Un poco Peru....

Trip Start Sep 15, 2011
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Trip End Ongoing


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Where I stayed
Catacaos, Paita, Mancora

Flag of Peru  , Piura,
Tuesday, July 17, 2012

Mis Queridas, mis Queridos!



Es ist schon fast nicht mehr wahr, dass ich meinen  Bericht wieder aktualisieren kann... Mit dem Schreiben ist das eben so eine Sache, denn neben der Zeit, die mir manchmal fehlt, hapert es an manchen Tagen auch an der Lust. Kreative Momente hat frau nicht immer... ;-) 

So kann ich euch ueber meine 10 Tage in Peru berichten, die wirklich sehr erholsam waren. Ich habe es genossen, einmal nicht vom Kinderlaerm geweckt zu werden, keine teilweise sehr nervende Kinder um mich zu haben, die trotz meines grossen Erfahrungsschatzes mich dennoch teilweise in die Verzweiflung treiben! Ja, so sehr ich sie immer staerker in mein Herz schliesse, so stark koennte ich sie manchmal auch auf den Mond werfen!

Nur eine kleine Episode, des heutigen späteren Nachmittags. Wurde sehr gefordert, meine innere Ruhe zu bewahren... Ich ging mit 20 Kindern alleine auf den Spielplatz. Ist nicht das erste Mal und die Kinder kennen unterdessen den Weg... Dennoch braucht es klare Regeln, da der Weg an einer teilweise stark befahrenen „Dorf"-strasse entlangführt. Obwohl allen klar war, dass wir zusammen bleiben, wie auf dem Hinweg auch, rasten mir die Kinder auf dem Rückweg dennoch davon... Da ich mit den Kleinsten an der Hand gebunden war, versuchte ich die Kinder zurück zu pfeifen. Doch alles Schreien half nichts! Ich hätte nur noch dem Umfall zusehen können...  Gracias a Dios , wie die Ecuadorianer sagen, passierte nichts, obwohl ich die vorderen Kinder kreuz und quer über die Strasse rennen sah... Puh, habe Schweiss geschwitzt und bin unendlich dankbar, dass ALLE  wohlbehalten ins Doerfli zurückkehren konnten! ;-)  Nach meiner Schelte vor geschlossener Gemeinschaft, konnten nur fünf artige Kinder, das Glacé vor den Augen der „tauben“ geniessen!
 

Doch nun zurück zu meinen Ferien in Piura und Mancora....

Ich durfte für eine Woche im Häuschen von Lucy wohnen, die zwar in Quito wohnt, jedoch Peruanerin ist. So war ich auf der Hinfahrt (10 Stunden) sehr froh, dass sie mich begleitete. Denn das Grenzprozedere hätte ich nur mit Müh und Not hinter mich gebracht. Da wir nicht die direkte Buslinie genommen haben, mussten wir an der Grenze die Aus- und Einreise in verschiedenen, weit voneinanderliegenden Grenzposten erledigen. Auch wenn wir ohne Verzögerung nach Huaquillas kamen, verloren wir durch dieses Herumsuchen- und Finden dennoch sicher eine Stunde... Dafür durfte ich wieder mal die Fahrt im Mototaxi geniessen, frische Luft, wenn auch ein ohrenbetäubender Motor! Ein erster Eindruck der Landschaft war nun möglich...
Endlich in Peru angekommen, fanden wir ohne Mühe ein Taxi, das uns weiter nach Tumbes brachte- die nächste Station, bevor es dann nach einer Stunde warten, in einem Minivan weiter nach Piura ging. Da ich im Bus mehr schlecht als recht geschlafen habe, sah ich leider von der Landschaft nicht sehr viel, bevor mir meine Augen zufielen und sich erst wieder kurz vor Piura öffneten!

In Piura hatte ich viele Möglichkeiten mich wirklich zu erholen. Habe glaube schon lange nicht mehr so viel geschlafen...

Die Woche ging schnell vorüber, ohne dass wir sehr viel gemacht hätten. Auch Lucy brauchte ihre Erholung und so waren wir meistens morgens bis zum frühen Nachmittag unterwegs und am Nachmittag und auch Abend genossen wir das „Nichtstun“ im Haus. Ganz abgsehen von der Hitze, die mich teilweise noch energieloser machte. Auch wenn die Peruaner sagen, dass jetzt Winter sei und kalt, kann ich ihr Temperaturverständnis nicht nachvollziehen! ;-)  

Selbst wenn ich mir meine Ferien in Piura anfänglich anders vorgestellt habe, aktiver, war es dennoch so am Besten! Denn trotz Ruhens im Haus, konnte ich dennoch einen Eindruck des peruanischen Lebens erhaschen. So begleitete ich Lucy in die Stadt, damit sie ihre Dinge erledigen konnte. Einmal brauchte sie auch Hauswerkermaterial und so konnte ich einen „Obi“ von Innen betrachten... Wirklich zu vergleichen mit unserem...  Der einzige Unterschied, dass das Angebot zwar ähnlich ist, wie bei uns, auch preislich, jedoch sich die wenigsten Menschen diese Dinge auch wirklich leisten können. Denn wie auch in Ecuador gibt es in Peru viele arme Einwohner.

Ebenso bin ich alleine den Hort in Piura besichtigen gegangen. Auch von Franziskanerschwestern geleitet, jedoch leben die Kinder in umgebauten, abgetrennten Schulräumen, was es mir schwierig machte, mich wirklich wohnlich fühlen zu können. Mich erstaunte jedoch die Selbstständigkeit dieser Kinder, wie sie neben der Wäsche auch kochen, backen, putzen usw. Die Grösseren sind für die Kleineren zuständig, schauen, dass es ihnen gut geht... Selbst in der Kinderkrippe (1 bis 3- jährige) schauen die über 16-jährigen, wickeln, „schöppeln“ und spielen mit den Kleinsten. Da gibt es kein Gemurre, kein Gestöhne, die Arbeit wird verrichtet und die Kinder sind dankbar, was sie haben! Bin beeindruckt von diesem Ort und denke mir immer wieder:  Ja, die Kinder des Pueblitos könnten sich eine grosse Scheibe abschneiden!!!

Unsere zwei Ausflüge bleiben mir ebenfalls bestens in Erinnerung. Einmal gingen wir nach Catacaos, ein kleines Kunsthandwerkerdorf, wo die Menschen ihre kreativen Handarbeiten ausstellen. Ausserdem ist es für seinen Silberschmuck bekannt. Das Museum in Narihuala war ein Reinfall, doch wenigstens brachte uns der Führer abschliessend in eine schönes Restaurant, wo wir ein sehr gutes Mittagessen geniessen konnten.

Das Meer in Paita war ebenfalls ein lohnenswertes Ziel, wo ich mir aber dummerweise einen heftigen Sonnenbrand eingeholt habe! ;-( Mich störte nur, dass die Häuser extrem nahe ans Meer gebaut sind und so, die freie Sandfläche definitiv nicht möglich ist...  Trotzsem genossen wir das gleichmässige Rauschen des Meeres, die Sonnenstrahlen, den Wind, beobachteten die Fischer, die auf dem Wasser waren, die Muschelsammler, die doch ihre Plastiksäcke mit einigen füllen konnten und auch die Vögel, die teilweise schneller als die Menschenhand war und mit einer Muschel genüsslich davonsegelten... Schöne, idyllische Atmosphäre!

Ach ja, hätte ich fast vergessen... In Peru waren in meinen Tagen „la fiestas de la patria" (bei uns 1. August!). So konnte ich einem Desfile (Umzug) beiwohnen, der sehr militärisch von Statten ging. Die vielen Schüler und Schülerinnen, alle mit ihren identischen Uniformen gekleidet, marschierten die Strasse entlang, praktisch keine Ungleichheit zu bemerken, die Füsse alle im gleichen Metrum, rechts, links, rechts, links... Natürlich durfte auch die Marschmusik nicht fehlen, die dem ganzen Spektakel einen speziellen Touch gab! Für mich definitiv zu militärisch!!!

Unser Plan, vielleicht zusammen wieder nach Quito zu reisen, änderte sich überraschender Weise und so hatte ich die einmalige Möglichkeit meine Rückreise ein wenig zu verlängern und einen Zwischenhalt von zwei Tagen in Mancora einzulegen. Die beste Entscheidung, die ich machen konnte!

Obwohl ich anfänglich ein wenig Bammel hatte, ganz alleine auf mich gestellt, zu reisen, weiss ich nach dieser Erfahrung, dass ich definitiv bereit bin. Ich stellte mich auf zweieinhalb Tage ein, wo ich meine Zeit habe, mich teilweise vielleicht ein wenig langweile, da ich „allein“ bin. Doch es kam ganz anders! Ich glaube nachträglich, dass ich einen grossen Vorteil habe... Denn, spricht eine Ausländerin tatsächlich spanisch, zieht sie die Einheimisch regelrecht an. So blieb ich alles andere als alleine in diesem Paradies- im Gegenteil... Teilweise musste ich eine mögliche Konversation abblocken, damit ich Zeit hatte, am Strand alleine entlangzugehen, die Füsse im Meer zu baden und die Natur in vollen Zügen zu geniessen... Ich bin dankbar für diese tollen Tage, da ich nun um viele interessante Lebensgeschichten reicher bin...  ;-)  

Wenn mich nun jemand fragen würde: Was ist denn der Unterschied zu Peru und Ecuador? Eine Sache, die ich spannend fand zu spüren. Anfänglich fühlte ich mich in Peru richtig unwohl, konnte die Menschen nicht einschätzen, da sie nicht ganz so zuvorkommend und freundlich sind , wie die Ecuadorianer... Ebenso wurde mir gesagt, dass Piura gefährlich sei und ich gut aufpassen muss, selbst bei Fotos schiessen...  Diese Information beeinflusste bestimmt auch meine Unsicherheit... Ist frau jedoch 7 Tage in der gleichen Stadt, kann sie sich mehr und mehr an sie und die Menschen darin gewöhnen. Und Mancora ist kein ehrlicher Vergleich,  da es ein beliebter Touriort ist, nicht nur für die Europäer und die USA-ler, nein auch die sonstigen Latinos fühlen sich hier sehr wohl! Wahrscheinlich könnte ich klarer vergleichen, wenn ich in den Süden von Peru gereist wäre, da Piura nur etwa  4 Stunden von der Grenze entfert liegt...  

So, wieder einmal Gedanken und Erlebnisse notiert, für mich und selbstverständlich für all meine fleissigen LeserInnen... ;-)

Hasta luego!
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