Transsib Day 5

Trip Start Jul 10, 2010
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106
Trip End Jul 03, 2012


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Flag of Russia  , Siberia,
Sunday, August 15, 2010

(english below)


2010-08-15 Irkutsk, Baikalsee, Ulan-Ude

Der Luxus der 1.Klasse Reise hält nur für 12 Stunden an. Dann gesellt sich Maria zu uns im Abteil, eine recht schüchterne junge Russin, die gar kein Englisch spricht. Das schränkt unsere Kommunikationsmöglichkeiten doch stark ein. Immerhin konnten wir erfahren, dass sie nach Ulan Bator fährt, um dort zu arbeiten. Sie teilte mit uns einige köstliche kleine Nektarinen, die aus Usbekistan kamen, wie sie uns erzählte. Auch sonst füllt sich der Wagon wieder mit neuen Reisenden in Irkutsk. Diesmal sind es vorwiegend westliche Touristen (Deutsche, Franzosen, Engländer und Australier), die eher eine Kamera über der Schulter zu hängen haben als zwei Dutzend Handtaschen oder Jeanshosen…

Es ist interessant zu beobachten, das wir Westler erheblich weniger miteinander im Kontakt sind als zuvor die Mongolen untereinander. Westler besuchen sich weniger untereinander in ihren Abteilen. Wir sind offensichtlich weniger offen, fühlen uns weniger miteinander verbunden als die Mongolen…

Am Baikalsee kommen endlich mal ein paar Händler auf den Bahnhof, die Frischware anbieten, in diesem Fall frisch geräucherte, gesalzene Fische aus dem Baikalsee. Wir kaufen ein Fladenbrot und zwei Fische, die zwar extrem salzig sind, uns mit dem Brot zusammen aber gut schmecken. Vor allem sind sie eine willkommene Abwechslung zu unserer sonstigen Kost: Brot und Schmelzkäse, Instant Nudelsuppen und Bohnen aus der Dose. Immerhin haben wir noch leckere dunkle Schokolade als Dessert. Wie das mit dem Bestellen und Bekochen durch die Wagon Schaffnerin funktioniert haben aufgrund der Sprachbarriere nie herausgefunden…

Wir fahren für gut 3 Stunden an den Ufern des riesigen Baikalsees entlang. Das Wasser ist kristallklar und strahlt tiefblau. Es ist die Zeit des Sonnenaufgangs. Nebelschwaden verziehen sich langsam, Angler sind mit Booten auf dem Wasser, es gibt viele Zeltplätze entlang des Ufers. Lagerfeuer verströmen ihren Rauch. Der See versprüht förmlich seine Frische, Kühle und Klarheit. Wir lassen unsere Augen auf der spiegelglatten Oberfläche ruhen.

Bald danach ändern sich die Landschaft und das Wetter. Es wird wieder wärmer und erstmalig hügelig bis bergig. Der Baumbewuchs wird spärlich. Büsche und endlose Weiden dominieren den Blick. Und der Baikalsee war der größte See, aber bei weitem nicht der Einzige. Flüsse durchschneiden die trockenwirkende Graslandschaft und immer wieder auch idyllisch gelegene Seen.


English
August 15th
The luxury of travelling 1st class lasted for only 12 hours. At about 5am, in Irkutsk, Maria joins us in our compartment. She is a shy Russian woman that speaks very little English. That reduces our possibilities for communication drastically. At least we could understand that she is on her way to Ulan Bator to work. She shared some very delicious nectarines that came out of Usbekistan with us as she told us. Actually the whole wagon filled up with travellers in Irkutsk again. This time it is mostly western tourist (German, French, English and Australian) that have a camera hanging over their shoulders instead of the jeans, jackets or colourful purses of our last co-travellers.

It is interesting to notice that we westeners are less in contact with each other than the Mongolian travellers. Westerners visit with each other less in their train compartments. We are obviously less open and feel less connected to each other as the Mongolians…

At Baikal Lake we finally have people on the platform to sell us some fresh goods and in this case, freshly smoked fish out of the lake. We bought some flat bread and two fish, one that was extremely salty and could only be eaten together with the bread. Mainly they are a welcome change to our daily diet of bread, processed cheese, ramen noodles and beans out of the can. At least we always have some tasty dark chocolate as dessert. Due to the language barrier we were unable to order some food from the wagon attendants…

The train takes us around the shores of the Baikal Lake for about 3 hours (this was only a very small stretch of the lake that we travelled). The water is crystal clear and radiates deep blue. It is shortly after sun rise. The morning mist slowly dissolves and fishermen are on sitting in their boats and there are many camps sites along the shore. Campfires are smoking. The lake splashes it`s freshness, coolness and clarity all around. We let our eyes rest on the mirror-like surface.

Soon after the lake the landscape and weather change. It gets warmer again and for the first time we can see hills. The tree cover is sporadic. Bushes and endless meadows dominate the view. The Baikal Lake was the biggest lake but, by far, not the only one. Creeks cut through the dry looking grass lands and also idyllic lakes appear.

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Comments

Yasemin on

Hätte große Lust euch hinter her zu fahren und mit euch zusammen weiter zu reisen. Eure Erzählungen sind unglaublich spannend! Und die Bilder sind auch super....schnief...
Aber nächstes Jahr !!
Lieben Gruß, und schreibt weiter...bin schon ganz gespannt

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