Freiwilligenarbeit in Ecuador - Marie

Trip Start Jul 30, 2006
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Trip End Jul 28, 2007


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Where I stayed
Laguna Crater Lodge

Flag of Ecuador  ,
Sunday, March 4, 2007

04.03.07, Quito

Nachdem Johannes und ich uns noch einmal fuer 2 Tage in Santiago gesehen haben, heisst es jetzt endgueltig Abschied nehmen (wirklich nicht einfach). Nun Reise ich zum ersten Mal alleine in ein neues Land in Suedamerika.
Am Flughafen werde ich von Gastmutter Mercedes abgeholt. Das Haus liegt in einem super schoenen Viertel in der Naehe von der Sprachschule. Ansonsten wohnen in dem ziemlich grossen Haus noch Gastvater Atilio und das Hausmaedchen Graciella. Die Kinder sind ausgezogen, aber dafuer kommen ab und zu die Enkelkinder zu Besuch. Ist schon gewoehnungsbeduerftig mit den Hausmaedchen in Suedamerika, aber mit Graciella verstehe ich mich super (gute Gelegenheit mein Spanisch zu trainieren). 
Montags geht es dann auch schon mit dem Sprachkurs los. Die Schule ist in einem alten Kolonialhaus und zur Zeit sind ca. 30 Schueler dort. Mit mir haben 10 andere Schueler angefangen und gemeinsam gab es erst einmal eine Tour durch die historische Altstadt. Mittwochs haben wir mit einem Lift einen der Berge der Stadt erkundet mit fantastischem Ausblick (war immerhin 4.100m hoch). Shopping war natuerlich auch angesagt in einem der riesigen Einkaufszentren hier. Da gibt es wirklich alles, aber auch zu den fuer uns "normalen" Preisen. Weiss gar nicht wer (ausser Touristen) sich das grossartig leisten kann. Freitag Abend sind wir dann gemeinsam weggegangen und in der Stadt war wirklich die Hoelle aus. Halb Quito geht am Wochenende aus. Wir sind aber schon relativ frueh zurueck und haben den Taxifahrer mit unsereren schlechten Ortskentnissen fast zur Verzweiflung getrieben. War aber auch gut etwas Schlaf abzubekommen, da wir am naechsten morgen frueh nach Bellavista (Nebelwald) aufgebrochen sind.

10.03.07 Bellavista

Nichts mit Ausschalfen am Wochenende, denn frueh morgens startet unser Maedelsausflug in den 2 Stunden entfernten Nebelwald. Mit dabei sind Sarah (USA), Katrin (Deutschland), Amy (USA) und Kim (Niederlande). Nach der Ankunft machen wir uns auf eigene Faust auf den Weg und erkunden den Wald. Die Pflanzen sind meist ueberdimensional gross und es blueht und gruent ueberall. Ist ziemlich das wad man sich unter Dschungel vorstellt nur, dass es hier fast keine Tiere ausser Voegel gibt. Wir haben auch direkt Glueck und sehen 3 Tucans. Die machen so einen Krach, dass man sie auch einfach nicht uebersehen kann. Nachmittags haben wir uns erst einmal in unserem urigen Art Baumhaus-Dormroom ausgeruht. War doch zu wenig Schlaf die letzte Nacht. Etwas erholter brechen wir mit unserer Guia Gabriela auf und erfahren was es eigentlich mit den Pflanzen so alles auf sich hat. Nur mit den Voegeln haben wir nicht mehr so viel Glueck. Zum Trost kann man aber immer direkt an unserer Unterkunft Kollibris beobachten, die mit Zuckerwasser angelockt werden. Abends haben wir dann noch ziemlich lang zusammen gesessen und wahrscheinlich die halben "Baumhaus-Bewohner" wachgehalten. Wir hatten aber auf jeden Fall viel Spass.

Am naechsten Morgen ging es mit Gabriela dann noch einmal los zu dem nahgelegenen Wasserfall. Unser (Sarah, Kim und ich) klares Wochenendziel war es darunter zu duschen. Nachdem wir aber schon fast erfroren sind, als wir nur mit den Fuessen im Wasser waren, haben wir die Aktion dann doch nicht ganz ausgefuehrt. Das Maximum war knietiefes Wasser indem wir immerhin halbnass wurden von dem spritzenden Wasserfall. Gabriela als Fotografin hat sich auf jeden Fall koestlich ueber uns amuesiert. Warm wurde uns dann auch wieder ziemlich schnell, denn danach ging es steil zurueck zur Unterkunft - und bei 2.400 Metern kommt man doch ziemlich schnell ausser Atem.
Nach dem Mittagessen ging es leider auch schon bald wieder zurueck. Der Ausflug in den Nebelwald (heisst uebrigens so, da man meist nicht weiter als 10 Meter sehen kann) hat uns aber allen richtig gut gefallen. Ist schon ganz anders als unser deutscher Buchenwald und es war nett mal aus der Stadt raus zu kommen. Da es noch frueh war, wollten Amy und ich noch in ein Internetcafe. Aber Sonntage sind heilig in Suedamerika (wie wir mal wieder festgestellt haben) und so ging es erfolglos zurueck zu unseren Familien. Zum Trost gab es Abends im spanischen Fernsehen Mr.&Mrs. Smith - nach einem Wochenende komplett auf englisch wieder eine gute Auffrischung, denn immerhin geht morgen der Unterricht wieder los.
Montag ging es dann wieder mit dem Sprachunterricht weiter - diese Woche Einzelunterricht bei Hilda. Werde jetzt nicht mehr viel neue Grammatik lernen, sondern ueberwiegend ueben, damit das dann auch klappt mit der Freiwilligwenarbeit. Mit der Schule haben wir Nachmittags die 30 Meter hohe Virgin besucht (mit klasse Ausblick) und uns an den zahlreichen Touristenstaenden mit Schals eingedeckt. Das Highlight war aber der Besuch des Fussballspiels am Mittwoch. Zur Zeit laeuft gerade der Copa Libertadores de America  - eine Art Champions League von Amerika. Auf jeden Fall haben an dem besagten Tag Liga (Quito) gegen River (Bunos Aires) gespielt. Vor dem Stadion haben wir uns schnell noch alle mit Liga-Shirts eingedeckt (4$), bevor es ans Anfeuern im Stadium ging. Die Stimmung war super und es wird hier auch kraeftig gesungen. Haben leider kein Wort ausser "Liga" verstanden - trotzdem haben wir kraeftig mitgeklatscht, mitgehuepft und mitgegroehlt. Nur bei dem "wir schmeissen kraeftig Klopapier aufs Spielfeld" konnten wir mangels Ausstattung nicht mitmachen. Waere aber kein Problem gewesen Tonnen von Papierrollen mit ins Stadium zu nehmen, da es eigentlich keine Kontrollen gibt (hatten sogar eine Flasche Wein dabei!!!). Das Spiel ging dann 1:1 aus - was leider fuer Liga bedeutet hat, dass sie ausgeschieden sind.

Baños, 16.03.07
Am Freitag sind wir direkt nach der Schule zu 8. in den 4 Stunden entfernten "Kurort" Baños gefahren. Das Staedtchen liegt am Uebergang zum Dschungel und ist somit ein ganzes Stueck waermer als Quito (auch niedriger). So haben wir uns bei unserer Wanderung am folgenden Tag auch fast alle einen kraeftigen Sonnenbrand geholt. Zur Erholung ging es fuer die Maedels in eine der vielen heissen Quellen. Dort haben wir es aber nicht lange ausgehalten, da uns die Ecuadorianer zu aufdringlich wurden. Die haben hier schon eine ganz andere Einstellung zu menschlicher Naehe und Koerperkontakt ist an der Tagesordnung. Dabei geht es nicht um Maenner und Frauen. Aber es war keine Ausnahme, dass sich die "Mama" halb auf meine Hand setzt auch wenn der restliche Beckenrand frei ist und dann auch noch ihr Kind mit auf meinen Schoss legt. Nicht schlimm - aber sehr gewoehnungsbeduerftig (besonders bei Busfahrten). Abends haben wir dann gemuetlich (nach ewiger Unentschiedenheit ueber die Restaurantwahl -> 8 Meinungen sind zu viel!!!) zu Abend gegessen und sind dann noch etwas trinken gegangen. Morgens haben wir uns dann in unserem netten Hostal einen Damfbad ausgesetzt bei dem wir 30 Minuten lang entweder bei heissem Dampf geschwitzt haben oder bei Kaltwassertortouren (wurden von dem Bademeister mit Wasser ueberschuettet, mussten uns in Kaltwasserbecken setzten und wurden am Ende mit einem Wasserschlauch abgespritzt) gebibbert. War aber im Endeffkt trotzdem erholend - auch wenn wir uns zwischendurch gefragt haben, weshalb wir fuer soetwas Geld bezahlt haben. Am naechsten Tag hiess es dann Abschied nehmen von meinen Sprachschulfreunden und mit dem Bus alleine weiter Richtung Latacunga. Dort habe ich mich nach 2-stuendiger Wartezeit mit den Betreuern von ViSozial getroffen, die auch an dem Sonntag nach Quilotoa wollten um  verschiedenes zu organisieren. Sie waren zu dritt mit einem Jeep unterwegs und so wurde mein Gepaeck aufs Dach geschnallt (da konnten wir noch nicht ahnen, dass es spaeter in Stroemen regnen wuerde) und ich habe mich mit Doerte fuer die naechsten 2 1/2 Stunden in den hinteren Raum des Fahrzeuges gequetscht.

18.03.07 Quilotoa

So, da bin ich nun in dem fast 4.000m hoch gelegenen Quilotoa. Das Dorf selber ist etwas trostlos, aber wunderschoen an einer tiefgruenen Kraterlagune gelegen. Es gibt ca. 20 Haueser, die irgendwie alle entweder Uebernachtungsmoeglichkeiten, ein kleines Geschaeft oder Moeglichkeit fur Mittagessen anbieten. Jedoch ist das zu viel des Guten, da es vielleicht am Tag ca. 10 Touristen gibt von denen dann auch nur durchschnittlich 3 dort uebernachten.
Ich selber bin bei einer Gastfamilie in einem der Hostalzimmer untergebracht. Das Zimmer selber besteht nur aus Bett und Ofen, aber es gibt tasaechlich auch eine Dusche mit warmen Wasser (falls Wasser da ist, denn fliessendes Wasser gibt es in dem Dorf nicht und so wird Regenwasser gesammelt oder ein Wassertransporter kommt vorbei). Strom haben sie aber seit 4 Jahren - nur von Schaltern halten sie nicht so viel und so muss ich zum Licht "anschalten" in meinem Zimmer 2 Kabel miteinander verbinden. Bis jetzt haben meine Vorgaengervoluntaere das aber alle ueberlebt.
Nun ein wenig zur Familie: Die Eltern sind Josè und Delfina und ihre Kinder (von jung nach alt) sind Carolina, David, Hugo, Claudio, Klever, Sandra und Fausto. Ansonsten wohnt noch der Mann von Sandra im Haus, so wie Isabel die Frau von Fausto und deren Tochter Nathalie - langweilig wird es dort also nicht. Die Muttersprache hier ist uebrigens Quichua, aber eigentlich kann hier jeder (mehr oder weniger) auch spanisch sprechen. Sogar die 3-jaehrige Carolina erzaehlt mir immer ganz viel auf spanisch.
Mit Essen werde ich hier auch gut versorgt. Es gibt fast immer eine Suppe dazu, die meist sehr lecker ist und auch immer schoent waermt, denn im Haus ist es selten waermer als 10 C. Habe also fast immer eine Jacke an und nachts kuschel ich mich mit warmen Klamotten in meinen Schlafsack und verschliesse ihn so dicht, dass eigentlich nur noch meine Nasenspitze rausschaut (laut Johannes Kommentar in Chile sehe ich dann aus wie eine Worscht). Es gibt zwar in fast allen Raeumen Oefen, aber ohne Isolierung und mit Wellblechdacht wird der Raum davon nicht viel waermer und es hat nur einen Effekt, wenn man direkt daneben sitzt.

So, jetzt fange ich aber an von meinem ersten Tag zu erzaehlen. Nachdem wir nach 2,5 Stunden Autofahrt mit wunderschoener Landschaft endlich Quilotoa erreicht hatten, gab es eine super liebe Bergruessung der Familie. Yvonne, die ansonsten fuer Viventura in Quito arbeitet und ihr Freund Marco waren schon oefters dort, aber fuer Doerte die Praktikantin und mich war es eine ganz neue Welt. Zuerst gab es Tee im Haus, dann haben wir gemuetlich um den Ofen gesessen, dann ging es zu den Nachbarn (Eltern von Isabel) wo es leckeren Zimttee mit viel zu viel Zucker gab, danach wieder zurueck ins Haus und Abendessen. Zwischendurch habe ich Josè noch verarztet, der sich tagsueber eine tiefe Schnittwunde am Armgelenk zugezogen hat. Diese hat er uns waehrend dem Abendessen praesentiert (Doerte war danach nicht mehr so nach Essen zumute). Konnte so wenigstens mal meinen riesigen Medikamenten/ und Verbandsvorrat zum Einsatz bringen. Eine dicke Schicht Isabetadona ist aber auch notwendig, da die hygenischen Umstaende hier schon anders sind. Das ist eigentlich auch eine der haertesten Herausforderungen. Klamotten werden hier Tag und Nacht getragen und sind besonders bei den Kindern fast immer total verschmutzt. Haende waschen kennt man hier eigentlich gar nicht und Laeuse hat fast jeder. Ist dann manchmal eine Ueberwindung die Kinder so richtig in den Arm zu nehmen.
Am naechsten Tag sind Doerte und ich mit Hugo zur Lagune gegangen. Das war eigentlich nicht geplant, aber nachdem Isabel gestern ihr ein Maedchen zur Welt gebracht hat, haben Yvonne und Marco sie aus dem Krankenhaus abgeholt. Als Yvonne und Marco wieder da waren sind wir in die oertlichen Schule und ich wurde den Kindern vorgestellt, die dann gleich ein Lied fuer uns gesungen haben. Danach ging es zu der Bibliothek in dem nahegelegegenen Dorf Ponce. Die Dorfbewohner sind gerade dabei eine Bibliothek zu bauen, bei der die Materialien von ViSocial gespendet werden. War total schoen zu sehen wie alle zusammen arbeiten. Meine Aufgabe in den naechsten Wochen wird auch sein dieses Projekt zu ueberwachen und voran zu treiben.
Zurueck im Haus war mittlerweile auch Anja da. Sie hat bereits 3 Wochen als Voluntaerin in der Schule dort gearbeitet und ihre letzte Woche ueberschneidet sich mit meinem Start in Quilotoa. Das erleichtert fuer mich einiges, da sie sich schon mit allem vertraut ist, die Leute kennt und es sowieso netter ist in der Anfangszeit nicht ganz "alleine" zu sein. Die anderen von Viventura machen sich dann auch schon wieder auf den Rueckweg nach Quito. Bis zum Krankenhaus in Zumbabhua (ca. 20 Minuten Fahrt) nehmen sie aber noch Sandra mit, die seit dem fruehen Morgen in den Wehen liegt.
Am spaeten Nachmittag kamen dann die ersten Kinder vorbei, denn da bieten wir fuer alle die Lust haben Englisch-, Computer- und Matheunterricht/ - nachhilfe im Haus von José an. Vor ca. 1 Jahr wurde ein Computer gespendet an dem die Kinder unterrichtet werden. Das findet natuerlich mehr Anklang als Mathe und Englisch, wobei man die beiden Faecher ja immer ganz gut in Excel und Word einfliessen lassen kann "Y después en inglés por favor". In der nahegelegenen Schule (1.-6. Klasse) unterrichten wir nur Dienstags und Donnerstags. Erst gibt es 1 ½ Stunden Englisch fuer die 3. Klasse (ca. 20 Kinder), die in sich einen Raum mit der 1. Klasse teil, die gleichzeitig an der gegenueberliegenden Seite in Mathe unterrichtet wird.  Die 4. Klasse gibt es irgendwie nicht und deswegen folgt dann die 5.& 6. Klasse (ca. 35 Kinder) die einen Klassenverbund bilden. War schon etwas nervoes vor meinem "1. Schultag", besonders da ich den Kindern englisch auf spanisch beibringen muss. In der 3. Klasse verlief es aber total super, da die Kinder da noch ziemlich zurueckhaltend sind. In der 5.&6. Klasse wird es schon deutlich anstrengender, was aber auch an der Anzahl der Kinder liegt. Was auch noch erschwerend dazukommt ist, dass das Wissensniveau extrem unterschiedlich ist. Einige in der 3. Klasse kennen schon eine Vielzahl von englischen Woertern, waehrend andere noch Probleme haben ueberhaupt ihren Namen zu schreiben. Nachmittags war dann wieder Computerunterricht angesagt (Worddokument mit Farben auf spanisch und englisch) Abends haben Anja und ich probiert noch irgendwo einen Tee trinken zu gehen - was aber gar nicht so einfach ist, da bei allen sogenannten "Hostals/Restaurants"um 20 Uhr schon das Licht ausgeht. Haben aber bei "Princesa Toa" nach penetrantem (hier so ueblich) Anklopfen  tatsaechlich noch einen Tee erhalten. Das Hostal ist von der Gemeinde gefuehrt und jede Woche kuemmert sich eine andere Familie um die Organisation.
Mittwoch hatten wir dann unseren freien Tag. Den haben wir genutzt um eine andere nahegelegene Schule zu besuchen. Erstens waren wir daran interessiert wie diese im Vergleich zu unserer ist und ausserdem hatten wir erste-Hilfe-Zertifikate (von einem Kurs mit dem Vorgaenger Voluntaer) und Lern-DVDs dabei. Alle waren total nett dort und wir waren ziemlich begeistert von der Schule, da es ein Klassenzimmer fuer jede Klasse gab, genuegend Tische, ein Pult, Lernmaterial und viele kreative Basteleien. Werden ein paar Anregungen fuer "unsere" Schule mitnehmen. Nachmittags kam dann auch Sandra aus dem Krankenhaus wieder. Sie hatte vor 2 Tage ebenfalls ein Maedchen zur Welt gebracht. Dies allerdings mit Kaiserschnitt - was hier fuer helle Aufregung gesorgt hat, da alle dachten es waere etwas wirklich Schlimmes, da das Kind nicht normal zur Welt gekommen ist. Da sie die Arme aber so frueh wieder aus dem Krankenhaus geholt haben, liegt sie jetzt mit ziemlichen Schmerzen im Haus (ich hoffe nur, dass sich bei den hygenischen Umstaenden hier nichts entzuendet. Auf jeden Fall ist hier ganz schoen was los wegen den 2 Geburten. Die Leute nehmen hier das zwar nicht sonderlich wichtig (der Bruder im Nachbarhaus hat bis heute noch nicht Isabel und ihr Baby besucht: "ach ja - komme morgen vielleicht mal vorbei"), aber mit 2 Babys innerhalb von 2 Tagen herrscht auf jeden Fall so etwas wir Ausnahmezustand in der Familie. Besonders weil die beiden aeltesten Maedels ausfallen und die Eltern of zwischen Krankenhaus und Quilotoa gependelt sind. Gab uebrigens noch einen anderen Nachwuchs: ueber Nacht wurde ein Lamm geboren, dass dann den ganzen Tag durch die Gegend getappst ist. Anja und ich waren natuerlich total entzueckt und haben das Kleine abwechselnd durch die Gegend getragen um es warm  zu halten.
Donnerstag verlief es schon besser in der Schule, nachdem ich heraus gefunden habe, dass man mit Liedern und Reimen die Kinder ganz gut in den Griff bekommt, wenn es zu chaotisch wird. Danach mussten wir aber auch schon packen, da es Freitags mit dem Morgenbus nach Latacunga und von dort aus nach Quito ging. Anja hatte naemlich eine Krone am Zahn verloren und hat um 14 Uhr einen Zahnarzttermin in Quito. Das Gute ist aber, dass man diesen 5 Uhr Bus schlecht verpassen kann, denn eine halbe Stunde vor Abfahrt faehrt er kraeftig hupend durch das Dorf. Somit sind dann alle wach und koennen sich fertig machen fuer den Bus, denn nur wenige Personen besitzten einen Wecker. Der Nachteil an dem System ist natuerlich, dass jeder jeden Tag um 4.30 Uhr geweckt wird, aber auch daran gewoehnt man sich.
Nach 2 1/2 Stunden erreichen wir Latacunga, wo wir an einer Strassenecke innerhalb von 1 Minute in den Quito-Bus gewechselt sind. Es funktioniert hier naemlich so, dass jeder Bus einen Fahrer und einen "Leute-Einsammler" hat. Der Zweite ruft dann immer aus dem Bus das Fahrziel und verstaut in windeseile das Gepaeck. Das alles erfolgt in einem rasenden Tempo und oftmals muss man in den fahrenden Bus ein- oder aussteigen (denn wirklich Anhalten waere Zeitverschwendung). Das ganze System hat aber den riesigen Vorteil, dass man sich meist nie selber um seine Busverbindung kuemmern muss, da man irgendwie aufgestoebert wird und in einen der Busse getrieben wird.

Quito 23.03.07
Nach 2 Stunden erreichen wir Quito und ich gehe in meine neue Bleibe fuers Wochenende "Secret Garden". Das Hostal ist total nett und hat eine grosse Dachterasse mit traumhaften Ausblick ueber Quito. Dort sitzen eigentlich immer Leute und so lernt man super schnell jemanden kennen. Ausserdem wird Abends ein gemeinsamen Essen angeboten und Feuer gemacht - super fuer mich, denn alleine Essen gehen ist immer so deprimierend. Frisch geduscht geht es aber an diesem Abend in das Hostal der Sprachschule um dort den letzten Abend von Clemems zu feiern (der uebrigens aus Worms kommt). Er wird danach 1 Jahr im Sueden (Guayaquil) studieren. Damit ich auch mitfeiern kann, haben mir Clemens und Dan extra eine Flasche Weisswein gekauft und auch immer kraeftig mein Glas nachgefuellt. Mein Zustand danach war aber nur halb so Schlimm wie der der restlichen Truppe, denn hier wurden von den Amis mal wieder jede Menge Biertrinkspiele ausgepackt. Die koennen wirklich nie normal trinken und alles artet irgendwie immer in Trinkwettkaempfe aus. Hat aber dafuer gesorgt, dass am Ende alle noch kraeftig versucht haben Salsa zu tanzen, wenn sie nicht gerade damit beschaeftigt waren Fussball in der Wohnung zu spielen. Also insgesamt ein sehr lustiger Abend!!!
Der naechste Morgen war aber weniger lustig, da Dan und ich ausgemacht haben uns um 8 Uhr am Busterminal zu treffen. Dort sind wir dann mit dem Bus nach Otavalo gefahren (3 Stunden), wo wir Amy und Kim getroffen haben. Samstags ist das Staedtchen im Norden bekannt fuer seinen Tier- und Kuenstlermarkt. Da kann man dann alles ueber Huehner, Bilder, Haengematten, Tuecher bis zu Lamas kaufen. Nachdem wir genug geshoppt hatten (nein, keine Tiere), gab es noch einen aeusserts unspektukalaeren Ausflug zu einer Lagune. Die anderen sind noch eine Nacht geblieben, aber ich bin nachmittags wieder zurueck (hatte das Hostal schon fuers Wochenende gebucht). Zum Glueck hatte ich vorher noch einen Canadier aus meinem Dorm-Room getroffen, der zur gleichen Uhrzeit zurueck wollte und so wurde die Fahrt doch noch ganz nett. Im Hostal war dann auch schon die Dachterassenparty im vollen Gange und ich habe 2 nette Deutsche kennengelernt (Mutter und Tochter) mit denen ich am naechsten Morgen in einen Park gegangen bin, wo es (welch ein Wunder) mal wieder eine Ansammlung von Kuenstlerstaenden gab - habe aber dieses Mal nur Beraterin gespielt.
Das Wochenende war eine echte Erholung und ich habe es genossen wieder in der Stadt zu sein und deutsch oder englisch reden zu koennen. Ausserdem ist schon echt kalt in meinem Dorf und so waren die 20C in Quito auch sehr angenehm, ganz zu schweigen von dem Bett, der Dusche, der Toilette mit Spuelung.... Ausserdem konnte ich von hier aus auch mal wieder mit meinen Eltern und mit Johannes telefonieren - was wirklich gut getan hat.
Montag morgen ging es dann um 7.30 Uhr mit dem Bus nach Latacunga, um gegen 10 Uhr die einzige Verbindung nach Quilotoa zu bekommen. Habe dann direkt den Platz neben Busfahrer Nelson bekommen, der mich ueber alles ausgequetscht hat. Hatte aber fast ein ziemlich schlechtes Gewissen ueber meinen bequemen und breiten Platz, denn der Bus war gerammelt voll und Stehplaetze gab es auch nicht mehr. Aber Touristen werden dann doch meist bevorzugt behandelt (ob man will oder nicht).

26.03.07 Quilotoa,
 
Habe mich schon gefreut die Kinder und die beiden Babys nach dem Wochenende wiederzusehen. Wurde auch nette begruesst nur leider gab es am Dienstag  Morgen in der Schule die Nachricht  fuer mich, dass es diese Woche keinen English-Unterricht gibt, da die Kinder in den anderen Faechern Examen schreiben und da unbedingt noch ueben muessen. Ist auch auf jede Fall verstaendlich, aber das haetten sie mir auch schon letzte Woche sagen koennen. Ist halt Suedamerika. Dafuer waren am Nachmittag immer richtig viele Kinder da, mit denen ich Englisch geuebt und am Computer gearbeitet habe. Sie sind teilweise richtig motiviert und machen super Fortschritte. So hatte ich wenigstens nicht das Gefuehl hier nichts tun zu koennen. Die Kinder trudeln den ganzen Nachmittag ueber ein und so bin ich eigentlich meist ab 14 Uhr bis 18 Uhr hier mit denen beschaeftigt. Mittwoch Vormittag bin ich mit Jose dann auf Tour gegangen. Dafuer muss man sich hier jemanden anheuern, der einen mit dem Auto durch die Gegend faehrt. Sind erst bei den 4 Schulen in der Umgebung vorbei, um bescheid zu sagen, dass es naechsten Mittwoch eine Elternversammlung gibt. Das hat ganze drei Stunden gedauert. Da merkt man erst wie bequem es heutzutage mit Telefon und Internet ist. Fuer mich war es aber interessant die Gegend und die Schulen kennenzulernen. Danach haben wir noch die Bibliothek besucht. Die sind schon ziemlich weit und eigentlich fehlt nur noch der Vinyl-Boden und die Tuer (die ist zwar da, laesst sich aber nicht abschliessen). Donnerstag  war dann grosser Waschtag in der Familie und ich habe den hoffnungslosen Versuch unternommen den Kindern naeher zu bringen, dass sie nicht 200g Waschmittel pro Kleidungsstueck verwenden muessen. Sie tragen die Kleidung hier meist 1 Woche lang (Tag und Nacht) und dementsprechend ist sie dann schmutzig - da herrscht dann der Glaube mit mehr Waschmittel saeubert sie sich von alleine. Denn besonders die Kleinen (z.B. Carolina die erst 3 Jahre ist) koennen sich gar nicht fuer diese Aufgabe begeistern. Habe es dann auf dem Weg versucht zu erklaeren, dass es ganz schlecht fuer die Haut ist, wenn sie so viel Waschmittel benutzten (richtig ausgespuelt wird hier namelich nicht). Ein wenig hat es geholfen - den Umweltaspekt (Abwasserentsorgung gibt es hier natuerlich nicht) kann man aber den Leuten hier nur schwer klar machen. Am Freitag ging es wieder mit dem Bus nach Quito. Da aber jeder unterschiedlich Aussagen zu der Abfahrtzeit gemacht hat, habe ich beschlossen mich einem Deutschen und einem Englaender anzuschliessen die einen Pick-Up angeheuert haben um ins 30 Minuten entfernte Zumbahua zu fahren. Zum Gluech schien die Sonne und so war es ein super Erlebniss auf der Ladeflaeche des Pick-Ups zu reisen. In Latacunga hat dann ein Australier (Billy aus Melbourne, der letztes Jahr sogar schon in Mainz war!!!) auch auf den Bus nach Latacunga gewartet. Zum Glueck!!! Denn so gingen die 2 Sunden die wir stehend im ueberfuellten Bus verbringen mussten um einiges schneller vorbei.
 
30.03.07 Quito
In Quito ging es dann wieder in mein Stammhostal. Abends habe ich mich dann aber mit den Leuten aus der Sprachschule zum Abschiedsabend fuer Sarah getroffen. Sarah ist aber nie erschienen, dafuer habe ich aber direkt mal 4 Leute aus meinem Hostal mitgebracht und Amy ihre Salsa-Tanzlehrer. So ginge es nach ein paar Drinks auch in eine Salsabar, wo dann (von fast allen) fleisig Salsa und Samba geuebt wurde.
Am folgenden Tag waren wir mal wieder auf einem Markt und haben danach noch gemuetlich im Cafe gesessen. Nach so viel relaxter Stimmung haben wir uns Abends bei mir im Hostal getroffen (Dan und Kim), denn dort ist jeden Samstag auf der Dachterasse BBQ-Party mit "All you can drink" fuer 10$. Gegen 23 Uhr ist aber leider Schluss. Kein Problem!!!!  Die Ersatzparty war schon gefunden. Habe mich mittlerweile mit einem australischen Paerchen angefreundet, die letztes Jahr zur WM fuer 5 Tage mit iherne Van in Worns stecken geblieben sind und im Winter im selben Hotel in Big White gerabeitet haben, wo Johannes un dich fuer 5 Tage uebernachtet haben. Die Welt ist echt so klein!!!! Treffen uns dann im Juni in ihrer Heimatstadt (Sydney) wieder. Jetzt haben wir aber erst einmal gemeinsam aus alten T-Shirts und Zeitschriften Masken gebastelt, da es angeblich irgendwo in Quito eine Mask-Party gab. Zu dieser wurde ein Hostalmitarbeiter vor 2 Tagen eingeladen und angeblich darf er auch Fraunde mitbringen. Also mit 25 Mnan aus dem Hostal in Taxen und ab zu der besagten Party.  Das ganze hat sich dann als Nobelpenthouse-Party mit Buffet, freien Getraenken und privatem DJ herausgestellt. Kleidungsmaessig haben wir den Rahmen ziemlich gebrochen, aber dafuer fuer Stimmung gesorgt. War aber sehr merkwuedrig diesen Kontrast zu sehen. Die Woche ueber wohne ich im Dorf unter einfachsten Bedingungen und am Wochenende fliest Champagner bei der feinen Gesellschaft in Abendgarderobe.
Sonntag war dann ganz ruhig nach so viel Party am Abend zuvor und bin eigentlich nur zum Internet, habe fuer die Woche eingekauft (Obst & Schokolade) und mir die Altstadt angeschaut. Das Highlight des Palmsonntages war dann eindeutig das Glockenkonzert an dem sich alle Kirchen Quitos beteiligt haben. Von der Dachterasse konnten wir das bestens verfolgen und ebenso das anschliessende Feuerwerk.
 
 02.04 07, Quilotoa
 
Montag war direkt viel los in Quilotoa. Als erstes wurde das neue Restaurant meiner Familie fertiggestellt. Das Highlight ist der Haehnchengrill. Bei der ersten Proberunde eines Huhns war dann auch direkt die ganze Nachbarschaft versammelt - besser als TV. Mit als erste Gaeste waren dann auch Amy (vom Sprachkurs) und ihr Freund im Restaurant gewesen. Die beiden sind zuvor die Runde um die Lagune gelaufen. Das war aber nicht der einzige Besuch, denn kurz darauf  kam Yvonne(von Vivntura) und ihre Familie, die zur Zeit auf Ecuadorreise sind. Da lies es sich der Gastgeber Jose natuerlich nicht nehmen fuer uns ein Meerschweinchen zu braten. Der Anblick ist wirklich sehr gewoehnungsbeduerftig. Es schmeckt jedoch  ganz gut - ist nur nichts dran an so einem Tierchen. Muss man aber alles mal mitgemacht haben.
Dienstag Morgen ging es dann wieder in die Schule, aber jedoch mal wieder kein Unterricht, da heute Aerzte im Gemeindehaus zu Besuch sind. Also mit allen Kindern dorthin um ihnen eine Wurmkur zu verpassen und sie mit Vitaminen und Seife zu versorgen. Zum Verdruss des Direktors wurden dann auch noch Spiele ausgepackt und so viel der Unterreicht eigentlich fast ganz aus. Da ich also heute erst einmal "arbeitslos" war, wurde ich von den Aerzten gefragt ob ich helfen moechte. Die ca. 25 Personen waren alle von einem kirchlichen Krankenhaus in Montana und fuer 2 Wochen hier in den Doerfern unterwegs. Ich wurde dann als Uebersetzerin eingeteilt. War gar nicht so einfach, da sich mein medizinischer Wortschatz im Englischen in Grenzen haelt - von Spanisch ganz zu schweigen. Hatte aber eindeutig den Vorteil viele Leute zu kennen und so hatte ich leichter Zugang zu ihnen. Gerade die Frauen sind hier naemlich meist sehr schuechtern. Es war aber eine super Erfahrung gewesen und ich habe viel gelernt. Das Team hat mich auch total nett aufgenommen und mich dann auch direkt mal mit allen moeglichen Medikameten (Wurmkur, Antibiotika,...) versorgt. Waren ganz erstaunt, dass es mir hier ganz gut geht trotz den hygienischen Umstaenden. Fast das ganze Dorf war an dem Tag hier gewesen, denn die meisten haben Angst vor dem Krankenhaus und den Kosten dort. Ich hoffe wir konnten vielen helfen - fuer mich war es auf jeden Fall eine ganz besondere Erfahrung.
Mittwoch kam dann direkt wieder einmal Besuch: 2 Sprachschueler von Viventura die eine Sprachrundreise in Ecuador machen. Ich war aber erst einmal auf der von Jose ins Leben gerufenen Elternversammlung. Wurde vorgestellt und sollte dann auch eine Rede halten. Ooooh nein, mit Haengen und Wuergen habe ich 2 Minuten etwas ueber meine Aufenthalt erzaehlt. Da sie sich hier aber alle ganz gern sprechen hoeren, war es ihnen zu wenig - mir hat es aber eindeutig gereicht. Danach wurde dann auch auf Quichua umgeschwenkt und somit waren die naechsten 1 ½ Stunden sehr "spannend" fuer mich. Habe immer brav genickt. Danach standen aber schon die Kinder bereit fuer den Computerunterricht - zum Gleuck auf spanisch.
Donnerstag habe ich dann angefangen den Mathe-Unterricht fuer die naechste Woche vorzubereiten, soll naemlich Vertretung fuer die Lehrerin der 2. Klasse machen. Habe noch nicht ganz durchschaut was die schon koennen, aber mal schauen ob es ueberhaupt Unterricht gibt. Nachts ging es dann rund und das halbe Dorf lief laut rufend auf der Strasse hin und her. Wie sich am naechsten Morgen erfahren habe, hat ein Mann seine Frau geschlagen. Da es hier keine Polizei gibt, kuemmert sich die ganze Gemeinschaft um das Problem. Habe aber lieber nicht nachgefragt was sie mit dem Mann angestellt haben.

06.04.06 Latacunga,
 
Heute habe ich mich mit Daan in Latacunga getroffen. Die anderen aus der Sprachschule waren sonstwo unterwegs und so sind wir alleine im Hotel Cotopaxi abgestiegen. Die Stadt ist ueberhaupt nicht touristisch und so gibt es keine Hostals, dafuer haben wir fuers Doppelzimmer hier nur 16$ gezahlt. Das war das Geld wert, denn wir haben einstimmig beschlossen, dass unsere Unterkunft die beste Dusche hat, die wir bisher in Ecuador angetroffen haben. Die Matratzen waren auch super und so haben wir gut geschlafen und waren fit fuer unseren Wochenendausflug: Die Besteigung des Vulkanes Cotopaxi. Mit einem Bus ging es Richtung Quito und irgendwo in der Naehe des Parkeingangs haben wir uns auf der Panamericana rausschmeissen lassen. Da wurden wir direkt abgefangen. Uns wurde ein Transport auf den Vulkan fuer 30$ angeboten - wir haben dankend abgelehnt (zum Vergleich: die 2h von Latacunga nach Quito kosten 1,50$). Der naechste hat uns dann das unschlagbare Angebot zu 35$ gemacht. Laut lachen ueber die Ironie sind wir dann einfach losgestampft. Da es das Osterwochenende ist, haben wir auf die Anhaltervariante gehofft. Wir mussten aber noch nicht einmal den Daumen rasustrecken, denn nach 10 Minuten laufen hat ein Auto angehalten: Vater und Sohn aus Quito. Die wollten tasaechlich kein Geld dafuer - unglaublich. Da kam aber schon das naechste Problem, am Parkeingang wollten sie uns erklaeren, dass es Pflicht waere fuer Auslaender den Park mit Guide zu betreten - aber der Vater hat denen direkt mal erzaehlt was er davon haelt und ausserdem waeren wir schon jahrelange Freunde. Ohne Guide und ueberteuerten Transport haben wir nach 40 Minuten den Parkplatz erreicht (zum Glueck sind wir nicht gelaufen). Von da aus haben wir uns Schneckentempo den Berg raufgeschleppt. Total ausser Atem haben wir aber tasaechlich nach 1 Stunde das 4.800m hoch gelegene Refugio erreicht. Leider lag der ganze Vulkan in einer Regenwolke und so verkriechen wir uns erst einmal nach drinnen und waermen uns mit heisser Schokolade auf. Dort treffen wir auch die beiden aus Quito wieder mit denen wir dann noch ca 25 Minuten weiter hoch steigen zur Schneegrenze. Es war hart, aber auf jeden Fall die Anstrengung wert. Daan und ich haetten stundelang den Ecuadorianern zusehen koennen, wie sie wegen dem Schnee (gibt es ja ansonsten hier nicht) aus dem Haeuschen waren. Da wurden Schneeballschlachten gestartet und auf dem Hosenboden durch den pitschnassen Schnee gerutscht. Das andere Highlight war aber, dass sich die Wolken langsam verzogen und wir dann den wunderbaren Ausblick auf 5.000m geniessen konnten. Zu der Vulkanspitze ist der Aufstieg nur mit Guide und Ausruestung moeglich, da es gefaehrlich ist ueber Schnee und Gletscher. Uns hat aber unser Tagesziel auf jeden Fall gereicht und ich weiss auch nicht ob ich jemals wieder auf die Hoehe ueberhaupt komme. Wir wuerden dann von unseren neuen Freunden wieder mit runter genommen. Hatten echt Glueck die beiden getroffen zu haben!!!! 
In Latcunga sind wir dann schnell noch in das einzige offene Restaurant: der gleiche Italiener wie gestern. Hauptsache kein Reis (ich muss den haeufig essen, aber Daan isst Reis dreimal taeglich bei seiner Freiwilligenarbeit bei Mindo).
Sonntag musste Daan auch schon wieder zurueck und ich habe beschlossen noch ein Tag im Hotel zu bleiben. Also kann wirklich sagen, dass dies der Tag auf meiner bisherigen Reise mit dem meisten Heimweh. War echt deprimierend - alles geschlossen in Latacunga und es stroemt in Regen und ich allein im Hotelzimmer an Ostersonntag. Konnte so auch nicht wie geplant Johannes und meine Eltern anrufen. Meine Eltern haben sich zum Glueck dann bei mir gemeldet - worueber ich total froh war. Danach habe ich mich aber noch einsamer gefuehlt und versucht mich mit Eis und Cappuchino zu troesten. Beides war unglaublich lecker - hat aber auch nicht geholfen. Also aus Frust im Hotel alle Waesche im Waschbecken gewaschen (Waeschereien hatten heute ja nicht auf) und mir die Osterfilmauswahl im Fernsehen angeschaut. Montag sah die Welt aber schon wieder anders aus. So Deprietage gibt es halt auch.
 
09.04.07 Quilotoa
 
Nach so viel Einsamkeit am Sonntag ging es am Montag um so heiterer zu. Erst habe ich eine Hollaenderin im Bus kennengelernt, die beschlossen hat bei meiner Familie im Hostal zu uebernachten. Danach kam dann eine deutsche Reisegruppe, die fuer eine Nacht geblieben sind. Abends gab es dann natuerlich Meerschweinchen, Musik und Tanz mit der Familie und jede Menge Calasso (Art suesser Zimttee dem Alkohol beigemengt wird). War natuerlich genau das Richtige um Dienstags frueh aufzustehen um zu unterrichten. 45 Minuten haben wir in der Kaelte gewartet: 3 Lehrer und 70 Schueler. Aber der Direktor kam nicht und niemand sonst hat Schluessel fuer die Gebaeude - also mal wieder kein Unterricht. Die deutsche Reisegruppe hat sich gerade auf den Weg gemacht um sich die Bibliothek und die Schule in Ponce anzushauen und da bin ich dann spontan mit. Die Bibliothek ist jetzt eigentlich fertig - nur die Tuer funktioniert immer noch nicht. Dafuer haben die Schulkinder ihr ganzes Liederrepertoir fuer uns ausgepackt - wir konnten leider nur mit "Alle meine Entchen" kontern. Auch wenn die deutsche Gruppe erst ein wenig geschockt war ueber den Zustand hier, fanden sie das dann alles in allem eine sehr interessante Erfahrung. Natuerlich bin ich dann auf meinem Rueckweg nach Quilotoa in den taeglichen Nachmittagsregen geraten. Hier scheint naemlich zur Zeit in 90% der Faelle morgens die Sonne und Nachmittags regnet es. Nach einer heissen Suppe war mir aber schon wieder waermer und mit neuen trockenen Klamotten konnte der Computerunterricht beginnen.
Dem Baby von Isabel geht es jetzt uebrigens besser. Nachdem ich es letzte Woche mit Antibiotika versorgt habe, ist es jetzt wieder wohlauf und trinkt endlich mehr. Ist echt unglaublich wie wenig sich hier um die Kiner gekuemmert wird. Selbst die Babys muessen hier einiges aushalten. Aber eigentlich kommen alle damit ganz gut klar. Ist echt schwer mit diesen Gegensaetzen zu unserer Gesellschaft umzugehen und irgendwie fuer sich zu entscheiden was der beste Weg ist. Ist schon ein Schock die Kinder hier zu sehen, aber eigentlich geht es ihnen meist gut - also handeln wir wohl oftmals total uebertrieben - andererseits passiert hier dann doch ab und zu etwas, was bei uns auf jeden Fall haette vermieden werden koennen. Lebe hier wirklich zwischen zwei Welten. Was aber auf jeden Fall auffaellig ist, dass die Kinder hier kaum spielen. Vielleicht weil sich niemand mit ihnen beschaeftigt und sie so nie gelernt haben wirklich etwas zu spielen. Nur Carolina ist in der hinsicht recht kreativ und so werden Teepakete zu Autos und Schokoladenpapiere zu Handys umfunktioniert. Ihr liebstes Spiel ist es mich damit "anzurufen" und zu behaupten, dass sie Maria (der Name Marie hat hier keine Chance) heisst und ich Carolina.
Seit Mittwoch gab es dann auch wieder Schule. Da ein Lehrer fuer diese Woche ausgefallen ist unterrichte ich jetzt von 8 Uhr bis 10.30Uhr Mathe in der 2. Klasse und von 11.30 bis 13.00Uhr Englisch in der Fuenften und Sechsten. Mathe machen sie eigentlich gerne,  aber nicht so einfach, wenn manche Probleme mit 2+2 haben und andere in 5 Sekunden 657+987 gerechnet haben. Donnerstag das gleiche Programm - habe dann aber auch noch etwas Erdkunde gemacht und ihnen erst einmal beigebracht wo auf der Weltkarte Ecuador ist. Hoffe sie wissen das morgen noch. Und ja, sie haben es noch gewusst!!! Da haben ich ihnen dann auch direkt mal etwas am Freitag von den boesen Bakterien im Mund erzaehlt, die die Zaehne aufessen. Die waren ziemlich geschockt, aber wenn sie das Zaehne putzen jetzt ein wenig ernster nehmen, waere es ja ein Erfolg.

13.04.07 Quito,


Und mal wieder in mein Hostal Secret Garden. Dieses Mal aber nicht alleine denn Daan und Clemens sind auch hier. Zusammen ahben wir uns dann mit Kathrin abends in der Stadt getroffen um ihren Geburtstag zu feiren. war aber etwas anders als erwartet, da heute (wie wir dann erfahren haben) kein Alkohol ausgeschenkt werden darf. Dies gilt nicht nur fuer den Freitag, sondern fuer das ganze Wochenende, da am Sonntag Wahlen sind. Irgendwie konnte Clemens aber dann doch einen kleinen Supermarktverkaeufer ueberreden eine Auysnahme zu amchen und so sind wir mit einem Rucksack voller Bierdosen (super fuer mich) zurueck ins Hostal. Wurde dann doch noch eing ganz lustiger Abend mit Yenga und so einem manchen Schwank aus Clemens Leben. Samstag habe ich dann mit den 2 Jungs die Altstadt erkundet. Die ist wirklich super schoen und man koennte stundenlang durch die Gaesschen laufen - nur heute nicht. Denn nach 2 Stunden ging es mir irgendwie gar nicht mehr gut und ich bin lieber ins Hostal. Ab 15 Uhr ging dann gar nichts mehr und ich habe mit Fleecejacke und Decke bei 20C im Bett gelegen und gefroren. Jetzt hat es mich also doch erwischt. Bin bis zum naechsten morgen nicht mehr aufgestanden und habe somit die samstaegliche BBQ-Party im Hostal verpasst. War aber auf der anderen Seite auch ganz froh, dass ich nicht in Quilotoa krank geworden bin. Musste aber zum Glueck auch in Quito nicht zum Arzt, denn mein Fieber hatte sich am naechsten Morgen schon wieder gelegt. Mit dem Essen klappt es zwar immer noch nicht so, aber wenigstens kann ich wieder das Bett verlassen. So wurde es ein gemuetlicher Tag auf der sonnigen Dachterasse des Hostals.
Abends kam noch Christoph im Hostal vorbei. Er ist ab naechster Woche auch Voluntaer in Quilotoa - bin ganz froh Unterstuetzung dort zu haben. Mit dem Essen hat es dann Abends auch endlich wieder geklappt und so habe ich beschlossewn wie gewohnt am Montag nach Quilotoa zurueck zu fahren.

Quilotoa, 16.04.07
 
Busfahrten sind in Ecuador eigentlich nie langweilig, da staendig jemand in den Bus kommt um Chips, Getraenke, Haehnchen oder Kaugummi zu verkaufen. Auf der Fahrt nach Latacunga gab es aber ein neues Highlight. Eine junge Frau kam in den Bus, hat eine CD eingelegt und angefangen zu singen. Nach 3 Liedern konnte man dann ihre CD kaufen - fuer 1,50$. Zwar hat sie gut gesungen, aber die ecuadorianische Musik ist nicht so ganz mein Gesckmack - bin der Meinung, dass sie sogar Kopfschmerzen verursacht.
Etwas spaeter kam Christoph auch an und so konnten wir am naechsten Tag gemeinsam den Unterricht machen. Das war so viel einfacher zu zweit, da man "die Meute" leichter in den Griff bekommt.  Danach wurde der neue Vonluntaer in den einzigen luxurioesen Platz von Quilotoa eingefuehrt: Die Laguna Crater Lodge. Das heisst nicht nur Kaffee mit frischer Milch trinken, sondern auch Sofas, Gasheizstrahler und ein richtiges Klo. Mittwoch haben sich dann morgens wir beide, 6 Familienmitglieder, 5 andere Erwachsene und 22 Kinder in einen Bus (normal fuer 16 Personen) gequetscht um zu dem nahegelegenen neuen Markt zu fahren. Leider waren alle etwas enttauescht, da es kaum Staende gab. Aber es war sonnig und Essen gab es in Mengen und so hat uns José fast von allem etwas gekauft - nur auf die Merrschweinchen-Suppe haben wir dankend verzichtet.  Da es ein super sonniger Tag war (unglaublich - es hat in den letzten 24 Stunden nicht einmal geregnet), sind wir noch ein wenig an der Lagune langgelaufen. Ansonsten ging auch unser Projekt "Wir malen Schilder fuer Josés Restaurant" weiter.  Wir mussten aber unterbrechen um an einer 1 1/2-stuendigen Versammlung teilzunehmen. Das einzige auf spanisch war mal wieder unsere Vorstellung. In der Schule mussten wir dann am naechsten Tag improvisieren, da 2 Lehrer nicht erschienen sind. Waehrend ich viel Spass mit den 3-Klaesslern hatte, ist Christoph bei Mathe in der 1. Klasse fast verzweifelt. Selbst 1+1 war noch eine Ueberforderung. War aber auch interessant bei den 3-Klaesslern. In ihrem Heft haben sie tatsaechlich als letztes Wurzelrechnung gemacht - hatten aber starke Probleme, als sie 12:4= rechnen sollten. Zweifel hier echt an dem Unterricht.  
Ansonsten ist es aber einfacher, seitdem Christoph da ist. Man hat jemanden zum unterhalten, die Klasse laesst sich eher in den Griff bekommen, man unternimmt mehr und man kann sich mit dem Feuer machen im Zimmer abwechseln. Habe ich eigentlich schon irgendwann mal erwaehnt, dass es hier in der Nacht zwischen 5-10 Grad  im Zimmer sind. Heizen bringt leider auch nicht so viel, da durch das Wellblechdach direkt die ganze Waerme entweicht, aber wenigstens kann man so Socken, lange Unterhose und Rolli aufwaermen.  Meine neueste Erfindung ist es die Sigg-Flasche auf den Ofen zu stellen, so dass sich das Wasser erwaermt und ich eine Waermflasche fuer meine immer viel zu kalten Fuesse habe. Seitdem lassen sich die Naechte hier viel besser ertragen. Eigentlich friere ich nachts auch nicht so viel. Viel schlimmer ist es morgens den waren Schlafsack zu verlassen und sich in die klammen Kleider zu quaelen. Sich waschen geht dann auch gar nicht, da das Wasser auch nicht mehr als 5 Grad hat. So trage ich mittlerweile 2 Tage am Stueck das gleiche T-Shirt Tag und Nacht (so ist das Kleidungswechseln nicht ganz so brutal) und nur bei der einmal woechentlichen Dusche in Quilotoa wird ein kompletter Wechsel vorgenommen. Immerhin um einiges oefters als die Leute hier, die nur 1 Mal pro Woche die Kleidung wechseln. Duschen hole ich dann immer um so kraeftiger in Quito nach.


Quito 20.04.07
 
 
Mal wieder in Quito, aber nicht in meinem gewohnten Hostal. Clemens frueher Mitbewohnerin ist mit einem Ecuadorianer zusammen (wohnen beide mittlerweile in London), der dieses Wochenende auch zu Besuch in Quito war. Da hat er  uns (Clemens, Daan und mich) dann direkt in seine Wohnung eingeladen. Nachdem Freitag ein recht ruhiger Pizza-Abend war, haben wir uns Samstags frueh mit einem seiner Freunde getroffen.  Der Anblick des Hauses war echt krass: ein riesiger Flachbildschirm, Bilder vom Vater mit dem Pabst und Fidel Castro, 6 Autos vor der Tuer und die Siamkatze. Wirkt alles ziemlich grotesk nach der Zeit in Quilotoa. Haben uns dann dazu entschlossen zum Mitad del Mundo zu fahren. Wie der Name schon sagt, liegt Ecuador auf dem Aequator und dieser ist nicht weit von Quito enfernt. Leider haben sie das entsprechende Denkmal einge hundert Meter zu weit entfernt vom Aequator gebaut, aber genau auf dem richtigen Aequator gibt es ein nettes Museum, das die Tatsache des Aequators beweisst: 2 m rechts von der roten Linie (Nordhalbkugel) fliesst das Wasser in einem Waschbecken gegen den Uhrzeigersinn, 2 m links der roten Line (Suedhalbkugel) fliesst das Wasser im gleichen mobilen Waschbecken im Uhrzeigersinn und genau auf dem Aequator, fliesst es einfach gerade durch den Abfluss. Haette nicht gedacht, dass die Kraefte sich auf so einem kleinen Streifen aufheben. Aber noch seltsamer ist es, dass man selber keine Kraft mehr auf dem Aequator hat. Haelt man 2 Meter davon entfernt die Haende hoch und eine andere Person soll sie runterdruecken geht das nicht so einfach, aber auf dem Aequator hat die andere Person gar keine Probeleme - ist so als ob man keine Muskeln mehr dort haette. Das war mir dann echt zu unheimlich und so haben wir lieber nach traditioneller Art mit Pfeilen und Federschmuck versucht Kakteen abzuschiessen.
Abends gab es dann in unserer "WG" mit Estephan eine super Party. Da um einiges mehr Ecuadorianer als Gringos (so werden die Touris hier genannt), wurde kraeftig getanzt. Leider koennen wir uns immer noch nicht so ganz mit der Musik anfreunden und waren ganz aus dem Haeuschen, als sie mal fuer "uns" Nirvana gespielt haben. Unser rumgehuepfe haben sie dann auch nur mit verwirrtem Blicke verfolgt - wird wohl nicht als Tanzen akzeptiert. War aber ein echt netter Abend und so kamen wir erst gegen 4 Uhr ins Bett. Entsprechend muede waren wir am naechsten Tag, aber wir folgten der ecuadorianischen Tradition nach so einer Nacht morgens Fisch und Bier (nur der Fisch hat mir schon gereicht) zu fruehstuecken.  Mittags ging es dann wieder in den Secret Garden, wo ich mich mit Christoph getroffen habe, um am naechsten Tag wieder nach Quilotoa zu fahren.
 
Quilotoa, 23.04.07
 
War schon die letzten Wochen immer sehr einfach im Dorf, aber heute wird das ganze noch einmal getoppt: seit 3 Tagen gibt es keinen Strom mehr und der Wassertank ist leer. Also kein Licht in der Nacht, keine Dusche, kein Computerunterricht fuer die Kinder, keine Moeglichkeit sich die Haende zu waschen....  Aus Frust machen wir abends ein grosses Feuer in unserem Zimmer. Dieses Mal passe ich aber besser auf, da mir dabei letzte Woche meine Jeans (die eigentlich nur trocknen sollte) angeschmort ist. Der Unterricht in der 5 . und 6. Klasse war dann auch ziemlich chaotisch, Mathe ist ausgefallen (warum auch immer) und dann hat sich alles voller Wolken zugezogen. Die einzige gute Nachricht: Strom geht wieder. Uns so haben wir uns in das Hotel verzogen und fuer 3 Stunden Kaffee getrunken, gelesen und mit den Angestellten DVDs geschaut. Am Mittwoch war dann die Hochzeit von Sandra (Tochter on José) und Celso. Dafuer wurden ca 40 Leute auf einen kleinen Transporter verfrachtet und ab ging es ins 30 Minuten enfernte Zumbahua. Ein Erlebnis fuer sich - kam mir vor wie auf einem Viehtransport. Die standesamtliche Trauung war schnell erledigt und  danach ging die ganze Gesellschaft in eine Halle, wo es essen fuer alle gab: Huehnerfuss-Suppe und danach (welch uebrraschung) Haehnchen mit Reis. Wir haben dann gefragt, was jetzt passiert: Die Antwort: SAUFEN. Alle haben sich um die Tische gesetzt und angefangen Bier, Wein und Rum zu vernichten. Dabei sind alle immer rumgelaufen und haben versucht den nicht so trinklustigen Rest abzufuellen. Zu dem Rest habe auch ich gehoert, da mir einfach nicht um 12.30 Uhr Mittags nach "Ich gebe mir jetzt die Kante" war. Christoph meinte nur es erinnert ihn an Fruehschoppen und irgendwie war es auch lustig. 2 Stunden spaeter ging es mit einer Camionetta zurueck, wobei wir aufpassen mussten, dass Fausto nicht von der Ladeflaeche kippt. Heil angekommen, mussten wir feststellen, dass mal wieder der Strom ausgefallen ist und es so heute keinen Computerunterricht geben konnte. Deswegen haben Christoph und ich uns nach den Feierlichkeiten erst einmal wieder ins Hotel zurueckgezogen. Nach unserem Cafe wollten wir ein Arbeitsblatt fuer den Englishunterricht vorbereiten, da der Strom jetzt wieder ging. Wir sind aber ganz schnell wieder aus Joses Haus gefluechtet: Die haben tatsaechlich die ganze Zeit weitergesoffen und nun total fertig auf und unter den Baenken gehangen. Ein leicht saeuerlicher Geruch hat das Ganze  unterstrichen und wurde von Gejammer und Geheuleder Maenner begleitet. Da konnten wir wirklich nicht zu abend essen. Also erst einmal Holz fuer die Nacht gesaegt und dann mal wieder ins Hotel. Zufrieden haben wir dort unser Kaesesandwich gegessen und die Tempelritter geschaut. Donnerstag haben wir dann versucht den Kindern den Weltraum naeher zu bringen. Bei Erde, Sonne und Mond konnten sie uns noch folgen, aber als wir etwas von anderen Planeten erzaehlt haben, wurden wir nur noch mit grossen Augen angestarrt. Schon ein Unterschied, wenn Kinder nicht mit StarWars und StarTrek aufwachsen.

26.04.2007, Quito
 
Heute geht es schon einen Tag frueher nach Quito, da wir uns urspruenglich mit der viventura-Organisation treffen wollten. Das machen wir aber jetzt am Samstag in Quilotoa, wo die "richtige" Hochzeitsparty am Wochenende steigt. So nutzen Christoph, Kim und ich erst einmal den Freitag um ins Museeum Guyasamin zu gehen. Dieser ist ein recht beruehmter Maler aus Quito, von dessen Werken wir ziemlich beeindruckt waren. Hab ja nicht viel Ahnung davon, aber da waren richtig viele Emotionen in den Bildern. Ansonsten haben wir aber nicht so viel unternommen. Erwaehnenswert ist ansonsten nur unser Ausflug ins Steak-House (Ribs und Steak), den wir ziemlich genossen haben nach der woechentlichen Kartoffel, Reis- und Haehnchen-Kur. Abends habe ich noch Tipps von meiner Dorm-Room-Mitbewohnerin Meg bekommen. Sie ist etwas 65 und hat die letzten Jahre in Sydney gewohnt und mir kostenlose Segelmoeglichkeiten in Sydney aufgeschrieben. Freue mich echt schon auf die Stadt - haben jetzt schon Uebernachtungsmoeglichkeit von dem netten Paerchen aus Sydney angeboten bekommen und jetzt auch noch segeln. Freue mich echt schon darauf. Muss auch ehrlich sagen, dass es Zeit wird das Land zu wechseln. Suedamerika ist echt klasse, freue mich aber auch schon darauf bald etwas Neues zu erleben. Immerhin geht in 2 Wochen schon der Flug nach Neuseeland.
 
28.04.2007 Quilotoa
 
Kim hat entschieden sich die Hochzeitsparty in Quilotoa nicht entgehen zu lassen und kommt so mit uns. Von wegen ab 16 Uhr geht es hier los!!!! Wir sind die einzigen Gaeste und das geschlachtetet Schwein ist noch nicht einmal auf dem Grill. Aber das ist halt Ecuador - wie konnten wir nur so naiv sein. Hier muss man immer 2 Stunden auf die angegebene Uhrzeit aufschlagen. Da es regnet und der Computer der Party wegen verstaut wurde, hiess es mal wieder "ab ins Hotel". Aber da laesst es sich ja gut aushalten, besonders da uns der Koch extra Popcorn gemacht hat. Als wir dann zurueck tigern sind auch Gaeste da. Nach Schwein, Huhn und Kartoffeln mit Sosse (das erste Mal, dass ich hier Sosse erlebe) geht es in das Nebenzimmer. Dort treffen nach und nach richtig viele Leute ein. Dann gibt es noch einmal eine Art Zeremonie fuer das Paar und dann wird getrunken. Jedenfalls dachten wir das und schluerfen gemuetlich unseren Wein. Hier heisst es aber erst einmal wieder essen. Suppe mit einem Viertel-Haehnchen drin. Jetzt aber feiern, aeeeehh doch noch nicht. Jetzt gibt es erst einmal noch fuer jeden noch Reis mit Nudeln und Spiegelei. Wem es zu viel isst lehnt ab (wie wir) oder schuettet es in die mitgebrachte Plastiktuete (die anderen). Dann kam tasaechlich noch suesses Gebaeck. Unser Wein ist mittlerweile leer und wir sind etwas enttaeuscht, da es nicht ganz die grosse Party ist die wir uns vorgestellt haben. Als sich dann immer noch nichts tut, die ersten Leute im Heu einschlafen und niemand zu trinken anfaengt, verkruemeln wir uns auch gegen 23.30 Uhr. Aber wir haetten uns eigentlich denken muessen, dass bei den angeschleppten Getraenke-Menge noch irgendetwas kommt. Ich weiss nicht was die Nacht uebr los war, aber als wir morgens um 8 Uhr das Restaurant betreten sind einige immer noch kraeftig am trinken und tanzen. Da man aber schon durch die Luft des Raumens betrunken wird, wandern wir heute fuer das Fruehstueck ins Nachbarhostal aus. Da Kim noch bis Mittags Zeit hat, nutzen wir die Zeit um zur Lagune runterzulaufen. Das dauert ca. 40 Minuten ist ist eine super schoene Wanderung. An der Lagune glaubt man sich am Meer, da es dort durch ihren hohen Mineraliengehalt nach Salz und Meer riecht. Bis dahin war es ganz entspannt, aber der Aufstieg hat es echt in sich. Nach Sauerstoff schnappend erreichen wir 1 ½ Stunden spaeter endlich wieder den Kraterrand. Da aber die Partyraeumlichkeiten immer noch nicht sehenswert waren und Kim nach Quito zurueck ist, sind Christoph und ich - richtig!!! - ins Hotel. Mit DVD und Buch haben wir dann schnell 3 Stunden rumgekriegt. Klingt echt doof, aber heute waren wir ziemlich genervt. Der Ausflug war nett, aber alle sind total betrunken, das Restaurant ist ein Schweinestall, das Klo ist schon seit letzter Woche kein schoener Anblick mehr und ist von der Party nicht besser geworden und die Kinder laufen total verschmutzt und hungrig durch die Gegend. Nichts gegen die Feier, aber die Zustaende sind eigentlich nicht mehr tragbar. Bei unserer Rueckkehr war wenigstens das Restaurant wieder etwas sauberer und wir konnten zu Abend essen. Am naechsten Tag war José wieder fit und so konnten wir Lebensmittel an die 4 Schulen verteilen. Seit 1. Maerz kamen die staatlichen Lebensmittellieferungen fuer das Schulfruehstueck nicht mehr und so wurden jetzt mit Spendengeldern Reis, Haferflocken, Zucker und Broetchen gekauft. Der Ausflug mit der Camionetta hat fast 4 Stunden gedauert, den Christoph und ich meist sitztend auf Reissaecken verbracht haben. Also richtig viel zu tun heute. Abends kam naelmlich auch noch ein deutsche Reisegruppe. Da dies Christophs letzter Abend in Quilotoa war, hat er das zum Anlass genommen um die halbe Tragoflasche (Zuckerrohrschnapps) zu leeren. Das hatte dann zur Folge, dass ich am naechsten Tag den Unterricht in der Schule wieder alleine gemacht habe. Habe versucht die Kidner auf den naechste Woche bevorstehnden Englisch-Test vorzubereiten. Viel ist glaube ich nicht haengengeblieben.
 
 
01.05.07 Quito/Tena,
 
Da sind wir auch schon wieder nach Quito. Habe naemlich beschlossen, dass es nicht geht so lange in Ecuador zu sein und nie den Dschungel gesehen zu haben. So ist einmal Englisch in Quilotoa ausgefallen und fuer mich ging es dafuer mit 7 weiteren Leuten (3 aus Daenemark, 2 aus Australien und 2 aus Irland) nach Tena. Dort sind wir dann mit Gummistiefeln ausgestattet zu unserer Bambushuette gestampft. Waren auch direkt pitschnass, da bei der 3 Flussueberquerung fast alle ausgerutsch sind. Zum Glueck ist es aber warm hier. Angekommen, war fast die ganze Familie von Fidel da. So gab es dann einen traditionellen Tanz von den Kindern und von Fidel haben wir eine Einweisung ins Schamanentum bekommen. War sehr interessant - nur leider zu doof, dass ich die einzge war die ungefaehr verstanden hat was Fidel so erzaehlt hat:Er kann nur spanisch und der Rest nur Englisch. War also Dolmetscherin fuer die naechsten 3 Tage - was angesichts der Themen nicht immer einfach war.
Am naechsten Tag ging es dann zur Dschungelwanderung. Dabei hat uns Fidel die ganzen verschiedenen Pflanzen erklaert. Das hat echt Spass gemacht und war super beeindruckend. Unser Tagesziel war dann eine ziemlich offenen Hoehle mit Haengematten und einem Wasserfall als Dusche. Das war einfach nur super, also ab in die Haengematte gelegt und den Ausblick genossen. Ich bin dann eigentlich auch nicht mehr aufgestanden, da mein Magen gegen irgendetwas rebelliert hat und ich mich fuer 14 Stunden Schlaf entschieden habe. So ging es mir am naechsten Tag schon besser. Da ging es dann wieder zurueck und unser Angelglueck wurde getestet. Das Resultat: heute gibt es Pasta mit Thunfisch aus der Dose. Dafuer waren wir danach erfolgreicher im Schmuck basteln, Pfeile schiessen und Schokoladen herrstellen. Besonders letzteres hat es mir natuerlich angetan und das Ergebnis war "mmhhhhh". Samstags sind wir dann an den Rio Napo, der ein Zuflusss des Amazonas ist. Mit einem Kanu ging es zu Amzoonicas. Dies ist ein Reservat mit Aufzuchtstation, wo wir dann endlich mal ein paar Tiere zu Gesicht bekommen haben - davon haben wir im Dschungel naemlich leider (naja kommt auf das Tier an) nicht so viel gesehen. Zum Abschluss sind wir dann auch noch einmal im Fluss baden gegangen, wobei sich kaum jemand wirklich vom Ufer weggetraut hat. Nach den ganzen Schaeurgeschichten mit den Ancanondas war uns das allen nicht so geheuer. Mit allen 10 Zehen und Fingern gng es dann aber vollzaehlig Nachmittags wieder auf den Heimweg. Der Dschungel hat mir echt super gefallen. Die Natur ist sehr beeindruckend und ich freue ich schon darauf in Australien und Asien mehr davon zu sehen. In Quito habe ich mich aber erst einmal gefreut, dass sie noch einen Burger bei der BBQ-Party im Hostal fuer uns uebrig hatten ... und zum Nachtisch tasaechlich Banana-Split. Was (neben der Dusche) braucht man mehr nach einem 3 -taegeigen Dschungel-Trip!

08.05.07, Quilotoa
Tja, das ist nun meine letzte Woche in Quilotoa. Ist ueberhaupt ein Wunder, dass ich da lebend angekommen bin. Beim Fahrstils des Busfahrers ist einem echt Angst und Bange geworden - und zwar nach ecuadorianischen Massstaeben (ueberholen am Berg im Kurven ist hier Standard - und wenn es eng wird faehrt man halt auch mal mit 80 km/h ueber die Wiese weiter). Kein Wunder, dass wir zwischendurch auch mal einen Hund ueberfahren haben - leider hat er es auch noch ueberlebt. Das Gejaule war echt eine Qual - haette aber auch ein Mensch sein koennne. Wenn hier ein Verkehrsunfall passiert, halten die meistens auch nicht an um sich um den Passanten zu kuemmern. Gut, dass ich vor 1 Jahr in Deutschland und nicht hier von einem Auto gefahren wurde. Hier kaempft jeder mehr fuer sich alleine und Mitleid gibt es nicht sonderlich viel. Mitleid kommt wohl erst mit einem bestimmten Wohlstandsniveau (Erinnert mich gerade an die Maslowsche Beduerfnispyramide).
Auf jeden Fall war ich nicht alleine unterwegs nach Quilotoa. Doerthe von Visocial war auch dabei fuer 1 Tag. Fuer die Woche war naemlich geplant Karten mit den Kindern fuer ihre Paten in Deutschland zu basteln. Das ist aber nicht so einfach. Erst einmal die Kinder zusammen kriegen, dann Foto von jedem Kind, dann Karten mit den Kindern basteln und danach die Texte fuer die Kinder schreiben (denn selbst wenn sie ueber 10 Jahre sind, heisst dass noch lange nicht, dass sie richtig schreiben koennen).  In den Schule ging es noch ganz gut, da man da die Kinder zusammen hat, aber wenn sie auf eines der Colegios gehen (ist nur Samstags) muss man die Kinder so finden und das ist gar nicht so einfach mit nur einem Namen, denn Adressen gibt es hier ja nicht. Ab Mittwoch musste ich dann auch alleine damit weiter machen. Habe ca. 100 Karten fertig bekommen. Aber als es nicht schon genug Arbeit war habe ich am Donnerstag noch den angekuendigten Englisch-Test verwirklicht. Weiss ja nicht wie Examen hier normalerweise ablaufen, aber ich fand es ziemlich chaotisch. Die Kinder reden die ganze Zeit, laufen rum und versuchen natuerlich von den Unterlagen abzuschreiben. Nach ettlichen Ermahnungen hat es mir dann gereicht und ich habe den "Spickern" die Blaetter abgenommen und "0" Punkte darauf geschrieben. Da waren sie sogar zum ersten mal etwas geschockt. Ich glaube die Lehrer sind sonst nicht so konsequent hier. Naja, insgesamt ist der Test, dann ziemlich schlecht ausgefallen. Die besten 4 haben dann wenigstens als Belohnung kleine Geschenke bekommen. Viel ist echt nicht an Englisch haengen geblieben. Da aber die Zustaende in Spanisch nicht viel besser sind, sollte man wirklich ueberdenken, ob man das nicht mit Englisch sein laesst und denen erst einmal Spanisch und Mathe richtig beibringt. Kann wirklich nicht angehen, dass 16-Jaehrige noch nicht "ich gehe"/"ich werde" => "yo voy" schreiben koennen und das obwohl sie schon auf dem Colegio sind.
War also wie gesagt viel los in der letzten Woche, was aber auch den Vorteil hatte, dass ich eigentlich jeden noch einmal gesehen habe. War wirklich traurig nun immer "ciao" sagen zu muessen. Auch wenn es nicht immer einfach war, sind die Leute hier einem schon ans Herz gewachsen. Zum Abschluss haben ich mit der Familie dann aber noch gemeinsam Kuchen gegessen - hat sich angeboten, da Josè an dem Tag auch Geburtstag hatte. Obst hatte ich auch noch besorgt - ein "letzter" Vitaminschub fuer die Kinder. Habe mich zum Abschluss dann damit getroestet, dass ich auf jeden Fall in ein paar Jahren alle noch einmal in Quilotoa besuchen werde.
Was ist denn jetzt mein Fazit. Ist echt immer noch schwer das zu sagen. Bin froh diese Erfahrung gemacht zu haben, die Zeit hat mich auf jeden Fall gepraegt. Das Leben dort ist so anders und die Prioritaeten so unterschiedlich, dass man einfach zu ganz neuen Denkweisen angeregt wird. Man sieht Dinge auf einmal mit ganz anderen Augen. Es hat auf jeden Fall auch meine Sichtweise zu den "armen Leuten" veraendert. Mein Mitleid ist irgendwie gesunken - nicht fuer alle, aber wenn es zu viel Hilfsprojekte oder Tourismus gibt, dann ist es auch nicht gut.  Vorher hatten sie in einfachen Huetten von der Landwirtschaft gelebt, das war zwar hart, aber die Leute kamen damit klar. Jetzt wurden sie in kuerzester Zeit mit der "neuen Welt" konfrontiert und nehmen dort alles bedingungslos als gut an. Sie koennen aber ueberhaupt nicht damit umgehen und geben ihr weniges Geld nur fuer "Luxusartikel" aus, anstatt Gesundheit, ausgewogenen Ernaehrung, Kleidung,... Sie wollen nur noch haben, haben,haben und dafuer sollen Touristen und Hilfsorganisation zahlen. Der Eigenanteil und die Motivation selber dafuer etwas zu leisten ist aber ziemlich gering und das macht einen manchmal ziemlich wuetend. Genauso, dass sie sich dann nicht um Sachen kuemmern, wenn sie etwas geschenkt bekommen. Alles verwahrlost, da sie nie gelernt haben mit Sachen umzugehen. Dabei ist etwas Sauberkeit (und das sage sogar ich) nun keine Sache von Geld. Meine Familie beschwert sich z.B., dass keine Leute in ihr Hostal kommen, aber wer das Bad sieht dreht halt auf der Stelle um. Also anstatt 3 Stunden in der Sonne zu sitzen, sollte halt mal jemand jeden Tag 5 Minuten das Bad putzen. War wirklich oft veraergert ueber die Beschwerden und die Frage und Bettelei nach Geld, wenn von denen Leuten selber so wenig kommt. Aber kann auch verstehen, das es schwer fuer sie ist mit ihrem Leben jetzt umzugehen, das sich irgendwo in der Schwebe zwischen Tradition und "Neuer Welt" befindet. Sie sind entwurzelt aber noch nicht an einem neuen Platz angekommen.

10.05.07 Quito
Nun beginnt die riesen Packaktion. Bin mit Rucksack und Reisetasche in Quito vor 2 Monate angekommen und moechte jetzt nur mit Rucksack weiterreisen. In Quilotoa hab ich schon einiges verschenkt, der 2. Schritt ist nun ein Paket nach Deutschland. 1 Stunde hat der ganze Akt gedauert (man muss alles auspacken, einzeln wiegen, notieren,...) und dann war mein Gepaeck um 8 Kilo leichter.
Bin jetzt echt schon nervoes, da ich Johannes bald wiedersehe. 2 Monate sind echt eine lange Zeit. Freue mich jetzt aber auch sehr auf Neuseeland. Mal wieder unbeschwert im Bus reisen und nicht jeden als potentiellen Dieb ansehen zu muessen. Hatte aber heute eine echt nette Busfahrt durch die Stadt. Bin mit einer Frau ins Gespraech gekommen und ploetzlich waren noch 4 Leute daran beteiligt. Dann bekommt man auch gleich immer etwas zu Essen angeboten (geroestete Bohnen - peinlicher Weise wusste ich nicht, dass man die vorher schaelen muss und habe gekaut und gekaut und gekaut... - zur Belustigung der anderen). War total nett und das sind dann die richtig netten Seiten Suedamerikas.
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stiller
stiller on

Abseits der Zilvilisation
Liebe Marie, trotz alle Widrigkeiten wird es bestimmt eine Zeit vieler neuer Erfahrungen und spannender Erlebisse. Wir wünschen dir auf jeden Fall alles Gute und freuen uns immer wieder (mit Spannung) über neue Nachrichten. M + P

schneekeks
schneekeks on

Na Du!?
Hy Schwesterlein!
Komm ja garnicht mehr nach mit lesen....hört sich ja alles echt interesant an!Hoffe dir gehts auch wirklich noch gut!? Das mit dem treffen in Indonesien wird woll leider nix, da ich bei meinem Praktikum voll eingespannt bin!!!!
Aber bring mir doch bitte ein Meerschwein aus Equador, ein Billabong Shirt aus Neuseland und eine perfekte Welle aus Indonesien mit!Danke!!!! Liebe Grüße aus dem viel zu warmen MAINZ! *aline*

Linda on

Hallo!

Hört sich spannend an was du hier schreibst!
Ich schreibe gerade meine Bachelor-Arbeit über Freiwilligenarbeit und suche noch etwas Unterstützung! Darf ich deinen Blog verwenden? Und wärst du bereit einen kurzen Fragebogen für mich auszufüllen? Du wärst mir eine große Hilfe denn deine Berichte sind wirklich interessant!
Meld dich einfach unter: lindakuhl@web.de

Würde mich sehr freuen von dir zu hören!
Ganz liebe Grüße
Linda

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