Magic Underwaterworld

Trip Start Sep 20, 2011
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Trip End Mar 12, 2012


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Where I stayed
Flower Bungalows

Flag of Thailand  ,
Saturday, October 22, 2011

Ein absolutes Highlight neben unserem traumhaften Domizil im Viking Resort war der Schnorchelausflug, den wir am Samstag unternommen haben! Für 250 Baht (etwa 6 Euro) pro Kopf sollte es für etwa viereinhalb Stunden mit einem Longtailboot zu einigen beliebten Plätzen der Insel, mehreren Schnorchelstellen und nach Maya Bay, der Bucht auf Koh Phi Phi Leh, die durch die Filmarbeiten für den Film "The Beach" berühmt geworden ist, gehen. Wir waren eine Gruppe von etwa 17 Leuten und das Boot ziemlich voll, als wir die Fahrt um kurz nach zwei starteten. Der erste Stop war Monkey Beach, ein Strand, an dem Affen leben. Ich hatte Bilder von einem weitläufigen Strand im Kopf, an dem viele Affen bei den Touristen um Futter betteln. Dieser Strand war jedoch winzig, eigentlich nur ein Spalt zwischen Felsen, der sich ins Landesinnere zu einem etwas größeren Fleckchen Land ausweitete, von dem aus ein paar Bäume in den Dschungel führten. Affen gab es hier zwar, aber auch jede Menge Müll und Horden von Menschen, die genau wie wir mit Booten angekarrt wurden um die Affen zu begaffen. Einer der männlichen Affen beschützte aber zum Glück seine Familie vor den Touristen, indem er jeden, der sich zu weit nach vorn wagte, fauchend zurücktrieb.
Der nächste Stop sollte die Viking Cave sein, eine Höhle an der Außenseite von Koh Phi Phi Leh, in der es unter anderem alte Höhlenmalereien geben sollte. Wir fuhren jedoch nur daran vorbei und das, was wir vom Boot aus sehen konnten, war etwas, das aussah wie ein Baugerüst und den Blick auf die eigentliche Höhle größtenteils vesperrte.
Anschließend stoppten wir in einer ruhigen Bucht zum schwimmen. Das warme Wasser und die Kulisse mit den hochragenden bewaldeten Felsen waren zwar wirklich schön, aber die meisten auf unserem Boot konnten diesen Stop nicht so recht würdigen. Bei Sonnenschein wären wohl alle erleichtert ins kühle Nass gesprungen, an diesem Tag war von der Sonne jedoch nichts zu sehen, im Gegenteil fing es sogar an zu regnen, als wir die Bucht verließen. Wir fanden das allerdings nicht wirklich schlimm. Nass wurden wir beim Schwimmen ja eh und so bekamen wir wenigstens keinen Sonnenbrand. Ein wenig frisch war es im Fahrtwind mit dem kalten Regen dann aber doch.
Der nächste Stop war endlich der ersehnte Schnorchelstop. Vom Boot aus sah die Stelle unscheinbar aus, wieder eine kleine Bucht vor großen Felsen. Erfahrene Schnorchler oder Taucher hätten diesen Fleck vielleicht auch langweilig gefunden, wir beide schnorchelten hier jedoch zum allerersten Mal, von den Versuchen als Kind im Planschbecken mal abgesehen ;)
Es ist einfach irre! Sobald man den Blick unter Wasser richtet, ist man in einer völlig neuen, völlig unbekannten und faszinierenden Welt. Wir konnten mindestens fünf Meter weit sehen und somit auch den Grund unter uns problemlos erkennen. Anfangs hatten wir gar nicht damit gerechnet, dass das Wasser an einer zum Schnorcheln geeigneten Stelle so tief sein würde, weil wir beide noch nie an einer Stelle im  Meer waren, an der man so weit gucken konnte. Wir sahen also den Meeresboden in etwa fünf Meter Tiefe mit all seinen Felsen und Bewohnern, die scheinbar schwerelos darüber schwebten. Der Boden mag zwar aussehen wie eine Felswüste an Land, die Bewohner mussten sich jedoch weder an die Regeln der Schwerkraft, noch an irgendwelchen vorgefestigten Straßen halten. Das ganze erweckte den Eindruck von unendlicher Freiheit und Leichtigkeit. Man selbst war lediglich der stille Beobachter. Und beobachten konnte man in aller Ruhe, da man sonst auf nichts achten musste. Wir konnten uns einfach auf der Wasseroberfläche treiben lassen und die Welt unter uns beobachten, abgesehen von ein paar Schwimmzügen ab und zu um das Blickfeld zu verändern. Als der Thai auf dem Boot anfing, eine Ananas für unsere Truppe zu zerschneiden und die Schalen ins Wasser warf, waren wir zusätzlich auch noch von einem Schwarm bunter Fische umringt, die sich gierig auf die Schalen stürzten. So viele Tiere sieht man an Land selten auf einem Haufen.
Wäre es nach uns gegangen, wären wir wohl ewig an dieser Stelle geblieben, einfach nur um zu gucken. Irgendwann ging es aber weiter und wir fuhren nach Maya Bay. Der Strand und die Kulisse dort sind wirklich schön, allerdings ist die Bucht nicht wirklich komplett von Felsen umschlossen. An einer Stelle ist eine breite Lücke, durch die die Bucht mit dem Ozean verbunden ist und in der während der Dreharbeiten wohl die ganzen Schiffe vom Team lagen. Viele Leute kritisieren auch den Dreh an diesem Ort, da er in einem Naturschutzgebiet liegt und für den Dreh extra Sand aufgeschüttet wurde, Palmen angepflanzt wurden, die hier eigentlich gar nicht wachsen würden und die großen Schiffe der Crew Korallenriffe zerstört haben sollen. Ich fand es dort auf jeden Fall sehr schön, wenn auch wieder Touristenüberlaufen - so ist das aber nun mal, wenn man selbst auch mit einer organisierten Tour angeschifft wird. Wir verschafften uns zunächst einen kleinen Eindruck vom Land und warfen einen Blick in eine andere kleine Bucht mit vorgelagerter Insel. Das Dorf aus dem Film haben wir aber nicht gefunden ;) Anschließend wollten wir wieder schnorcheln und schwammen einmal quer durch die Bucht. Unser Bootsführer hatte uns beim Verlassen des Bootes gesagt, dass wir dorthin schwimmen sollten, wenn wir schnorcheln wollten. Das Wasser war leider in der gesamten Bucht bei weitem nicht so klar wie am vorherigen Schnorchelstop, was bestimmt auch am schlechten Wetter lag, ich hab aber trotzdem eine Wasserschildkröte erkennen können, die unter mir langgeschwommen ist - sehr cool! Am anderen Ende der Bucht angekommen musste ich nach einem Blick auf die Uhr meiner Kamera entsetzt feststellen, dass wir nur noch eine Viertelstunde hatten, bis wir wieder am Boot sein sollten. Die Strecke, die zwischen uns und dem Boot lag war aber bestimmt 500 Meter lang - unmöglich zu schaffen für ungeübte Schwimmer wie uns. Wir versuchten es trotzdem und der Schnorchel erleichterte das Schwimmen ungemein, da man den Kopf gesenkt halten konnte und nicht so leicht Wasser schluckte. Als ich nur noch etwa zwanzig Meter vom Boot entfernt war, musste ich entsetzt feststellen, dass ich Marco nicht mehr sehen konnte! Er war die ganze Zeit kurz hinter mir gewesen und nun plötzlich verschwunden. Die aufkommende Panik in mir wurde noch dadurch verstärkt, dass vor mir der Motor des Boots startete und es so aussah, als wollten sie ohne uns ablegen. Ich winkte und schrie, sie sollten auf uns warten. Der Rest der Truppe winkte auch fröhlich zurück, aber ich war mir nicht sicher, ob sie mich erkannt hatten. Schließlich waren hier noch einige andere Boote und Menschen unterwegs. Ich schrie also weiter und nachdem die ersten Leute auf dem Boot anfingen angesichts meiner Panik zu lachen, wurde mir klar, dass sie zwar ablegten, aber in meine Richtung fuhren um mich aufzusammeln. Während das Boot nur noch einige Meter neben mir dümpelte, war ich völlig am Ende meiner Kräfte, hatte den Schnorchel rausgenommen und versuchte mit Brustschwimmen das Boot zu erreichen. Irgendwie kam ich aber nicht wirklich vorwärts und erreichte nur gerade so das Heck des Boots. Um nicht Gefahr zu laufen, wieder vom Boot weggetrieben zu werden, hangelte ich mich bis zur Leiter und kletterte schließlich an Bord, in der Hoffnung, dort auf Marco zu treffen. Dort war er aber nicht und auch die andern hatten ihn nicht gesehen. Während ich noch das Wasser absuchte und schon dachte, ob er von einem Hai angegriffen wurde oder einen Krampf oder keine Kraft mehr hatte, tauchte er plötzlich am Strand auf und winkte uns zu. Puh! Er hatte es bis zum Strand geschafft und wegen der Wellen und später dem Boot hatte ich seinen Schnorchel aus dem Blick verloren. Er schwamm dann noch zu uns rüber und wir konnten weiterfahren. Der Bootsführer wollte uns glaub ich anmeckern, dass jetzt alle auf uns warten mussten, aber die anderen meinten, das sei nicht so schlimm. Ein Blick auf die Uhr sagte mir auch noch, dass wir gerade mal zehn Minuten später als geplant weitergefahren sind. Alles halb so schlimm und wir waren jetzt zwar erschöpft, ich auch noch ein wenig zittrig, aber sonst war alles gut :)
Der letzte Stop sollte nun eigentlich irgendein Ort sein, an dem wir den Sonnenuntergang angucken konnten. Da der Himmel aber immer noch bedeckt von Wolken war, ließ er uns an einer weiteren Stelle zum Schnorcheln raus, an der es Wasserschildkröten und Haie geben sollte. Obwohl ich immer noch erschöpft von Maya Bay war, sprang ich auch wieder ins Wasser. Und es hat sich gelohnt, denn ich habe noch eine Wasserschildkröte gesehen! Andere aus der Gruppe haben auch einen kleinen Hai gesehen, wir aber leider nicht. Diesesmal mussten wir auch nicht zum Boot zurückschwimmen, denn der Bootsführer hatte uns gesagt, wo wir langschwimmen sollte und ist dann mit dem Boot ein Stück neben uns her gefahren. Dann ist er auch ins Wasser gehüpft um mit uns Ausschau nach den "Turturs" zu halten. Er war es auch, der mir die Schildkröte an dieser Stelle gezeigt hat.
Bei Einbruch der Dunkelheit waren wir wieder am Pier und gingen klatschnass zu unserem Bungalow zurück. So lange wie an diesem Abend hatte ich auch noch nie Schrumpelhände und -füße. :D

(flummy)
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