Karibische Insel

Trip Start Aug 15, 2013
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Trip End Sep 11, 2013


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Flag of Nicaragua  , Corn Islands,
Wednesday, September 4, 2013

Wie ich während der Reise mitbekommen habe, sind die kleine und die große Maisinsel (Little / Big Corn Island) ein beliebtes Reiseziel der Nicaraguaner. So habe ich spontan zum Ende der Reise dieses Highlight eingebaut, um abgeschnitten von der Außenwelt eine Weile auf einer karibischen Insel zu sein.
Die kleine Insel unterscheidet sich darin von der großen, dass es keinen Flughafen, keine Strassen, keine motorbetriebenen Fahrzeuge und nur wenig Bevölkerung gibt. Es leben ca. nur 400 Einheimische auf der Insel und von einem Punkt zum anderen gelangt man über Trampelpfade. Da es Punkt 18h stockfinster wird, avanciert die taschenlampenfunktion des Handys auf Erkundungstouren zur Grundausstattung. Man kann die Insel in ca. 30min durchqueren. Wirklich witzig sind die Geräusche, wenn man Abends durch den dschungelartigen Wald über einen Trampelpfad tigert. Überall um einen herum knisterts und raschelts, weil die ganzen Krebse vor dem eigenartigen Licht fliehen. Einige verharren in Schockstarre auf dem Weg und man muss dauernd aufpassen und ausweichen. :-)
An einer Stelle lebten tellergroße Krebse mit einem kleinen und einem großen Greifarm, den sie dann auch angriffslustig in die Luft halten. Ich hatte nur Flipflops an und wollte mit allen Zehen nach Haus, daher hab ich die besser in Ruhe gelassen... ;-)

Rund um die Insel haben sich kleine einfache Hüttenresorts angesiedelt, die sich meistens schön in die Landschaft integrieren. Man kann schon für 10US$ eine sehr einfache Hütte nur mit Bett direkt am Strand haben. Ich habe mich für 'Derek's Place' entschieden (http://www.dereksplacelittlecorn.com/), das mir andere dt. Urlauber vorher empfohlen hatten. Das Inhaberpaar (Amerikaner und Spanierin) hat sich vor 12 Jahren hier am nördlichen Ende der Insel weit weg von den anderen Behausungen niedergelassen und sich eine kleine Robinson Crusoe-Welt geschaffen. Strom kommt von Sonne und Wind und das Wasser vom eigenen Brunnen. Inzwischen haben die beiden 2 liebenswerte Kinder, die auch weiterhin hier aufwachsen sollen. Ich weiß nicht, ob die Kinder wissen, dass sie im Paradies leben...
Im Lauf der Zeit haben sie 5 individuell und liebevoll gestaltete Hütten gebaut und es kann maximal 14 Gäste geben. Das Paar könnte auf dem Grundstück locker noch 20 weitere Hütten bauen, es will aber keinen Trubel und so wird das Abendessen um Punkt 20h an einem Tisch serviert. Alle bedienen sich selber und man fühlt sich wie in einer großen Familie. Als ich da war, war die Familie gar nicht so groß. Außer mir war nur ein Journalistik-Professor aus Darmstadt als Gast da, mit dem ich spannende Gesprächsabende hatte. Weiterhin gabs noch eine angestellte amerikanische Tauchlehrerin (Modus: Gratis Kost und Logis und 5$ Einkommen pro Tauchgang) und eine junge Lehrerin (Modus: Gratis Kost und Logis, dafür 5 Stunden Unterricht für die Kinder pro Tag). Alle 2 Monate wechselt der Lehrer und man muss kein ausgebildeter Lehrer sein. Man muss nur gern mit Kindern umgehen und ihnen etwas beibringen können. Kann ich sehr für eine kleine Auszeit empfehlen! :-)

Ich habe mich für die Hütte 'High Casita' entschieden (45$/Nacht), die auf hohen Stelzen steht und somit einen weiten Blick über alles ermöglicht. Das ganze Gelände des Resorts ist mit dichtem robustem Gras bewachsen und man fühlt sich ein bißchen wie im Teletubbie-Land mit Kokospalmen, die mit Hängematten verbunden sind. Mit zur Familie gehören 4 Hunde, 1 Katze, 2 Papageien und unzählige Hühner. Leider tummeln sich zwischen den Hühnern auch Gockel, die ab Punkt 3h um die Hütten laufen und ihre Stimmbänder testen. Neben Taschenlampe braucht man hier also auf jeden Fall Ohrstöpsel! Die Inhaberin meinte, die krähen nur um zu sagen, dass man noch schlafen kann. Diese Theorie werde ich noch nachprüfen müssen... ;-)
Ansonsten habe ich mich sehr mit den Papageien angefreundet, die mich morgens auf der Terrasse meiner Hütte begrüßt haben und während ich mir die Zähne putze an meiner Zahnbürste knabbern wollten.

Insgesamt habe ich 2 Tauchgänge unternommen und ich habe allerlei schöne Fische gesehen (auch Barrakudas und Rochen), im Vergleich zu Koh Tao auf Thailand ist das Riff aber nicht ganz so schön. Dafür kann man direkt vorm Resort wunderbar spontan am Riff schnorcheln...

Der Fisch hier ist im selbe Tag und unglaublich lecker. Ab und zu laufen Fischer mit einem dicken Fisch / Hummer am Arm über den Strand ins Resort, um ihn direkt zu verkaufen. Ansonsten ist man wirklich für sich allein und kann wunderbar die Seele zusammen mit der Hängematte baumeln lassen. Während ich das schreib würd ich grad am Liebsten wieder zurück! ;-)
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