Einmal quer durch Panama

Trip Start Apr 10, 2011
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Trip End Oct 09, 2011


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Flag of Panama  , Panamá,
Tuesday, May 10, 2011

Wir übertraten die Grenze nach Panama an der Pazifikküste, was mehr oder weniger reibungslos verlief. Da unsere Reisebegleiter Ihren VW-Bus aus Costa Rica aus- und für Panama wieder einchecken mussten, kostete uns der Grenzübertritt mit an die 7 verschiedenen Behördengängen und Stempeln doch knappe 1,5 Stunden. Mit Euphorie und Vorfreude auf ein neues Land ging es dann mit 100 Sachen in Richtung Bocas del Toro an der Karibikküste des Landes. Keine 5 Minuten unterwegs, mussten wir schon an der ersten Polizeikontrolle halten und einige unangenehme Fragen bezüglich Schweizer Nummernschild, Zulassung und Geschwindigkeitsübertretung beantworten. Aber auch diese eher unangenehme Situation konnte mit dem ersten Bestechungsgeld (USD 20.-) sauber gelöst werden, woraufhin wir unsere Fahrt fortsetzen konnten. Nur so nebenbei: Die Typen haben eigentlich keine Ahnung, wie schnell man wirklich geblocht ist. Mit Lasergeräten und elektronischen Messgeräten zur Geschwindigkeitsmessung ist nämlich nichts. Doch wenn man an die Bilder der Panamesischen Gefängnisse denkt, zahlt man gerne, lächelt weiter um die Wette und lässt es gut sein…

Nach guten 6h Fahrt quer durch das bezaubernde Hochland von Panama erreichten wir endlich die Atlantikküste vor Bocas del Toro und verpassten leider knapp die letzte Personenfähre, welche von Almirante aus auf die Inselgruppe fährt. Aber auch das war kein grosses Problem und wir arrangierten uns kurzerhand eine private Überfahrt. Den Bus bewacht eingestellt und die nötigsten Sachen für 3-4 Tage eingepackt, ging es dann auch schon los. Was wir leider nicht bedacht hatten, es war ja bereits stockdunkel und hatte auch schon begonnen leicht zu nieseln. Kaum auf dem kleinen Boot Platz genommen, begann es auch schon herzhaft wie aus Kübeln herunter zu prasseln und wir wurden zum ersten Mal mit der Tatsache konfrontiert, dass unsere Tramper über keine Regenpellerine verfügen. ;-( Die 30 Min. Überfahrt durch finsterstes Schwarz, begleitet durch blinkende Sturmwarnungslampen an der Küste und Blitze war „verdammt" abenteuerlich. Doch unser Fahrer verfügte zum Glück über eine kleine Taschenlampe, mit der er abwechslungsreiche vom Heck zum Bug zündete um die Fahrrinne bestimmen und auf sich aufmerksam machen zu können. Dicht bewachsene Inseln zogen wie grosse Wolken an unserem Boot vorbei, was die Erfahrung nur noch surrealer und abenteuerlicher machte. Ein einfach genialer Nervenkitzel! Endlich auf Bocas del Toro angekommen, verbrachten wir einige Tage mit Schlendern durch karibisch angehauchte Dörfer, feinem Essen und Fahrrad-Ausflügen zu malerischen Stränden. Da uns das Wetter leider nicht sonderlich besonnen war, entschieden wir uns jedoch kurzerhand, doch früher als geplant in Richtung Panama Stadt aufzubrechen.

Die Fahrt nach Panama Stadt führte uns über die gleiche Bergkette von der Karibikküste zurück an die Atlantikküste und von dort an nochmal gute 6h Fahrt quer durch Panama. Zwischen den wenigen Ortschaften die wir passierten, existiert eigentlich nicht wirklich viel und doch fiel uns das saftige Grün der Landschaft besonders stark auf. Panama hiess in erster Linie natürlich Panama-Kanal, welcher das Dreh- und Nadelöhr zwischen Nord- und Südamerika sowie Atlantik und Pazifik ist! Und so buchten wir gleich am ersten Tag eine (besonders schlecht ausgeführte) Tour an die letzte Schleuse „Miraflores“, mit welcher die vom Atlantik kommenden Schiffe die letzten Meter auf die Höhe des Pazifiks gehieft werden. Insgesamt werden dabei 29 Höhenmeter überwunden und bei Schleusenbetrieb über 2 Millionen Liter Wasser pro Minute bewegt. Trotz dieser Massen kann der Vorgang aber nur als atemberaubend schnell beschrieben werden, denn das Wasser hebt/senkt sich deutlich, wenn die Schleusen erst einmal damit beginnen, das Wasser strömen zu lassen. Die Durchfahrt von einem Ende zum anderen dauert dabei 8-10 Stunden. Ohne die Kanal-Passage würde die Überfahrt ganze 3 Wochen in Anspruch nehmen, was für die Rederei um einige grössere Kosten verursachen würde. Der Panamakanal wird übrigens gerade verbreitert und erneuert und soll 2014 zu seinem 100-jährigen Bestehen eingeweiht werden. Auch in Panama-City war uns das Wetter leider nicht sonderlich gut gestellt und wir verbrachten die restlichen Tage mit Besuchen in der wunderschönen Altstadt Casco Viejo sowie feinen Restaurant- und riesigen Shopping Mall-Besuchen.

Hier in Panama sollte dann auch unsere Weltreise „auf eigene Faust“ beginnen und deshalb hiess es am 10.05.2011 Abschied nehmen von unseren lieben Freunden Isabelle und Francesco. Nochmals herzlichen Dank an dieser Stelle für die atemberaubende und lustige Zeit, die wir zu viert verbringen durften – Wir werden sie nicht so schnell wieder vergessen. Aber jetzt heisst es: Einsteigen und  festhalten, Fiji wir kommen!

Bis bald aus der Südsee,

Eure Globusbummler

Sabrina & Philipp
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Comments

Täneli on

Liest sich fascht spannender als en Roman! :) ganz viel Spass witerhin!! glg Täneli

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