Italianità in Kagoshima

Trip Start Mar 31, 2012
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Trip End Apr 20, 2012


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Flag of Japan  , Kyushu-Okinawa,
Saturday, April 14, 2012

Waren wir gestern noch im Tessin, so sind wir heute in Neapel angekommen. Zumindest wird die Stadt Kagoshima hier ganz im Süden Japans mit Neapel verglichen. Dies vor allem, weil die Lage mit dem Vulkan Sakurajima, der auf der anderen Seite der Bucht steht, dem Bild von Neapel mit dem Vesuv sehr ähnelt. Tatsächlich hat die Stadt aber auch sonst so etwas wie mediterranes Flair. Es gibt unzählige italienische Restaurants hier und alles ist etwas lauter, fröhlicher und gleichzeitig relaxter als sonst in Japan. Der Sakurajima brodelt eigentlich ständig vor sich hin, worauf die Rauchsäule über dem Vulkan hindeutet. Seit 1950 ist er bereits mehr als 1000 mal ausgebrochen und 1914 war der letzte grosse Ausbruch, der verheerende Auswirkungen hatte.

Für uns ist Kagoshima nur eine stop over Destinatin für eine Nacht, da wir morgen früh die Fähre nach Yakushima nehmen werden. Da wir aber eigentlich eher einen industriellen Moloch erwartet haben, sind wir vom lebendigen und charmanten Charakter der Stadt sehr positiv überrascht worden und geniessen zumindest unseren Kurzaufenthalt.

Allerdings gibt es auch in Kagoshima die eine oder andere Seltsamkeit zu beobachten (siehe Fotogalerie) : So z.B. ein Typ, dem wir mehrfach begegnet sind, der ca. 10 Rassekatzen in einem Kinderwagen kreuz und quer durch die Stadt spazieren fährt und ab und zu stehen bleibt, um sie zu kämmen. Er scheint sehr stolz auf seine "Familie“ zu sein und hat deshalb auch nichts dagegen, fotografiert zu werden. Allerdings sieht man auf den Fotos meist die Katzen kaum, da der Kinderwagen immer von einer Schar gigelnder Japanerinnen umringt ist, welche die Tiere streicheln. Ein anderes Highligt sind ein paar Flächen frisch angesähter Rasen in einer Einkaufsstrasse. Tagsüber waren sie nur mit massiven Bauabschrankungen abgesperrt aber abends sorgte zusätzlich ein Wachmann mit Helm, Leuchtweste und Leuchtstock dafür, dass ja niemand die Flächen betritt. Rasen scheint hier sowieso einen hohen Stellenwert zu haben, da sich auch die Schienen der (einzigen) Tramlinie, wie ein grünes Band durch die Stadt zieht, weil neben und zwischen den Schienen ein Streifen perfekt getrimmter englischer Rasen wächst…
 
Was etwas mühsam ist, ist dass zur Zeit in Kagoshima offenbar Wahlkampf herrscht. Denn das wichtigste Werkzeug im japanischen Wahlkampf sind Lautsprecherwagen, mit dem die Unterstützer durch den Wahlbezirk fahren und die Bewohner lautstark mit Parolen beschallen. Diese Wagen sind zur Zeit massenhaft unterwegs und wirklich extrem laut. Am befremdendsten war zu sehen, wie zwei Wagen verschiedener Parteien "Schnauze an Schnauze" standen und sich die Wahlkampfteams mit den Mikrofonen gegenseitig nieder schrien... 

Doch lange sind wir diesem Lärm nicht ausgesetzt, denn wie erwähnt entern wir bereits morgen früh die Fähre und schippern auf die Insel Yakushima.
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