Postsendung aus Kolkata

Trip Start Jul 29, 2011
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87
Trip End May 09, 2012


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Where I stayed
Continental Guest House
What I did
GPO

Flag of India  , Bengal,
Tuesday, December 13, 2011

nach dem schmerzhaften verlust des letzten per post geschickten usb-sticks hab ich mich entschlossen dem suedasiatischem postsystem eine letzte chance zu geben. bangladesh war mir da nicht die richtige option weshalb ich mich fuer das bereits einmal erfolgreiche indien entschied.
um das risiko eines verlustes durch einen moeglichst kurzen transportweg zu minimieren hab ich dem denkmalgeschuetzten hauptpostamt (GPO) von kolkata mein vertrauen geschenkt.
das massive gebaede war nach ein paar fragen lokalisiert. ein am gehsteig positioniertet alter mann konnte mich mit einem notwendigen kuvert versorgen. soweit alles nach plan.
in der grossraeumigen eingangshalle hatte ich die entscheidung zwischen zwei menschenschlangen zu treffen: eine mit nur 3 personen - die andere mit 10 bis 15. mit der lektion die ich in jaisalmer gelernt hatte, als ich mich fuer 2,5h an der falschen schlange anstellte, gab ich vorerst nicht gedankenlos einer der beiden schlangen den vorzug. die lektion lautet: "stelle dich bei keiner menschenschlange an bevor du dich nicht vergewissert hast, dass der oder die bedienstete die faehigkeit und befugnis besitzt dein anliegen mit einer angemessenen wahrscheinlichkeit positiv finalisiert zu koennen."
also das unuebliche indisch unverschaemte vordraengen und befragen des bediensteten (in meinem fall entschied ich mich fuer die 3er schlange). seine antwort: keine der beiden. mein anliegen konnte nur woanders befriedigt werden. seine ungenauen koordinaten liesen mich einigermassen im ungewissen wo das sein sollte. es war jedoch eindeutig, dass es nicht in der halle war in der ich mich gerade befand.
also raus aus der halle und erfragen. die naechste halle war schnell gefunden. ein freundlicher beamter erteilte mir auch umgehenst die auskunft meiner naechsten station - der schalter gleich nebenan. keine schlange - hurraaa. ich praesentierte ihm mein kuvert mit der karte und dem mit einer klopapierrollenverpackung getarnten usb-stick als inhalt. zusaetzlich nannte ich ihm den gewuenschten zielort der vorliegenden briefsendung. er kalkulierte die kosten: 38 rupien. zusaetzlich erhielt mein kuvert den stempel: "air mail" - na, das war schon mal ein anfang - mehr aber auch schon nicht, weil marken hatte er keine. dafuer muesse ich zu einem anderen schalter zum glueck wenigstens in der gleichen halle. mein zusaetzliches anliegen um ein bisschen kleber fuer meinen schlecht klebenden kuvertverschluss schmetterte er mit dem hinweis, dass wir uns in einem weltkulturerbegebaeude befinden ab und die leute dieses mit dem kleber in der vergangenheit zu oft verunreinigt haetten. wenigstens fand ich umgehend andere kundschaft mit einem klebestift. am markenschalter verlief soweit alles nach plan: 3 10 rupien marken, 2 fuer 4 machte 38 - eine punktlandung. jedoch war weder meine frage nach der dauer des postwegs noch der versuch das kuvert sogleich an diesem schalter abzugeben von erfolg gekroent. ersteres wurde mit 8 bis 10 tagen vom bereits besuchten ersten schalter positiv erledigt - zweiteres nicht. der brief musste in die "foreign letter box" geworfen werden um den vorgesehenen startplatz zu erreichen. diese box war xxxyyyzzz -wo weis der geier bei seinen ortsangaben. jedenfalls nicht in dieser halle, das war klar. nach etwas rumirren hatte ich ja tatsaechlich die foreign letter box gefunden. ein anderer kunde versuchte gerade sein paket da reinzustopfen. die angst, damit den einwurf zu blockieren lies mir nur die option mich vorzudraengen. ich buchsierte den brief in die letter box und: ab geht die post (na hoffentlich).

heli, der mittlerweile die oesterreichische buerokratie zu schaetzen gelernt hatte.

ps: in 2h geht mein zug von kolkata nach chennai - mindestens 26h - ab in den sueden
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