Siquijor, Apo Island und Negros
Trip Start
Apr 23, 2012
1
35
58
Trip End
Apr 18, 2013
Siquijor hat uns sehr gut gefallen. Die Insel ist klein und nicht so ueberlaufen wie Bohol. Auch gibt es hier sehr ruhige Straende und keine laestigen Strandverkaeufer.
Auch hier haben wir die Insel mit einem geliehenen Moped erkundet. Die Insel ist leicht an einem Tag zu besichtigen. Der Strand in Salagdong hat uns besonders gut gefallen. Aber die Fotos sprechen fuer sich :)
Weiter ging es mit der Faehre nach Dumaguete. Hier haben wir zwei Naechte verbracht, weil wir uns unbedingt Apo Island ansehen wollten. Von Dumaguete ist es einfach zu erreichen. Einen Anbieter fuer eine Tagestour fanden wir kaum. Nur ein Tauchangebot gab es, war aber furchtbar teuer und wir moechten nur schnorcheln gehen. Schliesslich haben wir den Weg nach Apo Island herausgefunden: mit dem Trycicle zum Ceres Bustermial, mit dem Bus nach Malatapay (25 Pesos) und von dort aus mit dem Boot nach Apo Island (2000 Pesos pro Boot). Der Bootfahrer wartet aber den ganzen Tag. Auf Apo Island muss man eine Gebuehr bezahlen, 100 Pesos pro Person. Dieses Geld kommt aber zu 75% den Einheimischen zu Gute, die restlichen 25% fliessen in ein Naturschutzprojekt. Ist also fuer eine tolle Sache.
Apo Island war traumhaft! Laut dem Reisefuehrer ist das auf den ganzen Philippinen der beste Ort, um zu Schnorcheln. Und das war es auch. Noch nie haben wir so eine schoene Unterwasserwelt gesehen! (Man bedenke, dass wir bereits in Fiji, Bali und im Great Barrier Reef schnorcheln waren!)
Apo Island hat unberuehrte und unbeschaedigte Korallen in allen Farben und Formen. Es gibt weiters unzaehlige Seesterne (in grellblau), Seeigel in allen Groessen, Seegurken, Seeschlangen, bunte Fische uvm.
Aber das Beste waren die Riesenschildkroeten! Wir hatten schon nicht mehr damit gerechnet, Schlidkroeten zu sehen. (Auf Gili Meno werden sie gross angepriesen, wir hatten aber nur eine kleine vorbeihuschen sehen).
Die Schildkroeten auf Apo Island waren wundervoll! Riesige Meeresbewohner, welche sich bei ihrer Futtersuche ueberhaupt nicht stoeren lassen von Beobachtern. Es war eine unvergessliche Erfahrung fuer uns beide. Leider haben wir keine Unterwasserkamera :(
In unseren letzten Tagen wollten wir uns unbedingt noch ein bisschen von Negros ansehen. So sind wir mit dem Bus 6 Stunden nach Sipalay zum "Sugar Beach" gefahren (Westseite der Insel). Der Bus faehrt hier nur einmal taeglich und ist in manchen Gegenden ein richtiges Highlight. Die Menschen bleiben stehen und winken uns zu. Auf dem Weg durch das Land haben wir echte Armut zu sehen bekommen. Es ist unfassbar, unter welchen Umstaenden Menschen leben koennen. Kein fliessendes Wasser, keine unbeschaedigte Kleidung, kein richtiges Haus. Manche Wohnstaetten sind aus Pappe und Plastik zusammengebastelt. Die Kinder laufen in zerfetzter, schmutziger Kleidung herum. Koerperpflege wird im Fluss oder aus Kuebeln am Strassenrand betrieben. Es war wirklich herzzerreissend, diese Menschen zu beobachten. Am MP3-Player laeuft dazu auch noch zufaellig Band Aid "Do they know its Christmas time". . . Das gibt einem alles wirklich sehr zu denken! Man fuehlt sich hilflos und gleichzeitig bekommt man fasst Wut, wenn man an das eigene Land denkt. Ich glaube, wenn ich jetzt die Mariahilfer Strasse im Weihnachtsstress erleben wuerde, wie sich jeder vom Konsumwahn verrueckt machen laesst, dann wuerde ich zu Schreien beginnen. Mir faellt einfach immer nur das Wort "Wohlstandsverwahrlosung" ein. Und wenn man dann auch noch bedenkt, worueber sich die Menschen so tagtaeglich beklagen, dann merkt man, dass die meisten Leute ueberhaupt nicht zu schaetzen wissen, wie gut es ihnen geht!
Die Kinder haben uns alle gewunken und haben alle gelaechelt! Sie kennen kein anderes Leben und kommen mit dem aus, was sie haben. Wir haben Kinder gesehen, die mit Karton aus dem Muell spielen oder sich aus einem Plastikfaden und einem kleinen Sackerl einen Drachen gebastelt haben.
Gut, zurueck zum Reisebericht.
Die Natur moechte vor uns nichts verstecken. In Neuseeland ist der Vulkan nach ueber 100 Jahren ausgebrochen, als wir dort waren, hier gab es das erste Mal nach ueber 50 Jahren einen Taifun der Staerke 3.
Viele haben es bestimmt in den Nachrichten gesehen. Leider wurde das Land teilweise (vorallem im Sueden) schwer getroffen. Wir haben gluecklicherweise nicht soviel vom Taifun mitbekommen, da wir von den Bergen geschuetzt waren. Das Ausmass des Sturms haben wir auch nur durch die Nachrichten mitbekommen.
So, lange Rede, kurzer Sinn: Die Philippinen haben uns sehr gut gefallen. Die Armut hat uns wirklich beruehrt hier. Gerade jetzt zur Weihnachtszeit, sollte jeder sich mal ein paar Minuten Zeit nehmen, um ueber sein Leben zu reflektieren und dankbar zu sein, fuer das, was man hat.
Auch hier haben wir die Insel mit einem geliehenen Moped erkundet. Die Insel ist leicht an einem Tag zu besichtigen. Der Strand in Salagdong hat uns besonders gut gefallen. Aber die Fotos sprechen fuer sich :)
Weiter ging es mit der Faehre nach Dumaguete. Hier haben wir zwei Naechte verbracht, weil wir uns unbedingt Apo Island ansehen wollten. Von Dumaguete ist es einfach zu erreichen. Einen Anbieter fuer eine Tagestour fanden wir kaum. Nur ein Tauchangebot gab es, war aber furchtbar teuer und wir moechten nur schnorcheln gehen. Schliesslich haben wir den Weg nach Apo Island herausgefunden: mit dem Trycicle zum Ceres Bustermial, mit dem Bus nach Malatapay (25 Pesos) und von dort aus mit dem Boot nach Apo Island (2000 Pesos pro Boot). Der Bootfahrer wartet aber den ganzen Tag. Auf Apo Island muss man eine Gebuehr bezahlen, 100 Pesos pro Person. Dieses Geld kommt aber zu 75% den Einheimischen zu Gute, die restlichen 25% fliessen in ein Naturschutzprojekt. Ist also fuer eine tolle Sache.
Apo Island war traumhaft! Laut dem Reisefuehrer ist das auf den ganzen Philippinen der beste Ort, um zu Schnorcheln. Und das war es auch. Noch nie haben wir so eine schoene Unterwasserwelt gesehen! (Man bedenke, dass wir bereits in Fiji, Bali und im Great Barrier Reef schnorcheln waren!)
Apo Island hat unberuehrte und unbeschaedigte Korallen in allen Farben und Formen. Es gibt weiters unzaehlige Seesterne (in grellblau), Seeigel in allen Groessen, Seegurken, Seeschlangen, bunte Fische uvm.
Aber das Beste waren die Riesenschildkroeten! Wir hatten schon nicht mehr damit gerechnet, Schlidkroeten zu sehen. (Auf Gili Meno werden sie gross angepriesen, wir hatten aber nur eine kleine vorbeihuschen sehen).
Die Schildkroeten auf Apo Island waren wundervoll! Riesige Meeresbewohner, welche sich bei ihrer Futtersuche ueberhaupt nicht stoeren lassen von Beobachtern. Es war eine unvergessliche Erfahrung fuer uns beide. Leider haben wir keine Unterwasserkamera :(
In unseren letzten Tagen wollten wir uns unbedingt noch ein bisschen von Negros ansehen. So sind wir mit dem Bus 6 Stunden nach Sipalay zum "Sugar Beach" gefahren (Westseite der Insel). Der Bus faehrt hier nur einmal taeglich und ist in manchen Gegenden ein richtiges Highlight. Die Menschen bleiben stehen und winken uns zu. Auf dem Weg durch das Land haben wir echte Armut zu sehen bekommen. Es ist unfassbar, unter welchen Umstaenden Menschen leben koennen. Kein fliessendes Wasser, keine unbeschaedigte Kleidung, kein richtiges Haus. Manche Wohnstaetten sind aus Pappe und Plastik zusammengebastelt. Die Kinder laufen in zerfetzter, schmutziger Kleidung herum. Koerperpflege wird im Fluss oder aus Kuebeln am Strassenrand betrieben. Es war wirklich herzzerreissend, diese Menschen zu beobachten. Am MP3-Player laeuft dazu auch noch zufaellig Band Aid "Do they know its Christmas time". . . Das gibt einem alles wirklich sehr zu denken! Man fuehlt sich hilflos und gleichzeitig bekommt man fasst Wut, wenn man an das eigene Land denkt. Ich glaube, wenn ich jetzt die Mariahilfer Strasse im Weihnachtsstress erleben wuerde, wie sich jeder vom Konsumwahn verrueckt machen laesst, dann wuerde ich zu Schreien beginnen. Mir faellt einfach immer nur das Wort "Wohlstandsverwahrlosung" ein. Und wenn man dann auch noch bedenkt, worueber sich die Menschen so tagtaeglich beklagen, dann merkt man, dass die meisten Leute ueberhaupt nicht zu schaetzen wissen, wie gut es ihnen geht!
Die Kinder haben uns alle gewunken und haben alle gelaechelt! Sie kennen kein anderes Leben und kommen mit dem aus, was sie haben. Wir haben Kinder gesehen, die mit Karton aus dem Muell spielen oder sich aus einem Plastikfaden und einem kleinen Sackerl einen Drachen gebastelt haben.
Gut, zurueck zum Reisebericht.
Die Natur moechte vor uns nichts verstecken. In Neuseeland ist der Vulkan nach ueber 100 Jahren ausgebrochen, als wir dort waren, hier gab es das erste Mal nach ueber 50 Jahren einen Taifun der Staerke 3.
Viele haben es bestimmt in den Nachrichten gesehen. Leider wurde das Land teilweise (vorallem im Sueden) schwer getroffen. Wir haben gluecklicherweise nicht soviel vom Taifun mitbekommen, da wir von den Bergen geschuetzt waren. Das Ausmass des Sturms haben wir auch nur durch die Nachrichten mitbekommen.
So, lange Rede, kurzer Sinn: Die Philippinen haben uns sehr gut gefallen. Die Armut hat uns wirklich beruehrt hier. Gerade jetzt zur Weihnachtszeit, sollte jeder sich mal ein paar Minuten Zeit nehmen, um ueber sein Leben zu reflektieren und dankbar zu sein, fuer das, was man hat.


