Bye bye Karon

Trip Start Sep 20, 2011
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18
Trip End Mar 12, 2012


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Where I stayed
Naiyang Cottage

Flag of Thailand  , Phuket Province,
Sunday, October 9, 2011

Am Samstag haben wir nach zwei Wochen im Pineapple Guesthouse Karon verlassen! Es war auf jeden Fall super hier und auch das perfekte Hostel um die ganzen Startschwierigkeiten der Reise (Sonnenbrand, Krankheiten, Jetlag, Essensumstellung) und die regnerischen Tage durchzustehen, weil es zum einen superbillig war, so dass man sich über "verschenkte" Tage nicht ärgern musste, nette Mitbewohner da waren und alles was man brauchte, ganz in der Nähe war.
Samstagvormittag haben wir dann also ausgecheckt und haben uns an die nächste größere Straße gestellt und auf den Bus nach Phuket Town gewartet. Nach etwa 10 Minuten kam er dann auch und hielt auf unser Handzeichen hin an. Der blau angestrichene Bus ohne Fenster ist eigentlich eher aufgebaut wie ein LKW: Vorne gibt es das Fahrerhäuschen, die Fahrgäste müssen jedoch am hinteren Ende des Fahrzeugs auf die Ladefläche klettern, auf der drei lange Bänke befestigt sind. Mit unseren dicken Rucksäcken haben wir ganz schön viel Platz im ohnehin recht vollen Bus eingenommen. Ein paar Thais haben sich dann direkt hinten am Bus hinter zwei Leitern geklemmt und sind so mitgefahren, wie Müllmänner das tun. Für nur 30 Baht pro Kopf (ca. 75 Cent) sind wir so bis nach Phuket Town gefahren und dort zu Fuß zur zentralen Busstation gelaufen, um von dort mit dem Airport Bus in den Norden von Phuket zu fahren. Für ca. 2 € pro Nase sind wir etwa eine Stunde bis fast ans andere Ende der Insel gefahren und irgendwo in Nai Yang ausgestiegen. Wir wussten von einem  Hostel, das relativ günstig sein sollte und mit Intuition, Nachfragen und viel Glück haben wir dieses auch tatsächlich auf direktem Weg nach ungefähr einer halben Stunde Fußmarsch mit dickem Gepäck in der Nachmittagshitze gefunden. Leider war im Pensiri (so hieß das Hostel) nur noch ein Zimmer für eine Nacht frei. Weil wir aber keine Lust hatten, noch weiter mit unserem Gepäck durch die Hitze zu latschen, sind wir erstmal für eine Nacht im Pensiri geblieben. Wir hatten aber Glück im Unglück, da die Hostelbesitzerin zufällig einen Freund hat, der ebenfalls eine kleine Hotelanlage, das Naiyang Cottage, betreibt und uns für den nächsten Tag und die darauffolgende Woche einen Bungalow für den gleichen Preis vermietet hat.
Am Samstag haben wir nicht mehr viel gemacht, außer in einem netten Restaurant am, nein auf dem Strand zu essen (die Besitzerin des Restaurants ist die Schwester der Hostelmama im Pensiri und wir haben deshalb 10% Rabatt bekommen) und uns gegenseitig die Haut abzuziehen.. ja, wir pellen nach unserem Sonnenbrand -.-
Am Sonntag sind wir dann ins Naiyang Cottage umgezogen. Zum Glück ist der Besitzer ein sehr netter Mann und auch noch Taxifahrer, so dass wir mit unserem Gepäck zum neuen Heim kutschiert wurden und nicht wieder alles durch die Hitze schleppen mussten. Im Cottage hatten wir unseren eigenen kleinen Bungalow, unser erstes eigenes Haus, jeah! :D
Weil superschönes Wetter war, haben wir uns für den Nachmittag einen Roller gemietet und sind nach einem weiteren Essen am Strand erstmal wieder auf Schatzsuche gefahren. Gefunden haben wir einen sehr schönen kleinen versteckten Strand, den Banana Beach, den man nur über einen Trampelpfad erreichen kann und der touristisch unerschlossen ist. Das heißt, dass es hier keine hässlichen Plastikliegen und keine Sonnenschirme gibt, dafür aber leider auch jede Menge Müll, den die Flut angeschwemmt hat und keiner wegräumt, weil sich keiner dafür verantwortlich fühlt. Nachdem wir einige Zeit an dem kleinen Strand verbracht hatten (teilweise hatten wir sogar den ganzen Strand nur für uns!) sind wir weitergefahren. Unser Ziel war der Khao Phra Thaeo National Park. Da Beschilderungen in Thailand aber eher zufällig und auf keinen Fall durchgängig zu sein scheinen, hat es eine ganze Weile gedauert, bis wir den richtigen Weg gefunden hatten. Das Hauptproblem auf unserer Fahrt war dabei wohl, dass wir auf einer Art Autobahn festhingen (keine Panik, es gab dort extra Spuren für Rollerfahrer), deren Spuren für die unterschiedlichen Richtungen durch Grünstreifen voneinander getrennt waren und es nur alle paar Kilometer U-Turns gab. Wenn wir also einmal an der richtigen Ausfahrt (die ziemlich versteckt war) vorbeigefahren sind, mussten wir erst ein paar Kilometer weiter bis zum nächsten U-Turn fahren, dann ein paar Kilometer in die andere Richtung wieder bis zum nächsten U-Turn um es dann noch einmal zu versuchen. Wären wir Thais, hätten wir nach einer verpassten Abfahrt wohl einfach auf dem Seitenstreifen kehrt gemacht und wären als Geisterfahrer zurückgefahren (Geisterfahrer sind hier wirklich keine Seltenheit!), aber so weit wollten wir uns dann doch nicht an die örtlichen Gewohnheiten anpassen, besonders, da wir ständig Mitglieder der Highway-Police gesehen haben..
Irgendwann hatten wir es dann aber doch geschafft und sind nach einem kurzen Tankstop (einmal volltanken für 2 € bitte) kurz vor Sonnenuntergang im Nationalpark angekommen. Zu unserem Glück war das Kassenhäuschen nicht besetzt (vielleicht weil es schon so spät war?) und wir konnten umsonst bis zum Parkplatz fahren. Während alle anderen auf dem Rückweg zu ihren Autos waren, sind wir dann noch zum Bang Bae Wasserfall gegangen. Dies ist ein recht schmaler, etwa 15 Meter hoher Wasserfall umgeben von Regenwald. Die Wege, auf denen man sich hier bewegt, sind schmale Trampel-, beziehungsweise Kletterpfade teilweise über gegossenen Beton und teilweise einfach über die hier liegenden Felsen. Auf unserer kleinen Wanderung habe ich festgestellt, dass die Tropenkammern, die man manchmal in Museen findet und die einem immer übertrieben heiß und feucht vorkommen, ziemlich gut der Wirklichkeit nachempfunden sind. Es ist tatsächlich unglaublich heiß, feucht und stickig im Regenwald! Nachdem wir also ein Weilchen durch den Regenwald gestromert sind, haben wir dann noch beim Gibbon Rehabilitations Projekt Halt gemacht. Dieses Reservat kümmert sich um die Auswilderung von Gibbons, die in Gefangenschaft gelebt hatten und um die Information der Bürger und Touristen bezüglich der Gibbons. Für einen Gibbon, den man in Gefangenschaft sieht (zum Beispiel bieten manche Thais den Touristen an, ein Foto mit ihrem Gibbon zu machen, natürlich gegen Geld), wurden im Schnitt 9 Gibbons getötet (Mutter, Geschwister, andere Familienangehörige), da natürlich keine Gibbonmama ihr Baby freiwillig weggibt. Zwar konnten wir keine Gibbons sehen, aber die Informationstafeln waren frei zugängig und interessant.
Zurück in Nai Yang haben wir noch ein schnell den Luxus eines motorisierten Gefährts ausgenutzt und erstmal den Kühlschrank in unserem Bungalow gefüllt :)

(flummy)
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