In die Minen

Trip Start May 26, 2009
1
16
51
Trip End Oct 22, 2009


Loading Map
Map your own trip!
Map Options
Show trip route
Hide lines
shadow

Flag of Bolivia  ,
Saturday, July 4, 2009

Unser zweiter Stopp in Bolivien nach Uyuni war die Minenstadt Potosi. Der Weg dorthin wurde auf typisch bolivianische Weise zurueckgelegt. Also auf einer nicht asphaltierten Hochgebirgsstrasse in einem mindestens 30 Jahre alten Bus. Dieser macht zwar nicht den zuverlaessigsten Eindruck, aber wenn er die Strecke schon so oft geschafft hat, wieso nicht noch ein weiteres Mal. Die wunderschoene Aussicht entschaedigte fuer die zahlreichen Schlagloecher und wir kamen tatsaechlich ohne Panne zusammen mit unseren franzoesischen Kollegen, die uns seit San Pedro begleiteten in Potosi an.

Potosi ist die hochstgelegene Stadt der Welt (4090 m - 130.00 Einwohner) und liegt am Fusse des 4800 m hohen Cerro de Potosí der bekannt ist fuer seine Silbervorkommen. Dadurch wurde die Stadt im 17. Jahrhundert zu einer der weltweit reichsten und bedeutensten. Der Reichtum hatte auch seinen Preis und die schwere Arbeit in den Minen gepaart mit der Hoehe des Berges forderte ueber die Jahrhunderte unzaehlige Todesopfer. Noch heute wird hauptsaechlich mit den Haenden in den engen Minenschaechten gearbeitet. Natuerlich machten wir auch eine Fuehrung durch eine Mine. Zuerst heisst es aber noch "Geschenke" fuer die Minenarbeiter im Mercado de los Mineros einzukaufen. Neben Soft Drinks und sackweise Coca-Blaettern sind noch 96 %-iger Alkohol und Dynamit (der weltweit einzige oeffentliche Markt an dem man es kaufen kann) erwuenscht.

Die Fuehrer sind ehemalige Minenarbeiter, die sich wie der Busfahrer bei der Fahrt zur Mine mit Cocablaettern und Bier staerkten. In der Mine machte uns dann der Staub zu schaffen. Kein Wunder, das die Arbeiter nicht lange durchhalten (kaum einer mehr als 10 Jahre). Vor allem wenn man bedenkt, dass sie keine Atemmaske verwenden und in der Mine eine Zigarette nach der anderen rauchen. Des weiteren ist es fuer uns etwas ungewohnt das alle eine riesige Menge an Cocablattern in der Backe haben, aber ohne diese Energy-boost waere die anstrengende Arbeit nicht moeglich. Am Ende der Tour durch die Mine setzten wir uns noch mit eineigen Arbeitern auf einen Plausch zusammen. Dort wurde dann auch der kaum verduennte 96 %-ige Alkohol verkostet. Das improvisierte Glas ging Runde um Runde und am Ende waren wir dann doch schon etwas angeheitert als wir uns auf den Rueckweg aus der Mine machten. Dann wurde es noch mal etwas abenteuerlich als uns unsere Guides mitten in der Mine mal fuer 15 min allein liessen. Letztendlich schafften wir es danndoch alle wieder heil aus der Mine. Zum Abschluss der Tour gab es dann noch eine kleine Sprengdemonstration mit dem gekauften Dynamit.

Die Stadt Potosi ist jetzt aufgrund der zur Neige gehenden Metalle verarmt. Dennoch machte sie auf uns einen wesentlich angenehmereen und schoeneren Eindruck als erwartet und wir genossen es durch die Strassen zu schlendern bevor wir nach Sucre weiterfuhren und von unseren Begleitern Abschied nahmen.
Slideshow Report as Spam

Use this image in your site

Copy and paste this html: