Miao!
Trip Start
Jun 15, 2010
1
15
38
Trip End
Jul 15, 2010
Where I stayed
Aboa Family Guesthouse
Velotour in Kaili und Ankunft im Miao Dorf Xijiang.
Nun gut, die Gurke (siehe Samstag) hatte den ganzen Tag bis ins letzte verplant. Dahin meine Einsamkeit, dahin meine Freiheit. Wir radelten um Kaili. Eine ärmere, graue, abgelegene Kleinstadt, wie Uster.
Am Nachmittag widmeten wir uns meinem Ziel: Xjiang, das grösste Miaodorf (Miao sind eine Minderheit in China). Die Gurkenfreunde mieteten ein Auto, nun die Frage ob ich denn fahren kann. Nein, zurückgefragt: "A little". Chinesische Bescheidenheit aufs Dümmste? Leider Nein! Niemand hatte den Ausweis gemacht!
Das Anfahren war das Schwierigste, bis wir das fertig brachten mit diesen elenden Pedalen ohne das der Motor abkratze. Hupend kurvten wir durch die schöne Reisterassenlandschaft, vorbei and kleineren Miaosiedlungen. Dann die Enttäuschung: Xijiang ist auf und dran, zum Disneyland gemacht zu werden. In der Gegend werden überall Willkommenstore konstruiert, Häuser und Hotels aus dem Boden gestampft, das Dorf kostet Eintritt. Laowais 100 Kuai.
Auf Geheiss der Gurke verbarg ich mein Gesicht hinter Hand und Mütze, so schmuggelten sie mich durch 3 Kontrollen, 40 Kuai gespart. Dann liess sie ihres Guanxi spielen, ein Freund eines Freundes hat Freunde, die einen Hotelbesitzer kennen. Ich kriegte ein Zimmer mit Bad, TV und grandioser Aussicht zum Preis eines 6er Dorms.
Das Dorf wird umgerüstet, sie bauen Brücken, installieren die Kitschlampen und Karaokebars öffnen bald die Tore. Es ist gespenstisch, so ohne Touristen, die Ruhe vor dem Sturm. Mit Fantasie kann man die Neubauten wegdenken und das wahre Xijiang sehen. Ich hoffe jetzt, die anderen Dörfer werden nocht nicht "optimiert" sein.
In meinem Hotel assen wir nach einem grossen Spaziergang, endlich wiedermal wältklass! Das tut gut, nach all dem scharfen Kadaverzeugs. Die Hotelbesitzerin kümmerte sich persönlich um uns. Nach Miao Sitte sang sie für jeden ein Willkommenslied und liess den jeweils Besungenen je vier Gläser harten Reisschnaps leeren. Gurke war gleich betrunken und labberte Klartext: "Deep loving, i really want to stay with you this night." Maid, die Schnapsguttere, aber hurtig! Auf dem Ausnüchterungsspaziergang (die Bande musste ja noch heimfahren) hatten wir ein spannendes Gespräch über unsere Kulturen, dieses Kind will um jeden Preis ins Ausland und reich werden.
Nun gut, die Gurke (siehe Samstag) hatte den ganzen Tag bis ins letzte verplant. Dahin meine Einsamkeit, dahin meine Freiheit. Wir radelten um Kaili. Eine ärmere, graue, abgelegene Kleinstadt, wie Uster.
Am Nachmittag widmeten wir uns meinem Ziel: Xjiang, das grösste Miaodorf (Miao sind eine Minderheit in China). Die Gurkenfreunde mieteten ein Auto, nun die Frage ob ich denn fahren kann. Nein, zurückgefragt: "A little". Chinesische Bescheidenheit aufs Dümmste? Leider Nein! Niemand hatte den Ausweis gemacht!
Das Anfahren war das Schwierigste, bis wir das fertig brachten mit diesen elenden Pedalen ohne das der Motor abkratze. Hupend kurvten wir durch die schöne Reisterassenlandschaft, vorbei and kleineren Miaosiedlungen. Dann die Enttäuschung: Xijiang ist auf und dran, zum Disneyland gemacht zu werden. In der Gegend werden überall Willkommenstore konstruiert, Häuser und Hotels aus dem Boden gestampft, das Dorf kostet Eintritt. Laowais 100 Kuai.
Auf Geheiss der Gurke verbarg ich mein Gesicht hinter Hand und Mütze, so schmuggelten sie mich durch 3 Kontrollen, 40 Kuai gespart. Dann liess sie ihres Guanxi spielen, ein Freund eines Freundes hat Freunde, die einen Hotelbesitzer kennen. Ich kriegte ein Zimmer mit Bad, TV und grandioser Aussicht zum Preis eines 6er Dorms.
Das Dorf wird umgerüstet, sie bauen Brücken, installieren die Kitschlampen und Karaokebars öffnen bald die Tore. Es ist gespenstisch, so ohne Touristen, die Ruhe vor dem Sturm. Mit Fantasie kann man die Neubauten wegdenken und das wahre Xijiang sehen. Ich hoffe jetzt, die anderen Dörfer werden nocht nicht "optimiert" sein.
In meinem Hotel assen wir nach einem grossen Spaziergang, endlich wiedermal wältklass! Das tut gut, nach all dem scharfen Kadaverzeugs. Die Hotelbesitzerin kümmerte sich persönlich um uns. Nach Miao Sitte sang sie für jeden ein Willkommenslied und liess den jeweils Besungenen je vier Gläser harten Reisschnaps leeren. Gurke war gleich betrunken und labberte Klartext: "Deep loving, i really want to stay with you this night." Maid, die Schnapsguttere, aber hurtig! Auf dem Ausnüchterungsspaziergang (die Bande musste ja noch heimfahren) hatten wir ein spannendes Gespräch über unsere Kulturen, dieses Kind will um jeden Preis ins Ausland und reich werden.


