Ab in den Schnee

Trip Start Jul 30, 2006
1
8
21
Trip End Jul 28, 2007


Loading Map
Map your own trip!
Map Options
Show trip route
Hide lines
shadow
Where I stayed

Flag of Canada  , British Columbia,
Sunday, December 10, 2006

10.12.2006 Big White

Ab in den Schnee. Schnell haben wir Kelowna mit unserem vollgepackten Pimp-Car erreicht und von da aus ist es nur noch ein Katzensprung bis ins Skigebiet. Zu frueh gefreut. Auf der Bergstrasse begab sich die Temperaturanzeige des Motors in unangenehme Bereiche. Gewarnt von dem geschmolzenen Motor unserer austraischen Mitbewohner, halten wir lieber an. Nach 1 1/2 Stunden hat sich der Motor soweit abgekuehlt, so dass wir die Kuehlfluessigkeit kontrollieren koennen. Mmmh, damit ist alles in Ordnung. Also weitefahen und schauen wie sich der Motor verhaelt. Ergebniss nach 7 Minuten Fahrt war er wieder zu heiss. Das Ende vom Spiel war dann, dass wir alle 5min angehlaten haben, eine riesige Ladung Schnee auf den Motor geworfen haben und alle stoppenden Autos erklaert haben "everything alright". Ziemlich erschoepft erreichten wir gegen 22Uhr das Hotel. Zum Trost gab es ein superschoenes Zimmer mit Kamin.
Leider sind in Big White noch nicht alle Lifte offen, aber der extrem trockene und pulvige Schnee (auch Champaign-Powder genannt) entschaedigt uns. Das Skifahren in Nord-Amerika unterscheidet sich von dem was wir aus Europa kennen. Pro Berg gibt es meist nur einen Lift, der einen an die hoechste Stelle bringt. Danach nimmt man entweder eine der vielen Pisten oder man sucht sich seinen eigenen Weg durch die Baeume. Johannes ist natuerlich direkt den Waldabfahrten verfallen.
Zwar hat man hier viel Spass auf der Piste, aber mit dem Apres-Ski klappt es hier noch nicht so richtig. Und da wir in der Vorsaison hier waren, war das ganze Resort Abends wie ausgestorben. So machten wir uns eine gemuetliche Zeit zu zweit.
Nachdem der Weg nach Big White schon sehr spannend war lies sich das Pimpmobil fuer die Rueckfahrt noch mal ordentlich was einfallen und sprang einfach nicht mehr an. Nachdem Ueberbrueckungsversuche erfolglos blieben, mussten wir uns teuer abschleppen lassen und befuerchteten fuer die Reparatur das Schlimmste. Aber Puuh, mit einer 30$ Reparatur war es am Ende doch ein Schnaeppchen.
Somit schafften wir es spaet Abends wieder zurueck nach Penticton und konnten so am naechsten Tag zur großen Weihnachtsfeier unseres Weingutes.
 
 
Samstag 16.12.2006,  Penticton
 
Es war sehr schoen alle wieder auf der Weihnachstfeier zu sehen. Der Abend war fuer uns besonders erfolgreich, da Marie nuetzlicher Weise eine Fleece-Weste beim Losen gewann und Johannes der Traum eines jeden Reisenden ueberreicht wurde: Ein 12 Kilo schweres Jumbo-Boccia-Set. Weiter gefeiert wurde wieder mal im Blue Mule um dann die Nacht wie immer bei unserer Chefin Brooke ausklingen zu lassen.
 
Noch etwas uebermuedet haben wir uns dann alle Nachmittags um den Herd versammelt, um ein Internationales Abschiedsessen zu kochen. Fuer diesen kulinarischen Event ( von Lachs ueber Elchsalami bis zu Schnitzel und Spaetzle) haben sich sogar einige Kollegen auf den verschneiten Weg zu unserem Haus gemacht. Das war aber auch gut so, da das Pimpmobil mal wieder quer im Tiefschnee gesteckt hat. So konnten wir es zu zehnt bequem zurueck auf die Strasse heben. Das war wirklich ein sehr schoener Abschiedsabend incl. naechtlichem Snowboarden durch die Weinberge und einem Blumenstrauss an australischen Trinkspielen.
 
Montag 18.12.2006,  Sun Peaks
 
Am naechsten Tag hies es dann endgueltig Abschied nehmen vom Hawthorne-Mountain-House. Wer haette gedacht, das wir hier so viele nette Menschen kennen lernen. So faellt uns der Abschied sehr schwer.
Ohne groessere Probleme erreichen wir am spaeten Abend das Hostel in Sun Peaks. Von aussen betrachtet erhalten wir erst einmal einen Schock: Eher ein Werkzeugschuppen als ein Hostel!! Wir aendern unsere Meinung aber schlagartig, als wir innen auf die Party stiessen. Zur Erklaerung: Die zwei Hostel-Eltern aus Hamburg haben gestern geheiratet und feiern heute mit allen Gaesten und eigentlich dem halben Skigebiet. Hier ist es wirklich gemuetlich und es faellt einem nicht schwer sich schnell wohlzufuehlen. Zur Erkundung des relative grossen Skigebietes geht es entweder zu zweit oder in einer großen Gruppe, die sich morgens spontan im Hostel zusammenfindet. Wie auch immer. Relativ schnell trifft man an jedem Lift auf bekannte Gesichter. Langweilig war es deshalb nie und ueber die Partys hier kann man sich wirklich nicht beschweren.
Johannes hat dann auch direkt seinen (von Oma zu Weihnachten erhaltenen) neuen Helm bei seinem Ausflug in den Terrain parc auf die Probe gestellt. Der Kopf blieb heil, dafuer hatte er einen steifen Hals fuer die naechsten Tage. Unglaublich, dass es dieses Mal nicht Marie getroffen hat. ;-)
Das  Hostel wurde mittlerweile weihnachtlich Geschmueckt und hat somit endgueltig den absoluten Wohlfuehlfaktor erreicht.
Schweren Herzens verlassen wir Sun Peaks und machen uns ueber Vancouver mit der Faehre auf den Weg nach Victoria. Dort werden wir mit Gabi, Neil, Carla und Kenny Weihnachten feiern.
 
23.12.2006 Victoria
Wir sind jetzt doch keine Weihnachtswaisen, da uns die "Mathesons" uns fuer die Feiertage adoptiert haben. Zusaetzlich durften wir netter Weise im Haus von Freunden von Gabi ueber die Feiertage wohnen, da diese selber verreist waren. Unglaublich wie nett die Leute in Canada zu Fremden sind.
Am 24. beginnt also dann unser Weihnachtsmarathon. Nach deutschem Brauch wird vor dem Weihnachtsbaum gesungen und nach dem Essen schon am selben Abend die Bescherung gestartet. Am naechsten Morgen hingen dann nach canadischer Tradition die gefuellten Socken am Kamin. Neben Geschenken aus Deutschland, hat uns Santa (Danke Gabi) auch nicht vergessen. Nach dem gemuetlichen Brunch ging es fuer Marie und Johannes zum Weihnnachtsspaziergang am Meer. Schon merkwuerdig an diesem Tag Surfer statt Skifahrer zu beobachten. Abends traf sich dann wieder die ganze Weihnachtsgesellschaft zum grossen Truthahnessen. Neben uns waren noch die Partner von Carla (Trevor) und Kenny (Liane) und somit kam richtige Familienstimmung auf. Das Essen war so lecker, dass wir gar nicht mehr aufhoeren wollten, aber ein wenig Platz haben wir doch gelassen, da es noch nach Neils schottischer Tradition einen flambierten Christmas Pudding gab. Vorher wurden aber noch die mehr oder weniger vorhandenen Malfertigkeiten aller bei einer sehr lustigen Spielrunde auf die Probe gestellt. Was fuer ein schoenes (internationales) Weihnachten.
Wir haben die Tage bei den Mathesons sehr genossen und uns richtig wohl gefuehlt, es ist aber trotzdem ein merkwuerdiges Gefuehl Weihnachten zum ersten Mal nicht mit der eigenen Familie und Freunden verbringen zu koennen. So freuen wir uns jetzt schon auf das naechstes Weihnachtsfest.
Da aussser uns noch die "halbe" Belegschaft von unserem Weingut in Victoria waren, nutzten wir den 26. fuer ein Wiedersehen. Erst wurden wir von Blairs Familie zum Reste vertilgen eingeladen. Dort wurde uns dann sehr ("sehr") ausfuehrlich von den Jugendjahren des Vaters in Deutschland berichtet. Danach haben wir noch Chloe und Justin auf ein Weihnachtsbier getroffen, bevor es auch schon wieder auf die Faehre nach Vancouver ging. Von unserem Basislager (Gerwins Wohnung) ging es sehr frueh am naechsten Morgen nach Whistler.
 
27.12.2006 Whistler
Gerwin und Astrid (die mittlerweile auch wieder in Canada war) waren auch dabei und haben so gemeinsam das riesige Gebiet unsicher gemacht. Waehrend die beiden bei einem Freund fuer 2 Tage wohnten,  haben wir uns in dem netten B&B "Haus Landsberg" (fest in oesterreichischer Hand) einquartiert. Mit den Freunden von Gerwin sind wir dann abends nach Whistler ausgegangen. Der Club wurde aber nicht zu spaet verlassen, da die Freunde fit fuer die Piste sein wollten. Typisch Canadier!!! Man kann doch beides vereinen und so haben wir am naechsten Tag die ersten Trainingseinheiten in Apres-Ski gegeben. Nach 16 Uhr waren wir uebrigens noch die einzigen Gaeste und wurden langsam aber bestimmt von der Pistenpatroullie zum Aufbruch gedraengt.
Am naechsten Tag waren wir dann nur noch alleine unterwegs und wollten moeglichst viele Abfahrten machen. Das ist aber gar nicht so einfach, da hier die Lifte oefters ausfallen bzw. die Warteschlangen enorm sind. Zusaetzlich ist es nicht foerderlich, wenn man erst einmal den Liftpass auf dem Nachttisch liegen laesst. So hatte Marie am Morgen 3 Abfahrten mehr. Johannes war so frustiert an dem Tag, dass er sich fuer den Naechsten ueberlegt hat eine Backcountry-Tour zu machen. Mit voller Ausruestung ging es also am naechsten Morgen viel zu frueh auf den Berg. Dort wurde jeder Meter Abfahrt hart erkaempft, aber das hat sich auf jeden Fall gelohnt. Absolute Einsamkeit, schoene Natur und Powder, Powder, Powder. Marie hat es eher ruhig angehen lassen und einen Stadtbummeltag in Whistler eingelegt.
Dank Heinz unserem Gastgeber konnten Astrid und Gerwin fuer Sylvester vorbei kommen. So haben wir die beiden am Tag auf der Piste getroffen und  uns dann Abends gemeinsam in die Stadt aufgemacht. Die Auswahl bestand zwischen: 1. Non-alcoholic family new year auf dem Dorfplatz, 2. Club-Party fuer 100$ Eintritt oder 3. in ein Pub mit Live Musik fuer 7$-Eintritt. Wir haben uns dann ueberraschender Weise fuer Option Nr.3 entschieden. Da wir (aus Angst, dass wir nicht mehr reinkommen) so frueh da waren, mussten wir noch nicht einmal Eintritt zahlen. Dafuer hatten wir einen netten Abend. Prost Neujahr an alle!!!
Muede ging es am naechsten Tag auf die Piste. Zur Entzueckung von Johannes und Gerwin, schneite es die ganze Zeit dicke Flocken. Nur die Sicht war dadurch sehr bescheiden. Astrid und Gerwin machten sich dann am Ende des Tages auf den weg nach Vancouver. Wir nutzten den letzten Abend um unser Weihnachtsgeschenk von Johannes Eltern (ein schoenesAbendessen) einzuloesen. Es war soooo lecker (Danke).
In Vancouver wieder angekommen hiess es packen, umpacken, packen, da es am naechsten Tag nach Suedamerika geht. Johannes liess sich aber nicht davon abhalten, trotzdem den letzten Abend nach Grouse Mountain zu fahren. Dieser Skiberg liegt direkt am Rand von Vancouver und man hat eine super Aussicht auf die Stadt. Das Pimpmobil wechselte noch schnell den Besitzer =>Gerwin kann sich vor Freude kaum halten. Besonders weil wir leider noch rausgefunden haben, dass er es in Vancouver nicht anmelden kann, da jemand den Katalysator ausgebaut hat (war in Penticton kein Problem). Sorry!!!
Slideshow Report as Spam

Use this image in your site

Copy and paste this html: