Koh Lanta

Trip Start Sep 20, 2011
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Trip End Mar 12, 2012


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Flag of Thailand  ,
Thursday, October 27, 2011

Wir hatten wieder schon im Voraus über Hostelworld einen Bungalow auf Koh Lanta gebucht, so dass wir die Schlepper, die auf dem Schiff rumliefen und ihre Anlagen anpreisen wollten direkt abweisen konnten. Dabei wurden uns zwei Schlepper gezeigt, die scheinbar von dem von uns gebuchten Hostel waren und denen wir nach Ankunft am Pier folgen sollten. Diese beiden Schlepper führten uns dann zu einem mit Bänken ausgestattetem Pick-up und wir bekamen zusammen mit zwei deutschen Mädels, einem französischen Pärchen und einem Australier einen kostenlosen Transport zur Bungalowanlage, bei dem leider unsere aufs Dach geschnallten Rucksäcke einem dicken Regenschauer ausgesetzt wurden.
Bei der Anlage "New Beach Bungalows" handelte es sich um ein langgezogenes Grundstück, das direkt bis zum Strand reichte und mit zwei Swimmingpools ausgestattet war. Direkt hinterm Strand befanden sich die Bar mit einer Liege- und Chillfläche, das Restaurant und die Rezeption. Wir bekamen eine Hütte ganz am anderen Ende des Grundstücks zugewiesen. Auf den ersten Blick machte der Bungalow einen super Eindruck. Viel Platz, sogar mit einem dritten Bett, Fernseher, Kühlschrank und eigenem Bad. Wir mussten allerdings schnell feststellen, dass es sich hierbei wohl um den gammeligsten Bungalow handelte, den wir bisher auf unserer Reise bewohnt hatten. An den Wänden und an der Decke war Schimmel und sogar die Kopfkissen waren schwarz, wenn man mal einen Blick unter den Bezug geworfen hat. Das ganze Bett roch muffig, also vermuten wir, dass die Matratze nicht unbedingt besser aussah. Richtig eklig war auch der Kühlschrank, der bei unserer Ankunft noch nicht einmal angeschlossen war und beim Öffnen der Tür einen miesen Gestank verbreitete. Vielleicht waren wir die ersten Gäste in diesem Bungalow nach der "Winter"pause? Wer weiß.. Auf jeden Fall ging es nicht nur uns so, auch bei den deutschen Mädels war Schimmel im Zimmer und im Kopfkissen.
Abgesehen vom Muff im Zimmer war der Aufenthalt auf Koh Lanta und im New Beach aber super! Jeden Abend saßen wir in der Chill-Area überm Strand zusammen mit dem Australier, den Deutschen und einem Amerikaner. Dazu kamen noch ab und zu andere, die aber immer nur für einen oder zwei Abende da waren. Aufregende Jenga-Spiele und interessante Gespräche mit netten Leuten sorgten jeden Abend für gute Stimmung :)

Am Tag unserer Ankunft machten wir erstmal nichts außer ankommen, lesen und den Pool testen. Zwar hatten wir auch das Meer direkt vor der Tür, allerdings war der Grund hier komplett mit Felsen bedeckt, so dass der Pool wohl die entspanntere Schwimm-Alternative bot.
An den nächsten beiden Tagen mieteten wir uns einen Roller und erkundeten die Insel. Zuerst fuhren wir relativ planlos durch die Gegend und landeten schließlich in Old Lanta, einem alten Hafenörtchen, das mit seinen Holzhäusern eher den Charme einer Westernstadt hatte. Dort warfen wir einen blick ins "Hammock-House", einem Laden für Hängematten, in dem es lauter unterschiedliche handgeknüpfte Hängematten zu sehen und kaufen gab. Die meisten waren wirklich schön, aber die meiste Aufmerksamkeit zogen wohl zwei Katzen auf sich, die zusammengekuschelt in einer Mini-Hängematte lagen und ein Nickerchen hielten.
Anschließend wollten ganz in den Süden der Insel fahren, wo ein Nationalpark liegen sollte. Wir nahmen aber erst eine falsche Abzweigung und landeten irgendwo in einem Resort, das aber auch durchaus sehenswert war, da die Unterkünfte dort aus Baumhäusern bestanden und das ganze Gelände wirklich liebevoll gestaltet war. Nach einem Lunch-Stop in irgendeinem Restaurant am Long Beach fuhren wir dann schließlich doch noch die richtige Straße und kamen nach einem weiteren Stop an einem Sunset-Point zum Nationalpark. Die letzten Kilometer vor dessen Eingang waren abenteuerlich zu fahren, da es nur eine Sandpiste als Straße gab, nicht unbedingt der beste Untergrund zum Roller fahren.. Im Nationalpark sahen wir schon kurz nach dem Betreten zwei Warane und eine Menge Affen und gingen dann noch einen etwa zwei Kilometer langen Weg durch den Dschungel. Der Weg ging mit vielen Treppen auf und ab durch den Wald, wurde teilweise von umgestürzten Bäumen versperrt und an einigen Stellen waren Brücken eingestürzt, so dass man durch die zum Glück trockenen Flussbetten gehen musste. Auf dem Track haben wir zwar leider nur ein paar Affen in weiter Ferne gesehen, aber schön wars trotzdem :)
Auf dem Rückweg überlegten wir noch, zu einem Wasserfall zu fahren. Nachdem wir aber schon einige Meter auf den sandigen Wegen in den Dschungel gefahren waren und zu einem kostenpflichtigen Parkplatz kamen, beschlossen wir umzukehren, da es bereits kurz vor Einbruch der Dunkelheit war und wir auch keine Lampen dabei hatten.

Am nächsten Tag wollten wir in den Mangrovenwäldern Kajak fahren, doch auf dem Weg dorthin, mitten in der Pampa, fing unser Roller auf einmal an zu schlingern. Der Hinterreifen war platt! Da wir kein Handy dabei hatten, rechneten wir schon damit, dass wir nun bis zum nächsten Ort mit Werkstatt schieben müssten. Doch wir hatten Riesenglück, denn schon am nächsten Haus, das auf unserem Weg lag, kam ein Jugendlicher auf uns zu gelaufen und bedeutete uns, dass er den Roller reparieren könne. Tatsächlich war vor dem Haus der Familie eine kleine Werkstatt aufgebaut und während wir auf der Veranda warteten, machten sich zwei der Jugendlichen daran, den Schlauch zu flicken. Nach etwa zwanzig Minuten waren sie fertig und wollten gerade mal 40 Baht (etwa einen Euro) für ihre Arbeit haben. Wir gaben ihnen jedoch 200 und kauften damit noch gleich einen großen gefesselten Krebs frei, mit dem der Vater des Hauses zuvor angegeben hatte. Die Thais lachten, sie mussten uns wohl für verrückt halten, aber was solls :)
Wir fuhren also weiter, aber schon nach nichtmal zehn Metern fing der Roller wieder an zu schlingern. Der Reifen war schon wieder platt. Also zurück zum Haus und die Jungs nochmal rangelassen. Wie sich herausstellte, hatten sie den Reifen zwar vernünftig geflickt, allerdings hatte er insgesamt drei große Löcher. Vermutlich war er einfach alt. Dieses mal bauten die Jungs dann also einen neuen Schlauch ein und wir konnten endlich zu den Mangrovenwäldern fahren.
Dort angekommen mieteten wir ein Kanu (oder Kajak? Keine Ahnung..) für zwei Stunden und paddelten durch die Kanäle zwischen den Mangroven. Wir waren dort größtenteils allein unterwegs und konnten in Ruhe die bunten Krabben und die Schlammspringer beobachten, die im Schlamm am Rand der Kanäle lebten. Unseren freigekauften Krebs ließen wir hier auch frei. Den Weg zurück ins Meer dürfte er von hier aus gut finden. Ein paar mal sahen wir auch Affen in den Mangroven und einer kam sogar ganz nah zum Boot und schnappte sich eine unserer Bananen.
Nach unserem Paddelausflug fuhren wir noch zu einer Höhle in der Mitte der Insel, der Khao Maikaeo Höhle. Dort mussten wir zwar jeder 300 Baht Eintritt zahlen, was für thailändische Verhältnisse echt viel ist, bekamen dafür aber unseren eigenen Führer. Im Nachhinein kann ich auch sagen, dass sich der Eintritt wirklich gelohnt hat! Unser Guide, ein Mann mittleren Alters in Jogginghose und Flip Flops (ok, er hat sich dann doch noch Schuhe angezogen..) führte uns zunächst auf einem Trampelpfad und über Kletterpassagen quer durch den Dschungel zum Eingang der Höhle. Allein dieser Aufstieg wäre wohl nicht für jeden was gewesen.. Der Eingang der Höhle war dann eine dunkle Spalte zwischen großen Felsen, die ich ohne Guide wohl nie als Eingang einer Höhle erkannt hätte. Wir wurden mit Kopflampen ausgestattet und dann ging es los. Der Guide führte uns durch insgesamt vier oder fünf große Räume, aus der die Höhle bestand. Dazwischen kletterten wir über die Tropfsteinformationen, über alte Holzleitern, teilweise auch auf Brettern über Abgründe. An einer Stelle mussten wir sogar auf allen Vieren krabbeln und einmal sogar robben, weil der Durchgang so klein war. Der Guide zeigte uns überall, wo wir welchen Fuß hinsetzen mussten, um ohne abzurutschen durch die Höhle zu klettern, warnte uns vor niedrig hängenden Felsen mit "Achtung Kopp" und wies uns auf besonders geformte Felsen und Fledermäuse hin. Das war das erste mal, dass ich wirklich durch eine Tropfsteinhöhle geklettet bin und nicht nur auf eingebauten, hell erleuchteten Wegen der Menschenmasse hinterher getrottet bin. So nimmt man so eine Höhle ganz anders wahr, wirklich toll!
Abends saßen wir dann wieder mit den anderen Leuten aus dem New Beach zusammen und da heute noch mehr Leute angekommen waren und das Restaurant und die Bar bevölkerten, gab es von einem der Angestellten eine kleine Feuershow zu sehen.

(flummy)
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