Bitte unbedingt lesen!!!!
Trip Start
Apr 23, 2012
1
48
58
Trip End
Apr 18, 2013
Where I stayed
Wir haben uns eigentlich auf den Weg nach Phonsavan begeben, um die Plain of Jars zu sehen (ca. 2000 Jahre alte, sehr grosse Steintoepfe, deren Ursprung und Verwendung unbekannt sind).
In Phonsavan werden in sehr vielen Guesthouses und Restaurants jeden Abend kostenlos Filme zum "Secret War" in Laos gezeigt - so sind wir auf dieses Thema aufmerksam geworden.
Wir selbst wussten ueber den Secret War nicht Bescheid und wollen euch nicht vorenthalten, was wir dazu gesehen haben. Laos ist das meist bombardierte Land der Erde. In den Jahren 1964-1973 wurde das Land von den USA alle 8 Minuten lang bombardiert. Es ist kaum vorstellbar, aber wahr. Alle 8 Minuten, 24 Stunden am Tag, 9 Jahre lang. Nachzulesen hier. Gekostet hat das die USA knapp 20 Millionen USD pro Tag.
Mehr als 2 Millionen Tonnen Sprengsatz wurden hier abgeworfen. Da ca. 30% der Bomben nicht detoniert sind, liegen hier noch geschaetzte 80 Millionen scharfe Bomben im Land. Jaehrlich verletzen sich und sterben immer noch im Durchschnitt 100 Menschen, darunter viele Kinder.
In Phonsavan sollte man auch unbedingt die Zweigstelle von MAG besuchen. Diese Organisation ist seit 1994 im Einsatz und sprengt die Bomben sicher. Wir haben diese Menschen live bei der Arbeit gesehen, als wir mit dem Moped durch die Gegend gefahren sind und sind beeindruckt, wie diese Menschen taeglich ihr Leben aufs Spiel setzen.
Staedte, Strassen und Touristenattraktionen sind alle sicher. Man kann Laos also gefahrenlos bereisen.
In Vientiane haben wir auch die Organisation COPE besucht. Cope bietet medizinische Hilfe fuer Opfer an und stellt Prothesen zur Verfuegung.
Beide Organisationen haben wir persoenlich kennengelernt, besichtigt und etwas gespendet. Ich weiss nicht, wie es euch geht, aber ich denke zu Hause oft, dass ich etwas Gutes tun moechte und gerne spenden wuerde. Ich kenne aber das Gefuehl, dass man ja nie so recht weiss, ob das Geld auch tatsaechlich ankommt oder ob nicht doch jemand daran verdient.
Falls ihr das Gefuehl auch kennt, dann koennen wir euch diese beiden Organisationen mit gutem Gewissen empfehlen.
Uns beschaefitgt dieses Thema jedenfalls sehr. Schockiert sind wir auch darueber, dass fast niemand darueber Bescheid weiss. Es gibt soviele Filme zum 2. Weltkrieg, dem Vietnamkrieg und zur Sprengung des WTC, keinen aber zum Secret War in Laos.
Nun gut, Hollywood liegt ja auch in den USA und nicht in Laos...
Die Plain of Jars haben wir uns dennoch angesehen und waren sehr begeistert. Auch der Spoonvillage haben wir einen Besuch abgestattet. Hier werden Loeffel hergestellt unter dem Motto "make spoons, not war".
Prinzipiell finden wir es gut, einen Ort zu finden, welcher touristisch nicht erschlossen ist. Da hat man noch Gelegenheit, das Land und die Menschen hautnah kennenzulernen. Phonsavan ist so ein Ort. Die Plain of Jars muss man 11 KM auf einem Feldweg fahren und die wenigsten Leute sprechen Englisch.
Doch gerade fuer Phonsavan wuerden wir uns mehr Tourismus wuenschen - dann wuerden vielleicht auch mehr Menschen ueber das Schicksal der Laoten erfahren.
Durch das Weltreise Forum haben wir noch mehr Menschen kennengelernt, welchen es aehnlich erging wie uns. Dieser Bericht von Timo ist wirklich gut verfasst:
http://timoaufreisen.rtwblog.de/2012/11/16/ein-leben-in-bombenstimmung/
Arte hat eine Dokumentation gebracht:
http://www.youtube.com/watch?v=tJZRKAkMahk
In Phonsavan werden in sehr vielen Guesthouses und Restaurants jeden Abend kostenlos Filme zum "Secret War" in Laos gezeigt - so sind wir auf dieses Thema aufmerksam geworden.
Wir selbst wussten ueber den Secret War nicht Bescheid und wollen euch nicht vorenthalten, was wir dazu gesehen haben. Laos ist das meist bombardierte Land der Erde. In den Jahren 1964-1973 wurde das Land von den USA alle 8 Minuten lang bombardiert. Es ist kaum vorstellbar, aber wahr. Alle 8 Minuten, 24 Stunden am Tag, 9 Jahre lang. Nachzulesen hier. Gekostet hat das die USA knapp 20 Millionen USD pro Tag.
Mehr als 2 Millionen Tonnen Sprengsatz wurden hier abgeworfen. Da ca. 30% der Bomben nicht detoniert sind, liegen hier noch geschaetzte 80 Millionen scharfe Bomben im Land. Jaehrlich verletzen sich und sterben immer noch im Durchschnitt 100 Menschen, darunter viele Kinder.
In Phonsavan sollte man auch unbedingt die Zweigstelle von MAG besuchen. Diese Organisation ist seit 1994 im Einsatz und sprengt die Bomben sicher. Wir haben diese Menschen live bei der Arbeit gesehen, als wir mit dem Moped durch die Gegend gefahren sind und sind beeindruckt, wie diese Menschen taeglich ihr Leben aufs Spiel setzen.
Staedte, Strassen und Touristenattraktionen sind alle sicher. Man kann Laos also gefahrenlos bereisen.
In Vientiane haben wir auch die Organisation COPE besucht. Cope bietet medizinische Hilfe fuer Opfer an und stellt Prothesen zur Verfuegung.
Beide Organisationen haben wir persoenlich kennengelernt, besichtigt und etwas gespendet. Ich weiss nicht, wie es euch geht, aber ich denke zu Hause oft, dass ich etwas Gutes tun moechte und gerne spenden wuerde. Ich kenne aber das Gefuehl, dass man ja nie so recht weiss, ob das Geld auch tatsaechlich ankommt oder ob nicht doch jemand daran verdient.
Falls ihr das Gefuehl auch kennt, dann koennen wir euch diese beiden Organisationen mit gutem Gewissen empfehlen.
Uns beschaefitgt dieses Thema jedenfalls sehr. Schockiert sind wir auch darueber, dass fast niemand darueber Bescheid weiss. Es gibt soviele Filme zum 2. Weltkrieg, dem Vietnamkrieg und zur Sprengung des WTC, keinen aber zum Secret War in Laos.
Nun gut, Hollywood liegt ja auch in den USA und nicht in Laos...
Die Plain of Jars haben wir uns dennoch angesehen und waren sehr begeistert. Auch der Spoonvillage haben wir einen Besuch abgestattet. Hier werden Loeffel hergestellt unter dem Motto "make spoons, not war".
Prinzipiell finden wir es gut, einen Ort zu finden, welcher touristisch nicht erschlossen ist. Da hat man noch Gelegenheit, das Land und die Menschen hautnah kennenzulernen. Phonsavan ist so ein Ort. Die Plain of Jars muss man 11 KM auf einem Feldweg fahren und die wenigsten Leute sprechen Englisch.
Doch gerade fuer Phonsavan wuerden wir uns mehr Tourismus wuenschen - dann wuerden vielleicht auch mehr Menschen ueber das Schicksal der Laoten erfahren.
Durch das Weltreise Forum haben wir noch mehr Menschen kennengelernt, welchen es aehnlich erging wie uns. Dieser Bericht von Timo ist wirklich gut verfasst:
http://timoaufreisen.rtwblog.de/2012/11/16/ein-leben-in-bombenstimmung/
Arte hat eine Dokumentation gebracht:
http://www.youtube.com/watch?v=tJZRKAkMahk


