Weihnachten einmal anders

Trip Start Jul 29, 2011
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Trip End May 09, 2012


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What I did
chinesische Fischernetze

Flag of India  , Kerala,
Saturday, December 24, 2011

vom Kap gings dann mit dem Zug nach Kochi - eigentlich nach Ernakulam, wie der Ort am Festland heisst. Kochi besteht aus einigen Inseln, die mit Faehren verbunden sind, die einfach nix kosten - so 4 bis 6 cent pro fahrt, wobei die fahrten schon etwa 15 minuten dauern. das war neben den chinesischen fischernetzen, die sie in Fort Kochi im einsatz haben das groesste highlight. die chinesischen fischernetze werden aber auch wohl nur mehr fuer die touristen eingesetzt. die paar fische die da im netz zappeln, zumindest zu dieser jahreszeit, ist der aufwand keineswegs wert. eigentlich war ich ja auch in Kochi weil ich weihnachten dort feiern wollte. Kerala, der bundesstaat hat einen ziemlich hohen anteil von christen, weshalb ich mir doch ein wenig weihnachtsstimmung erwartete - ist aber eben schwierig bei ueber 30 grad.
ich hab mir am 24. dann eine kirche mit mette gesucht - war aber um halb 7 bereits zu spaet und hab gefragt, wann die kirche angefangen hat - um 6 und dauert bis 8 halb 9 - aha, da war ich also zu frueh - so lange wollte ich nicht in weihnachtliche stimmung verfallen. hab dann inzwischen meine mutti angerufen und bin um 7 zurueck zur kirche. erstens war sie in malayalam, was ich nun wirklich nicht verstehe und zweitens waren es auch keine rom.kath. christen. ich war aber tapfer und bin bis 8:20 hinter der offenen kirchentuere gestanden um die feier zu verfolgen - dann war jedoch mein stehvermoegen aufgebraucht - es war kein ende in sicht und hunger hatte ich auch schon einen gewaltigen. mensch beneide ich euch um eure bratwuerstel mit sauerkraut zu weihnachten. mir als quasi vegetarier haengt das indische essen schon ziemlich beim hals raus - moegen mich einige indien erfahrene jetzt schimpfen aber ich finds nicht besonders abwechslungsreich - i wue a SCHNITZEL. naja, hab mir dann wieder so ein vegetarisches zeug reingehauen und machte mich auf die suche nach einer bar - wenigstens ein bier musste zur feier des tages her. hat mich zweimal fragen gekostet und einige meter latschen aber ich fand schliesslich eine. 3 starkbiere spaeter war sperrstunde.
ich hatte zum schluss ein paar indische studenten kennengelernt, die mir auch anboten mich zum hotel zu begleiten - ich lehnte natuerlich ab. es war wohl ca. ein km zu meinem hotel wenn man den weg findet. ich wusste um die naechtliche gefahr der strassenkoeter, die sehr aggressiv werden koennen und legte mir deshalb eine bewaffnung zu. die wahl viel dabei bei einer 3er kombo auf den groessten, faustgrossen granitstein. den fand ich gerade angemessen fuer mein vorhaben etwaige aggressive hunde zu verscheuchen. so bewaffnet und stark schwitzend machte ich mich also auf den nach hause weg. der schweiss war so zu 70% auf die herrschende hohe temperatur und zu 30% auf meine anspannung zurueckzufueren. naja, vielleicht sollte ich dem alk auch noch ein paar prozente einraeumen - egal.
die gassen waren fast menschenleer - keine soziele kontrolle - schlecht - naja, hatte keine wahl. ich hab noch nie soviele ratten meinen weg queren sehen, teilweise direkt vor meinen fuessen und fast von der groesse unserer hauskatzen - hat mich nicht beruhigt. die paar hunde, die mir begegneten waren zum glueck friedlich. in einer gasse kam mir dann ein mann entgegen - was sollte der wohl denken wenn er meine bewaffnung mitkriegt? - er kann ja nicht wissen, dass der stein fuer die hunde und nicht fuer ihn gedacht ist - als wir uns trafen entwaffnete er mich jedoch mit einem freundlichen "merry christmas", das ich ebenso freundlich erwiderte. ich denke er hat meinen stein nicht gesehen oder wer weiss was er als waffe gegen die hunde am mann hatte. hab mich etwas verlaufen - ok, etwas mehr - ich glaub ich hab fast eine stunde zum hotel gebraucht und war sehr froh dort meinen granitstein ungebraucht fallen zu lassen. der nachtportier war noch etwas vorsichtig doch mein "merry christmas" und das zeigen des zimmerschluessels ebnete mir den weg.
im zimmer folgte die erste gefahrlose blaehung ohne dem risiko eines materiellen ausstosses - ich dachte montezumas rache haette ein ende gefunden - leider war es nur eine gewonnene schlacht - der krieg dauert noch an - blitzkrieg ist es keiner mehr.
die bellenden hunde um ca. 2h bestaetigten meine entscheidung zur bewaffnung als ich bereits weihnachtsfriedlich alleine in meinem doppelbett lag.
was die gefahren hier in indien betrifft geht die groesste meiner meinung eindeutig vom strassenverkehr aus, gefolgt von naechtlich in ein loch zu fallen oder von hunden angegriffen zu werden. was gewaltverbrechen betrifft bin ich mir ziemlich sicher, dass diese im verhaeltnis deutlich weniger als bei uns in oesterreich oder europa sind. ich fuehle mich jedenfalls super sicher hier in indien - hoffentlich nicht zu sicher.

sodala, war ein etwas langer bericht aber eine weihnachtsgeschichte musste sein.

heli im stress goa rechtzeitig zu erreichen.

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