Waldkinder in der Stadt

Trip Start Sep 20, 2011
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Trip End Mar 12, 2012


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Where I stayed
Flower Bungalows

Flag of Thailand  ,
Friday, October 21, 2011

Am nächsten Morgen packten wir also unsere sieben Sachen wieder ein und gingen zum Restaurant. Dort buchten wir zwei Plätze auf dem nächsten Longtailboot das zum Pier fuhr. Die Tortur, mit dem Gepäck den Weg zu Fuß zurückzulegen, wollten wir uns nicht schon wieder antun.
Zehn Minuten später gingen wir dann zusammen mit ein paar anderen an Bord und verließen unseren kleinen ruhigen Strand. Während der circa 10minütigen Fahrt fiel uns auf, wie toll das Wasser rund um die Insel aussah. Von weitem in einem schönen Türkisblau gehalten und von nahem so glasklar, dass wir sogar während der Fahrt den Boden und teilweise auch Fische sehen konnten. Da am Pier keine Anlegestelle mehr frei war, parkte der Bootsführer kurzerhand an einer Fähre, über die wir dann zum Pier gelangten.
Nachdem wir die Stadt betreten und so weit gelaufen waren, bis wir nicht mehr von Schleppern belästigt wurden, begann die Suche nach unserem Hostel. Diesmal trennten wir uns direkt und während ich wieder mal beim Gepäck wartete, drehte Marco eine Runde, kam jedoch erfolglos zurück. Nach einer kleinen Stärkung mit einem gegrillten Maiskolben, der quasi unser Frühstück war, ging Marco erneut eine Runde, diesmal in die andere Richtung und wurde zum Glück fündig. Mit der Buchung hatte auch alles geklappt und so konnten wir unseren Bungalow mit eigenem Bad und Veranda beziehen. Die Anlage lag zwar mitten in der Stadt, aber an einer Nebenstraße und umschlossen von Häusern, so dass man die Geräusche von der Straße hier kaum hören konnte und es angenehm ruhig war. Zumindest tagsüber.
Da wir direkt fünf Nächte gebucht hatten, lohnte es sich unsere Hängematten aufzuhängen. In ner Hängematte vor der eigenen Hütte auf ner schönen Insel..so lässt es sich wirklich gut aushalten ;) Nachmittags sind wir noch ein bisschen durch den Ort gestromert und sind am Ortsrand auf eine große Gruppe Affen gestoßen, die dort scheinbar lebten und sich Früchte von den Obstbäumen hinter den Häusern klauten.
Abends, nach Einbruch der Dunkelheit ging Marco dann noch einmal den Weg hoch zum View Point, um dort Ausschau nach Schlangen zu halten. Er wurde tatsächlich fündig, da sich die Schlangen aus dem umliegenden Dschungel abends gerne auf die aufgeheizten Asphaltwege legen um sich zu wärmen. So kam es, dass wir während unseres Aufenthalts auf der Insel insgesamt vier mal (bzw. Marco sogar fünf mal) den Weg zum Viewpoint erklommen..
Die Nächte in der Stadt waren nicht so ganz nach unserem Geschmack. Mit den Brettharten Matratzen auf dem Boden wären wir ja noch klar gekommen, aber dass jede Nacht Party am drei Minuten entfernten Strand war, war wirklich hart. Der Bass war so stark, dass sogar der Boden unserer Hütte vibrierte. Party war aber nicht nur am Strand, sondern auch in dem kompletten Viertel, in dem unsere Bungalowanlage lag. Sobald man durch die Straßen ging, sah man betrunkene Leute und überall standen Backpacker, die scheinbar irgendwo angestellt waren und versuchten einem Flyer in die Hand zu drücken oder einen in eine der Bars zu zerren. Nicht unsere Welt.
Neben unseren nächtlichen Ausflügen zum Viewpoint nahmen wir uns außerdem einmal vor, zum "Tsunami Village" zu gehen. Dieses Dorf war überall ausgeschildert und wir dachten, dass es sich dabei vielleicht um ein Dorf handelte, das vom Tsunami zerstört wurde und anschließend als Gedenkstätte in diesem Zustand belassen wurde. Zu unserem Erstaunen kamen wir auf dem Weg dorthin an eine Straße, auf der Roller und sogar vereinzelt Autos fuhren. Wir wurden dann allerdings von einem dicken Regenschauer überrascht und suchten unter einem Metalldach am Straßenrand Schutz. Nachdem der Regen abgeebbt war, war es schon kurz vor Einbruch der Dunkelheit und wir beschlossen zurück zu gehen und erst einmal nachzuschauen, um was es sich bei dem Tsunami Dorf handelte. Scheinbar lag es nämlich auf einem Berg und deshalb machte unsere Theorie vom zerstörten Dorf nicht mehr allzu viel Sinn. Wir fanden heraus, dass es sich beim Tsunami Dorf lediglich um einen Ort handelte, an dem nach dem Tsunami ein Evakuierungslager aufgebaut worden war und in dem nun immernoch Einheimische lebten. Da dies nicht so spannend klang, haben wir nicht noch einmal versucht bis zum Dorf zu gehen.

(flummy)
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