
Jedenfalls war der Strand unglaublich weiß und das Meer unglaublich türkisklar :-)! Leider war die ganze Bucht überlaufen mit Touristen.
Mein Highlight des Tages war das Schnorcheln. Zum ersten Mal in meinem Leben konnte ich in eine wahrhaft verzaubernde Unterwasserwelt eintauchen. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten klappte es schließlich auch einigermaßen mit den Flossen. ;-)! Der Blick unter Wasser war wirklich wunderschön, überall schwammen Fische in leuchtend bunten Farben, die ich noch nie vorher gesehen habe. Ich kenne ihre Namen nicht und sie nun alle zu beschreiben, wäre an dieser zu mühsam, aber ihr werdet sie ja dann bald auf den Fotos sehen, die wir mit unserer dm-Unterwasserkamera gemacht haben :-)!
Und Korallen gab es auch einige, ich kam mir zwischendurch vor, als würde ich durch ein riesiges Salzwasser-Aquarium schnorcheln.
Immer wieder hielten wir an, auf ein paar hundert Meter vor den Stränden oder auch direkt an den Buchten. Nachdem wir Ko Phi Phi Leh wieder hinter uns gelassen hatten, erkundeten wir mit dem Boot unsere Insel. Dort gab es zum Beispiel den Monkey Beach, auf dem uns tatsächlich Affen begrüßten! Sie leben hier wild auf den Palmen, sind aber an die Besucher gewöhnt und gestatten einem somit auch ein nettes Foto als Andenken. Es waren, wie ihr an den Fotos seht, Herr-Nilson-Äffchen ;-), wirklich süüüüüüüüüüüüüüß!!
Die Buchten, die wir nach und nach besuchten, verschlugen uns die Sprache. Kaum waren wir sicher, nun endlich den schönsten Strand der Welt gefunden zu haben, schon bewies uns die nächste Bucht auch schon das Gegenteil.
Am Ende aber waren wir uns sicher: Den schönsten Strand hat Bamboo Island, die Insel, welche wir als allerletzte besuchten. Hier waren wir quasi alleine am Strand, da auch diese Insel Naturschutzgebiet ist. Der wunderschöne weiße Sand wurde hier und da von Felsen und Riffen unterbrochen, auf denen sich Krebse tummelten. Am Strand begegnete uns ein Leguan und oben, auf den strahlend grünen Bäumen warnte ein exotischer Paradiesvogel die Tiere der Insel mit seinem Trällern vor uns. Hier nun waren wir ganz alleine, und der Ruf des Vogels wurde nur von leichtem Wellenrauschen begleitet. Auf dieser Trauminsel hätten wir nun wirklich den Rest unseres Lebens verbringen können :-)! Da wir aber, wie alle Menschen, nur Besucherauf der Insel waren, mussten wir ihr schließlich Lebewohl sagen.
Morgen dann werden wir wieder zu neuen Ufern aufbrechen: Wir nehmen das Boot nach Krabi, einer Stadt auf dem Festland.
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