Tokio- die verrückteste Stadt der Welt

Trip Start Apr 30, 2008
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Trip End May 06, 2008


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Flag of Japan  , Kanto,
Monday, May 5, 2008

1,5 Tage Tokio
 
Weil wir dieses Bahnticket hatten, beschlossen wir unsere einwöchige Reise mit der Hauptstadt Japans zu beschließen. Und fuhren wir von Kyoto nach Tokio. Am Bahnhof wurden wir von Menschenmassen erschlagen. Es ist ja die Hauptstadt. Aber in Tokio leben ca. 8,5 Millionen und das merkt man, wenn man den öffentlichen Verkehr benutzt. In Tokio hatten wir keinen besonderen Plan und auch keine Schlafmöglichkeit (warum das so war erkläre ich später). Wir wussten nur, dass es hier ein paar sehr interessante Stadtbezirke gibt, die wir benutzen sollten. In der Nähe des Hauptbahnhofs befindet sich der Imperatorpalast. Und so gingen wir zuerst dorthin. Leider gab es auch hier nicht so viel zu sehen, da alles versperrt ist. Aber man konnte ein Bild von der Brücke zum Palast und einen Teil des Palastes machen. Bei den Japanern ist es ein sehr beliebtes Fotomotiv. Dann gingen wir Richtung Ginza (d.h. hier wohl so etwas wie Einkaufsviertel). Dort gibt es alles Mögliche zu kaufen, gehört aber zu den teuersten Einkaufspunkten Tokios. Als erstes sind wir auf ein Kinder-Blas- Orchester   gestoßen, die auf der Straße gespielt haben. Die waren einfach unglaublich gut. Man erwartet ja, dass die Kinder irgendetwas blasen, aber diese haben echte Show hingelegt. In Ginza kann man viele technische Neuheiten bestaunen, wie z. B. im Sony- und Macintoshbuilding. Wir sind da etwas rumgeschlendert und haben viele interessante Sachen entdeckt (Laptops und Mp3player usw.). Der Wunsch etwas zu kaufen war da, aber wir wissen, dass die Technik hier auf eine andere Spannung reagiert als in Europa. Und so besteht die Gefahr, dass die Technik zu Hause nicht funktionieren oder kaputt gehen wird.  Nach diesem kleinen Vorgeschmack von der technischen Seite Japans, fuhren wir nach Akihabara. Dieses Viertel ist vor allem durch die vielen Technikladen bekannt. Außerdem sind hier Studios, wo Mangas und Animes produziert werden. Deswegen kann man hier auf Fans von Anime treffen, die sich so kleiden. Wir haben einen erwachsenen Mann in einem Pokemon-Kostüm gesehen. Und ich glaube, dass er das als tatsächliche Kleidung trägt. Akihabara waren wir in einem SEGA- Spielhaus. Vielleicht erinnert ihr auch an diese Spiele, wo es vor allem um Kampfarten ging. Wenn man rein geht, so wird man von einem unglaublichen Lärm erschlagen und dort stehen viele Jugendliche, die auf ihre Reihe warten. Wir brauchten danach eine Pause, von den vielen Menschen und Lichter und sind zufällig auf ein Klassik-Musikgeschäft gestoßen. Es hatte 7 Stockwerke und dort kannte man jede, wirklich jede klassische oder Jazzmusik finden. Dort gab es auch eine Relaxzone, die wir zwei Stunden benutzt haben. Aber diese Pause haben wir gebraucht. Dann ging es in einen weiteren Viertel von Tokio- nach Shinjuku. Das ist ein beliebter Jugendtreffpunkt. In Deutschland wäre es wohl mit Reeperbahn vergleichbar. Dort haben wir auch viele betrunkene Jugendliche gesehen und uns noch mal überzeugt, dass die Japaner nur wenig Alkohol vertagen können. Auch hier war alles von Leuchtreklamen erhellt, dass hat unser nicht trainierter Gehirn nicht lange aushalten können. Außerdem war es schon spät und wir überlegten, wo wir übernachten könnten. Aus dem Internet und einer ganz kleinen Erwähnung in dem Buch "Kulturschock Japan"  haben wir von einer typisch japanischen Besonderheit erfahren. Das gibt es nirgendwo sonst, weil es andere Länder nicht so nötig oder nicht verrückt genug sind. Es geht um die so genannte "Lovehotels". Zunächst war ich auch sehr skeptisch, denn es hat sich irgendwie schmutzig und pornographisch angehört. Aber dem ist nicht so. Diese Hotels wurden in Japan wegen des Platzmangels in der Wohnung für die Ehepaare, oder für die Jugendliche gegründet und erfreuen sich großer Beliebtheit. Das Beste ist das diese Hotels teilweise sehr ausgefallen und komfortabel sind. In machen gibt es Playstation und Karaoke oder anderen technischen Schnick-Schnack. Natürlich sind die vor allem auf die Sex- Bedürfnisse eingerichtet. Man kann dort auch Sexspielzeug finden und ähnliches. Diese Zimmer kann man Stundenweise oder über Nacht buchen und die Preise sind sehr günstig. Wir wollten so etwas auf jeden Fall probieren und deswegen haben wir für Tokio nichts gebucht. Laut Internet war die größte wahrscheinlich sie zu finden (für solche Hotels wird nicht geworden, man kennt sie oder nicht) in Shibuya, einem weitern Vergnügungsviertel von Tokio. Als wir da waren, hat sich schnell raus gestellt, dass es nicht so einfach war. Wir haben ständig Ausschau nach einem außergewöhnlichen Gebäuden gehalten, denn das war ein Merkmal von solchen Hotels. Die Fassaden von manchen Hotels sehen wie kleine Schlösser oder Burgen aus und sie tragen außergewöhnliche, meist in Lateinschrift geschriebene Namen, wie Fantasia, Luxeria, Proud usw. Als wie beinahe schon aufgeben wollten, sind wir zufällig in der richtigen Straße gelandet, wo es eine ganze Kette von solchen Hotels gab. Wir gingen in den ersten den wir sahen. Es hieß "Zero" und am Eingang, der an einen Toiletteneingang erinnert, stand der Preis für "rest" und für "stay". Es war nur ein Zimmer übrig. Das sieht man an einer elektronischen Tabelle, wo verschiedene Fenster mit Zimmerfotos beleuchtet sind, wenn diese noch nicht vergeben sind. Wir drückten auf den Knopf und dann gingen wir zu der Rezeption, die nicht zu sehen war, bezahlten gleich in cash und dann bekamen wir den Schlüssel, mit dem Hinweis am nächsten Morgen um 10 Uhr das Zimmer zu verlassen. Wie das Zimmer aussah, könnt ihr auf dem Video sehen. Es war auf jeden Fall  eine tolle Erfahrung. Und hier gibt es nichts Anstößiges daran.
 
Am zweiten Tag verließen wir um  10 Uhr das Hotel und gingen Richtung U-Bahn, um nach Ueno zu fahren. Dort gibt es einen großen Park mit dem Stadtzoo. Es erinnert etwas an den Centralpark. Außerdem ist das Kunstviertel Tokios, mit vielen Galerien und Museen. In den Park gelangten wir durch einen großen Friedhof, wo ein sehr wichtiger Herrscher Japans, Tokugawa, begraben liegt. Wir hatten noch  drei Stunden Zeit bis zu unserem Zug und beschlossen wir in das Tokyo National Museum zu gehen und die asiatische Kunst anzusehen. Aber ich muss sagen, dass als Europäer Zugang zu dieser Kunst  sich als schwierig gestalten. Wir sind halt etwas ganz anderes gewöhnt und so wirkt es auf uns zwar schön, aber auch befremdlich. Besuchenswert war es auf jeden Fall! Auf der Rückreise haben wir aus dem Zugfenster den Fujiyama erblickt. Das war nur möglich, weil das Wetter gut war. Somit haben wir alles Wichtige gesehen und erlebt. Natürlich ist es nur ein ganz kleiner Teil, aber für uns befriedigend.
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