Erste Erkenntnisse
Trip Start
Apr 04, 2010
1
6
66
Trip End
Jun 16, 2010
Ich bin bei der Arbeit. Endlich hab ich Zeit. Also, ich leg los:
Gestern war viel los. Nachdem ich aufgestanden bin holte mich Leo, mein Betreuer ab, um gemeinsam zur Organisation zu fahren. Dort lernte ich andere Teilnehmer und die Angestellten kennen. Alle jung, nett und offen. Nach einigen Inputs gings zum Lunch (2.5 Franken) und danach in mein Büro.
Damit hatte ich nicht gerechnet. Eigentlich war das ja erst für nächste Woche geplant, ich wollte ausschlafen, Qingdao fotographieren und mein Projet chinoise vorantreiben.
So stand ich also auf einmal in einem Büro mit 20 Chinesen. Die englischsprechende Frau sei nicht da hiess es. Jetzt werde ich von Jessie betreut. Sie spricht so gut English wie ich Latein.
Nun gut, mit Wortfetzen, Hand und Fuss gab man mir zu verstehen, dass ich ihre Produkte anschauen und die Website besuchen sollte. Gemacht, getan, nächste Aufgabe: nochmals! Nachdem vierten mal betteln um Arbeit resignierte ich, ich habe stundenlang Hundeknochen studiert. Jetzt soll ich inexistente Mails meiner Vorgängerin beantworten. Also verabredete ich mich mit einigen Laserlieferanten für eine Messe in Peking. Und jetzt kümmere ich mich um Dich, lieber Leser.
Meine Familie hat keine Kinder. Sie sind sehr arm, beide arbeiten, der Vater Charlie auch in der Nacht. Wir waren gestern eine Art Fondu Chinois Essen. Meine Mutter Sun Li spricht brüchig Englisch und lehrt mich fleissig in Chinesisch. "Ganbei!" zum Beispiel. "Ganbei!" heisst wie "Proscht!" - glaubte ich. Erst als Charlie bedusselt war erklärte mir Sun Li, dass damit auch "Austrinken! Ex!" gemeint ist. Wir hatten je eine Flasche 600ml Tsingtao.
Mein Zimmer ist relativ gross, vom Holzbett (siehe Previous Entry) gibt's bald Bilder. Die Dusche ist übrigens auch sehenswert: Man duscht sozusagen auf dem WC. Das Haus ist recht heruntergekommen und liegt in einem älteren Teil Qingdaos, Orientierung gleich null. Dass die Strassen hier dann alle auch noch Tai Xie Wei Road heissen und nur durch Nummern zu unterscheiden sind, macht's nicht einfacher. Ich habe mich gestern schonmal verlaufen, weil ich ein Haus nicht gefunden habe. Jetzt weiss ich nicht mal den Namen der Haltestelle.
Ihr seht, ich komm zu Recht.
Gestern war viel los. Nachdem ich aufgestanden bin holte mich Leo, mein Betreuer ab, um gemeinsam zur Organisation zu fahren. Dort lernte ich andere Teilnehmer und die Angestellten kennen. Alle jung, nett und offen. Nach einigen Inputs gings zum Lunch (2.5 Franken) und danach in mein Büro.
Damit hatte ich nicht gerechnet. Eigentlich war das ja erst für nächste Woche geplant, ich wollte ausschlafen, Qingdao fotographieren und mein Projet chinoise vorantreiben.
So stand ich also auf einmal in einem Büro mit 20 Chinesen. Die englischsprechende Frau sei nicht da hiess es. Jetzt werde ich von Jessie betreut. Sie spricht so gut English wie ich Latein.
Nun gut, mit Wortfetzen, Hand und Fuss gab man mir zu verstehen, dass ich ihre Produkte anschauen und die Website besuchen sollte. Gemacht, getan, nächste Aufgabe: nochmals! Nachdem vierten mal betteln um Arbeit resignierte ich, ich habe stundenlang Hundeknochen studiert. Jetzt soll ich inexistente Mails meiner Vorgängerin beantworten. Also verabredete ich mich mit einigen Laserlieferanten für eine Messe in Peking. Und jetzt kümmere ich mich um Dich, lieber Leser.
Meine Familie hat keine Kinder. Sie sind sehr arm, beide arbeiten, der Vater Charlie auch in der Nacht. Wir waren gestern eine Art Fondu Chinois Essen. Meine Mutter Sun Li spricht brüchig Englisch und lehrt mich fleissig in Chinesisch. "Ganbei!" zum Beispiel. "Ganbei!" heisst wie "Proscht!" - glaubte ich. Erst als Charlie bedusselt war erklärte mir Sun Li, dass damit auch "Austrinken! Ex!" gemeint ist. Wir hatten je eine Flasche 600ml Tsingtao.
Mein Zimmer ist relativ gross, vom Holzbett (siehe Previous Entry) gibt's bald Bilder. Die Dusche ist übrigens auch sehenswert: Man duscht sozusagen auf dem WC. Das Haus ist recht heruntergekommen und liegt in einem älteren Teil Qingdaos, Orientierung gleich null. Dass die Strassen hier dann alle auch noch Tai Xie Wei Road heissen und nur durch Nummern zu unterscheiden sind, macht's nicht einfacher. Ich habe mich gestern schonmal verlaufen, weil ich ein Haus nicht gefunden habe. Jetzt weiss ich nicht mal den Namen der Haltestelle.
Ihr seht, ich komm zu Recht.


Comments
Das nennt sich Lebenserfahrungen sammeln haha. ABer hesch ja kei Problem mit Kulturshock xD Oh de mit de Duschi isch recht verbreitet. Ich hoffe eifach das de mit em WC ohni WcPapier, sonder nur Lavabo nöd muesch erlebe xD
arm?! wtf!
vo wo chunsch denn du..?!
Jep, das hab ich mir beim späteren durchlesen dann auch gedacht... Dazumals war ich aber grad mal 3 Tage in China, da kannte ich die Armen in China noch nicht...