Chile - Seengebiet - Noerdliches Patagonien

Trip Start Jul 30, 2006
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Trip End Jul 28, 2007


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Thursday, February 1, 2007

01.02.07, Puerto Montt

Wir sagen nur "Salon Cama". Da uns von unserem naechsten Ziel Puerto Montt (noerdl. Patagonien) 12 Stunden Busfahrt trennen, entscheiden wir uns fuer die extrabreiten Schlafsitze und fahren ueber Nacht. Auch wenn Chile fast europaeisches Preisniveau hat sind Busfahrten extrem guenstig. Angekommen, reisst uns die Stadt nicht gerade vom Hocker und so entschliessen wir uns dazu nach ein paar Stunden auf die nahegelegene Insel Chiloe weiter zu fahren. Unser Hostal ( Esmeralda by the Sea) ist dafuer eine echte Erholung und das Abendessen vom Herbergsvater Carlos ein echter Traum: frische Muscheln und Lachs satt. Da wir aber zum Trekken hier sind geht es amnaechsten Morgen zu dem Nationalpark der Insel. Ausgestattet mit vielen Tips der anderen Hostalbewohner erreichen wir nach 2 Stunden holpriger Fahrt im ueberfuellten Bus den Park. Da es leicht regnet packen wir uns und unser Gepaeck regensicher ein und folgen dem Weg am Strand entlang. Links rauschen die Wellen der Brandung und auf der anderen Seite erstreckt sich hinter den Duenen Regenwald. Zwischen diesen Gegensaetzen laufen wir den halben Tag, bis wir einen schoenen geschuetzten Platz zum Campen an einem Fluss finden. Die geringe Gebuehr an den Parkwaerter oder wer auch immer das war auf dem Pferd, denn danach erscheinen noch zahlreiche weitere Personen (nach dem Motto: "Versuchen kann ich es ja mal") die gerne den Betrag von uns eingefordert haetten. Das hielt uns aber nicht von einem gemuetlichen Pfannkuchenfruehstueck ab, zumindest solange nicht, bis die erste Pferdebremse auftauchte, und noch eine, und noch eine...
Entnervt brechen wir die Zelte ab und fluechten mit Sack und Pack zum Strand. Aber zu frueh gefreut, denn wir werden den ganzen Tag von unseren neuen Freunden begleitet. Zum Glueck stellt sich raus, dass die Tierchen super-langsam sind: zwei Minuten zum Platz suchen und zwei Minuten zum Stechen. So erreichen wir nach einem sonnigen Tag unbeschadet das Inselstaedtchen Castro. Von da aus geht es am naechsten Tag nach Puerto Varas (Festland), welches viel schoener ist als Puerto Montt. Dies ist auch unser Ausgangspunkt fuer unsere naechste Wanderung. Hierfuer geht es erst einmal mit dem Bus unterhalb des Vulkanes Osorno und dann mit einem kleinen Bootchen (und dubiosen Verhandlungen) ueber den Largo Todos las Santos nach el Rincon. Angekommen heisst es Rucksaecke auf und los gehts. Die ersten Kilometer sind wir doch etwas irritiert, da wir glauben fast ueber die Almen im Oberallgaeu zu laufen, jedoch aendert sich das ganz schnell als wir zum ersten mal ploetzlich in einem Bambuswaeldchen stehen. Sehr merkwuedrig, wenn einem die Umgebung so vertraut vorkommt und dann doch wieder ganz anders ist. Genauso suspekt wie die Landschaft sind die Bruecken hier. Mit Marke Eigenbau ueberqueren wir hier zahlreiche Gebirgsbaeche - zum Glueck halten alle Konstruktionen. Nach einem anstrengende Tag (leider auch ab und zu mit Regen) erreichen wir abends unser Tagesziel: Die heissen Thermen (baņos de callo). Ausser uns sind auf dem weiten Gelaende "Campingplatz" nur ein israelisches Paerchen, welches uns direkt ein Glas Rotwein einschenkt, mit dem wir uns in die heissen Quellen verziehen. Welch eine Wohltat fuer Koerper und Geist.
Am naechsten Tag geht es dann zu viert weiter. Die Landschaft bleibt abwechslungsreich und wir geniessen die Tour mit unseren neuen Begleitern. Mit der Abendsonne erreichen wir unser Camp, welches dirket am See gelegen ist mit perfekten Blick auf die Vulkanlandschaft. Am Wasser unternehmen Sahid und Johannes motiviert Angelversuche, die aber erfolglos bleiben. Also doch Kartoffelbrei mit Pilzsosse am Lagerfeuer.
Gemuetlich geht es am naechsten Tag in der Sonne am See entlang von wo aus wir den Bus zurueck nach Puerto Varas nehmen. Jetzt aber schnell unter die Dusche, denn jeden Moment koennen Justin und Chloe (unsere neuseelaendischen Mitbewohner aus Canada, die jetzt fuer die Weinlese in Chile sind) in unserem Hostal vorbei kommen.Wir schaffen es rechtzeitig und so geht es (wohlriechend) in die naechste Bar auf ein paar Drinks.
Den naechsten Tag verbringen wir gemuetlich mit Kaffee trinken und einem Ausflug zum Strand des Sees. Unser Abendprogramm steht auch schon: Das grosse Salmon-Tasting in Puerto Varas. Ausgestattet mit einem Teller kaempfen wir uns foermlich (Chilenen haben noch nie etwas von Anstehen oder Hofelichkeit gehoert) von Stand zu Stand und probieren Lachskoestlichkeiten in allen Variationen. Damit der Durst nicht zu kurz kommt gibt es auch eine Weinprobe, bei der in "pfaelzischen Mengen" eingeschaenkt wird. Wir finden viel Freude an der Veranstaltung und verlassen so das Zelt als letzte Gaeste, nachdem nun wirklich nichts mehr essbares oder trinkbares aufzutreiben war. Noch ein letzter Drink in der Bar, bevor es zurueck ins Hostal geht. Denn morgen geht es fuer uns alle mit dem Bus weiter: Justin und Chloe Richtung Norden und wir Richtung Sueden.
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