Puerto Natales - Parque Nacional Torres del Paine

Trip Start Oct 31, 2011
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Trip End Jan 27, 2012


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Flag of Chile  , Patagonia,
Thursday, November 24, 2011

Ein Hostel hatten wir nicht vorgebucht, weil man uns beim Busschalter davon abgeraten hatte. Das Problem ist, dass auf der Strecke eine Fährüberfahrt von ca. 1 Stunde liegt. Diese kann nur bei gutem Wetter gemacht werden und manchmal kann es passieren, dass die Fähre nicht fahren kann (manchmal auch 3 Tage lang nicht). Bei uns ist aber alles reibungslos gelaufen.

Wir haben dann im Hostel Lili Patagonicos übernachtet, was wirklich nett war und es gab dort die bequemsten Betten seit langem! ;)

Einen Tag haben wir gebraucht, um unsere Trecking-Tour in den Parque de los Torres del Paine vorzubereiten. Ganz schön viel zu überlegen, wenn man sowas noch nie gemacht hat! Abends hatten wir dann endlich alles zusammen (Zelt, Schlafsack, Isomatte, Gaskocher, Gas, Geschirr, Lebensmittel, Klamotten) und als wir alles in die Rucksäcke gepackt hatten waren wir doch recht erstaunt! Wir hatten uns wirklich auf das allernötigste beschränkt und doch waren unsere Rucksäcke voll!! Bestimmt 15 kg hatten wir jeder auf der Tour zu tragen…

Um 6:30 Uhr ging am nächsten Morgen unser Wecker, duschen, frühstücken und um 7:30 Uhr dann den Bus nehmen der uns zum Park fährt. Wir hatten einigermaßen gutes Wetter, aber als wir dann an der Fähre standen und auf die Abfahrt gewartet haben fing es an zu regnen. Wir waren natürlich bestens darauf vorbereitet und haben erst einmal unsere Rucksäcke regensicher gemacht und dann unsere Regenklamotten raus geholt (Jacke und Hose!). So ging es dann auch.

War uns zuerst noch kalt, änderte sich das ganz schnell als wir los gelaufen sind! Nach 10 Minuten haben wir die ganz warmen Klamotten ausgezogen und dann noch mal nach 10 Minuten die 2. Schicht Klamotten. Der Regen hatte auch nachgelassen und wir konnten das Regenzeug bald schon ausziehen.

Wir hatten ursprünglich geplant in 5 Tagen das „W" zu laufen und haben uns dann aber entschieden, einen Tag länger zu bleiben. Wir hatten die Zeit und sonst wäre es einfach noch viel anstrengender gewesen!

1. Tag: 
Wir sind vom Katamaran-Anleger zum Refugio Grey gelaufen. Auf dem Plan war der Weg mit 3.5 Stunden gekennzeichnet, wir haben 5 Stunden gebraucht! Unser Trost war dann, dass wir am Campingplatz eine Gruppe von Österreichern getroffen haben, die waren vielleicht eine halbe Stunde vor uns da und meinten, dass wäre auch gar nicht zu schaffen in kürzerer Zeit.

Die Wege sind wirklich nicht einfach zu laufen, und dann auch noch mit einem 15 kg schweren Rucksack auf dem Rücken – bergauf und bergab, über Stock und Stein! Wir sind froh, dass wir uns noch Stöcke ausgeliehen hatten!

2. Tag:       
Die 1. Nacht im Zelt überstanden ;) und weiter geht es, für uns hieß das den Weg wieder zurück und im Refugio am Katamaran-Anleger übernachten.

3. Tag:
Die 2. Nacht (recht stürmisch und viel Regen) im Zelt überstanden! Jetzt geht es zum Vallee Frances, das hat uns sehr gut gefallen! Atemberaubende Blicke auf den Gletscher.

Wir übernachten auf einem sog. Freien Campingplatz (also nicht an ein Refugio angeschlossen), hier gibt es nur eine Toilette, ansonsten aber nichts..

4. Tag:      
Soo, 3. Nacht im Zelt überstanden, diesmal geht es weiter ohne Dusche, nur kurz Katzenwäsche im eiskalten Gletscherfluss gemacht… ;)

Bei unserer Tour hatten wir heute einen Mammuttrip vor uns, vom Campingplatz „Italiano“ bis zur Hosteria. Wir waren 9 Stunden unterwegs und sind 16.5 km gelaufen. Das war ganz schön anstrengend und am Ende hätte ich (Fredie) heulen können als wir endlich da waren!!

5. Tag:     
Mir tut alles weh… 4. Nacht im Zelt überstanden…

Heute geht es zu den Torres hoch! Wir hoffen auf eine gute Sicht und dass die Torres nicht in den Wolken verschwinden… Der Aufstieg ist steil und wir müssen ein paar Mal Pause machen, das Wetter ist eigentlich schon fast zu warm zum Trecken. Am nächsten Refugio machen wir Pause und ruhen uns erst einmal aus. Wir sind froh, gestern nicht mehr bis hierher gelaufen zu sein, das hätten wir echt nicht mehr gepackt! Außerdem ist der Campinglatz hier sehr klein und die Zelte stehen alle eng aneinander…

Weiter geht es und jetzt ist der Weg auch nicht mehr so steil, es geht durch einen Wald durch, das ist ganz angenehm zu laufen.

Das gemeine ist, dass man eigentlich nie weiß, wo man genau ist und wie lange man noch braucht bis zum Ziel. Wir stehen jedenfalls auf einmal vor einem Schild, das besagt: Camping 1 Min., Torres 45 Min.! Super, in 1 Min. sind wir da!!! ;)

Jetzt heißt es Wecker stellen und in aller Herrgottsfrühe rauf zu den Torres! (Oder Eddie fragen, der eigentlich Martin heißt und schon seit 20 Monaten unterwegs ist, ob er uns um 4 Uhr morgens weckt, weil mein Handy leer ist und ich keinen Wecker stellen kann…)

6. Tag:     
4 Uhr morgens, schnell noch mehr angezogen, Schlafsack über die Schulter geworfen und den steilen Anstieg zu den Torres in Angriff genommen in der Hoffnung, den perfekten Sonnenaufgang zu sehen! Ich bin müde, es ist sau anstrengend und mit dem Schlafsack über den Schultern ist mir viel zu heiß! (wer mich kennt, der weiß, dass ich kein Morgenmensch bin!) Dann aber endlich angekommen und da sind sie, direkt vor uns: die Torres! Nur von hier aus kann man sie alle sehen und die Sonne wirft ihr Licht auf die Spitzen. Nun bin ich doch froh, den Schlafsack mitgenommen zu haben, denn hier weht ein kalter Wind und ich mümmel mich in den Schlafsack und setze mich auf einen Stein, während Moritz Fotos schießt. ;)

Nachdem wir wieder beim Zelt angekommen sind freue ich mich über Kaffee und Kuchen (unser Frühstück) und noch mehr freue ich mich, heute Abend heiß zu duschen, saubere Sachen anzuziehen und in einem richtigen Bett zu schlafen! ;))

Im Nachhinein muss ich sagen, dass die Tour bisher eins unserer Highlights war und wir mächtig stolz auf uns sind die Tour geschafft zu haben! 
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