Catedral de Sal in Zipaquirá

Trip Start Nov 26, 2011
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Trip End Jan 06, 2012


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Flag of Colombia  , Cundinamarca,
Tuesday, November 29, 2011

Der nette Herr an der Hostal-Rezeption, den ich gestern nach einem Bus nach Manizles gefragt hatte, war heute so freundlich, für mich beim Terminal Terrestre anzurufen und in Erfahrung zu bringen, wie die Straßenverhältnisse Richtung Westen sind. Plan B braucht es nicht - juche! Alles gut, die Busse fahren. Er hat mir auch noch den Tipp gegeben einen Nachtbus zu nehmen, das sei relativ komfortabel, außerdem kann man die Busfahrt sozusagen verschlafen und man kommt bei Tageslicht am Ziel an - einleuchtend. Auf die Frage hin, ob nächtliche Busfahrten nicht gefährlich seien hat er nur gelacht und mir versichert, dass die Straßen in Zentralkolumbien absolut sicher sind und man nur in entlegenen Gegenden tunlichst nicht nachts unterwegs sein sollte.

Super, das heißt nämlich auch, dass ich nochmal einen ganzen Tag in Bogotá zur Verfügung hatte!
Gestern haben mir ein paar Leute erzählt, dass die Salz-Kathedrale in Zipaquirá einen Besuch wert sei, also nichts wie hin! Mal wieder mit dem Transmilenio bis Endhaltestelle ganz weit draußen am Stadtrand, dann nochmal ca. eine dreiviertel Stunde mit einem anderen Bus bis ins kleine Kolonialstädtchen Zipaquirá, wo sich alte Salzminen befinden - einstmals das größte Abbaugebiet in Kolumbien - in denen eine Kathedrale nur aus Salz geschaffen wurde. Gott sei Dank sind die Busfahrer bzw. deren Geldeinsammelhelfer immer so nett, und sagen einem Bescheid wenn man aus dem Bus hüpfen muss...



In Zipaquirá selbst musste ich mich erstmal zur Carrera 6 durchfragen, die als die Straße die zur Salz-Kathedrale führt in meinem Reiseführer beschrieben ist. Zwei Schüler haben mir zumindest die Richtung zur Cra. 6 sagen können, meinten dann aber, dass es sehr weit zur Kathedrale sei und ich besser ein Taxi nehmen sollte. Natürlich bin ich gelaufen - und in ca. 15 min. war ich dort, soviel dazu!


Zuerst musste man sich durch einen Art Vergnügunspark vor dem eigentlichen Eingang durchkämpfen und nach dem Erwerb eines Tickets ging auch schon eine Führung los, auf Spanisch versteht sich, da alle anderen Touris entweder Kolumbianer oder Venezuelaner waren.  Es ging aber einigermaßen, das Wichtigste habe ich mitbekommen: Das ganze, ca. 3 km² große unterirdische Areal war seit dem 19. Jh. mal eine Salzmiene, die aber irgendwann stillgelegt wurde. Ein kolumbianischer Architekt hat darin dann ca. 1950 eine Kathedrale geplant und gebaut, die 1954 geweiht aber 1992 wegen Einsturtzgefahr wieder geschlossen  wurde. Danach hat man nach Plänen eines weiteren Architekten von 1992-1995 eine noch viel größere, dreischiffige Kathedrale erbaut. Für diesen Hohlraum wurde ein viertel Million Tonnen Gestein und Salz gesprengt und abtransportiert!

Der Rundweg, den man bei der Führung zurücklegt ist ungefähr 2 km lang und man wandelt zunächst auf einem Kreuzweg, der jeweils einzelne beleuchtete Stollen und Art Kapellen hat, je mit sehr modern anmutenden Kreuzen und sonstigen Dingen. die eigentliche Kathedrale hat 8500 m² (!) und ist sehr geschmackvoll beleuchtet und birgt ein 16 m hohes - wie alles andere auch -  nur aus dem Salz-Gestein heraus gehauenes Kreuz.  
Sonntags finden hier tatsächlich Messen und sogar Taufen statt und an Ostern muss es eine sehr spezielle Prozession mit Massen an Zuschauern geben, so dass extra Lüftungssysteme erforderlich werde, wie unser Guia versicherte.
Der Rückweg war wie gehabt, außer dass mir nun aufgefallen ist, dass sie hier wohl tatsächlich enorme Probleme mit zuviel Regen und Überschwemmungen haben. Auf der Hinfhrt saß ich auf der anderen Seite und hab dort zum Fenster rausgeschaut, aberjetzt habe ich bemerkt, dass ein riesiges Areal, inkl. einigen Häusern und einem größeren Schulgelände komplett unter Wasser stand. Auf dem Foto kann an es leider nur noch erahnen, da war ich zu langsam im Vorbeifahren.

Wieder im Hostal habe ich nur noch meine Sachen umgepackt, habe mir ein Taxi rufen lassen und auf ging es durch den übelsten Berufsverkehr den ich je erlebt habe zum Terminal Terrestre. Busfahrkarte gakauft, noch ein Stündchen bis zur Abfahrt warten müssen (wir sind eh mit 30 min. Verspätung losgefahren, die scheinen das hier nicht so gut hinzukriegen wie in Ecuador) und dann ab dafür.   Auf der Strecke draußen nichts als Regen und drinnen übelst kalt - aber nicht weil es so kalt war, sondern weil die guten Busfahrer die Klimaanlage voll aufgedreht hatten.  Zum Glück hatte ich mein Fleece und meine Goretex-Jacke mit dem 2. Fleece an. Zwischenzeitlich musste ich sogar die Kapuze aufstzen, weil es so aus den Lüftungsschlitzen gezogen hat und man die nicht abdrehen konnte. Gefroren hat's mich dann trotzdem, nämlich an den Beinen. Die einheimischen scheinen das aber schon gewusst zu haben, die hatten alle Decken dabei!
Entsprechend wenig und schlecht habe ich geschlafen, zumal die zwar recht großzügigen Sessel im Bus halt doch für kleine Südamerikaner gemacht sind.
Aber nach einem kurzen Halt um 5:30 h sind wir nach 11 Stunden doch schlussendlich in Manizales angekommen - hossa!
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