Back to the roots!
Trip Start
Jun 15, 2010
1
18
38
Trip End
Jul 15, 2010
Where I stayed
Abao Family Guesthouse
Eine andere Zeit, eine andere Welt.
Nach Xijiang hatte ich in Basha auch eine zukünftige Touristenattraktion erwartet, weit gefehlt. Es gibt zwar zwei, drei englische Wegweiser, das wär's. Dieses Dorf ist im Mittelalter. Es gibt einfache Unterkünfte mit Betten und nichts, auch kein fliessendes Wasser, bei denen man auf Anfrage mit der Familie mitessen kann. Die meisten der 2000 Bewohner kleiden sich wie vor Jahrtausenden. Die Männer tragen ein schwarzes Gewand und haben alle einen Dolch umgeschnallt, das lange Haar zusammengeknotet. Einige gehen mit alten Flinten auf die Jagd, andere haben Schweine, Hühner und Kühe. Die Frauen tragen bunte Kleiner und binden ihr Haar ebenfalls, sie mahlen Korn, kaufen ein und transportieren schwere Lasten.
Basha besteht aus 5 Dörfern. Man kann diese nur über Fusspfade erreichen. Allerhand Vieh und Kind überall, zwischen den Dörfer ist Bambuswald. Die Häuser sind primitiv aus Holz. Die, die Schuhe haben, haben alle dieselben, die aus dem Dorfladen. Die Schule ist das einzige "moderne" Gebäude hier, selbst das Spital gleicht einer Hütte.
Wie schon in Xijiang fallen die Kinder auf. Hier gilt die Einkindregelung nicht, denn in China sind Kinder die AHV, und auf dem Lande reicht da eins nicht. Hier spielen sie und sind laut, das habe ich lange nicht mehr gesehen. Leute in meinem Alter gibt es nicht, alle sind in die Städte abgewandert.
Ich bin der Einzige Tourist, und wohl der erste Laowai seit langem. Ausgerechnet als ich das Schulhaus begutachten wollte, klingelte es. Kinder sprangen um mich, in Scharen, lächelten, glotzten, besprachen. Ein beklemmendes Gefühl, als wär ich ein Museum. Ich bin hier zum gaffen, nicht begafft zu werden verdammt! Die Alten gucken skeptisch, denken vielleicht "Ach wieder mal so ein voyeuristischer Ami".
Mein geschätzter Hotelchef war etwa 142 Jahre alt und schwerhörig. Ich brauchte 2 Stunden, bis jemand kapierte und das Taxi bestelle. Es hängt nicht eben viel Verkehr in Basha und gehen konnte ich nicht. Durchfall und Reis zum Morgenessen, ich kippte schon schier beim Warten.
In Congjiang durfte ich 2 Stunden auf den Bus warten. Die Reise war wieder spannend, die Landschaften, die Leute, die Dörflein, der Fluss, Busfahren ist toll, die Zeit vergeht im Nu. Die Strassen waren allerdings wieder verschüttet und abgerutscht, 7 Stunden durchshaken. Umsteigen in Sanjiang klappte wunderbar, aber ausgerechnet in Longsheng, vom sonst so positiven Lonely Planet als "decidedly ugly" bezeichnet war Endstation, ich muss bis morgen warten. Der Chef des Internetcafes sagte mir nur "sanbu laowai", geh spazieren Ausländer, Nutten zieren das Strassenbild und mein Hotel ist dann auch mehr auf Stundenvermietung spezialisiert.
Derzeit belästigt mich die Gurke mit Mitteilungen, ich Idiot habe versprochen über MSN Sprache zu unterrichten. Und unzählige Insekten belagern den Bildschirm - ich klappe den Laptop also rasch zu. Mein Bett, ein Friedhof.
Nach Xijiang hatte ich in Basha auch eine zukünftige Touristenattraktion erwartet, weit gefehlt. Es gibt zwar zwei, drei englische Wegweiser, das wär's. Dieses Dorf ist im Mittelalter. Es gibt einfache Unterkünfte mit Betten und nichts, auch kein fliessendes Wasser, bei denen man auf Anfrage mit der Familie mitessen kann. Die meisten der 2000 Bewohner kleiden sich wie vor Jahrtausenden. Die Männer tragen ein schwarzes Gewand und haben alle einen Dolch umgeschnallt, das lange Haar zusammengeknotet. Einige gehen mit alten Flinten auf die Jagd, andere haben Schweine, Hühner und Kühe. Die Frauen tragen bunte Kleiner und binden ihr Haar ebenfalls, sie mahlen Korn, kaufen ein und transportieren schwere Lasten.
Basha besteht aus 5 Dörfern. Man kann diese nur über Fusspfade erreichen. Allerhand Vieh und Kind überall, zwischen den Dörfer ist Bambuswald. Die Häuser sind primitiv aus Holz. Die, die Schuhe haben, haben alle dieselben, die aus dem Dorfladen. Die Schule ist das einzige "moderne" Gebäude hier, selbst das Spital gleicht einer Hütte.
Wie schon in Xijiang fallen die Kinder auf. Hier gilt die Einkindregelung nicht, denn in China sind Kinder die AHV, und auf dem Lande reicht da eins nicht. Hier spielen sie und sind laut, das habe ich lange nicht mehr gesehen. Leute in meinem Alter gibt es nicht, alle sind in die Städte abgewandert.
Ich bin der Einzige Tourist, und wohl der erste Laowai seit langem. Ausgerechnet als ich das Schulhaus begutachten wollte, klingelte es. Kinder sprangen um mich, in Scharen, lächelten, glotzten, besprachen. Ein beklemmendes Gefühl, als wär ich ein Museum. Ich bin hier zum gaffen, nicht begafft zu werden verdammt! Die Alten gucken skeptisch, denken vielleicht "Ach wieder mal so ein voyeuristischer Ami".
Mein geschätzter Hotelchef war etwa 142 Jahre alt und schwerhörig. Ich brauchte 2 Stunden, bis jemand kapierte und das Taxi bestelle. Es hängt nicht eben viel Verkehr in Basha und gehen konnte ich nicht. Durchfall und Reis zum Morgenessen, ich kippte schon schier beim Warten.
In Congjiang durfte ich 2 Stunden auf den Bus warten. Die Reise war wieder spannend, die Landschaften, die Leute, die Dörflein, der Fluss, Busfahren ist toll, die Zeit vergeht im Nu. Die Strassen waren allerdings wieder verschüttet und abgerutscht, 7 Stunden durchshaken. Umsteigen in Sanjiang klappte wunderbar, aber ausgerechnet in Longsheng, vom sonst so positiven Lonely Planet als "decidedly ugly" bezeichnet war Endstation, ich muss bis morgen warten. Der Chef des Internetcafes sagte mir nur "sanbu laowai", geh spazieren Ausländer, Nutten zieren das Strassenbild und mein Hotel ist dann auch mehr auf Stundenvermietung spezialisiert.
Derzeit belästigt mich die Gurke mit Mitteilungen, ich Idiot habe versprochen über MSN Sprache zu unterrichten. Und unzählige Insekten belagern den Bildschirm - ich klappe den Laptop also rasch zu. Mein Bett, ein Friedhof.


