Bye bye Phuket

Trip Start Sep 20, 2011
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Trip End Mar 12, 2012


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Flag of Thailand  ,
Monday, October 17, 2011

Nach unserem schönen letzten Abend in Nai Yang hieß es am Montag Sachen packen, um 12 Uhr mussten wir ausgecheckt haben. Gegen halb 12 waren wir dann auch so weit und haben uns mit Sack und Pack aufgemacht zu einer Hütte am Straßenrand, die unserer Vermutung nach als Bushaltestelle für den Airportbus fungierte. Ob wir damit richtig lagen oder nicht, wissen wir nicht, auf jeden Fall hielt der Bus, der gegen 12 Uhr vorbeikam, auf Marcos Handzeichen hin an und nahm uns mit. Ohne vorher irgendetwas gebucht zu haben, hatten wir uns als nächstes Ziel Koh Phi Phi ausgesucht, wussten aber noch nicht, in welchem Zeitraum wir es bis dahin schaffen würden. Zu unserer Verblüffung lief jedoch alles reibungslos. Mit dem Airportbus fuhren wir zunächst zurück zur Busstation in Phuket Town, von der wir eine gute Woche vorher auch gestartet waren. Dort angekommen wollten wir uns eigentlich in einem der ansässigen Reisebüros über die Möglichkeiten der Weiterreise informieren. Scheinbar stand uns jedoch unser Reiseziel dick auf der Stirn gedruckt, denn noch während ich auf der Toilette war, wurde Marco von einem Thai angesprochen, ob er nach Phi Phi wolle und bot ihm gleich ein Taxi zum Pier für 40Baht für zwei Personen an (scheinbar hatte er das Gepäck gezählt und festgestellt, dass Marco das unmöglich alleine tragen konnte). Nach kurzer Absprache und nachdem wir nochmal ausdrücklich abgeklärt hatten, dass wir bei keinem Schneider anhalten wollten (der Fahrpreis kam uns so niedrig vor, deshalb waren wir skeptisch), haben wir das Angebot dann angenommen. Tatsächlich hat uns der Fahrer auf direktem Weg zum Pier gebracht und da wir mit einer Art Pick-Up mit Bänken auf der Ladefläche fuhren, war auch die Fahrt mitsamt Fahrtwind sehr angenehm. Am Pier angekommen brachte der Fahrer uns sogar noch zum richtigen Ticket-Schalter, wo wir direkt Tickets für die Überfahrt nach Phi Phi und die Weiterfahrt von Phi Phi entweder zurück nach Phuket oder weiter nach Koh Lanta oder Krabi kauften. Da wir uns beim Kauf weder für ein genaues Datum noch den Ort entscheiden mussten und das Ticket im Doppelpack günstiger war, war das eine gute Sache. :)
Wir konnten auch direkt aufs Schiff gehen. Da es noch etwa eine halbe Stunde bis zur Abfahrt dauerte, war es auf dem Deck noch nicht so voll und wir konnten uns noch zwei der wenigen Plätzchen im Schatten sichern. Die anderen Passagiere mussten entweder unten drinnen sitzen (doof!) oder oben in der Sonne brutzeln, die an diesem Tag wirklich knallte!
Nach einer guten Stunde Fahrt fingen die Leute verstärkt an, ihre Foto-Apparate zu zücken. Bei einem Blick über die Rehling wurde auch klar warum: In der Ferne konnte man Phi Phi erkennen und mit ihren steil aufragenden Felsklippen, die an allen möglichen Stellen mit Urwald bedeckt sind, ist Phi Phi wirklich eine Schönheit, ein wahrer Augenschmaus!
Auch das Bild, das sich bot, als wir uns dem Pier näherten hätte direkt aus einem Reisekatalog stammen können: Auf der linken Seite die hoch aufragenden gigantischen Felsen, geradeaus das Hafenbecken, mit lauter vor sich hindümpelnden Booten (die meisten wohl von irgendwelchen Tauchschulen) vor einer kleinen, von Fußgängern bevölkerten Stadt und auf der rechten Seite eine hüglige grüne Landschaft mit einer felsigen Küste, in die immer wieder kleine Sandstrände eingebettet waren vor denen Longtailboote auf Kunden warteten.
Nachdem wir an Land gegangen waren und unsere 20 Baht zur Sauberhaltung der Insel bezahlt hatten, bekam das Bild vom Urlaubsparadies jedoch einen kurzen, aber intensiven Dämpfer, als wir von allen Seiten von Schleppern belagert wurden, die uns mit ihren Booten zu diversen Resorts bringen wollten. Wir hatten zwar noch kein Zimmer gebucht, hatten uns aber im Lonely Planet eine Bungalow-Anlage am Long Beach ausgeguckt, die Bungalows für 500 Baht haben sollte. Der Long Beach lag laut Karte zwei Kilometer vom Pier entfernt. Alles klar, dachten wir, zwei Kilometer sind ja ein Klacks, die schaffen wir locker zu Fuß. Pustekuchen! In der thailändischen Hitze und mit jeweils knapp 20 Kilo Gepäck und keinem vernünftigen Essen im Bauch sind zwei Kilometer keineswegs ein Klacks! Zu Anfang ging es zwar noch, auf den relativ breiten Fußwegen, die aus der kleinen Stadt hinausführten. (Auf Koh Phi Phi gibt es übrigens keine Straßen, sondern nur Fußwege und deshalb auch keine Autos.) Nach einer kurzen Weile fing der Weg jedoch an, über einen Hügel nach dem anderen zu führen, was wir schon ziemlich anstrengend fanden im Vergleich zu den ebenen Wegen vorher. Es wurde jedoch noch schlimmer, als die betonierten Wege ganz verschwanden und es nur noch Trampelpfade gab, die über Wurzeln und Steinbrocken bergauf und bergab durch verschiedene Resorts an der Küste entlang führten. Mies war auch noch, dass die handgeschriebenen Schilder, die den Weg zum Long Beach wiesen nur recht spärlich aufgestellt worden waren und wir so einige Male kleine Umwege durch irgendwelche Resorts nahmen, weil wir es nicht besser wussten. Ein kleines Highlight war nur ein Waran, den Marco irgendwo neben dem Weg entdeckte. Leider war er schon weg bis wir die Kamera rausgekramt hatten. Irgendwann kamen wir an einer kleinen Rezeptionshütte vorbei, wo uns ein Bungalow für 700 Baht angeboten wurde. Da wir keine Ahnung hatten, wie weit es noch bis zum Long Beach war, und wir auch nicht wussten, ob es dort überhaupt noch einen freien Bungalow gab und vor allem, weil wir total kaputt waren und keine Lust mehr hatten unser Gepäck noch weiter über Stock und Stein zu schleppen, beschlossen wir, das Angebot anzunehmen. Da die Hütte am anderen Ende des Resorts lag, sollten wir noch weitergehen, wir würden dann von einem Mitarbeiter abgefangen werden, dem er per Funkgerät Bescheid geben wollte. Zumindest war es das, was wir verstanden hatten. Wir liefen also weiter und weiter, wurden aber nirgends abgefangen. Schließlich beschlossen wir uns zu trennen. Während ich beim Gepäck wartete und dabei von Moskitos fast aufgefressen wurde (ja, ich hab es mit Deet versucht, aber auf verschwitzter Haut scheint das nicht zu wirken), lief Marco weiter auf der Suche nach dem ominösen Mitarbeiter, kam jedoch erfolglos zurück. Anschließend tauschten wir die Rollen und ich lief zurück zu dem Restaurant des Resorts, an dem wir eine Weile zuvor vorbeigekommen waren, um dort nachzufragen und tatsächlich versteckte sich in dem Gebäude eine zweite Rezeption. Und dort war auch der Mitarbeiter, der angefunkt worden war. Er zeigte uns unsere Hütte, die glücklicherweise ganz in der Nähe von dem Ort war, an dem wir unser Gepäck abgestellt hatten und wir waren endlich angekommen! Die Hütte war die teuerste Unterkunft, die wir bisher bezogen hatten, dabei jedoch auch die einfachste, aber irgendwie auch die schönste. Eine kleine Holzhütte mit Veranda und Hängematte, in der unter einem Moskitonetz eine große Matraze lag, daneben noch ein Ventilator stand und sonst aber nicht viel Platz war. Es war die allerkleinste Hütte im gesamten Viking Resort, wie die Anlage hieß. So wie wir es sehen konnten, hatten die anderen auch noch eigene Badezimmer, teilweise wirkten die großen Hütten sogar wie richtige Wohnhäuser. Wir nutzten hingegen ein Gemeinschaftsbad in einer Hütte, die gleich gegenüber unserer Hütte lag. Das ganze Resort war direkt in den Wald gebaut und war mit seinen Holzhütten und Dekorationen sehr schön. Dazu kam noch der kleine Strand direkt vorm Restaurant, der von unserer Hütte nur von einem kurzen Weg (mit Weg ist im Resort immer Trampelpfad gemeint) und einem Stück Treppe mit Riesenstufen getrennt war und so nah lag, dass wir vom Bett aus das Meer hören konnten. Herrlich :)
Nachdem wir nun endlich unser neues Heim bezogen hatten, schlüpften wir erstmal schnell in unsere Badeklamotten und gingen uns im Meer abkühlen. Wir waren von den weichen Sandstränden in Phuket verwöhnt und rechneten nicht damit, dass der Meeresgrund mit Steinen übersät war, so dass wir leider ohne Schuhe ins Wasser gingen. Aus dem relaxten Abkühlen wurde so ein Balanceakt, bei dem wir versuchten unseren Standpunkt beizubehalten, sobald wir einen gefunden hatten, der nicht an den füßen wehtat, und nicht von den Wellen fortgespült zu werden.
Nach einer sehr kalten Dusche war es zum Glück Zeit zum Abendessen. Um 7 Uhr veranstaltete das Resort-Restaurant jeden Abend ein Probeessen, bei dem verschiedene Gerichte aus der Karte bereitstanden um kostenlos probiert werden zu können. Eine gute Sache :)
Nach dem Essen packte ich mich in die Hängematte vor unserer Hütte und schrieb ein bisschen an unserem Blog weiter, während Marco sich auf Foto-Safari in den umliegenden Dschungel begab.
Anschließend fielen wir hundemüde ins Bett und schliefen beim Klang vom Meeresrauschen ein :)

(flummy)
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